Rezension: Seelenfänger — Von dem Täuscher und Würfelpools

Jun 30

Rezension: Seelenfänger — Von dem Täuscher und Würfelpools

Auf der Suche nach einem neuen Rol­len­spiel für mich, auf­grund von Unzu­frie­den­heit mit den bis­he­ri­gen, im Bereich Fan­tasy, bin ich neben vie­len ande­ren auch über See­len­fän­ger gestol­pert. Die­sem Spiel habe ich mich mehr als ein­mal mit Durch­blät­tern gewid­met, denn es hat mein Inter­esse geweckt. Es ist im Bereich des Dark Fan­tasy ange­sie­delt und hat mir beim Lesen einige Geräu­sche ent­lockt. Es ging von Aaaahhhs über Oooooohhhss lei­der hin bis zu einem Wäääähhh.….aber lest selber.

Erschei­nungs­bild

Das Rol­len­spiel ist wie der Name ver­mu­ten lässt, kom­plett auf Deutsch. Ich habe meine Aus­gabe von See­len­fän­ger auf der RPC 2012 in Köln  direkt beim Autor Jörg Kös­ter kau­fen kön­nen. Da war es gerade erst ein paar Tage „fer­tig“. Zum Her­stel­lungs­preis bekommt man es nicht mehr, jedoch für 19,90 EUR bekommt man trotz­dem eine Menge Grund­re­gel­werk für sein Geld.

Es han­delt sich um ein Soft­co­ver im DIN-A4 For­mat mit knapp 200 Sei­ten und liegt ein wenig lab­be­rig in der Hand, man wünscht sich einen fes­te­ren Ein­band. Im Bett lesen, über dem Kopf gehal­ten, ist nicht so ein­fach. Das Papier ist von leicht glän­zen­der Natur, die­ses stört beim Lesen im künst­li­chen Licht. Das ist jedoch für den Preis durch­aus OK.

Ein Inhalts­ver­zeich­nis am Anfang und ein Index am Schluss sind vor­han­den. Vor­bild­lich, wie ich finde. Die meis­ten Zeich­nun­gen stam­men von Anthony John Cala­bria. Seine Bil­der ver­mit­teln gleich ein Bild des Rol­len­spiels, wel­ches sehr pas­send ist und den Betrach­ter in die düs­tere Welt ein­tau­chen lässt. Der Nach­wuchs­künst­ler im Bereich Illus­tra­tion / Digi­tal Art (Devi­ant ArtFace­book ) fügt in mei­nen Augen einen wich­ti­gen Teil zur Stim­mung des Spiels bei.

Dann wäre ja alles schön…ist es aber nicht. Das Lay­out an sich (los­ge­löst von den Zeich­nun­gen und Bil­dern, die eben viel zu spär­lich erschei­nen ) ent­lockte mir das oben erwähnte „Wäääääh“. Es gibt sei­ten­weise Text­wände mit Über­schrif­ten, die sich kaum abhe­ben. Gott sei Dank haben wir hier ein zwei­spal­ti­ges Lay­out pro Seite, aber trotz­dem ist es wirk­lich schwer, das Regel­werk zu lesen, und ich muss sagen, es war wirk­lich anstren­gend für mich.

In einer neue­ren Ver­sion muss der Autor da wirk­lich nacharbeiten…er würde sich sicher  freuen wenn jemand, der fit im Bereich ist, sich bei ihm mel­det. Wir ver­mit­teln gerne bei Inter­esse einen Kontakt.

Die har­ten Fakten:

  • Ver­lag: Eigen­ver­öf­fent­li­chung
  • Ver­öf­fent­li­chungs­jahr: 2012
  • ISBN: keine
  • Preis: 19,90 €
  • Bezugs­quelle: Über die Web­site http://seelenfaenger-rpg.de/

Die Spiel­welt

Lasse ich das Opti­sche weg, ist See­len­fän­ger sehr stim­mig! Es  hat gleich geschafft, mich zu begeistern.

Ein gewal­ti­ger Krieg fes­selte das Reich der Ein­heit und Bar­ba­ren­hor­den droh­ten, es zu über­ren­nen. In ihrer Not gin­gen die Men­schen einen Pakt ein, mit dem Typen, den sie heute den Täu­scher nen­nen. Der Knilch betrog sie alle, schuf eine Bar­riere um das Land, diese liegt im tie­fen Nebel und nix kann nun weder rein noch raus. Nicht mehr rein und raus? Naja, das gilt für die ehe­ma­li­gen Gren­zen, dort wo jetzt der Nebel ist, ver­schwim­men nun lei­der die Wel­ten. Auch wenn die unge­liebte Schwie­ger­mut­ter oder eben Bar­ba­ren­hor­den aus dem Nach­bar­land nicht mehr zu Besuch kom­men, weil sie ver­mut­lich an dem kre­pie­ren, was die­ser Riss zwi­schen die­ser und der Ander­welt so frei­gibt. Mons­ter und andere Schre­cken wan­dern im Nebel und fin­den einen Weg in diese Welt. Die Ver­än­de­run­gen der Taten des Täu­schers las­sen auch die Gren­zen zwi­schen der dies­sei­ti­gen Welt und der Anders­welt in dem von Nebel ein­ge­schlos­se­nen Gebiet immer dün­ner wer­den. Dinge von jen­seits der Welt trei­ben ihr Unwesen.

Prä­gend für das See­len­fän­ger RPG sind eben die See­len­fän­ger, sie geben dem Spiel sei­nen Namen. Das sind Leute, die See­len ein­fan­gen. Sie sind orga­ni­siert in drei große Orden, die alle unter­schied­li­cher Ansicht über das sind, was sie da fan­gen. Der Orden der Erlö­ser will den See­len hel­fen, auf die andere Seite zu gelan­gen, und nutzt sie als Werk­zeug. Die Ver­bren­ner sehen die See­len als Übel, das berei­nigt wer­den muss und die Pei­ni­ger ( ja der Anfüh­rer ist eben jener, der den Mist mit den „Anders­welt“ ange­rich­tet hat)  nut­zen die See­len eben­falls als Werk­zeug, jedoch nicht zum Guten. Und wenn es mal keine Seele mehr gibt, dann machen sie ein­fach ein paar Neue…ihr wisst schon.

Die Lande der Seelenfänger

Wie oben geschrie­ben, sind die Gren­zen sehr ris­sig zwi­schen den Wel­ten. Die­ses und die damit in Ver­bin­dung tre­ten­den Erschei­nun­gen sind Haupt­auf­ga­ben­merk der Spie­ler­cha­rak­tere, die nicht zwin­gend See­len­fän­ger sein müs­sen. Auch andere Cha­rak­ter­kon­zepte las­sen sich realisieren.

Die Göt­ter­welt ist ziem­lich reich­hal­tig, mit den Sie­ben mal Sie­ben Göt­tern. Auf gan­zen 11 Sei­ten beschreibt der Autor die Göt­ter, wie sie Ein­fluss neh­men auf die Welt und damit auf das Spiel. Das erscheint viel, ist in mei­nen Augen aber wich­tig, da die Welt sehr reli­giös gehal­ten ist. Ob es nun unbe­dingt 49 Göt­ter sein müssen…ich denke: Ja. Die Welt und damit das Spiel wer­den ein­fach davon geprägt, und die Kir­chen sind sehr mäch­tig, und tra­gen zur Stim­mung bei. Aber auch Rit­ter­or­den, Volks­grup­pen, Adels­häu­ser, Gil­den etc. wer­den sehr genau beschrie­ben. Die Welt wirkt ziem­lich genau durch­dacht. Und trotz­dem, glaube ich, wird dem Spiel­lei­ter noch genug krea­ti­ver Spiel­raum gelas­sen, um sei­ner­seits Ein­fluss zu nehmen.

Ich finde die Lande des Täu­schers sind sehr ger­ma­nisch / nor­disch geprägt. Dies merkt man bei Begriff­lich­kei­ten und Namen. Die Karte wirkt für mich, als ob Nord­deutsch­land abge­än­dert wurde, und alles was, unter Nie­der­sach­sen kommt, wird durch ein Gebirge abge­schnit­ten. Ist an sich ja auch nicht schlimm, wer braucht schon Hessen?

Er hat das Rad nicht neu erfun­den und sich bestimmt an ande­rer Stelle inspi­rie­ren las­sen, aber es ist sehr solide und vor allem lie­be­voll zusammengefasst.

Die Regeln

See­len­fän­ger arbei­tet mit einem W6-Poolsystem.

Der Spie­ler wür­felt mit einer Anzahl an W6. Jede 6 ist ein Erfolg (Optio­nal auch schon eine 5). Die Wür­fel­schwie­rig­keit ist die Anzahl der Erfolge, die man wür­feln muss. Einen nor­ma­len Erfolg erreicht man mit einem Erfolg, Zwei Erfolge braucht man um etwas Schwe­res zu beste­hen, und so weiter…

Die Anzahl der Wür­fel, die man ver­wen­det, kom­men grund­sätz­lich aus dem Fer­tig­keits­pool. Sie kön­nen mit Wür­feln aus dem Basis­pool ange­rei­chert wer­den. Am bes­ten benutzt man hier ver­schie­den far­bige Wür­fel. Jedoch ver­liert Wür­fel aus dem Basis­pool, wenn sie einen Erfolg zei­gen. Zusätz­lich hat man noch einen Wür­fel­pool, der sich an den 7 „Göt­ter­grup­pen“ ori­en­tiert, bzw. wie gott­ge­fäl­lig man hier lebt. Das klingt beim ers­ten Mal lesen alles sehr kom­pli­ziert, und auch beim zwei­ten und drit­ten Lesen. Ich bin gespannt, wie es in mei­ner Pro­be­runde in der  Pra­xis wird. Man ver­si­cherte mir, dass das Sys­tem sehr ein­fach ist. Ich bin da skep­tisch, werde mich aber gerne über­ra­schen lassen.

Wer auf­ge­passt hat, wird gemerkt haben, dass See­len­fän­ger auch bei dem klas­si­schen Cha­rak­ter neue Wege geht, denn es gibt keine Attri­bute, ledig­lich eben die Fer­tig­kei­ten mit ihrem Pool, den ich beschrie­ben habe. Das ist für mich unge­wöhn­lich. Das gibt natür­lich Frei­hei­ten, was die Erschaf­fung und die Wei­ter­ent­wick­lung der Cha­rak­tere und ihrer Fer­tig­kei­ten, bzw. ihrer Rich­tung anbelangt.

Im Sys­tem gibt es zwar Pat­zer, aber keine kri­ti­schen Erfolge. Dafür haben wir aber meh­rere Stei­ge­rungs­mög­lich­kei­ten durch mehr Erfolge. Ich per­sön­lich bin aber auch ein Fan von der „Natu­ral One“ / „Natu­ral 20“ und mag ein­fach sol­che Optionen.

Was mir wie­derum gefällt, ist das Erfah­rungs­sys­tem. Die Erfah­rung erhält man in Anzahl von Wür­feln. Diese gelan­gen erst ein­mal zum Basis­pool. Von dort aus kann man sie zur Stei­ge­rung aus­ge­ben, oder aber im Pool behal­ten, um sie situa­ti­ons­be­dingt einzusetzen.

Alles in allem bin ich wie gesagt skep­tisch und MUSS es Probe spie­len, um evtl. an der Wer­tung noch ein­mal etwas zu ändern. Es hört sich grund­sätz­lich nicht schlecht an. Einige simu­lierte Wür­fel­tests haben keine zufrie­den­stel­len­den Ergeb­nisse gebracht. Es muss also die Pra­xis her, und die wird in den nächs­ten Wochen kommen.

Cha­rak­ter­er­schaf­fung

Ich beschreibe hier nur den tech­ni­schen Teil der Cha­rak­ter­er­schaf­fung. Posi­tiv sei zu ver­mer­ken, dass hier Wert auf Geschichte gelegt wurde, und sich der Spie­ler diese vor­her zu Recht legen soll, damit man dann den Cha­rak­ter anhand die­ser bauen kann.

Gene­rell mag ich es nicht, wenn man bei der Cha­rak­ter­er­schaf­fung zwei oder mehr Fin­ger im Buch haben muss weil die Infor­ma­tio­nen ver­streut sind. Dies ist hier lei­der der Fall.

See­len­fän­ger RPG ist ein Punktekaufsystem.

Es gibt an sich keine Klas­sen, aber es gibt Berufe. Ich kann einen oder zwei wäh­len und erhalte Fer­tig­keits­pool­punkte, die ich auf Fer­tig­kei­ten ver­tei­len kann, die mir der Beruf bei­bringt. Eine Zofe zB würde Soziale Inter­ak­tion mit­brin­gen, ein Bogner Kampf­kunst Bögen.  Berufe sind wie­derum selbst Fer­tig­kei­ten. Fer­tig­kei­ten wer­den auch durch Grup­pie­run­gen, denen man sich anschließt, frei­ge­schal­tet. Dahin­ter ver­ber­gen sich Gil­den und Zünfte. Ent­schließt man sich nicht dazu, einer der­ar­ti­gen Ver­ei­ni­gung bei­zu­tre­ten, sollte man einen Men­tor neh­men. Der ganze Pas­sus ist erst nach mehr­fa­chem Lesen ver­ständ­lich und lei­der teils stark auf weit aus­ein­an­der­lie­gen­den Sei­ten fragmentiert.,

Dann fol­gen Schwä­chen und Tugen­den. Die Lebens­punkte wer­den evtl. durch Vor– und Nach­teile modi­fi­ziert, um sie evtl. dann noch durch den Kauf von Wür­feln aus dem Fer­tig­keits­pool zu erhö­hen. Als letz­ter Punkt wer­den dann Fer­tig­kei­ten und Manö­ver erlernt mit Punk­ten, die wir noch im Pool haben.

Auch hier musste ich mich, es war meine erste Cha­rak­ter­er­schaf­fung, etwas durch quä­len. Aber ist das nicht bei allem Neuen so?  Grad in mei­nem Alter! ;-) Was mir gut gefällt, ist, dass die Cha­rak­tere hier kein Geld haben, und nicht stän­dig jeden Kreu­zer mit notie­ren müs­sen, son­dern sie haben so etwas wie Wohl­stands­le­vel, und die Aus­rüs­tung ist frei wähl­bar, so sie denn in die­sem Level ver­füg­bar ist. Erspart auch das läs­tige Gerechne nach einer durch­zech­ten Nacht in der Wirt­schaft. Wei­tere Taten und Ver­käufe wer­den dann spä­ter Aus­wir­kun­gen auf den Wohl­stands­le­vel haben.

Auch bei der Cha­rak­ter­er­schaf­fung merkt man wie­der, wie viel Mühe sich gege­ben wurde, und wie sehr der Autor ver­sucht, die Spie­ler beim Cha­rak­ter­bau an die Hand zu neh­men. Das macht es gerade Anfän­gern ein­fach. Auch wenn es für mich, als jemand der vor­be­las­tet ist, etwas kom­pli­ziert scheint, ja viel­leicht „anders“ wirkt, werde ich es mit mei­ner Gruppe aus­pro­bie­ren und ihre Mei­nun­gen dazu hören.

Spiel­bar­keit aus Spielleitersicht

Sollte sich das Wür­fel­sys­tem wirk­lich recht leicht erklä­ren, und hat man es ver­stan­den, dann denke ich, wird es nicht allzu schwie­rig bei den Regeln. Ich bin gespannt wie man das mit den Wür­fel­pools und den ver­schie­den far­bi­gen W6 hin­be­kommt für die Poolfar­ben. Gut, dass ich genug W6 vom Table­top habe in ver­schie­dens­ten Farben.

Man muss sich in die Welt inten­si­ver ein­ar­bei­ten, als man dies bei klas­si­scher Fan­tasy machen würde. See­len­fän­ger hat ein­fach sehr viele Beson­der­hei­ten, von Göt­tern, Orden und Anders­we­sen die man gleich zu Beginn ken­nen sollte. Natür­lich kann man sie auch etwas von A nach B brin­gen las­sen, wo sie dann in einen Hin­ter­halt von Ban­di­ten gelan­gen. Aber das macht See­len­fän­ger denke ich nicht aus. Des­we­gen denke ich, dass man sich hier muss aus­ken­nen muss, als bei ande­ren klas­si­schen Fan­tasy–Sys­te­men.

Spiel­bar­keit aus Spielersicht

Der Ein­ar­bei­tungs­auf­wand wird auch für die Spie­ler grö­ßer sein auf­grund der Frag­men­tie­rung der Regeln über ver­schie­dene Berei­che des Regelwerks.

Man muss nicht zwin­gend einen See­len­fän­ger spie­len, auch andere Kon­zepte sind ohne wei­te­res erstell­bar. Die pool­ba­sier­ten Regeln sind nicht direkt ein­gän­gig und wer­den etwas Übung brauchen.

Aber meine Spie­ler wer­den mir die Tage schon ver­ra­ten, wie spiel­bar sie das Rol­len­spiel fin­den werden.

Preis-/Leistungsverhältnis

See­len­fän­ger steht unter der Crea­tive Com­mons BY-NC-ND Lizenz. Das bedeu­tet unter ande­rem, dass man es kos­ten­los auf der Web­site von See­len­fän­ger RPG her­un­ter laden kann.

Das Preis-/Leistungsverhältnis ist unbe­strit­ten gut. Es ist näm­lich kos­ten­los. Wer jedoch lie­ber Papier schätzt, bekommt für knapp 20 Euro ein kom­plet­tes Rol­len­spiel, das einem alles bie­tet, was man sich wünscht. Ein kom­plet­tes Regel­werk, eine mehr als aus­rei­chen­den Hin­ter­grund­welt und vor allem eine immer mehr wach­sende Com­mu­nity und sich stän­dig erwei­ternde Fülle an Mate­rial. Und auch unbe­zahl­bar: Der Autor  beant­wor­tet jede Mail der Spie­ler und hilft wo er nur kann.

Spiel­be­richt

Ein Spiel­be­richt wird zu einem künf­ti­gen Zeit­punkt nachgeliefert.

Fazit

Auch wenn ich ins­ge­samt doch sehr skep­tisch erscheine und auch bin, heißt es nicht, dass ich See­len­fän­ger RPG schlecht finde. Ganz im Gegen­teil. Ich bin sehr gespannt. Gespannt, ob ich ihm ein­fach nur die Welt klauen werde und sie mit Savage Worlds bespiele, oder ob mich und eine mei­ner Run­den auch vom deut­lich „ande­ren“ Regel­sys­tem über­zeugt wer­den kann, und wir im Gan­zen von See­len­fän­gern unsere Seele geraubt bekommen…

Des Wei­te­ren muss ich noch ein­mal sagen, dass man im gesam­ten Werk merkt, wie viel Arbeit und Herz­blut in das Pro­jekt gesteckt wurde. Ich durfte ihn auf der RPC ken­nen ler­nen und merke mit jeder Seite, wie er hier drin steckt. Die Liebe, die in die­sem Pro­jekt ent­hal­ten ist, ver­dient hier mei­nen Respekt.

Bonus/Downloadcontent

Alles, was es in Print gibt erhal­tet ihr, wie gesagt, auch als kos­ten­lo­sen Down­load, so dass See­len­fän­ger RPG eigent­lich „für Lau“ ist.

Es gibt eine Ultra­light Ver­sion, einen Aben­teu­er­band, Bei­spiel­cha­rak­tere, Trifolds…ach stö­bert sel­ber mal durch den Downloadbereich. 


Unsere Bewer­tung 

Erschei­nungs­bild ★★★☆☆
Schöne Illus­tra­tio­nen, funk­tio­nell auf­ge­baut, furcht­ba­res Layout.
Spiel­welt ★★★★☆
Tolle stim­mige, in sich geschlos­sene Welt. Lädt gera­dezu ein.
Regeln ★★★☆☆
Zu viele Wür­fel­pools? Test­spiel nötig.
Cha­rak­ter­er­schaf­fung ★★½☆☆
Leicht holp­rig, und wegen des Regel­sys­tems mit den Wür­fel­pools auch etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig. Zudem sind die Infor­ma­tio­nen stark fragmentiert.
Spiel­bar­keit aus Spielleitersicht ★★★☆☆
Wird nach­ge­reicht, Wer­tung wurde vorab geschätzt.
Spiel­bar­keit aus Spielersicht ★★★☆☆
Wird nach­ge­reicht, Wer­tung wurde vorab geschätzt.
Preis-/Leistungsverhältnis ★★★★★
Eigent­lich umsonst, Print zum Selbst­kos­ten­preis, kom­plet­tes Spiel.  
Gesamt ★★★½☆
Schö­ner Hin­ter­grund, schö­nes Spiel für zwi­schen­durch, trotz der Haker. Die neuen Regeln for­cie­ren lei­der je nach Spiel­gruppe eine extreme Albernheit.

 

 

Auch lesens­wert:

4 Kommentare

  1. Das Regel­werk klingt für mich wie eine Kreu­zung aus klas­si­schem Rol­len­spiel­sys­tem (sagen wir DSA4) und The Pool von James V. West.

    Danke für die Rezension.

  2. Holger /

    Ohne das Sys­tem genauer zu ken­nen, eine kurze Anmer­kung zum Würfelsystem:

    Wenn wirk­lich nur die 6 einen Erfolg zeigt, so ist das Sys­tem dadurch sehr zufäl­lig. Die Chance auf einen Erfolg liegt dann gerade ein­mal bei knapp 17% pro Wür­fel. Man braucht also schon recht viele Wür­fel, damit eine brauch­bare Wahr­schein­lich­keit auf einen Erfolg besteht (bei 4 Wür­feln liegt man bei 52%). Da dann aber theo­re­tisch auch schon 4 Erfolge Mög­lich sind (wenn auch nur mit einer Wahr­schein­lich­keit von 0,07%), ist ein­fach eine sehr hohe Vari­anz bei den Wür­fel­er­geb­nis­sen zu erwar­ten.
    Ist Geschmack­sa­che, aber ich mag Sys­teme, die nicht so zufäl­lig sind…

  3. Aus die­sem Grund wird die Option gege­ben sein, die Schwie­rig­keit auf eine 5 zu sen­ken. Das hebt die Wahr­schein­lich­keit immer­hin auf 33% und ist damit deut­lich bere­chen­ba­rer. Letzt­end­lich hilft die Anzahl der Pools und die damit ver­bun­dene Anzahl an D6 auch.

  4. Sehr gerne PiHalbe,

    ich bin auch gespannt wie sich die Kreu­zung spielt.

    Andy

Trackbacks/Pingbacks

  1. [Juni] Teilzeithelden – Artikelübersicht | Aktion Abenteuer - [...] Seelenfänger RPG, eine weitere Eigenveröffentlichung [...]

Einen Kommentar schreiben