Rezension: Shadowrun — Jet Set

Okt 08

Rezension: Shadowrun — Jet Set

Jet Set für Shado­wrun ent­führt den Leser in die glit­zernde gla­mou­röse Welt der Super­rei­chen, Ade­li­gen und Kon­zern­chefs. Sowohl Hin­ter­grund– als auch Kam­pa­gnen­band bie­ten dem Leser eine Fülle von Infor­ma­tio­nen und Plot­hints, die teils mehr, teils weni­ger ver­wert­bar sind.

 

 

Erschei­nungs­bild

Das mir vor­lie­gende Exem­plar in der pdf-Ausgabe ist mit 170 Sei­ten rap­pel­voll mit aller­lei wert­vol­len Infor­ma­tio­nen. Lay­out und Design fol­gen dem Shadowrun-Standard. Ein schrei­end bun­tes Cover, bei wel­chem ich mich frage, was es dar­stel­len soll und ob es eine Szene aus einem Sim­Sin ist, begrüßt den Leser, für mich schon fast zu bunt, so grell, dass es in den Augen schmerzt.

Das Innere ist in schwarz­weiß gehal­ten, wird auf jeder Seite von den Zier­rah­men an den Sei­ten ein­ge­fasst und hier und da von spiel­ty­pi­schem Art­work auf­ge­bro­chen. Die Sei­ten sind sehr stark mit Text gefüllt, auch scheint mir die Schrift­art etwas klei­ner als sonst zu sein und benö­tigt daher mehr Kon­zen­tra­tion als üblich bei der Lektüre.

Das vor­han­dene Inhalts­ver­zeich­nis hat lei­der keine Ver­lin­kun­gen, genauso wie diese auch beim Cha­rak­ter Index im hin­te­ren Bereich des Quel­len­bu­ches fehlen. 

Alles in allem also nichts neues, von gewohnt hoher Qua­li­tät, aber mit klei­nen Mängeln.

Die har­ten Fakten:

  • Ver­lag: Cata­lyst Game Labs
  • Ver­öf­fent­li­chungs­jahr: 2012
  • Spra­che: Eng­lisch
  • Sei­ten­an­zahl: 170
  • For­mat: pdf
  • Preis: 18 USD (pdf), 17,47 EUR (print)
  • Bezugs­quelle: Dri­ve­Thru (pdf: Klick) / Ama­zon (print:Klick

Inhalt

Wie­der ein­mal ist es nie­mand ande­res als Fast­Jack, der die Daten­samm­lung des ers­ten Kapi­tels ver­an­lasst hat. Run­ner sind sel­ten in der High Society zu fin­den, eine Aus­nahme gibt es jedoch schon: Fian­chetto, der selbst­er­nannte Superspion.

Seine Aus­füh­run­gen erklä­ren uns, wieso die High Society so eli­tär ist und oft für arro­gant gehal­ten wird. Wir erfah­ren, wie die Wech­sel­wir­kung der Super­rei­chen mit den Kon­zer­nen und der Öffent­lich­keit ist und erhal­ten einen Über­blick über die Beweg­gründe und Hin­ter­gründe von so schil­lern­den NSCs wie Richard und Saman­tha Vil­liers, High Prince Larry Zin­can und anderen.

Das Kapi­tel wird abge­schlos­sen von einer Über­sichts­seite mit eini­gen Weis­hei­ten, was bei den obe­ren Zehn­tau­send zu beach­ten ist.

Das war es dann auch schon für Spie­ler, denn nun schließt sich der Kam­pa­gnen­teil an. Lei­der ist nicht alles zusam­men­hän­gend und erst recht nicht in der High Society plat­ziert. An der Stelle geht dem Buch etwas verloren.

Jeder Run greift Sze­nen und Loka­li­tä­ten auf, muss jedoch durch die SL ver­voll­stän­digt wer­den. Cata­lyst Game Labs lie­fert uns ein Gerüst, mit Leben erfül­len müs­sen wir es selbst.

Ich fasse nun die ein­zel­nen Runs zusam­men und gebe eine kleine Einschätzung.

Semi­ba­listic Impact

Die­ser Run hätte auch in jeder ande­ren Kam­pa­gne statt­fin­den kön­nen. An sich ist es gar kein Run. Eigent­lich ist das Team nicht zwin­gend per Zufall an Bord eines Flug­zeu­ges, in wel­chem ein Atten­tä­ter jeman­den töten soll. Das Pro­blem: Der Atten­tä­ter hat eine Cor­tex­bombe im Nacken und scheut sich nicht davor, diese ein­zu­set­zen, um sein Ziel, sich selbst und das gesamte Flug­zeug in die Luft zu jagen. Ohne Waf­fen, mit deak­ti­vierte gefähr­li­cher Cyber­ware und nur dem, was das Team am Leib trägt, wird das hier eine harte Num­mer, die an den Geist der Spie­ler und Cha­rak­tere appel­liert und nicht an ihre Waf­fen­fä­hig­kei­ten. Manko – die Story hat kei­nen Bezug zu den Superreichen.

Sub-Routine

Der Flie­ger lan­det in Hong-Kong und nun geht es ans Ein­ge­machte. Der erste rich­tige Auf­trag beschäf­tigt sich mit der Extrak­tion einer sehr erfolg­reich gewor­de­nen Musi­ke­rin, damit diese aus den Ver­pflich­tun­gen der Yakuza ent­kom­men kann. Inter­es­sant wird es dadurch, dass eine andere Par­tei auch ein Team ange­heu­ert hat, um glei­ches zu tun. Was sich zuerst nach einem Kopf-an-Kopf Ren­nen anhört, wird im Ver­laufe des Runs zu einer schrä­gen Ange­le­gen­heit mit viel Chance für situa­ti­ven Humor.

Nine-Tenths

Morde an (Meta)Menschen, die von Dun­kel­zahn „Auf­merk­sam­kei­ten“ bekom­men haben, bewe­gen die Draco Foun­da­tion, zum einen interne Nach­for­schun­gen anzu­stel­len, zum ande­ren aber auch nach außen zu mau­ern. Das stört nicht nur die offi­zi­el­len Stel­len, son­dern auch einen UCAS Sena­tor. An der Stelle setzt der Run an. Die Spie­ler agie­ren als inof­fi­zi­elle Ver­tre­ter und berei­sen ver­schie­dene Orte, um die Morde und Hin­ter­gründe auf­zu­klä­ren. Hier agie­ren die Run­ner im Auf­trag der offi­zi­el­len Regie­rung, was mal etwas ande­res ist. Das ange­dachte Ende wirkt überraschend.

Photo Ops

Es geht mal wie­der nach Bogota, mit­ten in den tur­bu­len­ten Krieg zwi­schen Azt­lan und Ama­zo­nien. Doch die­ses Mal neh­men die Run­ner nicht teil am Krieg in der einen oder ande­ren Form, son­dern müs­sen Infor­ma­tio­nen im poli­ti­schen Sumpf der gro­ßen Per­sön­lich­kei­ten und Cele­bri­ties, die sich ein Stell­dich­ein geben, sam­meln. Aber eigent­lich geht es hier um Men­schen mit zu viel Geld, dum­men Ideen und fal­schen Ent­schei­dun­gen zu fal­schen Zeit­punk­ten in einer kriegs­zer­ris­se­nen Region der Welt. Die Run­ner soll­ten dazu mora­lisch im kras­sen Gegen­satz sein, damit das Aben­teuer rich­tig gut ankommt. Ich mag es!

Ope­ra­tion Blindside

Wir blei­ben in Bogota. Ein etwas zwie­lich­ti­ger John­son heu­ert das Team an, um Namen und Moti­va­tio­nen der Anfüh­rer der Gruppe „Many Worlds, One Bogota“ her­aus­zu­fin­den. Damit sol­len dann Satel­li­ten geha­cked und letzt­end­lich zer­stört wer­den. Es geht also auch noch­mal ins All. Um dem unge­wöhn­li­chen Set­ting noch­mal einen Trumpf auf­zu­set­zen, erscheint ein Agent von Hestaby und offen­bar die Iden­ti­tät des John­son. Am Ende geht es um eine Audi­enz bei Hestaby selbst.

One Step Ahead

OK, das Ding ist komisch. Auf den ers­ten Blick zusam­men­hang­lose Sachen müs­sen über­all auf dem Pla­ne­ten gemacht wer­den, ange­fan­gen vom Aus­tau­schen eini­ger Schalt­kreise bei Droh­nen bis hin zum Unter­stüt­zen eines Saeder Krupp Agen­ten, damit des­sen Infil­tra­tion der Ren­raku Red Samu­rai gelingt. Jede Auf­gabe hat ihren Reiz, aber ich wage zu behaup­ten, dass sich die Spie­ler am Ende fra­gen, was das nun alles sollte. Auf­ge­löst wird es nicht wirk­lich und SLs erfah­ren, dass es sich hier um einen gro­ßen Plan eines Dra­chen mit vie­len klei­nen Zwi­schen­schrit­ten han­delt. Zum einen zu wirr, zum ande­ren kein Bezug zur High Society. Nicht meins.

Azt­lan Counterstrike

Zurück nach Bogota und immer noch nicht in der High Society. Ich ver­stehe ja, dass Cata­lyst Games Labs den Metaplot vor­an­trei­ben will, aber mir mag nicht zusa­gen, dass die­ses gerade in die­ser Form in die­sem Quel­len­buch gesche­hen will. Thema ver­fehlt. Naja, immer­hin wen­det sich das Blatt am Ende des Runs mehr in Rich­tung Jet Set. Worum geht’s? Um das Fan­gen eines Ver­rä­ters an Azt­lan, damit die­ser von sei­nen lie­ben­den Kon­zer­nel­tern befragt..äh… aufs Übelste gefol­tert wird. Nun auch noch für Azt­lan arbei­ten? Ich will ja hof­fen, dass der Rest der Aben­teuer bes­ser wird.

The Dra­gon Slayers

Eine alte Weis­heit in der sechs­ten Welt ist, dass man keine Dra­chen ver­är­gern sollte. Aber genau darum geht es hier. Das Team wird beauf­tragt, an ver­schie­de­nen Stel­len Dinge zu machen, um damit Pläne der Dra­chen zu ver­ei­teln (und ohne das Wis­sen der Run­ner den Krieg der Mensch­heit gegen die Dra­chen schnel­ler her­bei­zu­füh­ren). Das andere Pro­blem ist, dass man für die­sen Run sehr nah am Metaplot sein muss und viel gele­sen haben sollte, da sonst fast kein Sinn im Han­deln zu erken­nen ist. Zudem ent­de­cke ich echte Logik­lü­cken. Aller­dings ist die Idee sehr char­mant und hängt sich eng an echte Legen­den unse­rer Welt. Ach ja, Cali­burn ist auch dabei.

For­eign Policy

Ah, end­lich geht es um die große schil­lernde Welt. Naja, erst nach­her. Als ers­tes muss eine Ms John­son quer durch Tir Tairn­gire geschafft wer­den, ohne dass das Team erwischt wird. Als ob das nicht genug wäre, geht es nach­her an der Seite des High Prince (!) wei­ter, um einen ter­ro­ris­ti­schen Angriff abzu­weh­ren. Die­ser Run ist sprit­zig, schnell, bringt das Team mit einem der größ­ten Macht­ha­ber der sechs­ten Welt in Kon­takt und macht ein­fach Spaß. Auf so etwas habe ich gewartet.

Nine Lives

Neun Leben, die genom­men wer­den müs­sen, um an eine macht­volle Per­son heran zu kom­men. Wer nun meint, dass das nach auf­rich­ti­gem Mord, also Wet­work, klingt, der liegt rich­tig. Cata­lyst Game Labs bringt mit die­sem Run wie­der eine wei­tere Erin­ne­rung, dass die sechste Welt ein dre­cki­ger und düs­te­rer Ort ist, in wel­chem Men­schen unaus­sprech­li­che Dinge machen. Der Run ist logisch auf­ge­baut und hat ein pas­sen­des Ende. Er gehört zu den bes­se­ren Wetwork-orientierten Runs, die ich lesen durfte.

Shell Games

Das Team wird ange­heu­ert als Sicher­heit für den Her­aus­for­de­rer bei den Bürgermeister-Wahlen in Seat­tle. Was an sich wie ein Stan­dar­drun klingt, wird her­aus­for­dernd, als eine Ver­wandte des Her­aus­for­de­rers von Agen­ten des Amts­in­ha­bers ent­führt wird und der Auf­trag­ge­ber des Teams sie heil zurück haben möchte. Die­ser Run gefiel mit gut, da er sowohl poli­ti­sche Inter­ak­tion, als auch das Zusam­men­füh­ren von Details wie auch eine ordent­li­che Por­tion Action hat. Auf jeden Fall geht es tief in die Wir­ren poli­ti­scher Macht­spiele hinab. Ist das Team mit allem sehr erfolg­reich, besteht die Chance, den wohl mäch­tigs­ten Elfen der sechs­ten Welt zu treffen.

Dra­gon­cha­sers

Mal wie­der Dra­chen, mal wie­der star­ker Metaplot-Anteil und wie­der habe ich hier ein Aben­teuer, wel­ches durch die gan­zen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen sehr inter­es­sant zu lesen ist, aber viel­leicht eher wirr zu spie­len. Die Run­ner eskor­tie­ren einen Dra­chen in Men­schen­ge­stalt von Den­ver nach Neo-Tokyo. Dort ange­kom­men, sol­len diplo­ma­ti­sche Gesprä­che statt­fin­den, die prompt von einem Über­fall der Yakuza gestört wer­den. Letz­tere schie­ßen dann auch auf alles, was sich bewegt. Nun heißt es mit dem Pro­tege unver­letzt zu ent­kom­men. Den­noch ganz nett gemacht.

Out of Egypt

Jet Set heißt wohl auch den Glo­bus zu berei­sen, daher fin­den wir hier so viele inter­na­tio­nale Aben­teuer. Die­ses hier führt uns nach Kairo. Die Run­ner müs­sen also zuerst mit ihrer gesam­ten Aus­rüs­tung anrei­sen, was schon an sich schwer genug ist und dann in das Ägyp­ti­sche Natio­nal­mu­seum ein­bre­chen, um ein altes, angeb­lich nicht­ma­gi­sches Arte­fakt, den Ceno­taph von Men­tu­ho­tep V. steh­len müs­sen. Gelingt dies, tref­fen sie auf Kon­rad Spin­rad, der eigene Inter­es­sen hat. Dazu gesel­len sich dann noch ein paar Scher­gen, die das Arte­fakt für ihre Auf­trag­ge­ber holen wol­len. Alles in allem ein gelun­ge­ner Run mit Oceans Ele­ven Feeling.

The Gigg­ling Assassin

OK, wie­der ein Run aus der Reihe der etwas schrä­ge­ren Art in die­sem Buch. Nur wer Cor­po­rate Intri­gue gele­sen hat, wird wirk­lich ver­ste­hen, worum es hier geht. Hier wir die Geschichte um Rich­ter Hino wei­ter­ge­führt. Aber worum geht es eigent­lich? Um den freien Geist But­ter­cup, die (es wählt eine weib­li­che Gestalt und wird im Street Legends Supp­le­men­tal beschrie­ben) bestimmte Aktio­nen des Kon­zerns Evo rund um das Phä­no­men der E-Ghosts kor­ri­giert haben möchte. Dazu ist sie gewillt, auch über Lei­chen zu gehen, bevor­zugt es aber, wenn bestimmte Per­so­nen auf ihre Seite gebracht wer­den. Lei­der hat auch die­ser Run nur wenig mit der High Society zu tun.

A Taste of the Tour

Hin­ter der „Grand Tour“ ver­birgt sich eine Rei­se­ge­mein­schaft der Super­rei­chen, die von nur weni­gen als sinn­be­freit bedacht wird. Für den Groß­teil ist es die Ver­kör­pe­rung des ele­gan­ten und stil­vol­len Lebens­stils der High Society. Und genau in die­ses Wes­pen­nest wird das Run­ner­team gebracht… Der Auf­trag klingt sim­pler als er ist: Dani­elle de la Mar mit einem hoch­ran­gi­gen Saeder-Krupp Ange­stell­ten an einen Tisch zu brin­gen. Danach geht es aber erst rich­tig los. Bizarre Geld­men­gen wer­den für noch bizar­rere Jobs bewegt. Zusam­men mit Photo Ops ist das der Run, des­sen Stil ich bei vie­len ande­ren Runs in die­sem Buch mas­siv ver­misse. Wieso nicht mehr davon?

Pure Wrath

Unheim­li­che Ereig­nisse an der Angels Tower Arco­logy in Lon­don zie­hen schat­ten­hafte Ermitt­ler auf den Plan. Das Aben­teuer bemüht sich, eine unheim­li­che und gru­se­lige Atmo­sphäre zu erzeu­gen und schafft das an sich ganz gut, auch wenn das in der Sechs­ten Welt recht schwer ist, die von Grund­we­gen bereits sehr fins­ter ist. Die genannte Arko­lo­gie ist ver­las­sen und soll als zukünf­ti­ger Platz für tech­no­lo­gi­sche Expe­ri­mente mit der Matrix die­nen. Aber noch sind dort …Dinge…welche die Pläne zur­zeit verhindern.

Reclai­ming lost sheep

Auch hier bewe­gen wir uns wie­der nahe am Metaplot. Unkennt­nis des­sel­ben wirft die Spie­ler etwas aus der Bahn, macht aber den Run nicht unmög­lich. Der Auf­trag ist Miles Lanier zurück zu Neo­NET und Richard Vil­liers zu brin­gen. So grad­li­nig das klingt, so anders ist es natür­lich. Spie­ler­cha­rak­tere kön­nen hier eine Menge Geld machen, aber nicht nur des­we­gen ist der Run spie­lens­wert. Die Geschichte endet mit einem mys­te­riö­sen Aus­blick in die Zukunft, den wir sicher in fol­gen­den Quel­len­bü­chern auf­ge­nom­men sehen werden.

Cha­rac­ter Trove

Es folgt eine Liste von Cha­rak­te­ren, NSCs und deren Werte. Zwei kleine Kar­ten schlie­ßen sich an und been­den somit den Inhalt des Quellenbuchs.

Preis-/Leistungsverhältnis

16 bis 18 EUR sind nun wahr­lich nicht viel Geld, wenn man die Fülle der Aben­teuer sieht, immer­hin sind es 17 Stück. Auch wenn der erwar­tete Kon­text nur sel­ten gehal­ten wird, gefal­len mir die Runs durch­aus gut. Auf­ma­chung und Inhalt pas­sen zum Preis. Der Inhalt ist, wie oben geschrie­ben, teils am Thema vorbei.

Fazit

Ich muss mich ehr­lich fra­gen, ob ich Jet Set mag. So rich­tig viel erfährt man über die obe­ren Zehn­tau­send eigent­lich nicht und ich ver­liere den Ein­druck nicht, dass das ledig­lich der Auf­hän­ger für den Kam­pa­gnen­band war. Wobei – eine rich­tige Kam­pa­gne ist es nicht, eher manch­mal lose zusam­men­hän­gende Aben­teuer. Die Runs hin­ge­gen sind an sich gut gemacht, aber bis auf wenige Aus­nah­men meist am Thema vor­bei, aber das schrieb ich ja bereits.

Lasse ich meine Erwar­tungs­hal­tung weg, bekomme ich 17 solide Runs, die alle für sich gut daste­hen, jedoch Eigen­leis­tung sei­tens des Spiel­lei­ters benötigen.

Viel­leicht zwei Runs weni­ger, dafür mehr Infor­ma­tio­nen über die soziale Über­schicht, Cata­lyst? Hätte dem Buch gut getan.

Was ich über­haupt nicht mag, ist, dass der Metaplot sich mitt­ler­weile durch fast alle Quel­len­bü­cher durch­zieht und man die Zusam­men­hänge nur dann ver­steht, wenn man alles gele­sen hat. Viel­leicht kommt ja noch ein neues Alma­nach in 5 Jah­ren, wo alle Infor­ma­tio­nen zusam­men geführt werden?

Bonus/Downloadcontent

Uns ist kein wei­te­rer Con­tent bekannt.


Unsere Bewer­tung 

Erschei­nungs­bild ★★★½☆
Shado­wrun Stan­dard, gewohnt hoch­wer­tig. Feh­lende Hyper­links in der pdf
Inhalt ★★★☆☆
17 ordent­li­che Runs, von denen aber viele das Thema des Jet Set verfehlen
Preis-/Leistungsverhältnis ★★★★☆
Für die Menge an Runs mehr als angemessen
Gesamt ★★★½☆
 

 

 

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