Brain and Dice — Ein Besuch in Heidelberg

Okt 09

Brain and Dice — Ein Besuch in Heidelberg

Das Teilzeithelden-Team wächst. Zu Mark mit C habe ich gleich von Anfang an einen guten Draht gehabt. Und da er eben­falls im Süden der Repu­blik wohnt, dachte ich mir, wir machen mal was z‘sam.

Gesagt getan, ich konnte mir am Sams­tag den 6.10. einige Stun­den von Fami­li­en­ak­ti­vi­tä­ten frei neh­men, bin von Rastatt nach Karls­ruhe und habe Marc auf­ge­sam­melt und wir sind wei­ter nach Hei­del­berg, zum Brain and Dice auf eine Stippvisite.

Die Lage des Brain and Dice im Bür­ger­heim Heidelberg-Kirchheim war für mich als Anrei­sen­der mit dem Auto super. Wir kamen von der A5 fix zur Loca­tion und konn­ten unser Auto direkt auf dem Park­platz vor dem Haus auf einem freien Stell­platz abstellen.

Direkt auf dem­sel­ben lief mir Jür­gen Mang, der selbst­er­nannte Erfolgs­au­tor von Space Pira­tes über den Weg. Ich hul­dige ihm hier noch ein­mal schnell für die zwei Ein­tritts­kar­ten in Form von Buttons.

Das Foyer des Bür­ger­heims war gefüllt mit ankom­men­den Spie­lern, die ihre Kar­ten sowie Ver­zehr­gut­scheine kauf­ten. Hier gab es auch einen Stand mit diver­sen Sofort­ge­win­nen, denn es gab einen Los-Topf und zu spä­te­rer Stunde fand auch eine Tom­bola statt, deren Abhand­lung gene­rell nicht bei allen Besu­chern von Cons gene­rell,  gut ankommt. Sie wird oft als zu laut abge­tan und sie würde den Spiel­fluss stören.

Aber wie es hier war, kann ich nicht sagen, zur Aus­lo­sung um 20:00 Uhr  war ich nicht mehr vor Ort. Eben­falls im Foyer war der Durch­gang zur Küche. Von hier her­aus wur­den die Con­be­su­cher mit aller­lei Snacks, Geträn­ken und auch voll­wer­ti­gen Mahl­zei­ten zu wirk­lich güns­ti­gen Prei­sen versorgt.

Zu guter Letzt war hier noch ein gro­ßes schwar­zes Brett auf­ge­baut. Hier fand man nicht nur eine Viel­zahl an Run­den, die ange­bo­ten wur­den, son­dern, neben den Gewin­nen der Lose, auch eine „Sofortgewinn“-Aktion.

Jeder Ein­tritts­but­ton hatte eine Num­mer. Und es konnte sein, dass in der stünd­li­chen „stil­len“ Zie­hung hier die Num­mer des eige­nen But­tons stand. Marc, die Sau, hat schon einen Snack gewon­nen, obwohl er zu dem Zeit­punkt gar nicht da war und den But­ton NUR wegen mir hatte…naja gut, wegen Jürgen….und er hat ja auch geteilt. ;)

Im gro­ßen Saal mit Empore stan­den ca. 25 Tische, an denen trotz der frü­hen Zeit von 14.00 Uhr schon eini­ges Trei­ben herrschte. Zu aller­erst fie­len mir die Ver­lags­stände auf, die sich an den Sei­ten befan­den. Natür­lich war Pega­sus vor Ort, sogar mit 4 Sup­por­tern, wenn ich rich­tig gezählt habe. Sie hat­ten einen gan­zen Sack an Spie­len dabei, die man sich aus­bor­gen konnte. Und einer der Her­ren war auch Steve Jack­son Games Sup­por­ter, was die Aus­wahl an Spie­len noch ein­mal erhöhte.

Ich zählte noch drei wei­tere Ver­lage. Zum einen war Moritz Meh­lem (Hier geht’s zu sei­nem Bericht) mit einem klei­nen Stand von Man­ti­kore ver­tre­ten. Hier hat­ten wir vor allem die Spie­le­bü­cher von Ein­sa­mer Wolf und das Spiel Laby­rinth Lord, ein Old­school Fan­tasy Rol­len­spiel sowie einige Abenteuer.

Dann fan­den wir noch Bock-Spiele, deren geis­ti­ger Vater neben Die Reise auch noch einige sei­ner ande­ren Indie-Spiele anbot. Direkt dane­ben fan­den wir den Stand von JC-Games, eben dem von Jür­gen Mang und er hatte die Aus­lage voll mit Space Pira­tes. Was ich aller­dings nicht ver­stand ist wieso der Hei­del­ber­ger Spie­le­ver­lag nicht auf einem Con in sei­ner „Hei­mat­stadt“ zuge­gen war und der Kon­kur­renz kampf­los das Feld über­ließ. Schade. Eben­falls fehlte mir ein Händ­ler. Der Hei­del­ber­ger Laden würde erst gegen 20 Uhr auf­tau­chen. Viel zu spät, wie ich finde.

An den Tischen fan­den wir bereits einige lau­fende Rol­len­spiel­run­den. Patrick Bock lei­tete gerade ein Aben­teuer rund um Die Reise. Wir fan­den auf der Empore eine Cthulhu Runde. Am Tisch vor dem Man­ti­kore Stand wurde eine Runde Laby­rinth Lord gespielt. Im hin­te­ren Bereich fan­den wir eine Sci­ence Fic­tion Runde mit dem Sys­tem Micro­lite  sowie eine Ein­füh­rungs­runde in Path­fin­der. Es war jedoch noch frü­her Nach­mit­tag, und die Ankün­di­gun­gen auf der Web­site und dem schwar­zen Brett lie­ßen erah­nen, dass es noch einige Run­den wer­den wür­den. Hier wur­den noch Shado­wrun, Tra­vel­ler, Inspec­tres und viele andere nette Sachen angeboten.

Mir fiel natür­lich auch direkt das Blood Bowl–Tur­nier auf. Hier wurde der „4. Kur­pfalz Cup“ aus­ge­spielt und ich durfte immer wie­der in einige kon­zen­trierte Gesich­ter bli­cken. An einem wei­te­ren Tisch sah ich ein Loo­ping Lui Tur­nier, frage mich aber wie man das nüch­tern spie­len kann/ möchte ;-) . Ich fand das neue Star-Wars Table­top X-Wing sowie Dust War­fare.  Brett­spiele fand ich an drei wei­te­ren Tischen, hier habe ich aber nicht so genau hin­ge­schaut, was dort gespielt wurde.

Nach eini­gen Unter­hal­tun­gen mit Patrick Bock, Jür­gen Mang und Moritz Meh­lem muss­ten wir lei­der schon wie­der wei­ter. Ich möchte mich einer Bewer­tung die­ses Cons ent­hal­ten. Dafür waren wir ein­fach zu kurz da. Die Orga­ni­sa­tion lief super, das Essen war nahr­haft, die Preise sehr sehr fair.

Das Ange­bot an Run­den hat mich per­sön­lich zu die­sem Zeit­punkt nicht wirk­lich anspre­chen kön­nen. Mit­spie­len hätte ich nur bei Path­fin­der wol­len, diese Runde lief aller­dings schon. Ich war aber auch nicht ganz in Rol­len­spiel­laune. Des­we­gen bin ich etwas vor­ein­ge­nom­men. Wir sind dann noch wei­ter zum Hei­del­ber­ger Rol­len­spiel­la­den, um dort mal schnell rein zu schauen….aber wie der ist werde ich erst nach einem wei­te­ren aus­ge­dehn­ten Besuch mit­tei­len, nur so viel, er macht einen sehr soli­den Ein­druck, das Per­so­nal war super­nett und der Laden brummte an den Table­top Platten.

Marc meint: Einige kleine Schwä­chen sind mir lei­der schon auf­ge­fal­len: Obwohl zum Zeit­punkt unse­res Besu­ches nicht ein­mal die Hälfte der Tische belegt war ‚ver­fügte die Halle über eine der­ma­ßen beschei­dene Akus­tik, dass die Hälfte der Spiel­run­den prak­tisch auf den Tischen lagen um sich gegen­sei­tig noch ver­ste­hen zu können.

Das Essen war zwar güns­tig und nahr­haft, hat mich aber ein biss­chen an Kasern­en­es­sen erin­nert und, um es ehr­lich zu sagen, es hat auch so geschmeckt. Das erst­ma­lig ein­ge­führte Gyros soll aber gut gewe­sen sein. Die Spiel­run­den­or­ga­ni­sa­tion hätte bes­ser lau­fen kön­nen. Die Pinn­wand war zwar schnell zu fin­den, aber ungüns­tig plat­ziert, so dass maxi­mal zwei Leute gleich­zei­tig einen guten Blick dar­auf erha­schen konn­ten. Die Vor­dru­cke waren aber gut gestal­tet und not­wen­dige Infor­ma­tio­nen leicht zu erkennen.

Aber es gab jetzt nichts, was mir die Laune ver­dor­ben hätte: Das Ver­lags­an­ge­bot war zwar über­schau­bar, aber gut. Das Essen und die Getränke waren wirk­lich fair bepreist, was man auch zu dem Con-Eintritt von 3 Euro sagen kann.

Gim­micks wie die Tom­bola und die Ver­lo­sung von klei­nen Snacks und Geträn­ken anhand der Button-Nummer waren Auf­merk­sam­kei­ten, die ich sehr zu schät­zen wusste. Mir hat die Con sehr gut gefal­len und was ich so an den Spiel­ti­schen auf­ge­schnappt habe, deckt sich diese Mei­nung mit den ande­ren Con-Gängern. Die Atmo­sphäre an den Spiel­ti­schen war sehr gut, es wurde viel gelacht und den­noch gelang es der einen oder ande­ren Runde auch, trotz des umge­ben­den Tumults eine span­nende Runde zu spie­len – und so soll es ja auch sein.

Zum Abschluss noch einige Bilder

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1 Kommentar

  1. Und lei­der kei­nen von euch getroffen.

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