Frisch aus Frankensteins Labor – 3 Kreaturen für FATE

Okt 17

Frisch aus Frankensteins Labor – 3 Kreaturen für FATE

 Gerne lese ich mir auf ande­ren Sei­ten im Inter­net die Aus­ar­bei­tun­gen zu irgend­wel­chen Krea­tu­ren durch. Ich finde es klasse, auf wel­che Ideen die Leute immer kom­men. Auch Tarin vom Gob­lin­bau haut ja in guter Regel­mä­ßig­keit seine Ideen in Krea­turen­form raus. Da dachte ich mir, anläss­lich des dies­mo­na­ti­gen Kar­ne­vals ver­su­che ich auch mal mein Glück. Ich habe mich aller­dings auf beschrei­ben­den Text beschränkt und nur ein paar Aspekte ein­ge­fügt. Die Beschrei­bun­gen sind auch alle nicht ganz ernst gemeint und mit einem Augen­zwin­kern und einer Prise Humor geschrie­ben – viel­leicht habt ihr ja doch den einen oder ande­ren Schmunzler.

Bedan­ken möchte ich mich an die­ser Stelle auch noch­mal bei Mela­nie Phil­lipi, die die Zeich­nun­gen für die Beschrei­bun­gen gelie­fert hat. Alle Bil­der wer­den auf einen Klick in grö­ße­rer Form dargestellt.

Cheer­lea­der des Grauens

Cheer­lea­der des Grauens

Diese Spe­zies ver­steht es her­vor­ra­gend, harm­lo­ser zu wir­ken, als sie tat­säch­lich ist. Bewe­gen sich die Cheer­lea­der auf den ers­ten Blick noch so lang­sam und unge­lenk wie der all­ge­meine Stra­ßen­zom­bie, kön­nen sie über kurze Dis­tan­zen ein unge­heu­res Tempo ent­fal­ten, wenn sie wol­len. Zu ihrer bevor­zug­ten Beute gehö­ren junge Män­ner. Man nimmt an, dass sie das Tes­to­ste­ron benö­ti­gen, um sich mit der benö­tig­ten Ener­gie für ihre Sprint­ein­la­gen zu versorgen.

Die Cheer­lea­der tre­ten immer in Grup­pen auf. Sollte man also auf ein ein­sa­mes Exem­plar tref­fen, ist mit Sicher­heit davon aus­zu­ge­hen, dass es sich um eine Falle han­delt und der Rest der Truppe nicht weit ist.

Eine Gruppe hat immer eine Anfüh­re­rin (zu erken­nen an den anders­far­bi­gen Pom­pons), die im Fall des Kamp­fes die Stra­te­gie vor­gibt. Sie agiert quasi als Köni­gin und alle ande­ren fol­gen ihr, was eine hohe Effi­zi­enz, aber auch einen Nach­teil in sich birgt: Wird die „Köni­gin“ getö­tet, bricht die Struk­tur der Gruppe quasi sofort aus­ein­an­der und die Mit­glie­der irren ziel­los umher. Die­ser Zustand kann meh­rere Minu­ten bis meh­rere Stun­den anhal­ten, und es muss sich erst eine neue Köni­gin fin­den, damit der ursprüng­li­che Zustand wie­der­her­ge­stellt wird. Wie die neue Köni­gin aus­ge­wählt wird oder wie sie an die Macht gelangt, konnte noch nicht beob­ach­tet werden.

In eini­gen Fäl­len berich­ten Über­le­bende davon, dass man eine interne Strei­tig­keit in der Gruppe her­vor­ru­fen kann, indem man auf ein Cheer­lea­der deu­tet und laut schreit: „Ich finde sie aber viel hüb­scher als die Köni­gin!“ Die Köni­gin wird das andere Mit­glied dar­auf­hin als Bedro­hung sehen und eli­mi­nie­ren. Oft­mals führt das dazu, dass sich die Mit­glie­der der Gruppe gegen­sei­tig angrei­fen und zer­flei­schen, quasi wie in einer Art Blut­rausch. Das ist die Chance zu ent­kom­men und man sollte bes­ser die Beine in die Hand neh­men bevor die Cheer­lea­der mer­ken, dass ihr Snack grade dabei ist, den Abflug zu machen.

Aspekte

  • Schnell wie der Blitz
  • Bin ich nicht schön?!
  • Wir gehen immer zusam­men aufs Klo

Andrea

Andrea

Andrea ist ein Able­ger der wohl bekann­tes­ten fleisch­fres­sen­den Pflanze Audrey aus dem klei­nen Hor­ror­la­den. Wo sich diese Pflanze ange­sie­delt hat, dau­ert es nicht lange, bis sich ein wah­res Netz an wei­te­ren Able­gern bil­det. Der eigent­li­che Kör­per die­ser Pflanze misst etwa zwei Meter, die Blüte besteht aus einem rot-violetten, kugel­för­mi­gen Aus­wuchs, der zur Nah­rungs­auf­nahme auf­ge­klappt wird und meh­rere Rei­hen zah­n­ähn­li­cher Gebilde offenbart.

Andrea sie­delt sich bevor­zugt in engen, dunk­len und feuch­ten Umge­bun­gen an wie zum Bei­spiel Abwas­ser­lei­tun­gen. Sie benutzt weder Lock­stoffe noch sons­tige Tricks, um ihre Opfer anzu­lo­cken, son­dern setzt ein­zig und allein auf den Über­ra­schungs­mo­ment. Diese Pflanze war­tet gedul­dig, um dann (bevor­zugt von unten) nach ihrer Beute zu schnap­pen. Es konnte schon beob­ach­tet wer­den, dass sie Män­ner in roten oder grü­nen Latz­ho­sen offen­bar ver­schmäht, hier scheint ein tief ver­wur­zel­ter Instinkt zu grei­fen, den man noch nicht näher erfor­schen konnte, da es momen­tan an Frei­wil­li­gen man­gelt, die sich zu einem Expe­ri­ment bereit erklären.

Andrea ist eine äußerst wider­stands­fä­hige Pflanze. Es wur­den meh­rere Pes­ti­zide getes­tet, mit wenig Erfolg und vie­len Toten. Ein­zig der rot-violette Kopf scheint emp­find­lich zu sein, denn nach einem Schlag auf den­sel­ben wirkte die Pflanze für meh­rere Minu­ten ori­en­tie­rungs­los und hand­lungs­un­fä­hig. Der ein­zige Nach­teil ist die Nähe zum Maul, denn man muss schon sehr nah ran, um einen geziel­ten Tref­fer zu lan­den – ein Umstand, der viele Opfer gefor­dert hat.

Aspekte

  • Ich bin Viele
  • Zäh wie eine Kakerlake
  • Jack in a Box  

Terror-Terrier

Terror-Terrier

Diese Krea­tur hat nur noch wenig mit dem bes­ten Freund des Men­schen gemein. Äußer­lich ist die­ser Hund schon stark ver­west, das Fell hängt meist in Fet­zen vom Kör­per und gibt den Blick frei auf die dar­un­ter­lie­gende Haut und Mus­ku­la­tur. Der über­di­men­sio­nierte Kie­fer lässt kei­nen Zwei­fel daran, dass die­ser Hund in der Lage ist, einem Erwach­se­nen den Ober­schen­kel­kno­chen durch­zu­bei­ßen. Zu allem Über­fluss ver­fügt der Terror-Terrier auch noch über ein äußerst schril­les, ohren­be­täu­ben­des Bel­len, wel­ches bei sei­nen Opfern Des­ori­en­tie­rung und Kopf­schmer­zen verursacht.

Die Terror-Terrier jagen meist in klei­nen Rudeln, die von einem Alpha ange­führt wer­den und sich dabei einer Jagd­stra­te­gie bedie­nen, die man auch bei nor­ma­len Wöl­fen beob­ach­ten kann. Glück­li­cher­weise ist diese Spe­zies nicht mit einer hohen Intel­li­genz geseg­net. Wenn man sich in der glück­li­chen Lage befin­det einen Ten­nis­ball oder ähn­li­ches zur Hand zu haben ist die Chance hoch, dass sich die Hunde davon ablen­ken las­sen und lie­ber dem gewor­fe­nen Ball als ihrem Früh­stück hin­ter­her­ja­gen. Den glei­chen Effekt erzielt auch eine Katze oder ein Post­bote, aller­dings ist dem Ball hier auf­grund der Hand­lich­keit der Vor­zug zu geben.

Aspekte

  • Katze!
  • Gemein­sam sind wir stark
  • Ein ech­ter Killer

Die­ser Arti­kel ent­stand im Rah­men des Kar­ne­vals der Rol­len­spiel­blogs „From the grave [Okto­ber 2012]“, der von uns orga­ni­siert wird. Unse­ren eröff­nen­den Bei­trag zum Umzug fin­det man hier: Klick.  

 

 

 Arti­kel­bild: Boris Kar­loff, Fran­ken­steins Mons­ter, 1931, Wiki­pe­dia Commons

 

 

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2 Kommentare

  1. Sehr hübsch =D Ins­be­son­dere mag ich Andrea. Und Danke fürs Ver­lin­ken.. jetzt müsste ich nur wie­der regel­mä­ßi­ger Mon­tags­mons­ter raus­hauen.. ;)

  2. Ja, mach das mal. Ich finds immer schön zu lesen, auf wel­che Ideen andere kom­men. Also Dau­men hoch für Deine Mon­tags­mons­ter :)

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