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Dezember 26, 2012 Geschrieben von Marc Keil

Obsidian Portal — Kampagnenmanagement im Web

Obsidian Portal — Kampagnenmanagement im Web

Obsi­dian Por­tal – ein Name der an Star­gate erin­nert. Ein mys­ti­sches Tor, das in Hun­derte unter­schied­li­che Wel­ten ent­füh­ren will. Ein ganz ähn­li­ches Ziel ver­folgt auch die Web­seite http://www.obsidianportal.com, indem sie uns die Wel­ten hun­der­ter ande­ren Rol­len­spiel­grup­pen zeigt. 

Was ist Obsi­dian Portal?

Grund­sätz­lich han­delt es sich bei Obsi­dian Por­tal um eine eng­li­sche Community-Seite für Pen & Paper-Rollenspieler mit beson­de­rem Augen­merk auf die Bedürf­nisse der Spiel­gruppe. Jeder regis­trierte Nut­zer darf eine oder meh­rere Rol­len­spiel­kam­pa­gnen erstel­len und seine Freunde dazu ein­la­den. Gemein­sam dür­fen in der neuen Kam­pa­gne dann eigene Cha­rak­tere, Gegen­stände, Tage­buch­ein­träge oder ein­fach Wiki­sei­ten ange­legt wer­den. Genau das ist das Obsi­dian Por­tal im Kern: Eine Menge Kleinst-Wiki-Installationen, in dem sich der krea­tive Spiel­lei­ter oder seine noch krea­ti­vere Gruppe aus­to­ben kann. Vor­aus­set­zung ist, dass man sich auf einer eng­li­schen Web­seite zurecht fin­den kann. Eine deut­sche Über­set­zung ist bis­lang lei­der nicht geplant, daher sind ein Groß­teil der Kam­pa­gnen und sämt­li­che For­mu­lare nur auf Eng­lisch verfügbar.

Was kann Obsi­dian Portal?

Der Leis­tungs­um­fang hängt sehr stark davon ab, ob man gewillt ist, regel­mä­ßig Geld zu inves­tie­ren oder eben nicht. Die Premium-Funktion ist ab 40$ im Jahr bzw. 4$ pro Monat zu haben. In der Basis-Funktion prä­sen­tie­ren sich die eigene Kam­pa­gnen mit einer gene­ri­schen Titel­gra­fik und zahl­rei­chen Rei­tern, wel­che die hof­fent­lich kom­mende Infor­ma­ti­ons­flut in sinn­volle Teil­be­rei­che auf­tei­len sol­len. Exem­pla­risch gibt es hier einen Rei­ter für Cha­rak­tere, einen für Gegen­stände und einen Rei­ter für das Adven­ture Log, also dem Aben­teu­er­log­buch, in dem die Gruppe ihre Spiel­abende doku­men­tie­ren kann.

Jeder zu einem eige­nen Rei­ter gehö­rende Inhalt­s­typ ver­fügt über einen Titel und einem Haupt­text­feld, des­sen Inhalt mit­tels einer ein­fa­chen Syn­tax for­ma­tiert wer­den kann. Kom­plexe For­matan­pas­sun­gen sind zwar nicht mög­lich, dafür ist der Ein­satz sehr ein­fach und der Edi­tor hilft, schnell die rich­ti­gen Ein­stel­lun­gen zu finden.

Obsidian Portal

Die Ein­stiegs­seite

Die spe­zi­el­len Inhalt­s­ty­pen wer­den dar­über hin­aus über spe­zi­elle Fel­der erwei­tert: Ein edi­tier­ba­rer Zeits­tem­pel und ein Unter­ti­tel bei neuen Blog-Einträgen im Adven­ture Log, dyna­mi­sche Cha­rak­ter­bö­gen bei neu ange­leg­ten Cha­rak­te­ren oder eine Gegen­stands­ka­te­go­rie für neue Gegen­stände. Ein „Tag­ging“ also eine Ver­schlag­wor­tung ein­zel­ner Sei­ten ist jeder­zeit mög­lich und hilft, zusam­men­ge­hö­rende Inhalte über die ein­zel­nen Inhalt­s­ty­pen hin­weg zu verknüpfen.

Ganz dem Geist eines Wikis fol­gend, kön­nen aber im Freitext jeder­zeit Begriffe mar­kiert wer­den, die ent­we­der bereits ein Wiki-Seite erhal­ten haben oder noch eine erhal­ten sol­len. Die Anlage erfolgt hier pro­blem­los, durch Klick auf einen Link des­sen Ziel es noch nicht gibt, wird sofort der Edi­tor geöff­net, der eine neue Erstel­lung der Seite erlaubt. Die Ver­lin­kung zwi­schen den Inhalt­s­ty­pen funk­tio­niert mal mehr, mal weni­ger gut. Eine Ver­lin­kung auf Gegen­stände ist lei­der im Moment noch gar nicht mög­lich, soll ein Cha­rak­ter ver­linkt wer­den, so muss die­ser bereits ange­legt sein, damit die Ver­lin­kung funk­tio­niert. Die oben beschrie­bene Neu­an­lage ist nicht möglich.

Die Sei­ten sind je nach Typ mehr oder weni­ger frei in ihrer Gestal­tung: Wäh­rend die Wiki-Seiten im Rah­men der von der Syn­tax vor­ge­ge­be­nen Mög­lich­kei­ten frei for­ma­tier­bar sind, sind die vor­ge­ge­bene Cha­rak­ter­bö­gen sehr starr in Beschrei­bung und Bio­gra­phie getrennt. Eine Eigen­art, an der sich einige Grup­pen, die auf eine Abschrift der Werte ver­zich­ten möch­ten, durch­aus stö­ren können.

Grund­sätz­lich erfüllt die­ser Bereich aber sei­nen Zweck. An man­chen Stel­len gestal­tet sich das starre Kon­zept ein wenig hin­der­lich, wenn die eigene Vor­stel­lung (oder das Regel­sys­tem) nicht in die vor­ge­fer­tigte Struk­tur pas­sen will. Die Vor­teile gegen­über einem klas­si­schen Wiki-Systems sind, dass Obsi­dian Por­tal über eine vor­ge­ge­bene Struk­tur ver­fügt, die Inhalte sehr über­sicht­lich struk­tu­riert und in sinn­volle in Inhalts­be­rei­che ein­teilt. Das hilft ins­be­son­dere uner­fah­re­nen Auto­ren, ihre Arti­kel rich­tig zu kategorisieren.

Als Spie­ler darf ich übri­gens in so vie­len Kam­pa­gnen gelis­tet sein, wie ich möchte, aller­dings bin ich als Basic-Mitglied auf zwei Kam­pa­gnen, die ich als Spiel­lei­ter erstellt habe, beschränkt. 

Diese sind zu allem Über­fluss auch noch jeweils auf mick­rige zwei Mega­byte Spei­cher­platz beschränkt. Ganz anders sieht es hier bei Premium-Mitgliedern aus: Neben der Mög­lich­keit, unbe­grenzt als Spiel­lei­ter Kam­pa­gnen anle­gen zu kön­nen, denen dar­über hin­aus sagen­hafte fünf Giga­byte Spei­cher­platz zur Ver­fü­gung ste­hen, hat man hier auch Zugriff auf wei­tere Funk­tio­nen wie zum Bei­spiel einem Kam­pa­gnen­fo­rum oder einem Kampagnenkalender.

Lei­der sind beide eher rudi­men­tär umge­setzt und ent­spre­chen kei­nes­falls dem aktu­el­len tech­ni­schen Stand. Eine Schwä­che, die ich an die­ser Stelle her­aus­grei­fen will, ist die ver­wun­der­li­che Eigen­art des Kalen­ders, keine wie­der­ho­len­den Ereig­nisse anle­gen zu kön­nen. Merk­wür­dig vor allem daher, dass ein nicht klei­ner Teil der Rol­len­spiel­grup­pen sich mehr oder weni­ger regel­mä­ßig zum Spie­len trifft und diese regel­mä­ßi­gen Ein­la­dun­gen sich im Obsi­dian Por­tal sehr müh­se­lig gestalten.

Ein sehr inter­es­san­tes Fea­ture ist aller­dings die Mög­lich­keit an jedem Inhalt, sei es ein Ein­trag im Adven­ture Log, einer Wiki-Seite oder einem Cha­rak­ter spe­zi­elle Spiel­lei­ter­in­for­ma­tio­nen zu hin­ter­le­gen, die von den Spie­lern nicht ein­ge­se­hen wer­den kön­nen. Das kön­nen zwar auch die Basic-Mitglieder, aber der Premium-Nutzer darf dar­über hin­aus wei­tere geheime Infor­ma­tio­nen anle­gen, die er mit ein­zel­nen Spie­lern sei­ner Gruppe tei­len kann. Ein ech­ter Mehr­wert, möchte man nicht unbe­dingt über das Inter­net her­aus­po­sau­nen, dass der Bru­der eines Spie­ler­cha­rak­ters in Wirk­lich­keit der gesuchte Königs­mör­der ist.

Ein wei­te­res tol­les Fea­ture ist die Ein­bin­dung eige­ner Kar­ten, die mit der Google Maps Engine auf­ge­bohrt wer­den. Man erhält eine zoom­bare Karte, auf der man sogar Pins ver­tei­len kann, wel­che mit Inhal­ten ver­knüpft wer­den kön­nen. So könnte man z.B. die im Aben­teu­er­log beschrie­bene Geschichte über diese Pins ganz ein­fach auf der Karte dar­stel­len. Auch hier ist der Premium-Nutzer dem Basic-Mitglied gegen­über im Vor­teil. Zehn Kar­ten darf er hoch­la­den, wäh­rend dem kos­ten­lo­sen Account nur eine Karte zur Ver­fü­gung steht.

Hat man als Nut­zer ein Talent für Web­de­sign, sind der Fan­ta­sie prak­tisch keine Gren­zen gesetzt. Obsi­dian Por­tal kürt monat­lich die Cam­paign of the month bei der sehr schöne, lie­be­voll gestal­tete oder mit unheim­lich viel Inhalt erar­bei­tete Kam­pa­gnen vor­ge­stellt wer­den. Ein Blick in diese Kate­go­rie offen­bart, was man mit Obsi­dian Por­tal erschaf­fen kann, wenn man denn die Zeit inves­tie­ren möchte und über die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten verfügt.

Eine Stärke von Obsi­dian Por­tal sind sicher­lich seine sozia­len Fea­tures: Durch ein Login mit dem Facebook-Account kann ich mich nicht nur pro­blem­los ein­log­gen, ich kann auch vor­ge­nom­mene Ände­run­gen direkt auf mei­ner Pinn­wand ver­öf­fent­li­chen und meine Mit­spie­ler so dar­auf auf­merk­sam machen. Gene­rell kann ich bei jedem Edi­tier– oder Erstell­vor­gang meine Mit­spie­ler über Face­book infor­mie­ren. Ich darf mir im Obsi­dian Por­tal aber auch selbst noch Freunde suchen, die mir, wie auch bei Face­book, anschlie­ßend in mei­nem Pro­fil ange­zeigt wer­den. Neben der obli­ga­to­ri­schen Funk­tion, mei­nen Freun­den pri­vate Nach­rich­ten schi­cken zu kön­nen, kann ich mir anse­hen, in wel­chen Kam­pa­gnen meine Freunde teil­neh­men und wie sie Obsi­dian Por­tal nut­zen. Suche ich nach einer neuen Runde, hilft mir „Games Nearby“, eine Google Maps Inte­gra­tion, die mir alle öffent­li­chen Kam­pa­gnen anzeigt, deren Stand­ort hin­ter­legt wurde. Über die Kam­pa­gnen­seite kann ich mit dem Spiel­lei­ter Kon­takt auf­neh­men und viel­leicht zu einem Test­spiel vor­bei­kom­men. Ganz aus­ge­reift ist das Fea­ture aller­dings noch nicht: Will­kür­lich erschei­nen und ver­schwin­den Pins auf der Karte, wahr­schein­lich weil das Sys­tem mit der gro­ßen Anzahl an Run­den nicht zurecht­kommt. Durch Her­aus– und Her­ein­zoo­men kann man dem Sys­tem aber manch­mal noch den einen oder ande­ren Pin entlocken.

Ist man beim Stö­bern über eine inter­es­sante Kam­pa­gne gestol­pert, hat man die Mög­lich­keit, diese Kam­pa­gne in die Favo­ri­ten auf­zu­neh­men und schon wird man über jeg­li­che Ände­run­gen, die Kam­pa­gne betref­fend informiert.

Das Obsi­dian Por­tal ver­fügt bis­lang über keine offi­zi­el­len Apps für Android oder iPhone, jedoch exis­tiert im Play Store von Google das soge­nannte Stone Tome, wel­ches Kam­pa­gnen­in­for­ma­tio­nen aus Obsi­dian Por­tal zie­hen kann. Die­ses wird jedoch nicht offi­zi­ell unterstützt.

Für wen ist Obsi­dian Por­tal geeignet?

Obsi­dian Por­tal eig­net sich in ers­ter Linie für netz­af­fine Rol­len­spie­ler, die Lust haben, ihre Welt zu ent­wi­ckeln. Ein­stei­ger in das Wiki-Umfeld schät­zen die ein­fa­che Anlage und For­ma­tie­rung neuer Inhalts­ele­mente und die all­ge­gen­wär­tige Hilfe erlaubt es, schnell eine Menge Inhalt zusam­men­zu­stel­len und anspre­chend zu formatieren.

Anspruchs­vol­lere Nut­zer ver­mis­sen die freien Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten eines Wikis und bemän­geln die starre Struk­tur ein­zel­ner Inhalts­ele­mente. Für Spiel­lei­ter sind ins­be­son­dere die erwei­ter­ten Premium-Features inter­es­sant: Auch wenn eine Kam­pa­gne wochen­lang ruht, kann sich der Spiel­lei­ter dank der gehei­men Spiel­lei­ter­in­for­ma­tio­nen schnell ein Bild von der letz­ten Spiel­si­tua­tion machen, indem er die öffent­li­chen Noti­zen noch ein­mal durch­geht. Glei­ches gilt natür­lich für die Spie­ler, die in man­che Geheim­nisse mit ein­ge­weiht sind. Die meis­ten Nut­zer wis­sen aber die Aggre­ga­tion der Infor­ma­tio­nen zu schät­zen. Es macht Spaß, im Aben­teu­er­log einer lange beste­hen­den Gruppe zu schmö­kern und sich an ver­gan­gene Situa­tio­nen zu erin­nern, oder die Cha­rak­ter­ga­le­rie der ehe­ma­li­gen oder aktu­el­len Ver­bün­de­ten, Feinde oder sogar Spie­ler­cha­rak­tere durch­zu­ge­hen und sich zu über­le­gen, wen man gerne wie­der ins Spiel brin­gen würde, oder wen man schon lange nicht mehr gese­hen hat.

THE EMERALD CITY - Obsidian Portal

Kam­pa­gne des Monats

Im Umkehr­schluss bedeu­tet dies natür­lich, dass Gele­gen­heits­spie­ler oder Lese­muf­fel dem Obsi­dian Por­tal nicht viel abge­win­nen kön­nen. Im Gegen­teil kann das Por­tal an die­ser Stelle sogar zum Zank­ap­fel wer­den, sollte ein enthu­si­as­ti­sches Mit­glied der Gruppe sei­ten­weise Inhalte ein­trägt, die lei­der sonst nie­mand liest. Die Ent­schei­dung, ein sol­ches Werk­zeug zu nut­zen, sollte daher auf unbe­dingt von der Gruppe getra­gen werden.

Fazit

Mit Obsi­dian Por­tal hat das Ent­wick­ler­team ein preis­ge­krön­tes Werk­zeug zur Kam­pa­gnen­ver­wal­tung geschaf­fen. Dem neuen Benut­zer ste­hen aus­führ­li­che Tutorial-Videos und Hil­fen zur Ver­fü­gung und die Lern­kurve ist zu Beginn sehr hoch.

Lei­der stößt man gerade bei ent­schei­den­den Berei­chen wie Gegen­stän­den und Cha­rak­te­ren an die star­ren Gren­zen des Sys­tems: Das For­mat die­ser Inhalte ist lei­der sehr starr vor­ge­ge­ben und das Lay­out der Sei­ten sieht nicht sehr anspre­chend aus, wenn Infor­ma­tio­nen aus­ge­las­sen wer­den – ein Umstand, dem auch der Premium-Nutzer aus­ge­lie­fert ist. Die Anwen­dung ist für den ame­ri­ka­ni­schen Markt kon­zi­piert und ein gewis­ses „d20-Feeling“ ist durch­aus spür­bar. Die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Regel­sys­teme, die man bei der Erschaf­fung aus­wäh­len kann, decken einen rie­si­gen Bereich der Rol­len­spiel­szene ab. Lei­der schwan­ken die ange­bo­te­nen dyna­mi­schen Cha­rak­ter­bö­gen je nach Sys­tem in der Qua­li­tät sehr stark, was gerade bei weni­ger gespiel­ten Sys­tem deut­lich auf­fällt. Sofern diese dann über­haupt über einen eige­nen Cha­rak­ter­bo­gen verfügen.

Die Auf­wer­tung des Accounts auf Ascen­dant, also dem Pre­mi­um­sta­tus, ist für eine ernst­hafte Nut­zung lei­der eine Not­wen­dig­keit. Dafür erhält man die drin­gend benö­tigte Auf­sto­ckung des Spei­cher­plat­zes, die Fähig­keit, mehr als einen Teil­neh­mer der Runde zum Spiel­lei­ter zu ernen­nen und die Mög­lich­keit, Spie­l­er­ge­heim­nisse anzu­le­gen. Der Mehr­wert der zusätz­li­chen Funk­tio­nen, wie bei­spiels­weise des Kalen­ders oder des Forums, ist bes­ten­falls über­schau­bar. Die Funk­tio­nen sind, wie bereits oben beschrie­ben, nur rudi­men­tär ein­ge­setzt, wich­tige Funk­tio­na­li­tä­ten feh­len schlicht. Eine zwie­späl­tige Funk­tion sind die Sei­ten­re­vi­sio­nen: Wird etwas an der Seite geän­dert, wird eine Revi­sion ange­legt, die ich mit dem Ori­gi­nal­zu­stand ver­glei­chen oder direkt lesen kann. Blöd, wenn man als Spiel­lei­ter hier ver­se­hent­lich geheime Infor­ma­tio­nen ins fal­sche Fens­ter ein­ge­tra­gen hat, eine Mög­lich­keit, Revi­sio­nen zu löschen, gibt es näm­lich nicht.

Unver­ständ­li­cher­weise feh­len man­che Fea­tures kom­plett: Ich kann zum Bei­spiel keine Dateien hoch­la­den. Sagen mir die Cha­rak­ter­bö­gen nicht zu, habe ich keine andere Wahl, als mich nach ande­ren Lösun­gen umzusehen.

Spielt man ein Sys­tem, dass von Obsi­dian Por­tal noch nicht ange­bo­ten wird, hat man ein Pro­blem. Man kann zwar das Ent­wick­ler­team anschrei­ben und bit­ten die­ses auf­zu­neh­men, auf eine Reak­tion war­tet man mit­un­ter aber auch mal vergeblich,

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass Obsi­dian Por­tal auf einem guten Weg ist. Die klas­si­sche Wiki-Struktur wird durch das Rech­te­kon­zept sinn­voll ergänzt und um wich­tige Funk­tio­nen erwei­tert. Nut­zer ohne tie­fe­ren tech­ni­schen Hin­ter­grund sind hier sehr gut auf­ge­ho­ben, da hier sofort mit der Anlage von Inhal­ten begon­nen wer­den kann.

Inner­halb einer Gruppe benö­tigt übri­gens nur der Spiel­lei­ter den Sta­tus als Ascen­dant, die von ihm ange­leg­ten Kam­pa­gnen erhal­ten auto­ma­tisch sämt­li­che dazu gehö­ren­den Fea­tures. Der Spiel­lei­ter sollte aller­dings auf jeden Fall sei­nen Account auf­wer­ten, denn wer eine andau­ernde, mit Gra­fik aus­ge­stal­tete Kam­pa­gnepflege ange­hen möchte, stößt sehr schnell an die 2-Megabyte-Grenze. Das Tool erfüllt die Auf­gabe des Kam­pa­gnen­ma­nage­ments unter die­ser Vor­aus­set­zung jedoch voll und ganz, auch wenn Schwä­chen wie die merk­wür­dige Kalen­der­funk­tion den Gesamt­ein­druck trüben.

Fea­ture­ver­gleich Basic vs. Ascen­dant Mit­glied­schaft: https://www.obsidianportal.com/subscriptions/new

 

 

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Über den Redakteur

Marc Keil ist Redakteur bei Teilzeithelden.de und Ressortleiter für den Themenbereich FATE. Er ist Anfang dreißig und spielt gerne FATE und Savage Worlds. Er liebt unverbrauchte Settings, wie zum Beispiel Dresden Files, Deadlands oder Jadepunk. Mehr über Marc erfahrt ihr mit einem Klick auf seinen Namen im Kopf des Artikels.

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