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Februar 22, 2013 Geschrieben von Jan Malspöler

Rezension: Monsters of Legend

Rezension: Monsters of Legend

Wer sich von den bis­he­ri­gen bei­den Arti­keln zu Legend (Grund­re­gel­werk | Spiel­be­richt) dazu hat ver­füh­ren las­sen, das Spiel ein­mal aus­pro­bie­ren, dem wer­den ein paar ordent­li­che Mons­ter gefehlt haben. Gerade, wenn man noch nicht so viel Erfah­rung in einem Sys­tem hat, ist das Impro­vi­sie­ren schwie­rig. Darum setze ich meine kleine Serie im drit­ten und letz­ten Teil mit einer Rezen­sion von Mons­ters of Legend fort, dem Krea­turen­buch zu Legend.

Erschei­nungs­bild

Das Werk liegt mir als eng­li­sches PDF vor. Es ist, wie schon das Grund­re­gel­werk schlicht gehal­ten, ent­hält aber alle paar Sei­ten ein gro­ßes Mons­ter­bild. Lei­der sind diese eher ein­fach und immer in schwarz/weiß gehal­ten, aber kei­nes­falls schlecht gemacht. Ich hätte mir nur inspi­rie­ren­dere Dar­stel­lun­gen gewünscht. Die Les­bar­keit ist durch­weg gut. Einen Index gibt es lei­der auch hier nicht. Dafür steht das Werk unter der OGL, wie schon das Grundregelwerk.

Die har­ten Fakten:

  • Autor(en): Law­rence Whitaker
  • Ver­lag: Mon­goose Publishing
  • Spra­che: Eng­lisch
  • Sei­ten­zahl: 142
  • For­mat: PDF
  • Erschei­nungs­jahr: 2011
  • ISBN: 978−1−907702−68−6
  • Preis: der­zeit 11,99 USD statt nor­mal 19,99 USD bei DriveThruRPG.com
  • Bezugs­quelle: DriveThruRPG.com (Klick)

Inhalt

 

Das Buch ent­hält — Über­ra­schung — ein Mons­ter nach dem ande­ren. Es gibt zu jedem eine kurze Beschrei­bung und alle nöti­gen Spiel­werte. Ins­ge­samt ent­hält das Werk 77 Krea­tu­ren, die in die Grup­pen Huma­no­ide, Wir­bel­lose (in die­sem Fall meist ein­fach Insek­ten), Dino­sau­rier und Rep­ti­lien, legen­däre Krea­tu­ren (Fan­tasy­we­sen, wie Wer­wölfe oder Zom­bies) und fal­len. Mit dabei sind vor allem Klas­si­ker, wie Bären, Wölfe, Orks und Medu­sen. Ein gutes Grund­pa­ket also, um die Spie­ler­cha­rak­tere ordent­lich zu quä­len oder sogar 6 Fuß tie­fer zu legen.

Monsters_of_Legend_Cover

Als ich einen Bär auf die Aben­teuer gehetzt habe, fiel mir auf, dass Tiere keine Evade-Fertigkeit haben. In die­sem Kampf haben wir mit vol­len Regeln gekämpft und der Aben­teuer im Nah­kampf kämpfte mit einem Lang­speer. Um daran vor­bei zu kom­men und den Geg­ner über­haupt angrei­fen zu kön­nen, brauchte der Bär aller­dings genau besagte Evade-Fertigkeit. Nun kann es sein, dass Tiere nicht unbe­dingt viel Zeit ihres Lebens dar­auf ver­wen­den gezielt aus­zu­wei­chen. Eine Fähig­keit, die jeder Cha­rak­ter ohne es zu ler­nen hat, und die eine zen­trale Rolle im Kampf­sys­tem spielt, sollte aber jedes Mons­ter haben.

Zudem gibt es bei Legend Regeln für NSCs, die es dem Spiel­lei­ter erlau­ben, diese im Kampf ein­fa­cher hand­zu­ha­ben. Dazu gehört auch die Mög­lich­keit, dass der ganze NSC nur eine ein­zige Tref­fer­zone hat. Dafür hat er dort mehr Tref­fer­punkte. So ein Wert wäre für den nor­ma­len Standard-Ork hilf­reich gewe­sen, fehlt aber in den Buch.

Am Beginn des Buches gibt es noch Erklä­run­gen von Spe­zi­al­fä­hig­kei­ten und Son­der­re­geln, wie z.B. Regeln für Geis­ter. Es gibt auch einen län­ge­ren Abschnitt über Krea­tu­ren des Chaos, in dem es eine Tabelle für cha­os­be­zo­gene Eigen­schaf­ten und Kör­per­for­men (arach­nid, vogel­ar­tig, …) gibt. Was es damit auf sich hat, ist mir nicht klar gewor­den. Ich denke mal, es hängt mit dem Set­ting von Legend zusammen.

Ins­ge­samt bie­tet Mons­ters of Legend solide Haus­manns­kost. Nicht viel Beson­de­res, aber als ers­tes Mons­ter­buch soll­ten auch zunächst die übli­chen Mons­ter abge­deckt sein, bevor es abge­fah­ren wer­den kann. Trotz­dem ist die Qua­li­tät nicht die Beste.

Preis-/Leistungsverhältnis

77 Mons­ter für umge­rech­net 8,95 EUR  bzw. 14,92 EUR? Da kann man nicht meckern. Aber etwas Farbe und schö­nere Bil­der hat­ten dem Werk gut getan. Trotz­dem ist es defi­ni­tiv nicht über­teu­ert. Der Preis geht in Ord­nung. Einen Bonus­punkt gibt es an die­ser Stelle für das Ver­öf­fent­li­chen unter der OGL.

Fazit

Mons­ters of Legend ist ein eher schlich­tes Buch für den klei­nen Geld­beu­tel. Es gibt einem das an die Hand, was man zunächst braucht, um in einer Fan­tasy­welt los­zu­le­gen. Wer Legend spie­len will, der sollte es sich ein­mal anschauen. Auch für „Selbst­schrei­ber“, die Regeln für ihre Welt suchen und dabei Legend in Betracht zie­hen, lohnt sich ein Blick. Sie kön­nen sich viel Arbeit sparen.

Daumen4Maennlich 

Arti­kel­bil­der: Mon­goose Publishing

 

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