Jan Malspöler ist ganz großer D&D- und Pathfinder-Fan. Doch zwischen Rollenspiel, Sport und Job passte Teilzeithelden nicht mehr hinein. Er hat Teilzeithelden nur kurz und unregelmäßig unterstützt.

 

Pen&Paper - Rezensionen
November 22, 2013 Geschrieben von Jan Malspöler

Rezension: Pathfinder – Paizo Map Packs für die Wildnis

Rezension: Pathfinder – Paizo Map Packs für die Wildnis

Im ersten Teil ging es noch um die Stadt. Doch jetzt heißt es: Ab in die Wildnis! Darum geht es diesen Monat im Karneval der Rollenspielblogs und in unserem Themenmonat. Entsprechend geht es im zweiten Teil meiner Rezension der Paizo GameMastery Map Packs vor allem um Karten für die Reise über Stock und Stein.

Das Paket Ambush Sites geht zunächst einmal über Stein und dann ins Gehölz. Die erste Karte ist eine steinerne Brücke mitten im Wald. Passend dazu gibt es auch “einige Meter Feldweg“, die man ganz gut an die Brückenkarte anlegen kann oder separat für einen Überfall im Wald verwenden kann.

Wilderness Lair Sample (c) Paizo

Wenn man eine Gruppe Zwerge durch ihre ganz eigene Wildnis schicken möchte, dann wird man bei einem Höhlenabschnitt mit einigen Nischen als Versteck für Bösewichte fündig. Für unterirdische Extremfälle gibt es auch noch die Karte einer Kanalisation. Etwas weniger Wildnis, dafür umso mehr “über Stein“ ist die letzte Karte, eine Gasse für den typischen Hinterhalt in der Stadt.

Die Karten zum Thema Lairs sind sehr flexibel einsetzbar, da die meisten der “Nisthöhlen“ an verschiedenen Orten liegen können, immer aber auch in der Wildnis. Das Paket enthält eine Waldlichtung mit großem Nest und Hütte, einen alten Ritualort, ein Haus im Grünen, eine Höhle mit passendem “Achtung, Gefahr!“-Schild davor und ein Verlies, das verdächtig nach “Versteck des bösen Magiers“ aussieht.

Preis-/Leistungsverhältnis

Zusammen werden für diese beiden Pakete zwischen 13 und 22 EUR fällig. Damit hat man für sehr viele der üblichen Orte für Zufallsbegegnungen in der Wildnis oder kurze Seitenplots entlang des Weges die richtigen Karten immer griffbereit. Die zehn verschiedenen Karten sind zudem stabil und widerstandsfähig. Ich kann sie jedem SL, der Battlemats nutzt, wärmstens empfehlen.

Erscheinungsbild

Paizo Ambush SitesDie Karten sind alle auf stabilem Karton gedruckt, der zumindest etwas Feuchtigkeit aushalten sollte. Ein Attentat mit Cola wird aber ihren Tod bedeuten, da die Ränder nicht vertrauenerweckend genug aussehen. Interessanterweise sind die Lairs-Karten etwas dünner als die des Ambush-Packs. Das schadet der Verwendbarkeit überhaupt nicht, erscheint mir nur etwas ungewöhnlich.

Wie von Paizo gewohnt, sind die Karten farbig bedruckt und enthalten genug Details, um die jeweiligen Szenen gut darzustellen. “Nachmalen“ ist daher normalerweise nicht nötig, aber trotzdem sind die Karten beschreib- und abwischbar, wenn man den üblichen wasserlöslichen Battlemat-Filzer benutzt.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Paizo
  • Sprache: keine
  • Paizo LairsFormat: Laminierte Karten (12,8 x 20,4 cm je Karte, zwei oder vier Karten je Ort)
  • Seitenanzahl: 5 Karten je Pack
  • ISBN: Ambush Sites 978-1601252845, Lairs 978-1601252289
  • Preis:  Ambush Sites ab, Lairs ab 6,39 EUR
  • Bezugsquelle: Ambush Sites (Amazon, Sphärenmeister), Lairs (Amazon, Sphärenmeister)

 

Fazit

Wer sich als SL mit seinen Spielercharakteren im Schlepptau – oder besonders, wenn er von ihnen getrieben wird – in die Wildnis wagen will, der sollte sich diese Karten genau anschauen. Sie bieten für viele Gelegenheiten genau das, was man gerade braucht: typische, schick dargestellte Orte auf stabilem, abwischbarem Karton, gebrauchsfertig mit Raster. Sie nehmen zudem nicht viel Platz im Rucksack weg. Im Vergleich zu den Stadtkarten aus dem ersten Teil gibt es nur einen einzigen Nachteil: Waren die Stadtkarten noch von gewissem Interesse für „Battemat-Abstinenzler“, weil sie umfangreicher sind und Stadtszenen oft eine komplexere Umgebung haben, so lohnen sich diese Karten nicht für die Verwendung ohne Grid, da die dargestellten Orte einfach und sehr übersichtlich sind.

Daumen4Maennlich

 

Artikelbilder: Paizo Publishing


 

 Logo_RSPKarneval_500pxDie­ser Arti­kel ent­stand im Rah­men des Kar­ne­vals der Rol­len­spiel­blogs und –web­sites „Über Stock und über Stein — Rei­sen und die Wild­nis“, der von uns orga­ni­siert wird. Den eröff­nen­den Bei­trag zum Umzug fin­det man hier. Die Koor­di­na­tion fin­det aus dem RSP-Blogs-Forum her­aus statt.

 

 

 

 


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8 Kommentare

  • Kannst Du noch was zum Massstab sagen?
    Täusche ich mich oder sind auf dem Cover von Ambush Sites Stühle mit einer 1m breiten Sitzfläche abgebildet und auf Lairs Betten mit 3m Länge?
    Falls es sich um Ogermöbel handelt, ist die Nutzbarkeit der Karten recht eingeschränkt. Andernfalls verursachen sie mir massive Immersionsprobleme.

  • Der Maßstab ist Standard-D&D/Pathfinder-MAßstab. Das müsste 28mm sein oder? Die Kästchen sind jedenfalls 1 inch im Quadrad. Das Bett scheint mir 2 x 2 m zu sein, der Stuhl ist fast 1 qm groß, ja. Ist halt die übliche Darstellung auf D&D/Pathfinder-Karten. Ich habe mich dran gewöhnt, aber wenn du mit anderen D&D/Pathfinder-Karten diesbezüglich Probleme bei der Immersion hast, dann sind diese Karten nichts für dich. Ich kannte auch bisher niemanden der sich daran gestört hat. Soll ich mal ein paar Karten abfotografieren und dir schicken? Dann kannst du es dir genau anschauen, weil ich bin mir nicht sicher, ob ich das jetzt richtig verstanden habe.

  • Danke, aber ich kann es mir vorstellen.
    Ich nehme an, ein Kästchen entspricht nach wie vor 5 Fuss, d.h. 1,50 m. Das ist natürlich lächerlich, wenn man sich die Dimensionierung mancher handelsüblichen Plastikfiguren anschaut und die Abbildungen.
    Es ist mir einfach unbegreiflich, wie ein Grafiker so schlecht proportioniert arbeiten kann.

  • Ja, genau, es sind 5 Fuß bzw. 1,50 m.

    Ich finde, die Karten sehen zwar schick aus, aber Battlemats generell sind selten wirklich realistisch. Aber damit kommen die Meisten ja klar. Was ich extrem nervig finde, ist, dass es bei Paizo viele Karten gibt, bei denen Objekte mitten zwischen Squares liegen und dergleichen, da leidet die Spielbarkeit deutlich drunter. Mir ist es in letzter Zeit öfter aufgefallen, weil ich für Pathfinder Society oft Karten aus den Abenteuern auf Flipchart übertragen habe. Was da alles krum und schief ist… aber das mag der Immersion durchaus förderlich sein.

  • Ja, ist es. 😀

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