Sebastian Meusel, Spitzname „SaM“, ist seit den Anfangstagen Redakteur bei teilzeithelden.de und kümmert sich hauptsächlich um die Musik- und Comic-Bereiche. Comics und Bücher liest er gern im sprachlichen Original. Er liebt erzählerisches Rollenspiel und kann Regeln nicht viel abgewinnen. Mehr über Sebastian erfahrt ihr mit einem Klick auf seinen Namen im Kopf des Artikels.

 

Bücher&Comics
Februar 9, 2016 Geschrieben von Sebastian A. Meusel

Rezension: Convergence – Kampf der Welten, 02 – Batmans Schicksal (DC Comics)

Rezension: Convergence – Kampf der Welten, 02 – Batmans Schicksal (DC Comics)

Okay, wer das Flashpoint-Event gelesen hat, wird nun vielleicht etwas stutzen. Ist Thomas Wayne nicht dort ums Leben gekommen? Hatte er sich dort nicht heldenhaft geopfert, um Reverse Flash zu stoppen? Ja, das hatte er.  Doch auf Erde 2 lebte er weiter und ist irgendwie von Brainiac auf die Welt Telos geholt worden, nachdem diese von Darkseid zerstört wurde. Zusammen mit einigen Helden der dortigen Justice Society Flash, Superman, Green Lantern und Cat. Um diese heimatlosen Helden dreht sich der Handlungsbogen von Convergence.

Handlung

In diesem Heft begleiten wir den Weg von Dick Grayson (Erde2), der es gerade noch schafft, seinen Sohn Johnny auf eines der Fluchtraumschiffe zu bringen, bevor er mit ansehen muss wie das Schiff explodiert und seine Welt von Darkseids Planet Apokolips zerstört wird. Er selbst wird durch ein Wurmloch nach Telos verfrachtet. Dort erwacht er nun aus einer von albtraumhaften Erinnerungen gequälten Ohnmacht, in die ihn die Inkarnation des Planeten, Telos, versetzt hatte, um ihn und die anderen Helden festzusetzen, da sie seine Pläne störten.

Knüppelharte Action, wohin man schaut

Knüppelharte Action, wohin man schaut

Doch die Helden können sich befreien und ein erbitterter Kampf entbrennt. Zwar wirken die Kräfte von Green Lantern und Cat auf Telos Oberfläche anders, doch gelingt es ihnen, Brainiacs Wächter zumindest eine Zeit lang vom Kampfgeschehen um sie herum abzulenken, was den dortigen Helden einen Vorteil verschafft. Doch schlussendlich besinnt sich Telos und beschließt erneut die Gruppe zu ignorieren, da sie nur seine Zeit verschwende. Wie schon zuvor, ein Fehler. Denn die Helden entdecken dank Green Lanterns veränderter Kräfte noch etwas, das dem scheinbar umfassenden Bewusstsein des Planeten entgangen ist und beschließen nachzuforschen. Auf dem Weg dorthin machen Batman und Dick Grayson einen Abstecher in eines der Gothams, die Braniac auf den Planeten brachte. Um Ausrüstung zu holen, in einer Bathöhle, wo Thomas und Bruce aufeinandertreffen.

Währenddessen begegnen die restlichen Mitglieder der Heldengruppe einem mysteriösen Mann, der genau wie sie gegen Telos kämpft und offensichtlich über große Macht verfügt. Man verbündet sich und dringt zusammen tief unter die Oberfläche des Planeten vor, wo sie das verborgene Reich Skartaris erreichen, das laut Auskunft des Mannes namens Deimos von einem grausamen Warlord beherrscht wird und den Schlüssel zur Beendigung der grausamen Taten an Telos‘ Oberfläche enthält.

Charaktere

Im Fokus dieser Ausgabe steht, wie oben schon erwähnt, Dick Grayson der Erde 2. Auf seiner Welt nie zu Batmans kindlichem Sidekick Robin und somit auch nie zum erwachsenen Helden Nightwing geworden, ist er Fotoreporter und Kriegsberichterstatter. Verzweifelt muss er mit ansehen, wie das Raumschiff, das seinen Sohn retten soll, auf dem Weg in den Orbit zerstört wird, doch kämpft er Seite an Seite mit den Helden seiner Welt gegen das Schicksal in Form von Darkseid an. Und auch auf Telos lässt er sich nicht unterkriegen. Als normaler Mensch unter Superwesen hält er die Stellung und wird zu einem wichtigen Teil der Gruppe, die vielleicht das Zünglein an der Waage innerhalb des monumentalen Events Convergence ist.

Zeichenstil

Carlo Pagulayan und Steven Segovia teilen sich die beiden Originalausgaben, die in diesem Heft zusammengefasst sind. Wenn man es nicht wüsste, würde man es kaum bemerken. Lediglich Segovias kantigere Gesichtszüge und feiner ausgearbeiteten Hintergründe fallen bei näherer Betrachtung ins Auge. Beide Zeichner sind jedoch große Könner und geben ihr Bestes. Die massig vorhandene Aktion ist knackig und dynamisch in Szene gesetzt und auch der kurze, ruhigere Moment zwischen Bat-Vater und -Sohn ist von Pagulayan angemessen düster und melancholisch gehalten.

Preis-/Leistungsverhältnis

Es gibt 68 Seiten hervorragender Comic-Action für nur 4,99 EUR, wäre daran zu meckern?

Erscheinungsbild

CONVERGENCEKAMPFDERWELTEN228VON529_Heft_564Wie immer bietet Panini höchste Qualität zum guten, fairen Preis. Das Cover ist dunkel gehalten und zeigt im Vordergrund Thomas Waynes Batman, der im Begriff ist sich zu Bruce Waynes Batman umzudrehen.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Panini Comics
  • Autor(en): Jeff King
  • Zeichner(in): Carlo Pagulayan , Steven Segovia
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Sprache: Deutsch
  • Format: Comic Format
  • Seitenanzahl: 68
  • Preis: 4,99 EUR
  • Bezugsquelle: Amazon

 

Bonus/Downloadcontent

Erneut sind auf den letzten Seiten die Referenzen zu diversesten One Shots, Crossovers und Events der DC-Geschichte erklärt.

Fazit

Ein Heft bis zum Rand voll mit Action. Die Helden rund um Dick Grayson befinden sich in einer feindlichen Umwelt und müssen im wahrsten Sinne ums Überleben kämpfen. Und eben nicht nur um das eigene. Millionen stehen auf dem Spiel und der wahnsinnige Telos interessiert sich nicht für ein kleines Trüppchen versprengter Menschen und Kryptonier. Zu ihrem Glück. Die Charakterentwicklung, die Grayson durchmacht ist spannend und gut zu lesen und auch die Schicksale der Batmen sind ergreifend in Szene gesetzt.

Dass die Helden allerdings einem Kerl vertrauen, der wie der böse Zwilling von Doctor Strange aussieht, allein vom Outfit her förmlich „Böser Magier!“ schreit und sich noch dazu nach „Deimos“, einem der griechischen, bösen Titanen benannt hat, ist ein klein wenig seltsam. Aber, na gut. Helden sehen halt nicht immer aus wie Helden. Bösewichte eigentlich immer wie Bösewichte, aber das kann schon mal zu Verwirrung führen – gerade auf einer Welt, in der sich hunderte Realitäten vermischen. Mir gefällt allerdings auch, dass mit Deimos und dem Warlord eine der wirklich obskuren Ecken des DC-Universums aufgegriffen wird. Inmitten des Silver Age gab es da nämlich mal eine Serie namens Warlord, die auf den beliebten Pulp-Romanen von Edgar Rice Burroughs und Robert. E. Howard fußte. Aber dazu mehr in der Kritik zu Band 3 des Events.

Daumen5maennlich

Artikelbilder: Panini Comics
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

 


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