Sebastian Meusel, Spitzname „SaM“, ist seit den Anfangstagen Redakteur bei teilzeithelden.de und kümmert sich hauptsächlich um die Musik- und Comic-Bereiche. Comics und Bücher liest er gern im sprachlichen Original. Er liebt erzählerisches Rollenspiel und kann Regeln nicht viel abgewinnen. Mehr über Sebastian erfahrt ihr mit einem Klick auf seinen Namen im Kopf des Artikels.

 

Bücher&Comics
März 7, 2016 Geschrieben von Sebastian A. Meusel

Rezension: Convergence – Kampf der Welten, Ausgabe 4 | Jeder gegen Jeden (DC Comics)

Rezension: Convergence – Kampf der Welten, Ausgabe 4 | Jeder gegen Jeden (DC Comics)

Im letzten Heft erkannten die Helden der Justice Society von Erde 2, dass sie sich in ihrem vermeintlichen Verbündeten Deimos schwer getäuscht hatten und mussten sich nah einem jähen Rückzug erst einmal zum Gegenschlag sammeln. Indes bleibt Deimos nicht untätig und verkündet den gefangenen Menschen sowie Superwesen ein Ultimatum. Dient mir oder werdet vernichtet.

Handlung

Deimos hat die Macht der Time Masters absorbiert und scheinbar auch Brainiac vernichtet oder verbannt, es ist nicht ganz klar. In jedem Falle hat er den Helden, die sich gegen ihn wandten, eine empfindliche Niederlage beigebracht und mit Wildcat eine wertvolle Verbündete an seiner Seite. Doch ist er, trunken vor Macht, doch auch sehr überheblich und siegessicher. Zwar rechnet er damit, dass sich ein Großteil der Superwesen zusammen gegen ihn stellen wird, doch sind da noch mehr als genug, die um der eigenen Existenz willen für ihn kämpfen wollen. Und so hetzt er in einem beispiellosen Gefecht die Helden und Bösewichter der verschiedensten DC-Realitäten aufeinander. Allen voran Inkarnationen der letzten Kryptonier.

Und eben solche beobachten besorgt von außen, wie sich der Planet Telos gewaltsam einen Weg in ihr Universum bahnt. Selbst das gigantische „Orakel“ ist vor Ort, um zu beobachten, was geschieht. Die Helden sammeln versprengte Opfer anderer Konflikte ein und helfen, wo sie nur können. Erschüttert vom wenigen, das sie auf der Oberfläche des Planten nur erahnen können, halten sie sich jedoch zurück und warten ab.

Auf der Oberfläche spitzt sich er Konflikt zu, als Telos persönlich eingreift. Dick Grayson hat es endlich geschafft ihn davon zu überzeugen, den Helden zur Seite zu stehen und Brainiacs Ketten zu sprengen. Doch auch er ist der Macht, die Deimos in sich vereint, kaum gewachsen. Aber dann erkennt Wilcat, dass Deimos trotz aller Macht noch Angst verspürt diese wieder zu verlieren. Und nun greift Paralax ein. Und der mag es gar nicht, wenn ihm jemand Befehle erteilen will. Damit fangen die Probleme erst richtig an.

Eine fürchterliche Entdeckung

Eine fürchterliche Entdeckung


Charaktere

In diesem Heft steht niemand wirklich im Vordergrund. Am ehesten vielleicht noch Deimos, Telos und Dick Grayson. Doch unter dem immensen Sammelsurium von Helden und Bösewichtern, das aufläuft, gehen sie beinahe unter. Deimos hat sein Ziel fast erreicht, er will die ultimative Macht über Tod und Leben erlangen. Das Ende allen Seins und der Schöpfer eines eigenen Universums sein. Doch auch er kann so viel Macht nicht bändigen. Telos erkennt, dass es wichtiger ist Leben zu schützen, als seinem Herren aufs Wort zu dienen und selbst einige unverbesserliche Bösewichte erkennen, dass es manchmal besser ist, nicht dem mit der größten Macht zu dienen. Wenn dieser sie alle vernichten will.

Zeichenstil

Ed Penes und Eduardo Pansica zeichnen für den ersten Teil des Heftes verantwortlich. Und obwohl ihre Zeichnungen nicht schlecht sind, so vermisse ich doch die klaren, deutlichen Striche manch anderer Kreativer. Bisweilen sind die Gesichter doch arg schwammig und ausdruckslos. Manches Mal sieht es beinahe so aus, als ob ein Gesicht einfach per Copy/Paste auf eine neue Pose geschoben wurde. Schade.

Teil 2 stammt aus der Feder Aaron Loprestis, was deutlich besser gefällt. Seine Zeichnungen wirken wieder wie aus einem Guss und wenngleich er auch einen Stil hat, der mir persönlich etwas zu weich wirkt, sind seine Details und Posen doch deutlich schöner und dynamischer.

Preis-/Leistungsverhältnis

Einmal mehr kann man gegen den Preis von 4,99 EUR nichts sagen. Ein qualitativ hochwertiges Heft, für einen fairen Preis.

Erscheinungsbild

CONVERGENCEKAMPFDERWELTEN428VON529_Heft_895Auf dem Cover stürzen sich diverse Inkarnationen von Helden und Anti-Helden auf Deimos, der Telos am Schlafittchen hält.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Panini
  • Autor(en): Jeff King, Scott Lobdell
  • Zeichner(in): Ed Benes & Eduardo Pansica sowie Aaron Lopresti
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Sprache: Deutsch
  • Format: Comicformat
  • Seitenanzahl: 80
  • Preis: 4,99 EUR
  • Bezugsquelle: Amazon

 

Bonus/Downloadcontent

Kein Bonusinhalt.

Fazit

Jetzt geht’s rund.

Diesmal prallen die Welten wirklich aufeinander, denn der Planet Telos bahnt sich seinen Weg aus dem Raum zwischen den Welten in die Realität. Und auf seiner Oberfläche stehen sich wahre Armeen von Superwesen gegenüber. Unfassbare, kaum beherrschbare Mächte prallen aufeinander. Und die Konsequenzen sind weitreichender als befürchtet. Wenn selbst Hal Jordan in seiner Inkarnation als Paralax einschreitet, das gewaltige Orakel weder Zukunft noch Vergangenheit wahrnehmen kann, Helden und Schurken sich opfern und Realitäten überlappen und verschmelzen, nur um wieder auseinanderzubrechen, dann ist die Lage tatsächlich ernst. Convergence wird die Realität des DC-Universums neu definieren. Und das Ende ist nahe. DC startet einmal mehr alles neu. Wir werden sehen, was daraus wird.

Leider haben mir die Zeichnungen dieses Mal nicht ganz so gut gefallen und die Story ist aufgrund der Masse an Beteiligten und verschiedenen Ebenen etwas unübersichtlich, daher ziehe ich einen Punkt ab.

Daumen4Maennlich

Artikelbild: Panini Comics
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt

 


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