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Hi, ich bin Detlef!
Als jüngster von vier Geschwistern, mit einigen Jahren Abstand, hatte ich als Kind immer das Problem Spielepartner zu finden. Während meine älteren Geschwister coole Spiele spielten (Das Teufelsdreieck, Risiko oder U-Boot-Jagd), war ich dafür immer viel zu klein. Vielleicht war ja die Ausgrenzung damals der Kern für meine Leidenschaft zu spielen heute?
Bevor es mit den Brettspielen aber so richtig losgehen konnte, gab es vorher noch einen langen Schlenker: das Rollenspiel. An DSA kam ich mit zwölf Jahren mehr zufällig über einen Schulfreund. Ohne irgendwelchen Kontakt zur Szene war es für uns zunächst nichts weiter als eine besondere Art des Brettspiels und wir hatten uns sicherlich eher dämlich bei unseren ersten Versuchen angestellt, aber das Feuer für das Rollenspiel war entflammt.
Über die Jahre wurde DSA dann mehr ein Sammelobjekt, gespielt wurden etliche andere Systeme: AD&D, Cthulhu, Midgard, Rifts, Rolemaster, Star Wars, Sturmbringer, Traveller oder Vampire waren davon nur ein paar auf einer langen Liste. Das System spielte am Ende auch gar keine so große Rolle, wichtiger war mir die Mischung aus dem Abenteuer, der Story, den Charakteren und natürlich den Spielern. Wenn diese Mischung stimmte, dann mochte ich klassisches Low-Fantasy genauso wie High-Power-Apocalypse oder exotic Furrytales (Ihr wisst nicht, was das ist? Na, unterhalten wir uns vielleicht irgendwann mal drüber!).
Leider ging es meinen Runden mit den Jahren wie mit vielen Runden. Das Leben holte sie ein, die Zeit schwand, manchmal auch die Lust, und meine Stammrunden zerliefen. Ein paar Jahre versuchte ich noch wieder eine stabile Runde zu finden, aber irgendwie klappte es nie lange und schließlich beließ ich es dabei. Auch mein Leben ging weiter, der Job verlangte Aufmerksamkeit, die freie Zeit wurde mit anderen Dingen gefüllt. Ohne Rolle ließ sich schließlich auch gut spielen. So tauschte ich die Rolle meines Lebens gegen die Bretter, die meine Welt bedeuten!
Das Spiel an sich wurde mein wichtigstes Hobby. Seine größte Stärke ist, dass das „moderne Spiel“ alle Facetten bedienen kann, die man sich als Spieler wünschen kann. Es gibt abstrakte Spiele und thematische Spiele, Spiele können aber auch Denkarbeit sein oder kaum mehr als eine Beschäftigung; Spiele erzählen Geschichten, Spiele malen Bilder; man kann sie alleine spielen oder mit vielen, zusammen oder gegeneinander; sie können lange dauern oder auch mal schnell vorbei sein. Spiele können Fantasy sein oder Science-Fiction, Steam Punk oder Steinzeit, Stadt oder Wildnis, ein Einkaufszentrum mit oder sogar ohne Zombies. Wer sich darauf einlässt, für den können Spiele Alles sein!
In meinen Regalen tummeln sich 400 Titel, ich unterstütze die Spielerszene wo ich kann, halte Kontakt zur Autoren- und Verlagsszene und arbeite nebenher an meinen eigenen Entwicklungen. Spielen ist längst mehr geworden, als nur mein wichtigstes Hobby. Es ist meine Leidenschaft.
Mein Spielgeschmack ist sehr breit gefächert, allerdings ist mir ein gelungenes Thema mit passender Spielmechanik wichtig. Euro Games spiele ich dann ebenso gerne wie Ameritrash oder Partyspiele. Einem gemütlichen Thema („Bepflanze deinen Garten“) kann ich genauso viel abgewinnen wie einem heroischen (wahlweise „Rette die Welt“ oder „Vernichte die Welt“), solange das Spiel es glaubwürdig umsetzt. Entsprechend finde ich rein abstrakte Spiele eher etwas langweilig und auch klassische CoSims ebenso wie echte Tabletops haben für meinen Geschmack ihren spielerischen Schwerpunkt an anderen Stellen.
Und sonst so? Ich habe einen leichten Hang zum Sammeln. Neben Spielen füllen auch hunderte von CDs, Filmen und Büchern aus fast allen Genres meine Regale und ich komme ehrlich gesagt schon eine ganze Weile nicht mehr hinterher, das alles abzuspielen, anzuhören, anzusehen und durchzulesen. Aber das Schöne daran ist: Ich weiß, dass mir die nächsten Jahre nicht langweilig werden wird. Und an Mitspielern habe ich heute auch keinen Mangel mehr!
Wenn ihr mich erreichen wollt, schreibt mir: detlef.schroedter@teilzeithelden.de








