Geschätzte Lesezeit: 14 Minuten

Ein romantischer Urlaub in einer abgeschiedenen Waldhütte? In den Black Hills in South Dakota wahrscheinlich eher die Ausnahme. Ein Wochenendtrip wird einem Pärchen schnell zum Alptraum, als bei einem Filmabend Videokassetten auftauchen, deren Inhalte nicht von dieser Welt zu stammen scheinen…

Alone Against The Static ist ein Solo-Abenteuer von Chaosium im Cthulhu-Universum, welches in den 1990er Jahren spielt. Wir begleiten darin ein junges Pärchen während ihres Wochenendtrips in den Wäldern rund um die Black Hills in South Dakota.

Alex und Charlie hoffen, weit entfernt von der Hektik des Alltags, in einer abgeschiedenen romantischen Waldhütte sich wieder ein wenig näher kommen zu können.

Doch sehr schnell müssen beide feststellen, dass die Wälder um sie herum alles andere als idyllisch sind. Schon bald verwandelt sich die gemeinsame Auszeit in einen Alptraum…

Triggerwarnungen

Body Horror, psychische Krankheiten, Gewalt, Tod

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Die Spielwelt

Alone Against The Static ordnet sich in das Cthulhu-Universum ein. Die Black Hills in South Dakota, in denen das Szenario spielt, waren bereits Schauplatz in anderen Werken des Cthulhu-Universums. So zum Beispiel in einem Kapitel der Mega-Kampagne Die Bestie.

Das Soloabenteuer spielt jedoch ausschließlich in einer kleinen Hütte und in dem Wald, der diese umgibt. Die Schauplätze sind ausführlich und stimmungsvoll beschrieben.
Tatsächlich hätte das Szenario in jedem anderen beliebigen Wald spielen können, da es im Endeffekt keinen expliziten Bezug zu den Black Hills gibt.

Das Soloabenteuer führt eine neue Mythos-Gottheit ein, die für die Misere verantwortlich ist, in der sich die beiden SC befinden. Am Ende des Buches gibt es eine detaillierte Beschreibung über dieses uralte Wesen, so dass Spielende es auch für andere Cthulhu-Abenteuer nutzen können.

Achtung Spoiler! Es folgen einige Informationen über die neue Mythos Gottheit:

Achtung Spoiler! Es folgen einige Informationen über die neue Mythos Gottheit:

Es handelt sich um Ush-Tik-A, das Kind des Waldes. Dieses uralte Wesen sucht Orte auf der Welt heim, in denen die Natur noch ungezügelt und wild ist. Es ist eine formlose Kreatur, die die Regionen, die es besetzt, vergiftet und jegliches tierische oder menschliche Leben darin zerstört. Das Wesen ist einsam, wenn man dies denn von solchen Kreaturen behaupten kann, und versessen darauf, eine physikalische Form anzunehmen. So übernimmt es den Körper von Tieren oder Menschen, die sich in seine Regionen verirren. Der Körper von Ush-Tik-As Wirten wird durch dessen korrumpierenden Einfluss langsam verzerrt und zerreißt früher oder später unter der Last der vielen Mutationen. Was dem Wesen wieder ein formloses Schicksal beschert, bis sich eine neue unglückliche Seele in sein Gebiet verirrt.

Es gibt wenige Kultist*innen, die dieses Monster anbeten. Die meisten von ihnen verschreiben ihr Leben darauf, Ush-Tik-A von seiner Einsamkeit zu befreien, indem sie beispielsweise sich selbst als Wirt*in anbieten oder neue Wirt*innen anlocken.

Im Buch finden sich ebenfalls Werte und Kampffertigkeiten der Kreatur, sollte diese für andere Abenteuer verwendet werden wollen. 

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Die Regeln

Die Wälder um die Black Hills sind alles andere als idyllisch.
Die Wälder um die Black Hills sind alles andere als idyllisch.

Das Abenteuer wird mit den Regeln von Cthulhu 7. Edition gespielt. So werden Fertigkeits- oder Attributsproben mit einem W100 gewürfelt. Die Probe ist ein Erfolg, wenn das Würfelergebnis unter dem Wert verbleibt, der auf dem Charakterbogen notiert ist.

Stabilitätswürfe spielen natürlich auch im Soloabenteuer eine große Rolle und werden genauso abgehalten wie im Grundregelwerk beschrieben: Der*Die Spielende würfelt mit einem W100 und muss einen Wert kleiner als seinen*ihren aktuelle Stabilitätswert erreichen.

Auch im Soloabenteuer gibt es die Möglichkeit, Glückspunkte auszugeben. Diese können eins-zu-eins eingesetzt werden, um missglückte Proben auszugleichen.

Proben können ebenfalls forciert werden. Das bedeutet, dass eine Probe wiederholt werden kann. Sollte der wiederholte Würfelwurf jedoch erneut nicht gelungen sein, hat dies schwerwiegende Konsequenzen für den SC.

Komplexere Spielmechaniken, wie zum Beispiel Verfolgungsjagden, finden hier keine Anwendung, sondern werden vereinfacht durchgeführt, indem nur eine Fertigkeitsprobe verlangt wird.

Das Soloabenteuer verbleibt regeltechnisch sehr einfach und sollte Cthulhu-Neulingen in diesem Aspekt daher keine Probleme bereiten.

Charaktererschaffung

Eigentlich wollten Charlie und Alex nur ein entspanntes Wochenende miteinander verbringen. Und dann kam alles anders.
Eigentlich wollten Charlie und Alex nur ein entspanntes Wochenende miteinander verbringen. Und dann kam alles anders.

Es gibt zwei vorbereitete SC, zwischen denen die Spielenden wählen können. Das Soloabenteuer handelt von einem Pärchenurlaub, und so kann man zwischen Alex und Charlie wählen. Beide Charaktere sind spieltechnisch recht ähnlich gebaut.

Zwar gibt es Fähigkeiten wie Buchhaltung oder Chemie, die ausschließlich Alex beziehungsweise Charlie besitzen, diese spielen für das Szenario jedoch überhaupt keine Rolle und können daher vernachlässigt werden.

Ein paar Fähigkeiten der SC, die für den Verlauf der Geschichte von Bedeutung sind, unterscheiden sich in ihrem Wert. Zum Beispiel Navigieren, in dem Alex mit 40% Charlie um 20% übertrumpft, oder Verborgenes Erkennen, in dem Charlie mit 65% zu 35% deutlich die Nase vorn hat.

Auffällig ist, dass Charlie von den Spielwerten her gemessen im Großen und Ganzen eine deutlich bessere Wahl ist. Dies gilt vor allem für die Anfangs-Stabilität und für die Fähigkeitswerte in Verborgenes Erkennen, Hören und Psychologie.

Beide Charaktere haben keine eigene Hintergrundgeschichte und werden auch nicht weiter persönlich beschrieben. Die einzigen Informationen, die die Spielenden über Charlie und Alex erhalten, beschreiben die Beziehung der beiden untereinander – und das auch nur recht knapp.

Spielbarkeit

Wir überprüfen die Spielbarkeit zunächst auf Praktikabilität des Solo-Abenteuers, bevor wir die narrativen Entscheidungen und die Wahl der Charaktere beleuchten.

Das Soloabenteuer ist sinnvoll strukturiert und die „Bedienung“ ist einfach.

Die Spielenden erleben das Abenteuer, indem sie sich von Abschnitt zu Abschnitt hangelnd lesen. Sie beginnen mit dem Startabschnitt des von ihnen gewählten Investigators (Charlie oder Alex). Am Ende jedes Abschnittes, die alle nummeriert sind, finden sie Instruktionen, zu welchem Abschnitt sie anschließend springen müssen beziehungsweise was sie als nächstes lesen sollen. Meist müssen sie sich für eine Aktion aus einer Auswahl an mehreren Optionen entscheiden. Jede Option führt dabei zu einem anderen Abschnitt. Gelegentlich müssen sie Proben durchführen, die über den nächst zu lesenden Abschnitt und somit den Fortlauf des Abenteuers entscheiden. Ob man Charlie oder Alex spielt, ist für die Geschichte irrelevant. An einigen Stellen gibt es zwar Verweise auf Abschnitte, zu denen man nur als Alex oder Charlie gelangt – diese führen aber ausschließlich zu Dialogszenen, die sich, bis auf den Namen des Charakters, nicht unterscheiden.

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Das PDF ist sehr benutzerfreundlich gestaltet. Man kann auf die jeweiligen Abschnittsnummern klicken und das Dokument springt sofort zur entsprechenden Stelle. Dadurch erspart man sich viel Scrollen.

Während des Abenteuers wird ein Log Sheet verwendet. Dies ist ein Blatt zusätzlich zum Charakterbogen, das die Entscheidungen und Handlungen, die die Spielenden in dem jeweiligen Durchgang treffen, dokumentiert. Das Blatt enthält eine Liste an Items, die während des Spiels freigeschaltet werden können. Bei einigen Abschnitten gibt es dann einen Verweis auf den Log Sheet, wo man sich diese ankreuzen kann. Beispielsweise gibt es im Laufe des Abenteuers die Möglichkeit, einen Hammer zu finden. Nimmt der SC diesen mit, darf er*sie sich auf dem Log Sheet das Item „In Case of Emergency“ ankreuzen.

Bei einer späteren Szene wird abgefragt, ob man „In Case of Emergency“ freigeschaltet hat. Ist dies der Fall, so kann der SC eine zusätzliche Aktion durchführen, die sonst nicht möglich gewesen wäre.

Während des Spielens hat sich das Log Sheet als echte Hilfe herausgestellt, da man so für den Verlauf des Spiels kritische Entscheidungen besser nachverfolgen kann.

Nun zu den narrativen Entscheidungen: Die Geschichte ist, trotz Klischees, spannend und gut! Es ist ein klassisches Horror-Setting: Ein Paar übernachtet in einer abgeschiedenen Hütte mitten im Nirgendwo, und es gibt keinen Empfang. Natürlich fällt dann auch noch der Strom aus, und unheimliche Dinge nehmen ihren Lauf. Der SC findet sich am nächsten Morgen alleine in der Hütte wieder, unser*e Partner*in ist weg. Er*Sie hat uns eine Nachricht hinterlassen, dass er*sie bald zurück sei. Statt nur in der Hütte auf ihre Rückkehr zu warten, entscheidet sich der SC für einen Spaziergang durch den Wald.

Das Verhalten der SC ist teilweise unglaubwürdig, und der SC muss eine ordentliche Portion Mut haben. (Warum sonst sollte man allein in einem Wald, den man nicht kennt und von dem man keine Karte hat, abseits der Wege wandern?) Aber es sind eben solche fragwürdigen Entscheidungen der Protagonist*innen, die die Geschichten in Horror-Szenarien vorantreiben. Daher wollen wir uns nicht daran aufhalten.

Das Element der Videokassetten, die unheimliche cthuloide Aufnahmen zeigen, ist sehr gelungen und trägt immens zu einer gruseligen Atmosphäre bei. Dem Autor gelingt es sehr gut, die Verzweiflung des SC und das Gefühl der Abgeschiedenheit und Isolation in den Wäldern zu beschreiben.

Anscheinend ist der SC doch nicht allein...Das Abenteuer wartet mit spannenden Twists auf.
Anscheinend ist der SC doch nicht allein…Das Abenteuer wartet mit spannenden Twists auf.

Generell ist das Storytelling gelungen, und es wird eine schaurige Atmosphäre aufgebaut. Einige Abschnitte sind wirklich gruselig, sodass dem*der Spielenden mehrfach das Herz in die Hose rutschen kann, und es gibt genug Twists, die die Geschichte spannend machen.

Dennoch wäre es schön gewesen, mehrere Möglichkeiten am Ende des Spiels zu haben. Es gibt nicht viele Optionen, das Abenteuer zu beenden.

Dadurch würde sich auch der Wiederspielwert erhöhen.

Was weiterhin schade ist, ist, dass beide Charaktere sehr generisch wirken. Da sie beide ähnliche Fertigkeiten haben, fühlen sich Spieldurchgänge, egal ob man mit Alex oder mit Charlie spielt, beinahe identisch an. Hier hätte sicherlich eine individuelle Hintergrundgeschichte geholfen, die Vor- oder Nachteile bei bestimmten Herausforderungen in dem Abenteuer gegeben hätte.

Spielbericht

Der folgende Spielbericht enthält naturgemäß Spoiler. Spieler*innen sollten diesen Abschnitt deshalb überspringen. Für den beschrieben Durchgang wird Charlie als SC verwendet.

Charlie und Alex möchten ein verlängertes Wochenende in der abgelegenen Waldhütte von Charlies Bruder verbringen. Diese liegt in den Black Hills in South Dakota. Eine Region, die für ihre Abgeschiedenheit bekannt ist. Nichts als dichter Wald umgibt die kleine Hütte, und keine anderen Menschen sind weit und breit.

Nachdem sich Charlie und Alex kurz verfahren haben, kommen sie dennoch am Ziel an.

Sie entscheiden sich nach einem kurzen Abendessen für einen gemütlichen Abend und spielen eine der Kassetten im Videorekorder ab. Ein merkwürdiger Film, welcher Charlies Bruder und dessen Frau vor der Hütte zeigt, wird abgespielt. Das erscheint Charlie sehr merkwürdig – denn wer hat die beiden hier schließlich gefilmt?

Plötzlich gibt es ein lautes statisches Rauschen, das Charlie und Alex in den Ohren weh tut. Sie müssen das Video augenblicklich unterbrechen, denn der Ton kommt von der Kassette. Beide sind zutiefst beunruhigt von dem Geräusch, und es kommt noch schlimmer. Denn plötzlich fällt der Strom aus. Charlie verliert wegen des schrecklichen Lärms von dem Rauschen Stabilitätspunkte.

Da es schon dunkel ist, entschließen sich die beiden, einfach schlafen zu gehen.

Als Charlie am nächsten Morgen erwacht, ist Alex weg. Eine Notiz auf dem Küchentisch besagt, dass sie sich in die nächstgelegene Siedlung aufgemacht hat, um einen Elektriker zu holen. Schließlich wolle sie, dass das Wochenende etwas Besonderes ist.

Charlie entschließt sich, eine kleine Wanderung durch den Wald zu machen. Dabei kommt er zu einem Schuppen, der ein wenig abseits des Waldweges gelegen ist. Er durchsucht diesen und findet merkwürdige Dinge – alte schwarze Roben, ein Glas mit einer gallertartigen, schwarzen Flüssigkeit, auf die er sich keinen Reim machen kann, einen alten Ritualdolch, den er nicht einschätzen kann und eine alte Videokamera. Den Dolch steckt er ein und versucht, den in der Videokamera befindlichen Film herauszufischen. Dies gelingt ihm nicht, und zu allem Überfluss schneidet er sich auch noch mit dem Werkzeug in die Hand. Er findet in einem Schrank im Schuppen eine andere Videokassette und nimmt diese mit, genauso wie einen Hammer, der in der Werkzeugkiste hier liegt.

Mit einer blutenden Hand macht er sich wieder auf zurück zur Hütte. Dort angekommen ist Alex immer noch nicht wieder da. Er geht duschen und ihm fällt nicht auf, dass die zuvor von ihm abgeschlossene Badezimmertür nun sperrangelweit aufsteht. Er sucht eine Taschenlampe und dazugehörige Batterien für die Nacht, denn der Strom ist immer noch aus, und hat damit Erfolg.

Anschließend schaut er sich das Video an, welches er im Schuppen gefunden hat. Das Video zeigt ein Lagerfeuer. Die Person, die dieses aufnimmt, spricht und scheint mit jemandem im Wald zu kommunizieren. Sie ruft immer wieder „Hallo?“ und scheint jemanden zu suchen. Man hört eine zweite Stimme schreien und antworten. Als Charlie genau hinhört, hört er den anderen Menschen schreien: „Es frisst mich!“ Er ist zutiefst verstört und verliert erneut Stabilitätspunkte.

Dann klopft es plötzlich an der Tür und ein mittelalter, ihm völlig unbekannter Mann steht in der Tür. Er will unbedingt mit Julie sprechen. Als Charlie ihn mehrfach abweist, verabschiedet er sich mit den Worten, er würde nachts wiederkommen und geht in den Wald zurück. Charlie folgt ihm ein kleines Stück, entscheidet sich aber, bei Sonnenuntergang wieder zurückzukehren.

Bei der Hütte angekommen, fehlt von Alex immer noch jede Spur. Es wird Nacht, und bevor Charlie sich schlafen legt, läuft er nochmal die Veranda der Hütte ab.

Aus der Ferne sieht er ihn schon. Der Mann von vorhin rast wütend auf Charlie zu. Es kommt zu einem kurzen Kampf und Charlie flüchtet in den Wald.

Ein unverhofftes Wiedersehen mit Alex.
Ein unverhofftes Wiedersehen mit Alex.

Er rennt durch den Wald, verläuft sich ein paar Mal und wird schlussendlich ohnmächtig. Er kommt wieder zu sich, rennt weiter und trifft auf einer Lichtung einen Camper.

Es stellt sich heraus, dass dieser die Videofilme aufgenommen hat. Die Videofilme, so erklärt er, seien Visionen von Ush-Tik-A, und der Camper bittet Charlie, er möge doch im Wald bleiben und sich dem Kind des Waldes, wie Ush-Tik-A auch genannt wird, hingeben.

Dann taucht auch noch Alex auf der Lichtung auf, und Charlie rennt erleichtert zu ihr hin. Er will sie mitnehmen und von hier verschwinden. Doch er erkennt im letzten Moment, dass es nicht mehr Alex ist…vor seinen Augen zerfällt sie und Tentakel brechen aus ihrem Körper aus. Charlie flieht erneut, angsterfüllt. Er schafft es irgendwie zu entkommen, gelangt an eine Hauptstraße und wird nach ein paar Stunden von einem Trucker mitgenommen. Das Szenario endet damit, dass ihn der Verlust von Alex und die traumatischen Erlebnisse all seine geistige Stabilität kosten. Er geht in den Wald zurück und opfert sich Ush-Tik-A.

Erscheinungsbild

Alone Against The Static umfasst insgesamt 106 Seiten mit 371 Abschnitten, es ist kein Index verfügbar. Da es sich um ein Solo-Abenteuer handelt, ist dieser aber auch gar nicht notwendig.

Das Layout ist sinnvoll gestaltet und ansprechend, der Text ist immer gut lesbar.

Es sind viele vollfarbige Illustrationen enthalten, die die unheimliche Atmosphäre untermalen und den Text auflockern.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Chaosium
  • Autor*in(nen): W. Holland
  • Illustrator*in(nen): Andrey Fetisov, Nicholas Grey, Pat Loboyko
  • Erscheinungsjahr: 2023
  • Sprache: Englisch
  • Format: PDF
  • Seitenanzahl: 106
  • ISBN: 978-1-56882-471-0
  • Preis: 12,94 EUR (PDF), 29,99 EUR (Softcover)
  • Bezugsquelle: DriveThruRPG, Fachhandel

 

Fazit

Alone Against The Static ist ein stimmungsvolles Horror-Solo-Abenteuer im Cthulhu-Universum.

Das Szenario besticht durch sein gutes Storytelling mit vielen spannenden Twists.

Der Autor fängt die unheimliche Stimmung ein, die abgeschiedenen Hütten in dunklen dichten Wäldern innewohnt. Die Verzweiflung und Angst des SC, sei es bei einem unerwarteten nächtlichen Besuch eines Fremden in der Waldhütte, dem Investigieren eines scheinbar unbewohnten Schuppens oder schlussendlich bei der Flucht um Leben und Tod am Ende des Abenteuers, wurde deutlich spürbar, sodass die Spielenden nicht anders können als mitzufiebern.

Kosmischer Schrecken wird auf Videokassetten gebannt.
Kosmischer Schrecken wird auf Videokassetten gebannt.

Der kosmische Horror auf den Videokassetten ist ein überraschendes, neues Element, das super in das 1990er Jahre Setting passt und Spaß macht, zu investigieren.

Es wäre schön gewesen, wenn es mehr Optionen zum Ende des Abenteuers gegeben hätte, da die Möglichkeiten, das Szenario zu beenden, recht begrenzt sind. Auch wären SC mit individuellen Hintergrundgeschichten wünschenswert gewesen. Da sich Alex und Charlie, die zur Auswahl stehenden Investigator*innen, kaum in ihren Fähigkeiten unterscheiden und keine*r von beiden weitere persönliche Merkmale hat, wirken die beiden austauschbar, und das Spielerlebnis bleibt das gleiche, egal, wen von beiden man spielt.

Alles in allem bekommt man für 12,94 EUR ein unheimliches und spannendes Solo-Abenteuer in den 1990er Jahren, das mit einer erstmalig hier neu eingeführten Mythos-Gottheit ein spannendes Bonuselement bereithält.

Ush-Tik-As Videofilme mögen zwar keinen Oskar gewinnen, bei uns erhalten sie aber 4 von 5 Sternen!

  • Gruselige Geschichte mit spannenden Twists
  • Einfaches Handling und guter Aufbau
  • Interessante neue Mythos-Gottheit
 

  • Vorgefertigte Charaktere wirken generisch
  • Anzahl an möglichen Endszenarien ist begrenzt

Artikelbilder: © Chaosium
Layout und Satz: Kai Frederic Engelmann
Lektorat: Rick Davids

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Über die Autorin

Patricia Bourcevet ist leidenschaftliche Pen-and-Paper-Spielerin seit 2013. Mal als Spielerin, mal als Spielleiterin, konnte sie seitdem eine Vielzahl an Regelsystemen und Settings kennenlernen. Als riesiger Fan des kosmischen Horrors hat es ihr Cthulhu besonders angetan.  Sie hat ein großes Herz für Tiere aller Art und arbeitet auch beruflich mit ihnen zusammen. Wenn Sie kein Pen-and-Paper spielt, schreibt sie gerne Horror-Kurzgeschichten.

 

 

1 Kommentar

  1. Spannendes Abenteuer. Schön das mal wieder was aus der „Alone against the …“-Reihe kommt.
    Ist schon bekannt ob/wann eine deutsche Übersetzung kommt?

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