Wie weit würdest du gehen, um deine*n Angebetete*n von deiner Liebe zu überzeugen? Kann Leidenschaft im Angesicht des kosmischen Horrors überhaupt funktionieren? Die in Verzeiht die Liebe alles? vorgestellten Eins-zu-Eins-Szenarien werfen euch in einen Strudel aus Liebe, Eifersucht und, wie sollte es auch anders sein, Furcht vor dem unaussprechlichen Grauen.
Verzeiht die Liebe alles? ist eine Sammlung von Eins-zu-Eins-Abenteuern für das Rollenspiel Cthulhu. Insgesamt sind zwei Szenarien enthalten, die als One-Shots ausgelegt sind. Sie können also an nur einem Spielabend vollendet werden. Eins-zu-Eins bedeutet, dass eine Spielleitung mit nur einer weiteren Person die Geschichten erlebt, ähnlich wie bei Macabre Tales.
Das Konzept überzeugt, denn das Thema Liebe und Eins-zu-Eins-Spielen gehen Hand in Hand.
psychische Krankheiten, Gewalt, Gewalt gegen Tiere, Drogen, Tod
Inhaltsverzeichnis
Die Spielwelt
Beide Szenarien stehen für sich selbst und sollten laut den Autor*innen auch nicht als Mini-Kampagne aneinandergefügt oder in eine bereits laufende Kampagne eingeflochten werden. Das ergibt Sinn, da die verkörperten Investigator*innen in beiden Szenarien eine vordefinierte Hintergrundgeschichte mit festen Beziehungen haben. Wenn die SL dies unbedingt möchte, könnte sie mit viel Biegen und Brechen einen Zusammenhang zwischen den beiden Abenteuern herstellen. Besonders empfehlenswert ist dies aufgrund eben jener Eckdaten der Investigator*innen jedoch nicht.
Die Szenarien sind nach Schwierigkeitsgrad geordnet:

Das erste Szenario Ich liebe dich bis in den Tod von Anna Maria Mazur und Lynne Hardy ist für Spielleitungsneulinge gut geeignet, da es viele Hinweise und Hilfestellungen anbietet und sehr linear strukturiert ist.
Das zweite Szenario, Maske des Verlangens von Airis Kaminska und Lynne Hardy hingegen, bietet mehr Spielraum für Improvisation und Ausgestaltung der Handlungen der Spielenden.
Szenario 1: Ich liebe dich bis in den Tod.
Alte Liebe rostet nicht. Dies, mit einer Prise Versessenheit und ein wenig Mythos-Magie, könnte das Motto des ersten Szenarios, Ich liebe dich bis in den Tod, sein. Wir schreiben den 15. Februar 1929 in Chicago. Den aufmerksamen Lesenden mag vielleicht sofort das berühmte Valentinstag-Massaker in den Sinn kommen, bei welchem die italienischstämmige South-Side-Gang um Al Capone Mitglieder der North-Side-Gang brutal ermordete. Die Angreifer verkleideten sich als Polizisten und täuschten eine Verhaftung vor, wobei sich ihre getäuschten Opfer entwaffnen und mit dem Rücken zu ihnen an eine Wand stellen sollten. Schließlich erschossen die Attentäter alle anwesenden (menschlichen) North-Side-Gang-Mitglieder.
Das Abenteuer startet in einer Privatdetektei. Dessen Inhaber*in, unser SC, verfügt über so einige Kontakte in die Unterwelt Chicagos. Er*sie wird von einer Klientin, der Witwe eines Opfers des Attentats, beauftragt.
Doch es handelt sich nicht um eine dem SC unbekannte Frau, sondern die beste Freundin (oder vielleicht Geliebte?) Hattie aus Kindheitstagen. Zunächst klingt alles nach ganz normaler Detektivarbeit. Schließlich soll der SC nur ihren Schäferhund Highball zu ihr zurückbringen, der momentan in einer Zelle auf dem Polizeirevier auf seinen Tod wartet.

Highball war ebenfalls bei dem Massaker anwesend und hat dieses wie durch ein Wunder (oder war es vielmehr Magie?) überlebt. Aufgrund dieses schrecklichen Erlebnisses zeigt er den Polizisten gegenüber (verständlicherweise) jedoch ein aggressives Verhalten, welches diese als Anlass nehmen, ihn alsbald einschläfern zu wollen. Hattie weiß um die Kontakte des SC zur örtlichen Polizei und hofft, so ihren geliebten Schäferhund zurückzubekommen. Doch schnell eskaliert die Handlung und plötzlich ist Hattie verschwunden. Dann ist da noch der kryptische Brief einer alten verflossenen Liebe, adressiert an den SC, und ein mysteriöser Anhänger an Highballs Hundehalsband. Und was hat es mit dieser geheimnisvollen Wahrsagerin auf sich, die die Damen der Chicagoer Unterwelt mit ihren sich stetig bewahrheitenden Weissagungen in Atem hält?
Szenario 2: Maske des Verlangens.
Masken im Cthulhu Mythos haben schon so manche Investigator*innen auf Trab gehalten. Im zweiten Szenario Maske des Verlangens ist dies ebenso der Fall. Es ist im New York des Jahres 1932 angesiedelt, lässt sich im Gegensatz zum ersten Abenteuer jedoch problemlos in eine andere Zeit und/oder an einen anderen Ort verlegen.
Alles beginnt damit, dass der*die Investigator*in gemeinsam mit seinem*ihrem guten Freund Lucas ihre gemeinsame Freundin Anna zu einer Party einer stadtbekannten Kunstmäzenin begleitet. Dort soll sie sich auf Geheiß ihrer Agentin ein wenig in der Musikszene bekannt machen, denn Anna strebt eine Gesangskarriere an.

Das Vorsingen am nächsten Tag bereitet Anna viele Sorgen, denn sie leidet unter starkem Lampenfieber gepaart mit einem niedrigen Selbstbewusstsein. Schneidet sie gut ab und wird sie in das berühmte Jazzorchester aufgenommen, winkt ihr eine steile Karriere und die Erfüllung eines ihrer größten Wünsche. Lucas hat festes Vertrauen in Annas Fähigkeiten und er empfindet mehr für sie als reine Freundschaft. Deshalb hat er ihr bereits die Agentin finanziert und nun hat er eine weitere Idee, wie er seiner Freundin bei ihrem lästigen Lampenfieber ein wenig nachhelfen kann…
Im Laufe des nächsten Tages fällt dem SC ein mysteriöses Paket in die Hände, dessen Inhalt viele Interessenten zu haben scheint und Lucas wirkt nicht mehr wie er selbst. Am Ende stellt sich dem SC die Frage, wie weit er*sie für die Liebe gehen würde und was es wirklich bedeutet, einen Menschen zu lieben.
Die Regeln
Die Abenteuer sind für das Rollenspiel Cthulhu geschrieben und werden nach dessen Regeln gespielt. Cthulhu-typisch wird also mit einem W100 auf verschiedene Attribute und Fertigkeitswerte gewürfelt. Die Werte geben an, wie hoch die Erfolgschance der Probe ist. Verbleibt die Würfelsumme unter diesen Werten, ist die Probe erfolgreich. Somit lassen sich Erfolg oder Misserfolg gut erkennen. Generell sind die Regeln für Cthulhu nicht zu komplex, sodass sie sich gut von Neulingen dieses Systems aneignen und anwenden lassen.
In den Szenarien werden optionale Glücksregeln verwendet, die zu Beginn auch ausführlich erklärt werden. So können Glückspunkte verwendet werden, um Würfelwürfe und damit das Ergebnis der Probe zu verbessern.
Charaktererschaffung
Für beide Szenarien gibt es keine vorgefertigten Charaktere, diese müssen von den Spielenden zuvor selbst erschaffen werden. Es gibt jedoch Hinweise zur Ausgestaltung der Investigator*innen, sodass der*die Spielende im Vorhinein weiß, welche Fähigkeiten für das Abenteuer relevant werden könnten und dann gezielt Punkte dort hinein investieren kann.
Zum Glück ist die Charaktererschaffung in Cthulhu unkompliziert und geht deshalb schnell von der Hand.
Die Hintergrundgeschichte der SC sowie die Beziehungen zu den NSC des jeweiligen Szenarios sind größtenteils vorgegeben, mit einer Ausnahme: Spielende können selbst entscheiden, wie sie liebestechnisch zu den relevanten NSC stehen. So könne Spielende im zweiten Szenario beispielsweise festlegen, ob sie wirklich nur ein guter Freund von Anna oder gar heimlich in sie verliebt sind. Oder sind sie doch an Lucas interessiert und eifersüchtig auf die Aufmerksamkeit, die er Anna zuteilwerden lässt? Je nachdem wie sich Spielende hier entscheiden, hat dies unterschiedliche Auswirkungen auf die Geschichte und den Fortlauf des Abenteuers. Es ergeben sich so völlig unterschiedliche Motive und daraus resultierend Entscheidungen, die das Abenteuer in vollkommen andere Richtungen führen können.
Spielbarkeit
Der Sammelband wartet mit sehr vielen Hinweisen, Charakterportraits, Hintergrundinformationen und Beschreibungen auf, sodass das Spielleiten einfach von der Hand geht und sich die Geschichten gut aufbauen lassen. Die Szenarien sind sinnvoll strukturiert und die Spielleitung hat, wenn sie sich denn erst einmal durch die Flut an Informationen gewühlt hat, auch zu jeder Zeit einen guten Überblick über alle relevanten Personen und Handlungsstränge. Gelegentliches Blättern ist allerdings notwendig, vor allem wenn es darum geht, Charakterwerte herauszusuchen. Dies hält sich aber in Grenzen. Das Leiten beider Abenteuer hat Spaß bereitet und war zu keinem Zeitpunkt kompliziert oder verwirrend.
Aus Spieler*innensicht kann man sich leicht in die Spielwelt hineindenken. Dies wird durch die Handouts und den Bezug zu den historischen Ereignissen ermöglicht. Aber auch die gut vorbereitete Hintergrundgeschichte der Investigator*innen trägt dazu bei. Obwohl die Vergangenheit der SC größtenteils vorbestimmt ist und viele Beziehungen zwischen SC und NSC von Spielenden nicht verändert werden können, bietet die Erstellung des Charakters dennoch viele Individualisierungsmöglichkeiten. So können Spielende trotzdem einen auf sie zugeschnittenen Charakter spielen. Angenehm ist auch, dass die Beziehungen zu den potenziellen Geliebten nicht ausdefiniert sind und Spielende hier selbst entscheiden können, zu wem sie sich hingezogen fühlen oder eben nicht.
Das Spielen der beiden Abenteuer hat viel Spaß bereitet. Obwohl das erste Szenario sehr linear aufgebaut ist und der*die Spieler*in mehr oder weniger durch die verschiedenen Abschnitte gelotst wird, ergeben sich für den SC trotzdem viele Handlungsmöglichkeiten und es lassen sich viele Zusammenhänge entdecken. An einem Schauplatz muss der SC ein Rätsel lösen, welches erzwungen wirkt und auch nicht wirklich in die Situation passt, in welcher er sich befindet. Für Rätselbegeisterte, die keinen zu großen Wert auf Immersion legen, sollte dies jedoch trotzdem ein Gewinn sein.
Der Aufbau des Abenteuers ist gut gelungen, besonders das Finale ist gut platziert. Darin sieht sich der SC einer ernst zu nehmenden (magischen) Bedrohung gegenüber, die es in irgendeiner Weise zu beseitigen gilt, wenn er seine Freundin Hattie retten möchte. Achtung: Wie so oft in Cthulhu kann hier mit einem unglücklichen Wurf die Geschichte zu Ende sein. Das Finale gibt leider nicht besonders viele Ausgestaltungsmöglichkeiten her, weder für die Spielleitung noch für ihr Gegenüber. Dennoch ist es spannend aufbereitet und ein passendes Ende des Szenarios.
Aufgrund des linearen Aufbaus ist es, wie bereits im Band selbst angekündigt, gut für Spielleitungsneulinge geeignet. Der Bezug zu den historischen Gegebenheiten (Valentinstag-Massaker) ist ein gelungenes Element und trägt sehr zur Immersion bei; zumal die NSC – ja, auch der Hund – die gleichen Namen und Geschichten wie die realen historischen Persönlichkeiten haben.
Das Szenario Maske des Verlangens hat der Spielleitung und dem Spieler des Spieltests am besten gefallen. Die Ausgestaltung der Beziehungen zu Anna und Lucas bestimmen die Motive des SC und führen so zu interessanten Entscheidungen seinerseits und unterschiedlichen Handlungssträngen, die wiederum Auswirkungen auf das Finale haben.
Anna und Lucas sind glaubhafte NSC mit genau dem richtigen Maß an vorgefertigter Hintergrundgeschichte. Die Gegner*innen sind ernst zu nehmende Gefahren, die dem SC das Leben schwer machen und so ein Element der Bedrohung darstellen.
Die Maske als Kernstück des Abenteuers ist ein interessantes magisches Artefakt mit einer spannenden Wirkung. Sie passt gut ins Setting und treibt stets den Plot voran.
Generell bietet dieses Abenteuer viel Improvisationsspielraum, sodass auch gerade das Finale spannend gestaltet und auf den SC abgestimmt werden kann. Wie wird er*sie das moralische Dilemma lösen, das sich am Ende des Szenarios auftut?
Spielbericht
Der folgende Spielbericht enthält naturgemäß Spoiler. Spieler*innen sollten diesen Abschnitt deshalb überspringen.
Zunächst wird der SC erstellt: Ein Privatdetektiv namens Andrew Webster. Der Spieler erhält die Handouts zur Hintergrundgeschichte und findet heraus, dass sein Investigator in seiner Kindheit mit Hattie May und Ellen O’Sullivan befreundet war. Irgendwann verliebte sich Ellen in den Investigator, dieser wies sie jedoch zurück. Die Freundschaft zerbrach. Gleichzeitig verließ Ellen Chicago. Mit Hattie hingegen ist Andrew noch immer sehr gut befreundet. Zudem ist er unglücklich in sie verliebt.
Der Spieler erhält ein weiteres Handout, einen Brief von Ellen. Diese hat die Zurückweisung vor all den Jahren nämlich noch immer nicht verarbeitet und schreibt Andrew regelmäßig Liebesbriefe.
Dann startet das Spiel: Am 15.02.1929 taucht Hattie in Andrews Büro auf und bittet ihn um einen Gefallen. Er nimmt ihren Auftrag ohne zu zögern an. Er soll Highball, ihren Schäferhund, aus der Polizeistation holen und zu ihr bringen.
Hattie ist ganz aufgelöst, denn ihr Ehemann wurde während des Massakers am Valentinstag getötet, nur Highball, der ebenfalls am Tatort war, überlebte. Beim Eintreffen der Polizist*innen zeigte er diesen gegenüber jedoch ein aggressives Verhalten, wurde mitgenommen und soll nun eingeschläfert werden.
Andrew macht sich auf zur Polizeistation, um den Hund mithilfe seiner Kontakte dort herauszuholen. Dies gelingt ihm. Der Hund hört, wenn keine Polizist*innen mehr zugegen sind, auch aufs Wort. Dem Investigator fällt ein Anhänger in Form eines Ankhs an Highballs Halsband auf.
Als Andrew Highball bei Hattie abgeben möchte, erlebt er eine böse Überraschung. Hattie ist nicht zuhause und ihre Wohnungstür steht offen. Andrew durchsucht die Wohnung und findet ein Rätsel, das zu ihrem Tagebuch führt. Andrew stellt das Tagebuch sicher und findet darin Anmerkungen über eine geheimnisvolle Mystikerin, deren Weissagungssitzungen Hattie mit Freundinnen besucht hatte. Außer Hattie scheint ihre Freundin Lucille etwas über diese Frau zu wissen.
Der SC entschließt sich, mit Lucille zu sprechen und sie über die Mystikerin zu befragen.
Lucille ist zunächst verschlossen, mit seinem Charme jedoch gelingt es Andrew, ihr Informationen zu entlocken. Sie meint, dass Hattie wohl das Opfer eines magischen Angriffs der Mystikerin war. Dieser missglückte, sie habe ihrer Freundin aber eine Kette mit einem silbernen Ankh und einen Dolch zukommen lassen, damit diese sich in Zukunft besser schützen könne. Das Verschwinden Hatties bedrückt sie sehr und sie nennt dem Investigator den richtigen Namen der Mystikerin: Ellen O’Sullivan.
Bei Andrew schrillen die Alarmglocken. Er macht sich sofort zur Wohnung von Ellen auf.
Der Investigator knackt gekonnt ihre Wohnungstür, nur um festzustellen, dass diese dort nicht ist. Andrew erinnert sich aber, dass Ellen etwas von einem schönen Ausblick vom Dach geschrieben hatte, und begibt sich auf den Weg nach oben.
Dort angekommen sieht er: Hattie ist gefesselt! Ellen verhöhnt sie. Sie sagt ihr, dass sie sich Hatties Körpers bemächtigen und ihren eigenen Verstand dort hinein transferieren würde. Der Investigator poltert heran und macht Ellen so auf sich aufmerksam.

Ellen rast vor Wut und zaubert. Sie versucht, Andrew zu kontrollieren und diesem zu befehlen, wieder nach Hause zurückzukehren. Sie würde, nachdem sie hier „die Dinge geregelt“ hatte, zu ihm kommen und die beiden könnten dann in Ruhe den Rest ihres Lebens gemeinsam verbringen. Der Investigator kann sich zum Glück ihrer Magie widersetzen und stürzt sich auf Ellen. Es gelingt ihm, sie unschädlich zu machen. Er befreit Hattie und übergibt Ellen der Polizei.
Erscheinungsbild
Der Sammelband ist, mit Ausnahme des Covers und der Rückseite, in schwarz-weiß gehalten, hat die typische Aufmachung der Cthulhu-Bände und ist daher gut zu lesen. Illustrationen sind gelegentlich vorhanden und haben eine gute Qualität. Insgesamt umfasst das Werk 68 Seiten, darauf entfallen aber 13 Seiten mit Handouts, die allesamt eine gute Qualität haben und liebevoll gestaltet sind. Auch die „handgeschriebenen“ Briefe sind in einer gut lesbaren Schrift abgedruckt. Ein Index ist nicht vorhanden, sodass die Spielleitung häufig scrollen oder blättern muss, um die gewünschte Stelle zu finden.
Die harten Fakten:
- Verlag: Pegasus Spiele
- Autor*in(nen): Lynne Hardy, Airis Kaminska, Anna Maria Mazur
- Illustrator*in(nen): Marcin Lesniak, Marcin Bielinski, Marc Hermann et al.
- Erscheinungsjahr: 2022
- Sprache: Deutsch
- Format: PDF, Softcover
- Seitenanzahl: 68
- ISBN: 978-3969280485
- Preis: 9,95 EUR (PDF), 29,95 EUR (Softcover)
- Bezugsquelle: DriveThruRPG, Pegasus Digital, Amazon
Fazit
Mit Verzeiht die Liebe alles? erhalten Spielleitung und der*die Spieler*in zwei stimmungsvolle One-Shot-Abenteuer, denen die Liebe als verbindendes Element zugrunde liegt. Themen wie verflossene Liebe, Versessenheit, Eifersucht, Leidenschaft, magische Artefakte und kosmischer Horror werden zu zwei stimmungsvollen Szenarien verwoben, die der SC gemeinsam mit gut geschriebenen NSC meistern kann. Während Ich liebe dich bis in den Tod aufgrund seiner Linearität gut für Spielleitungsneulinge geeignet ist, setzt Maske des Verlangens vor allem auf ein offeneres Spielerlebnis und bietet viele Möglichkeiten zur Improvisation und Ausgestaltung des Abenteuers.
Beide Szenarien sind sehr gut aufbereitet und recherchiert, sodass die SL wenig Mühe hat, diese vorzubereiten. Die Handouts sind liebevoll und qualitativ gut gestaltet, sodass die Arbeit mit diesen viel Spaß bereitet. Das Konzept des Eins-Zu-Eins Spielens, das heißt eine Spielleitung und ein*e Spieler*in, findet in den Abenteuern eine stimmige Anwendung und erleichtert das Ausspielen von Dialogen und Konflikten. Daher ist dieser Sammelband vor allem für diejenigen zu empfehlen, die Fans des sozialen Spiels sind.
Für 9,95€ erhält man mit Verzeiht die Liebe alles? zwei spannende und gut aufbereitete Abenteuer voller Gefühle, in die man zu zweit mit viel Freude eintauchen kann.
Dieser Sammelband lässt das Herz von Cthulhu-Fans fünfmal schneller schlagen.

- Abenteuer sind gut aufbereitet und recherchiert
- Stimmungsvolle und dramatische Szenarien
- Hohes Potenzial für soziales Spiel
- Aufgrund der ausführlichen Aufbereitung viel Text und Hintergrundinformationen für die SL
- Kein Index vorhanden, daher viel Scrollen
Artikelbilder: © Pegasus Spiele
Layout und Satz: Melanie Maria Mazur
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.
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Über die Autorin
Patricia Bourcevet ist leidenschaftliche Pen-and-Paper-Spielerin seit 2013. Mal als Spielerin, mal als Spielleiterin, konnte sie seitdem eine Vielzahl an Regelsystemen und Settings kennenlernen. Als riesiger Fan des kosmischen Horrors hat es ihr Cthulhu besonders angetan. Sie hat ein großes Herz für Tiere aller Art und arbeitet auch beruflich mit ihnen zusammen. Wenn Sie kein Pen-and-Paper spielt, schreibt sie gerne Horror-Kurzgeschichten.


















