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Irgendwo hat man sie schon mal gesehen: blaue Hefte mit dem Schriftzug PERRY RHODAN. Sind die wöchentlich erscheinenden Hefte Science-Fiction-Romane oder doch Schund? Wir haben den Chefredakteur der Serie interviewt und mit ihm über Deutschlands ältesten Astronauten, Serienkonzeption und gesellschaftliche Einflüsse gesprochen.

Heftromane erscheinen in einer Vielzahl Genres, Liebesgeschichten, Arzterzählungen, Western, Abenteuer auf Burgen und in den Highlands und Expeditionen in den Weltraum. Zu letzteren gehört die Serie Perry Rhodan um den gleichnamigen Astronauten, der seit mittlerweile 1961 ins All aufbricht. Wir haben mit dem Chefredakteur der Serie gesprochen.

Interview

Teilzeithelden: Hallo Klaus, danke, dass du dir die Zeit für uns nimmst. Du bist Chefredakteur der Science-Fiction-Serie Perry Rhodan. Würdest du unserer Leserschaft einmal vorstellen, was deiner Meinung nach das Besondere an der Serie ist?

Chefredakteur Klaus Frick

Klaus: Perry Rhodan ist eine Fortsetzungsgeschichte, in der jede Woche eine neue Geschichte erscheint – alles baut aufeinander auf, spielt im selben Universum und basiert auf denselben Prämissen. Ich glaube, das Besondere liegt darin, dass dieser Rätsel- und Fortsetzungscharakter, den beispielsweise moderne Fernsehserien haben, bei uns seit der ersten Ausgabe vorherrscht. Der Leser fühlt sich in gewisser Weise in unserem Universum daheim, weil er es sehr gut kennt, und er wird jede Woche mit einem neuen Abenteuer in diesem Universum belohnt. Das fasziniert sehr, wenn man sich darauf einlässt, und fesselt einen dann eben jahrelang.

Teilzeithelden: Das geht mir mit manchen Rollenspielen und Serien auch so. Wie wird man Chefredakteur für eine Reihe, die älter ist als man selbst?

Klaus: Ich fing als Jugendlicher damit an, die Serie zu lesen, war zeitweise ein glühender Fan. Als ich andere Science-Fiction kennenlernte, veränderte sich mein Verhältnis zur Serie – ich las sie aber in all den Jahren weiter. In den 80er-Jahren veröffentlichte ich Kurzgeschichten, schrieb für Zeitschriften, redigierte irgendwann Romane. Man kannte mich im Verlag also, seit 1986 war ich zudem freier Mitarbeiter. Als man 1992 einen Lektor für den kurz vorher verstorbenen langjährigen Cheflektor suchte, fiel die Wahl auf mich. 1995 wurde ich dann zum Redaktionsleiter ernannt, seit 1999 bin ich Chefredakteur.

Teilzeithelden: Gratulation zu der langen „Dienstzeit“! Perry Rhodan erscheint ja im Wochenrhythmus. Ich stelle mir die Position eines Chefredakteurs mit diesem Takt auch mit zuverlässigen Autoren recht fordernd vor. Würdest du uns etwas über deinen Alltag als Redakteur erzählen?

Klaus: Die Arbeit an den Texten nimmt ja leider nur einen Teil meiner Arbeit ein, wobei mir das immer noch am meisten Spaß macht. Ich kümmere mich eben auch um Absprachen innerhalb des Verlages oder des Konzerns, beschäftige mich mit vertrieblichen Fragen oder habe Gespräche mit dem Personalleiter und der Geschäftsführung, reise zu Meetings durch die Gegend – all das eben, was die Cheftätigkeiten sind. Zu den Redakteurstätigkeiten gehört dann halt, dass ich mit den Autorinnen und Autoren über ihre Romane spreche, dass ich bei den Exposébesprechungen dabei bin oder auch selbst Konzepte entwickle. Im Prinzip wird bei uns nichts veröffentlicht, was nicht über meinen Schreibtisch gegangen ist.

Teilzeithelden: Klar, die Cheftätigkeiten müssen natürlich auch erledigt werden, ist bei uns Teilzeithelden ja nicht anders. Aber zurück zu Perry Rhodan: Es gibt verschiedene Serien, wie Neo oder Atlan, die neben der Hauptserie stehen. Nicht zu verwechseln sind diese mit Zyklen, die mit einer Serienstaffel vergleichbar eine inhaltliche Klammer bilden. Wie behältst du als Chefredakteur oder auch als Autor und Leser da den Überblick?

Klaus: Ich habe damit – ehrlich gesagt – keine Probleme, auch früher als Leser hatte ich die nicht. Es gibt die Hauptserie, also den wöchentlichen Perry Rhodan, an dem sich alles andere orientiert – diese Serie bildet die Geschichtsschreibung einer Welt, zu der die anderen Romane und Kurzgeschichten das Beiwerk sind. Wenn man das so sieht, kommt man mit Atlan oder einer Miniserie gut klar, finde ich. Perry Rhodan Neo ist dann ja wieder ein eigenes Universum, das für sich stehen muss.

Teilzeithelden: Erinnert mich ein bisschen an die „Lebende Geschichte“ beim Rollenspiel Das Schwarze Auge. Wie läuft die inhaltliche Planung für einen Zyklus der Hauptserie ab?

Klaus: Einmal im Jahr setzen sich die Autorinnen und Autoren sowie die Redaktion zusammen; dabei besprechen wir allerlei Ideen. Meist gibt es schon ein inhaltliches Konzept unserer Exposéautoren – dazu gleich mehr –, welches wir dann in der Diskussion erweitern und verfeinern. Dabei kann sich durchaus auch die gesamte Richtung ändern, das ist alles schon passiert. Auf Basis dieser Autorenkonferenz entwickeln die Exposéautoren die Handlung für die jeweiligen Romane und verfassen die sogenannten Exposés, nach denen die Autoren dann schreiben. So lässt sich der ganze Ablauf grob darstellen; betrachtet man alles genauer, wird es natürlich komplizierter. Wie alles eigentlich.

Teilzeithelden: Können Leser Einfluss auf die Handlung nehmen oder Wünsche äußern?

Klaus: Das passiert ständig. Wir nehmen die Wünsche ernst, erfüllen sie aber nicht sofort. Aber weil seit Jahren immer wieder gefordert wird, das Raumschiff SOL in die Handlung zu bringen, das verschollen ist, haben wir daraus jetzt eine abgeschlossene Science-Fiction-Serie mit zwölf Romanen gemacht, die auch bislang sehr gut ankommt.

Teilzeithelden: Das nenne ich guten Fanservice, nicht jeden Wunsch sofort irgendwie erfüllen, aber die großen Wünsche dann gut geplant und ordentlich umsetzen. Perry Rhodan erscheint seit 1961, dazu die verschiedenen Reihen und Zyklen, das kann auf den ersten Blick etwas abschreckend wirken. Wie steigt man am besten ein? Muss man bei Band 1 von 1961 anfangen?

Klaus: Nein, das muss nicht sein. Das kann man machen, muss man aber echt nicht tun. Ich empfehle als Einstieg beispielsweise Band 3000 – der Roman ist im Februar erschienen, also noch recht neu – oder eben die Miniserie Perry Rhodan – Mission SOL, die eh nur zwölf Bände umfasst. Die Perry Rhodan -Serie wird in Zyklen erzählt, die im Schnitt hundert Romane umfassen. Alle hundert Bände beginnt also ein neuer Handlungsabschnitt, zu dem der Einstieg leichter möglich ist: also zu Band 2900 oder Band 3000 oder Band 3100. Immer wieder bewerben wir aber auch spezielle Romane, die ich für eigenständig genug halte.

PERRY RHODAN und andere Medien

Teilzeithelden: Eine feststehende Zyklus-Länge erleichtert die Konzeption und ist für die Leserschaft gut zu merken: am besten zu einer 100er-Nummer der eigenen Wahl einsteigen. Ich persönlich kenne Heftromane eher aus dem Zeitschriftenregal als aus dem Buchladen, was nach anderen Vertriebswegen aussieht als bei Büchern. Stimmt das?

Klaus: Heftromane sind Zeitschriften, also werden sie über den Zeitschriftenhandel vertrieben. Das ist in der Tat eine völlig andere Vertriebsschiene, die sich fundamental vom Buchhandel unterscheidet. So gibt es beispielsweise keine Vorbestellungen, und wenn ein Roman aus dem Handel verschwunden ist, kann man ihn nicht einfach so nachbestellen (außer bei uns im Shop). Mit den E-Books haben wir jetzt aber Produkte, die eher „buchig“ sind.

Teilzeithelden: Für die ihr aber keine „buchige“ Vertriebsstruktur über den Handel braucht, sondern lediglich einen Online-Shop – praktisch. Was macht man als Leser, wenn man ein Exemplar lesen will, das vor einigen Monaten erschienen ist und nicht die Möglichkeit hat, es in der vollständigen Sammlung in der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar – die mich sehr beeindruckt hat – zu lesen?

Klaus: Man kann ja jederzeit ein E-Book lesen, die gibt es praktisch immer und überall – nur einen Mausklick entfernt und im Shop der eigenen Wahl. Oder man schaut, welche der offiziell vergriffenen Titel noch über unseren Shop oder einen Versandhändler wie Transgalaxis nachgeliefert werden können.

Teilzeithelden: Wie positioniert sich eine so lange laufende Reihe angesichts neuerer Science-Fiction-Erfolge in Film- oder Seriengestalt oder auch im Computerspiel?

Klaus: Das ist tatsächlich eines unserer großen Probleme – unser letztes großes Computerspiel kam 2008 heraus, und im Filmbereich sind wir nicht vertreten. Wir sind eigentlich „nur“ ein literarisches Thema und das ist in Zeiten, wo Romane von George R. R. Martin mit „bekannt aus Game Of Thrones“ vermarktet werden, schon recht kritisch.

Teilzeithelden: Gibt es Bestrebungen, Perry Rhodan als Film oder Serie zu bringen? Einige andere Science-Fiction-Welten sind vor allem aus diesen Formaten bekannt und auch ein Spiel wie Warhammer 40.000 wird nun als Serie umgesetzt.

Klaus: Diese Bestrebungen gibt es seit vielen Jahren; es gibt leider kein konkretes Ergebnis, weshalb ich das Thema gern meide. Wenn es konkret wird, kann man ja auch konkret berichten. Pläne und Absichten sind immer ein wenig heikel. Ein internationaler Produzent hat derzeit die Rechte für eine Fernsehserie erworben – mehr kann ich dazu nicht sagen.

Teilzeithelden: Also abwarten und entsprechende Kanäle im Auge behalten. Gibt es Planungen für spielerische Umsetzungen, sei es ein Computer- oder ein Rollenspiel? Das letzte Rollenspiel mit Perry-Rhodan-Bezug ist ja schon eine Weile her.

Klaus: Es gibt hierzu keine konkreten Pläne; die Frage ist ja immer, wer sich um welches Thema kümmert – und derzeit hat von uns niemand die Zeit, sich intensiv mit einem solchen Projekt zu beschäftigen. Ich hätte gern ein schönes Computer- oder Browserspiel, und gegen ein vernünftiges Rollenspiel hätte ich natürlich nichts einzuwenden.

PERRY RHODAN und gesellschaftliche Themen

Teilzeithelden: Studios und Verlage, ihr habt’s gehört. Heftromanen wird ja immer mal wieder vorgeworfen, sie seien keine „richtigen“ Bücher, sondern Schund. Trotzdem haben einige bekannte Autorinnen und Autoren für Perry Rhodan geschrieben, beispielsweise Liza Grimm oder Markus Heitz. Waren das Ehrengäste oder war Perry Rhodan für sie in der Frühzeit ihrer Karriere ein Einstieg, wie es die Das Schwarze Auge-Romane für einige wie beispielsweise Andreas Brandhorst waren?

Klaus: Autorinnen wie Tanja Kinkel oder Liza Grimm sowie Autoren wie Markus Heitz, Andreas Brandhorst, Richard Dübell oder Gisbert Haefs schrieben als sogenannte Gastautoren für uns. Wir sprechen immer wieder Autorinnen und Autoren an, ob sie Lust haben, mal einen speziellen Beitrag für uns zu verfassen. Meist haben sie in ihrer Jugend oder zu einem anderen Zeitpunkt ihrer Vergangenheit unsere Serie gelesen und wissen Bescheid. Es macht ihnen dann großen Spaß, sich in etwas zu bewegen, das sie vielleicht in ihrer schriftstellerischen Entwicklung geprägt hat.

Teilzeithelden: Klingt nach Win-Win für beide Seiten. Meinst du, dass Perry Rhodan die deutschsprachige Science-Fiction beeinflusst hat?

Klaus: Indirekt sicher. Die Serie hat die Science-Fiction-Vorlieben von vielen Lesern beeinflusst – und auf diesem Weg dann auch Autorinnen und Autoren. Ich kann das aber nicht seriös einschätzen.

Teilzeithelden: Beeinflussen umgekehrt gesellschaftliche Debatten und Themen die Entwicklung von Perry Rhodan und der Serie? Die politischen Blöcke der Hintergrundwelt passen ja zum damaligen Kalten Krieg und dem Rennen zum Mond in der Früh- und Entstehungszeit der Reihe.

Klaus: Die Serie hat sich immer mit Gegenwartsthemen auseinandergesetzt, mal so, mal so. In den 60er-Jahren wurde der Kalte Krieg reflektiert, in dem man auf viel Action und Militär gesetzt hat. Auch die gesellschaftlichen Themen spiegelten sich wider, wenn man sich beispielsweise die Rolle von Frauen ansieht. Andererseits hatte die Serie von Anfang an Menschen aus Afrika oder Asien als wichtige Figuren, die gegenüber den üblichen weißen Hauptdarstellern gleichwertig dargestellt wurden. Später veränderten sich die gesellschaftlichen Formen, auch die politischen Themen wandelten sich: in den 80er-Jahren orientierte sich die Serie offenbar an der damaligen Öko-Welle, in den 90er-Jahren spiegelte sich der Zerfall von Staaten im ehemaligen Ostblock wieder.

Teilzeithelden: Also ein bisschen wie bei Star Trek. Science-Fiction gilt einigen als reine Männerdomäne, man denke nur an die Geschichte mit der Autorinnenliste auf Wikipedia. Wie ist das bei Perry Rhodan? Der Reihe wurde ja durchaus vorgeworfen, altmodisch und sexistisch zu sein.

Klaus: Ich glaube, heute kann man das der Serie nicht mehr vorwerfen. Für uns schreiben Autorinnen, die selbstbewusst sind und die sich gegen klischeehafte Frauenfiguren verwehren. Früher war die Serie ein Kind ihrer Zeit: Frauen wurden in der klassischen Männer-Unterhaltung jener Zeit aus der Ferne bestaunt und bei Gelegenheit gerettet. Das hat sich alles geändert, denke ich – die 60er-Jahre sind schon eine Weile her.

Teilzeithelden: Wenn ich mir anschaue, wer aktuell für euch schreibt, dann sind definitiv Autorinnen dabei, von denen ich mir nicht vorstellen kann, dass sie hilflose Heimchen am Herd schreiben. Wer liest Perry Rhodan? Bei Heftromanen denkt man ja schnell an Senioren und schmuddelige Bahnhofsbuchhandlungen. Dabei sind ja aktuell Astronauten unter anderem dank Alexander Gerst in den Medien doch wieder sehr präsent und auch bei Kindern wieder beliebt.

Klaus: Der durchschnittliche Perry Rhodan-Leser ist männlich und zwischen 45 und 55 Jahre alt. Wir haben auch Jungleser, können dazu aber keine Statistik zeigen – die E-Book-Kunden sind für uns noch nicht so richtig greifbar, um ein Beispiel zu geben. Und „schmuddelige“ Bahnhofsbuchhandlungen gibt’s doch schon lange nicht mehr! Schaue ich mir Bahnhofsbuchhandlungen in großen Städten wie Köln oder München an, sind die mir lieber als manche literarische Buchhandlung in einer Fußgängerzone – die Auswahl ist sehr groß, die Einrichtung piekfein sauber.

Der Mensch hinter dem Redakteursposten

Teilzeithelden: Da hast du natürlich recht. Viele unserer Leser und Leserinnen kommen aus dem Rollenspielbereich, weswegen sie sicher auch deine Bezüge zu diesem Hobby interessieren dürften. Spielst du Rollenspiele?

Klaus: Tatsächlich habe ich das früher gern getan, aber in den 80er-Jahren damit aufgehört.

Teilzeithelden: Das ist eine ganze Weile her, da konnten einige von uns Teilzeithelden noch nicht mal einen Würfel halten. Welche Systeme hast du gespielt?

Klaus: Das war zu einer Zeit, als es nur D&D gab. Wir spielten meist mit Regeln, die sich jemand selbst ausgedacht hatte. Ich fand das sehr kreativ, mir machte das großen Spaß. Ab Mitte der 80er-Jahre, als in meiner Wahrnehmung die Regelfanatiker überhand nahmen, verlor ich die Freude am Rollenspiel.

Teilzeithelden: Das klingt nach einer sehr spaßigen Möglichkeit und genau darum geht es beim Rollenspiel ja. Warst du eher Spielleiter oder Spieler?

Klaus: Zeitweise war ich auch Spielleiter, meist aber Spieler.

Teilzeithelden: Neben deiner Tätigkeit als Redakteur für Perry Rhodan bist du auch als Autor über Afrika tätig. Wie kam es dazu?

Klaus: Ich habe seit den 80er-Jahren einige lange Reisen in afrikanische Länder unternommen – mit dem Rad, per Anhalter, per Bahn oder mit dem Buschtaxi. Da lernt man einiges, man sieht einiges. Und weil ich immer wieder Geschichten darüber schrieb, entstand irgendwann die Idee, daraus ein Buch zu machen.

Teilzeithelden: Helfen dir diese Afrika-Erfahrungen oder deine Punk-Vergangenheit bei deiner Tätigkeit für Deutschlands ältesten Astronauten?

Klaus: Das kann man kaum sagen. Ich würde sagen, das passt gut zusammen – es sind alles Bestandteile desselben Charakters. Die meisten Leute haben mehrere Seiten, und so ist das bei mir eben auch.

Teilzeithelden: Einseitige Menschen wären ja auch langweilig. Gibt es ein Buch der Phantastik, dass du allen ans Herz legen möchtest? Ja, das darf auch ein besonders guter Perry-Rhodan-Titel sein.

Klaus: Der Perry Rhodan -Roman, der mich als Jugendlicher am meisten begeistert hat, ist Aphilie; das war Band 700, dort wurde eine Menschheit ohne Liebe in die Handlung eingeführt. Das war definitiv keine „Schundliteratur“ mehr. Den Roman würde ich jederzeit empfehlen. Was die allgemeine Phantastik angeht, habe ich keinen Lieblingstitel. Ich würde immer sagen: Lest Kurzgeschichten von Ray Bradbury – das ist wohl immer noch mein Lieblingsautor!

Teilzeithelden: Bradburys Kurzgeschichten lohnen sich immer. Gibt es sonst noch etwas, das du der deutschsprachigen Phantastik mit auf den Weg geben möchtest?

Klaus: Dazu fühle ich mich nicht berufen. Das klingt jetzt vielleicht blöd, aber ist so.

Teilzeithelden: Ich bedanke mich im Namen von Teilzeithelden ganz herzlich bei dir für dieses Interview, wir sehen uns hoffentlich auf einer Messe oder einem anderen buchigen Treffen.

Gewinnspiel

Schickt uns die Antwort auf folgende Frage mit dem Betreff „Perry Rhodan“ bis zum 30. September 2019 an kontakt@teilzeithelden.de.

Wir verlosen unter allen Teilnehmern jeweils eines von drei Perry-Rhodan-Hörbuch-Paketen im Wert von jeweils 150 EUR!

Wann wurde das letzte große Computerspiel zu Perry Rhodan veröffentlicht?

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es gelten unsere Teilnahmebedingungen.

Fotografien: © Klaus N. Frick, Bearbeitung: Melanie Maria Mazur

1 Kommentar

  1. Gegrüßt Würfelkriegerin.
    Schönes Interview mit KNF, dem Mächtigen (hinter) der Serie*. Selbst seine punky Seite wurde ins Licht geholt.
    Inwieweit bist du selber Leserin (oder alternativ seit über 600 heftromanen genauso gut möglich auch Hörerin), Marie?
    Einziger Zusatz, dass es neben dem eigenstrukturellen Vertriebsweg für Heftromane (zzgl. eBooks dieser) auch den regulären des Buchhandels in Form immer mal wieder verfasster Taschenbuch-Reihen (aktuell: Die Dunkelwelten-Trilogie

    ) und vor allem der sog. Silberbände gibt, man quasi multivertriebisch (Gibt’s das?^^) unterwegs ist:

    Diese (bearbeiteten) Heftromanzusammenfassungen haben inzwischen eine kolossale Zahl erreicht, dass es mutmaßlich die größte/längste SF-Buchromanserie der Welt sein dürfte, die sich jährlich um 4 Exemplare vergrößert (womit weitere 25-30 Heftromane „verbucht“ worden wären). Kurs147
    https://perry-rhodan.net/aktuelles/news/neues-aus-der-werkstatt-der-silberb%C3%A4nde-band-147-0
    Und für proaktive Rollenspielende mag die letzte RPG-Publikation zu PR schon zu lange her sein und es daher nicht mehr als „living“ geführt werden, ABER ein RPG gibt’s ja dennoch und auf Midgard basierend soll es trotzdem:-P spielbar sein

    Angesichts der Perryversumsgröße durch Raum UND Zeit die Frage und Schwierigkeit (m.E.), wieviel man zu einer Epoche rausbringen kann&soll, was eine gesamte DSA-Edition umfassen könnte, oder ob man lieber „springt“ und Epochen/Zyklen damit nur anreißt, dafür mehr Handlungsschauplätze&-zeiten eröffnet, die aber wiederum oft nicht kompatibel zueinander sind (Technik, verstorbene Figuren, da noch unbekannte/vergessene Völker usw.). Da kann man sich schnell verlieren, selbst wenn man sich „nur“ auf die beliebtesten Zyklen fokussiert.

    @Gewinnspielfrage: FRECH, dass man das Interview gelesen haben muss, um sofort antworten zu können. Voll der Lesezwang hier :-D Ja etwas skurril, dass sich eine derart vielschichtige SF-Serie (seit so langer Zeit) so schwer tut, dort mal wieder einen Titel zu landen. Vom ultimativen Egoshooter – Haluter in Drangwäsche

    – über raumzeitliche Aufbaustrategiespiele, strategisch-taktische Konfliktsimulationen, RPGeskere Varianten, Kriminalfälle ist alles schon geschrieben worden und wäre verspielbar. Aber auch analog tut sich da wenig bis zuletzt nichts:-(

    Famal Gosner

    *Nein, nichts von wegen „Macht mit ihm ist“, sondern als Teil der Hohen Mächte, die im perryversalen/kosmologischen Überbau auf die Niederungen von Perry&Freunde hinabwirken:-)

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