Das dekadente Heer der Hedonites of Slaanesh kämpft nicht für Macht oder Ruhm, sondern für den vollkommenen Exzess. Mit betörender Eleganz, übernatürlicher Geschwindigkeit und tödlicher Präzision locken sie ihre Feinde ins Verderben. Wer ihrem verführerischen Ruf folgt, findet nur ewige Verdammnis im Namen Slaaneshs.
Mit dem neuen Kriegsbuch der Hedonites of Slaanesh erscheint auch die Box des dekadenten Heeres. Neben beeindruckenden Modellen enthält sie einen berühmten Helden, der die Streitmacht verstärkt. Doch wie schlägt sich die Zusammenstellung auf dem Schlachtfeld? Ein genauer Blick auf Stärken, Schwächen und Potenzial wird es offenbaren.
Krieg, Lust, Tod, Gewalt, Schmerz, Fanatismus
Die Hedonites of Slaanesh zählen zu den gefürchtetsten Streitmächten der Reiche der Sterblichen. Getrieben von unstillbarer Leidenschaft und dem Streben nach vollkommener Perfektion ziehen sie in den Krieg. Kein Heer verkörpert diese Ideale jedoch so sehr wie das dekadente Heer des schillernden Kriegsherrn, Prinz Sigvalds. Seine Anhänger verehren jede Form des Exzesses und verlieren sich mit jeder Schlacht tiefer in den Lastern ihres Gottes. Doch ihre Waffen sind nicht nur Klingen und Speere. Mit Verführung, Versuchung und übernatürlichem Charisma bringen sie ganze Völker dazu, sich freiwillig dem Dunklen Prinzen hinzugeben.
Besonders genießt Slaanesh jene Momente, in denen Sigvald nach einem blutigen Sieg triumphierend in eine eroberte Stadt einzieht, die Symbole der Stormcast Eternals entweiht und sie in ein Monument hemmungsloser Ausschweifung verwandelt. Gebete an den Dunklen Prinzen erfüllen die Straßen. Sigvald selbst betrachtet sich als Slaaneshs vollkommensten Auserwählten und duldet weder Rivalen noch Gleichgestellte an seiner Seite – nur vollkommene Hingabe zählt.
Hedonites of Slaanesh – Zwischen Euphorie und Schmerz

Als Anhänger des Dunklen Prinzen schlagen die Hedonites of Slaanesh ihre Schlachten anders als die elitären Stormcast Eternals. Um ihrer Sucht nach Exzess und Sinnesrausch zu frönen, greifen sie oft zu subtileren Waffen als bloßer Gewalt, wie Verrat, Verführung und die Verheißung göttlicher Gaben.
Auf dem Schlachtfeld jedoch zeichnen sich die Hedonites durch Geschwindigkeit, Eleganz und tödliche Präzision aus. Anstatt gegnerische Einheiten mit roher Gewalt zu überwältigen, setzen sie auf schnelle Vorstöße, geschickte Flankenangriffe und eine Vielzahl von Fähigkeiten, die Feinde schwächen und die eigenen Truppen stärken. Ihre Krieger und Dämonen bewegen sich mit beinahe übernatürlicher Anmut und schlagen dort zu, wo feindliche Truppen am verwundbarsten sind. Sie verführen gern die Bewohner ganzer Landstriche mit den Geschenken Slaanesh, mit der Verheißung all ihre Wünsche zu erfüllen, nur um sie dann ewig an den Dunklen Prinzen zu binden und seinem Exzess zu dienen. Prunkvolle Rüstungen, extravagante Verzierungen und dämonische Kreaturen spiegeln die Dekadenz und Maßlosigkeit ihres Gottes wider. Hinter der schillernden Fassade verbirgt sich jedoch eine dunkle Wahrheit: Die Diener Slaaneshs werden von einem unstillbaren Verlangen angetrieben, das niemals gestillt werden kann. So jagen sie immer neuen Empfindungen nach und hinterlassen auf ihrem Weg Wahnsinn, Leid und Verderbnis.
Der Kommandant des dekadenten Heers – Sigvald

Kaum eine Gestalt verkörpert die Verderbnis Slaaneshs so vollkommen wie Sigvald, Prinz des Slaanesh. Seine übernatürliche Schönheit ist in den Reichen der Sterblichen ebenso legendär wie seine grenzenlose Eitelkeit. Wo andere in ihm einen charismatischen Anführer sehen, erkennen seine Feinde einen selbstverliebten Tyrannen, dessen makelloses Äußeres nur die Fassade einer zutiefst verdorbenen Seele ist. Schon lange bevor er sich dem Dunklen Prinzen verschrieb, war Sigvald von Gier, Narzissmus und dem unstillbaren Verlangen nach immer neuen Ausschweifungen getrieben. Kein Wunsch blieb unerfüllt, keine Begierde war ihm zu abwegig. Gerade diese Rücksichtslosigkeit machte ihn zu einem der größten Lieblinge Slaaneshs. Als Gegenleistung für seine Seele erhielt Sigvald ewige Jugend und unzählige dämonische Gaben, solange er den Weg des Exzesses niemals verlässt.
Seit seiner Wiedergeburt ist Sigvald stärker als je zuvor. Dämonische Hörner krönen sein Haupt, während seine unstillbare Selbstverliebtheit immer groteskere Ausmaße annimmt. Selbst Spiegel scheinen in seiner Nähe ihre Schönheit zu verlieren, denn nur Sigvald hält sich für würdig, wahre Perfektion zu verkörpern. Lediglich eine einzelne Narbe erinnert ihn an seine einstige Niederlage, ein Makel, der tief in ihm brennt.
Das Dekadente Heer – Inhalt der Box

Mit dem Erscheinen des neuen Kriegsbuchs der Hedonites of Slaanesh veröffentlichte Games Workshop gleichzeitig eine thematisch stimmige Armee-Box, die sich hervorragend als Einstieg in die Fraktion eignet. Im Mittelpunkt steht das dekadente Heer, angeführt von niemand Geringerem als Sigvald, einer der bekanntesten und schillerndsten Figuren des gesamten Age of Sigmar-Universums. Bereits in der Welt-die-war galt Sigvald als berüchtigter Champion Slaaneshs. Seine unstillbare Eitelkeit, sein Streben nach Perfektion und seine kompromisslose Hingabe an den Dunklen Prinzen machen ihn bis heute zum idealen Anführer dieser Streitmacht.

Unterstützt wird Sigvald von einer abwechslungsreichen Auswahl an Einheiten. Die Silbergleven-Jäger bilden eine schnelle und elegante Elite, während die Schmerzboten mit ihrer hohen Beweglichkeit den Gegner unter Druck setzen. Für Fernkampfunterstützung sorgen die Giftdorn-Schützen, die bereits auf Distanz gefährlich werden können. Komplettiert wird die Streitmacht durch die wilden Slaangor-Scheusale, deren brutale Angriffe einen spannenden Kontrast zur anmutigen Erscheinung der übrigen Armee bilden.
Insgesamt bietet die Box einen gelungenen Querschnitt durch die Einheiten der Hedonites of Slaanesh. Sie verbindet ikonische Modelle mit unterschiedlichen Spielstilen und vermittelt bereits beim Zusammenbau und Bemalen den einzigartigen Charakter der Fraktion.
Das dekadente Heer – Zusammenstellung der Box
- 1 Sigvald, Prinz des Slaanesh (240 Punkte)
- 5 Silbergleven-jäger (170 Punkte)
- 5 Myrmidesh-Schmerzboten (120 Punkte)
- 11 Giftdorn-Schützen mit Giftmischer-Homunkulus (140 Punkte)
- 3 Slaangor-Scheusale (140 Punkte)
Stärken und Schwächen – Ein Blick auf die Einheiten der Box
Den Mittelpunkt des dekadenten Heeres bildet Sigvald, Prinz des Slaanesh. Der legendäre Champion gehört seit vielen Jahren zu den bekanntesten Charakteren im Warhammer-Universum und beeindruckt sowohl mit seinem Hintergrund als auch auf dem Schlachtfeld. Defensiv verfügt Sigvald über einen soliden Schutzwurf, der durch seine Rettung 4+ zusätzlich verstärkt wird. Dadurch kann er selbst misslungene Schutzwürfe häufig noch abwenden und bleibt deutlich länger im Kampf als sein elegantes Erscheinungsbild vermuten lässt.
Im Nahkampf zeigt Sigvald seine wahre Stärke. Bereits ohne besondere Effekte erreicht er ein Schadenspotenzial von bis zu 12 Schadenspunkten, die dank Wucht 2 auch schwer gepanzerte Gegner zuverlässig durchdringen. Besonders gefährlich wird er jedoch, wenn ihm ein Angriffswurf von 6+ gelingt. Dann richtet sich seine Anzahl an Attacken nach dem Würfelergebnis, wodurch bis zu 12 Angriffe und ein theoretisches Schadenspotenzial von 24 Wunden möglich sind. Sigvald eignet sich daher hervorragend, um feindliche Eliteeinheiten oder gegnerische Helden gezielt auszuschalten. Seine größte Schwäche bleibt jedoch der Ausdauerwert von lediglich 7 sowie seine eher durchschnittliche Bewegungsreichweite von 6 Zoll, die eher dem Tempo gewöhnlicher Infanterie entspricht.

Die Silbergleven-Jäger gehören zu den schnellsten Nahkampfeinheiten der Hedonites of Slaanesh. Mit einer Bewegungsreichweite von 14 Zoll können sie das Schlachtfeld rasch überqueren und früh Druck ausüben. Trotz ihres eher schwachen Schutzwurfs sorgt ein Ausdauerwert von 4 dafür, dass sie meist lange genug überleben, um ihr Ziel zu erreichen. Ihr Schadenspotenzial ist solide, ihre größte Stärke liegt jedoch im Ausschalten gegnerischer Fernkampfeinheiten oder dem schnellen Erobern wichtiger Missionsziele. Alternativ lässt sich der Bausatz als Giftdorn-Jäger bauen, die eine mobile Fernkampfoption darstellen. Beide Varianten eignen sich hervorragend für Flankenangriffe, sollten längere Nahkämpfe im Zentrum der Schlacht jedoch möglichst vermeiden.

Die Myrmidesh-Schmerzboten bilden den widerstandsfähigsten Teil des dekadenten Heeres. Mit einem starken Schutzwurf von 3+ und einem Ausdauerwert von 2 halten sie selbst heftigen Angriffen lange stand. Obwohl ihre elegante Rüstung und geschwungenen Klingen offensives Potenzial vermuten lassen, entfalten sie ihre größte Stärke beim Halten von Missionszielen. Werden sie angegriffen, erhalten sie zusätzlich eine Rettung 5+, was ihre Standfestigkeit weiter erhöht. Alternativ kann der Bausatz als Symbaresh-Zwillingsseelen gebaut werden. Diese Nahkampfspezialisten steigern ihr Schadenspotenzial mit jedem erlittenen Verlust und werden dadurch im Verlauf einer Schlacht zunehmend gefährlicher.
Die Giftdorn-Jäger übernehmen den Fernkampfpart des dekadenten Heeres. Ihren Namen tragen sie zu Recht, denn sie überziehen ihre Gegner mit einem tödlichen Hagel vergifteter Pfeile. Dank ihres guten Trefferwerts landen sie zuverlässig Treffer, die sich durch ihre besonderen Fähigkeiten sogar in automatische Verwundungen verwandeln können. Selbst im Nahkampf können sie ihre Bögen noch effektiv einsetzen und bleiben dadurch flexibel. Allerdings teilen sie die typische Schwäche vieler Fernkampfeinheiten, ihr geringer Schutzwurf macht sie anfällig für gegnerischen Beschuss oder schnelle Kavallerieangriffe. Am wirkungsvollsten agieren sie daher hinter einer schützenden Linie aus Nahkampfinfanterie, die ihnen den nötigen Freiraum verschafft.
Slaangor-Scheusale bringen die wilde und unberechenbare Seite des dekadenten Heeres auf das Schlachtfeld. Als aggressive Nahkämpfer entfesseln sie eine wahre Flut an Attacken und können gegnerische Einheiten schnell unter Druck setzen. Ihre größte Stärke liegt jedoch in ihrer Fähigkeit Hinterhalte zu legen. Sie dürfen die Schlacht in Reserve beginnen und später über eine Spielfeldkante erscheinen. Dadurch umgehen sie feindliche Frontlinien, bedrohen ungeschützte Missionsziele oder greifen verwundbare Einheiten im Rücken an. Besonders effektiv sind sie gegen gegnerische Infanterie, die sie leichter verwunden können. Ihr Schutzwurf fällt zwar eher schwach aus und macht sie anfällig für Beschuss, doch ihr ordentlicher Ausdauerwert sorgt dafür, dass sie selbst konzentriertes Feuer häufig überstehen und dennoch gefährlich bleiben.
- Verlag: Games Workshop
- Erscheinungsjahr: 2026
- Sprache: Deutsch/Englisch
- Spieler*innen-Anzahl: 2
- Alter: ab 12
- Preis: Armee Box: Das dekadente Heer 170 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi
Fazit

Der Spagat zwischen Hintergrundgeschichte und Regeln ist Games Workshop mit der Box des dekadenten Heeres gelungen. Der fanatische Charakter der Hedonites of Slaanesh ist hervorragend umgesetzt und die Auswahl der Miniaturen bietet einen gelungenen Querschnitt durch die Fraktion. Ob schnelle Angreifer, widerstandsfähige Infanterie, mobile Fernkämpfer oder einen mächtigen Helden, die Box bietet viel Spaß für interessierte Spieler*innen.
Dennoch ist die Box kein Selbstläufer. Ein Großteil der Einheiten setzt auf Geschwindigkeit und geschicktes Positionieren, anstatt gegnerische Angriffe einfach einzustecken. Fehler bei der Bewegung oder eine ungünstige Aufstellung können schnell dazu führen, dass wichtige Einheiten durch konzentrierten Beschuss oder harte Nahkämpfer ausgeschaltet werden. Vor allem die Silbergleven-Jäger, Giftdorn-Jäger und Slaangor-Scheusale verlangen ein gutes Timing und eine überlegte Spielweise. Wer jedoch die Stärken der Fraktion nutzt, erhält mit dieser Box einen hervorragenden Einstieg in die Hedonites of Slaanesh. Sie überzeugt nicht nur durch ihre spielerische Vielfalt, sondern auch durch ihre außergewöhnlich gelungenen Miniaturen. Für Einsteiger*innen bietet sie einen soliden Grundstock, während erfahrene Spieler*innen mehrere der enthaltenen Einheiten problemlos in bestehende Armeen integrieren können. Insgesamt ist das dekadente Heer damit eine gelungene Armee Box, die den Spielstil Slaaneshs sowohl optisch als auch spielerisch eindrucksvoll widerspiegelt.

- Gelungene Umsetzung von Hintergrundgeschichte zu einer Armee Box
- Eignet sich zum Start der Fraktion
- Keine Zauberer
- Anfällig für Beschuss
Artikelbilder: © Games Workshop Ltd.
Layout und Satz: Mika Eisenstern
Lektorat: Sabrina Plote
Fotos: Christian Kallweit
Miniaturen Bemalung: Jenny Paintpaw
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt
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