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Zauberwettstreit im bösen Magieturm! In Incantibus kämpfen bis zu vier Zaubernde darum, die nächste große Nummer im Magischen Orden zu werden. Dazu kämpfen sie sich gleichzeitig durch acht Turmgeschosse, sammeln Alchemiezutaten, Gold, Waffen und Monster, um am Ende die dunklen Zaubernden in der Krypta des bösen Turms zu besiegen.

Incantibus verspricht als familienfreundliches Spiel mit Set-Collecting-Elementen schnelle und unkomplizierte Action auch für jüngere Spielende. Anders als bei Tricky Treats oder Map Masters stehen hier schnelle Spielrunden und blitzschnelle Entscheidungen im Vordergrund. Zwei bis vier Spielende jagen als Zaubernde durch einen magischen Turm, sammeln Ressourcen in Form unterschiedlicher Marker und verstauen sie in ihren Zaubertaschen, um am Ende mehr Magiepunkte als die anderen Mitspielenden zu besitzen.

Triggerwarnungen

keine typischen Trigger

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Spielablauf

Vorbereitung

Die Vorbereitung einer Partie Incantibus ist schnell erledigt. Die Spielverpackung, die an ein großes Zauberbuch erinnert, wird aufgeklappt, das Material kurz sortiert und verteilt. Die Spielenden erhalten einen von vier Zauberstäben und eine Zaubertasche. Die Spielschachtel selbst dient als Spielfeld, gleichzeitig werden dort alle notwendigen Marker verstaut.

Der Spielaufbau für vier Spielende.  
Der Spielaufbau für vier Spielende.

In der Mitte der Schachtel befindet sich eine Aussparung, in der die Elemente des magischen Turms, der im Spielverlauf durchsucht wird, eingelegt werden. Dazu werden die Turmplättchen gemischt und mit der Vorderseite nach unten in die Schachtel gelegt. Um den Turm herum befindet sich der Wassergraben, in dem nicht mehr benötigte oder anderweitig entsorgte Marker im Spielverlauf versenkt werden. An den Rändern bleibt das übrige Spielmaterial sicher und griffbereit verstaut. Der Deckel bleibt aufgeklappt und bildet so eine Ablage für weitere Marker und Karten.

Die Zauberstäbe unterscheiden sich in der Anzahl der am Griff befindlichen Ringe. Je mehr Ringe, desto mächtiger der Zauberstab und desto leichter ist es, die passenden Ressourcen zu sammeln.

Ablauf einer Runde

Sind alle Spielenden mit dem Start-Material versorgt, wird der erste Raum des Turms aufgedeckt. Auf jedem Turmplättchen sind die Anzahl und Art der Ressourcen angegeben, die in diesem Raum zu finden sind. Die passenden Marker werden direkt auf das Plättchen gelegt. Einige von ihnen sind offen, andere verdeckt. Zu sammeln gibt es Goldstücke, alchemistische Zutaten, Waffen, Monster und Zauber.

Verschiedene Marker bieten unterschiedliche Ressourcenarten. 
Verschiedene Marker bieten unterschiedliche Ressourcenarten.

Die Ressourcen haben verschiedene Funktionen: Goldstücke liefern Magiepunkte, die zum Sieg benötigt werden. Alchemistische Zutaten werden benötigt, um Zaubertränke zu brauen, die ebenfalls Magiepunkte einbringen. Mit Waffen können Monster gefangen werden und Schriftrollen lösen besondere Effekte aus. Außerdem benötigt man eine bestimmte Menge einer Ressource, um die bösen Zaubernden in der letzten Spielrunde zu besiegen.

Jede Ressource hat einen oder mehrere zugewiesene Plätze in der Zaubertasche und kann nicht unbegrenzt gesammelt werden.

In der Zaubertasche werden die Ressourcen aufbewahrt.
In der Zaubertasche werden die Ressourcen aufbewahrt.

Ist der Turmraum vorbereitet und alle Spielenden bereit, gibt die Person mit dem mächtigsten Zauberstab das Startsignal. Auf dieses Signal hin zeigen alle Spielenden gleichzeitig auf den Marker, den sie in dieser Runde gern einsammeln möchten. Zeigen zwei oder mehr Spielende auf denselben Marker, erhält die Person mit dem mächtigsten Zauberstab die Ressource, die anderen gehen leer aus. Danach müssen allerdings die Personen mit dem stärksten und dem schwächsten Zauberstab ihre Stäbe tauschen, wenn sie an der Pattsituation beteiligt waren.

Die Stärke des Zauberstabs hängt von der Anzahl der Ringe ab. 
Die Stärke des Zauberstabs hängt von der Anzahl der Ringe ab.

Statt Ressourcen einzusammeln, können Spielende ihre alchemistischen Zutaten auch nutzen, um einen Zaubertrank zu brauen und damit später eine*n der bösen Zaubernden zu bekämpfen. Eingesetzte Ressourcen werden im Wassergraben versenkt und stehen für den Rest des Spiels dann nicht mehr zur Verfügung.

So wird Runde um Runde gesammelt, bis im aktuellen Raum nur noch eine oder keine Ressource mehr vorhanden ist. Dann wird ein neuer Raum aufgedeckt und die nächste Runde beginnt.

Parallel wird in jeder Runde eine*r der bösen Zaubernder aufgedeckt. Dadurch erfahren die Spielenden die Schwachstellen der gegnerischen Zaubernden und können gezielter Ressourcen sammeln, um am Ende gegen sie zu bestehen. Dazu muss die herausfordernde Person die auf dem Marker angezeigten Ressourcen besitzen und einsetzen.

Sind alle Zaubernden bekämpft, endet das Spiel und die Person mit den meisten Magiepunkten gewinnt die Partie.

Varianten

Es gibt noch einen Modus für Erfahrene, der die Möglichkeiten um eine weitere Ressource erweitert. Mithilfe von Zauberbüchern können zusätzliche Magiepunkte gesammelt werden. Weitere Änderungen gibt es hier aber nicht.

Ausstattung

Die Gestaltung der Spielbox ist wirklich gut durchdacht und funktional. Die Gestaltung als Buch und die Tatsache, dass das Spiel in der Box gespielt wird, sind gerade für jüngere Spielende sicherlich ein Hingucker. Die Artworks sind farbenfroh und fantasievoll gestaltet. Die Qualität des Materials ist durchweg gut und auch für Kinderhände robust.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Elznir Games/Studio H
  • Autor*in(nen): Charles Chevallier Cléo Chevallier
  • Illustrator*in(nen): Christine Deschamps, Floriane Madéry
  • Erscheinungsjahr: 2025
  • Sprache: Deutsch
  • Spieldauer: 15 – 30 Minuten
  • Spieler*innen-Anzahl: 2 – 4
  • Alter: 8+
  • Preis: Ab 24 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel

 

Bonus/Downloadcontent

Die Anleitung gibt es direkt bei Elznir auf der Website zum Download.

Fazit

Incantibus ist ein nettes kleines Familienspiel für zwischendurch. Gerade für Jüngere bietet es ein stimmiges haptisches Erlebnis mit leichten strategischen Elementen, ohne starke taktische Finessen vorauszusetzen. Die diversen Ressourcen sind erkennbar unterschiedlich und erfüllen ausreichend unterschiedliche Zwecke. Die Gestaltung ist phantastisch-typisch, ohne (zu) einfallslos zu wirken. Ein wenig mehr taktische Tiefe wäre allerdings wünschenswert gewesen, da sich das Sammeln von Ressourcen doch eher schnell abnutzt. Die Spielzeit hätte nach Einschätzung der kleinen Testzaubernden auch etwas erhöht werden können; die Spielrunden sind doch sehr schnell vorbei.

Alles in allem erfüllt Incantibus seinen Zweck, ohne besonders innovativ oder bahnbrechend zu sein.

 

  • Kurzweilig
  • Schneller Auf- und Abbau
 

  • Wenig taktische Tiefe
  • Sehr kurze Spielzeit

Artikelbilder: © Elznir Games/Studio H
Layout und Satz: Mika Eisenstern
Lektorat: Maximilian Düngen
Fotografien: Maximilian Lentes
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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