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Eine Reise in unentdeckte Tiefen, die niemand je zuvor zu Gesicht bekam: Seine neue Forschungsreise führt den Mythozoologen Konstantin O. Boldt an Bord der Nautilus tief in den Ozean. Gemeinsam mit einer Gruppe höchst unterschiedlicher Individuen begibt er sich auf die Mission, eine Gefahr für das Zusammenleben aller abzuwenden. 

Konstantin O. Boldt ist auf dem Weg zum Grund des Ozeans.
Konstantin O. Boldt ist auf dem Weg zum Grund des Ozeans.

Nicht ganz aus freien Stücken macht sich Konstantin O. Boldt auf, sich einem weiteren Forschungsvorhaben zu widmen. An Bord der Nautilus, des berühmt-berüchtigten Wassergefährts aus 20.000 Meilen unter dem Meer, geht es in Verborgene Fabelwesen der Meere an den Grund des Ozeans, wo eine Menge rätselhafter und unerwarteter Wesen lauern, die den ungewöhnlichen Besucher*innen nicht immer wohlgesonnen sind (Kapitän Nemo ist allerdings nicht mit von der Partie). Es mehren sich Ereignisse, in denen Meereskreaturen der Menschheit gefährlich werden, und es ist im Sinne unterschiedlicher Parteien, die, wenn auch nicht aus gleichen Motivationen, die Ursache erforschen möchten, die Bedrohung zu minimieren.

Der großformatige Prachtband ist bereits der zweite Band um den deutschen Forscher, der, wie auch das erst Buch Fast verschwundene Fabelwesen , in Form eines Tagebuchs mit wissenschaftlichem Anstrich verfasst wurde. Abermals illustrierte Elif Siebenpfeiffer variantenreich den Reisebericht.

Triggerwarnungen

Enge Räume, Entführung

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Handlung & Charaktere

Beim ersten Aufschlagen des optisch dem Vorgängerband ähnelnden Buches stellt sich unweigerlich die Frage: Kann die Fortsetzung dasselbe Lesevergnügen wie der erste Band bieten? Und schnell stellt sich heraus: Ja, sie kann. Florian Schäfer gestaltete sowohl die Handlung als auch die Charaktere etwas düsterer und mit mehr Reibepunkten untereinander. Dies macht Verborgene Fabelwesen der Meere sogar noch einen Hauch interessanter und fesselnder.

Das Handeln von Konstantin O. Boldt erscheint jederzeit plausibel und auch seine Beziehung zu den Crewmitgliedern ist im vorliegenden Buch kantiger ausgestaltet. Seine Faszination für die Forschungsobjekte wird ab Beginn deutlich, er nimmt sogar ein ihm besonders am Herzen liegendes mit auf die gefährliche Reise zum Grund des Meeres.

Die Varianz der Wesen ist nicht ganz so groß, was jedoch auch dem Auftrag, der nun ein gänzlich anderer ist, geschuldet ist. Lesende stehen mitunter vor dem Dilemma: Schnell weiterlesen, da die Geschichte rund um die Besatzung der Nautilus in ihren Bann zieht, oder länger bei den hervorragenden Illustrationen, die sowohl die Fabelwesen als auch die Handlung durchgängig lebendig werden lassen, verweilen? Die naheliegende Lösung: Das Buch zweimal lesen.

Schreibstil

Das Schema von Verborgene Fabelwesen der Meere ähnelt seinem Vorgängerband: Es werden Tagebucheinträge präsentiert, die die Handlung vorantreiben, ergänzt um steckbriefartige Beschreibungen der Fabelwesen. Weiterhin gibt es historische Zeitungsausschnitte, Briefe und die wunderbaren Illustrationen, die zuweilen technischer Natur, als Skizzen oder auch als großformatige Gemälde über eine ganze Seite präsentiert werden.

Die Verbindung von Erzählung und Bebilderung macht die Faszination des Buches aus.
Die Verbindung von Erzählung und Bebilderung macht die Faszination des Buches aus.

Allgemeines zum Buch

Florian Schäfer beweist eine tiefe Begeisterung für die Wesen der Sagenwelt, was sich auch in seinen anderen Werken wie Hausgeister! widerspiegelt. Die Illustratorin Elif Siebenpfeiffer überzeugt durch ihr umfangreiches Portfolio, zu dem auch Arbeiten für Das Schwarze Auge gehören. Das Buch selbst beeindruckt durch seine Gestaltung in Dunkelblau mit Silberprägung, was optisch gut zum ersten Band passt. Diese Einheit aus Inhalt, Illustration und Erscheinungsbild lässt das Buch als Gesamtkunstwerk erscheinen. Zu Verborgene Fabelwesen der Meere wurde ein Trailer veröffentlicht, der die Lust aufs Lesen weckt. Pen-and-Paper-Spielleitungen finden auch hier wieder einige Anregungen, um Abwechslung an den Spieltisch zu bringen.

Die harten Fakten:

  • Verlag: arsEdition
  • Autor: Florian Schäfer
  • Illustratorin: Elif Siebenpfeiffer
  • Erscheinungsdatum: 30.09.2024
  • Sprache: Deutsch
  • Format: Gebundenes Buch
  • Seitenanzahl: 208
  • ISBN: 978-3-8458-5973-6
  • Preis: 32 EUR (Print)
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, idealo

 

Fazit

Düsterer, spannender und kantiger gestaltete Charaktere: Wer gedacht hat, Fast verschwundene Fabelwesen, der erste Band um die Reisen des Mythozoologen Konstantin O. Boldt, wäre nicht zu toppen, wird nun eines Besseren belehrt. Die Illustrationen des Prachtbandes sind erneut eine Augenweide. Es ist ein Erlebnis, sich gemeinsam mit der Forschungscrew an Bord der Nautilus zu begeben und die Wesen der Tiefe in Verborgene Fabelwesen der Meere kennenzulernen.

  • Spannende Geschichte

  • Hervorragende Illustrationen

  • Wissenswertes rund um Fabelwesen

 

  • keine

 

 

Artikelbilder: © arsEdition
Layout und Satz: Roger Lewin
Lektorat: Saskia Harendt
Fotografien: Jessica Albert
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