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Wenn sie marschieren, bebt die Erde, und kein Stein bleibt auf dem anderen. Diese furchterregenden Geschöpfe verwüsten ganze Landstriche in kürzester Zeit. Selten kann etwas ihrer Kraft widerstehen. Die Sons of Behemat sind wahrlich riesig und ihnen stellt sich kaum jemand entgegen. Ist ihr neues Kriegsbuch ein Riesenspaß oder Riesenflopp?

Die Seraphon sind für ihre gewaltigen Saurier bekannt, während die Stormcast Eternals mit imposanten Drachen und mächtigen Reittieren für Aufsehen sorgen. Doch selbst diese beeindruckenden Geschöpfe wirken beinahe klein, wenn die Sons of Behemat das Schlachtfeld betreten.

Triggerwarnungen

Krieg, Kannibalismus, Tod, Gewalt, Gier, Megalophobie

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Ihre Stämme bestehen aus Kolossen, die dem Begriff Größe eine völlig neue Bedeutung verleihen. Hier marschieren keine riesigen Armeen aus unzähligen Soldat*innen in die Schlacht. Stattdessen reichen wenige Gargants, die sich zusammenraufen, um ganze Landstriche ins Chaos zu stürzen. Jeder einzelne von ihnen ist bereits eine gewaltige Bedrohung, doch gemeinsam entfalten sie eine zerstörerische Kraft, die kaum zu stoppen ist. Bei den Sons of Behemat gilt daher eine einfache Regel: Weniger Modelle bedeuten keineswegs weniger Gefahr auf dem Schlachtfeld und in den Reichen.

Insignien der Sons of Behemat
Insignien der Sons of Behemat

Sons of Behemat – Leben auf großem Fuß

Die Sons of Behemat sind kolossale Wesen, die durch die Ländereien stampfen. Doch ihre Bezeichnung trifft es nicht ganz, denn auch weibliche Gargants sind nicht unüblich. Die Kinder Behemats sind eigentlich Einzelgänger. Sie sind stolz, eigensinnig und vor allem groß genug, um sich ihre Nahrung und ihren Platz in den Reichen einfach zu nehmen. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass sich mehrere von ihnen zu sogenannten Stomps zusammenschließen. Für die Bewohner*innen der Reiche ist das meist keine gute Nachricht, denn wo mehrere Gargants auftauchen, bleibt selten etwas unbeschädigt.

An der Spitze eines solchen Stomps steht häufig ein besonders mächtiger Mega-Gargant. Die Mega-Gargants sind nicht nur gewaltiger als ihre kleineren Artgenoss*innen, sondern besitzen auch genügend Persönlichkeit, um andere Gargants um sich zu scharen. Dabei geht es allerdings nicht unbedingt um ausgefeilte Taktik oder Disziplin. Vielmehr folgen die kleineren Gargants einem Anführer, weil dieser größer, stärker oder einfach überzeugender ist.

Genau darin liegt auch der besondere Charakter der Sons of Behemat. Ihre Stämme sind keine perfekt organisierten Armeen. Sie bestehen aus gewaltigen Persönlichkeiten mit eigenen Vorstellungen, Marotten und einem ausgeprägten Ego. Treffen mehrere Mega-Gargants aufeinander, sind Streitigkeiten deshalb beinahe vorprogrammiert.

Ma Maegran – Schamanin der Giganten

Neben ihrer schieren Größe und brutalen Stärke sind die Sons of Behemat vor allem für eines bekannt: Sie sind alles andere als eine geeinte Streitkraft. Jeder Gargant verfolgt seine eigenen Ziele, und Zusammenarbeit ist eher die Ausnahme als die Regel. Doch mit Ma Maegran tritt eine Gestalt auf, die selbst unter den gewaltigen Bewohnern der Reiche für Aufsehen sorgt.

Ma Maegran ist eine uralte Schamanin, die seit unzähligen Jahren durch die wilden Regionen von Ghyran streift. Um sie ranken sich zahlreiche Geschichten und Gerüchte. Die Gargants erzählen, dass sie bereits seit den Tagen Behemats existiert und über mächtige schamanistische Fähigkeiten verfügt. Niemand weiß genau, woher sie stammt oder wie alt sie tatsächlich ist. Besonders gefürchtet ist sie wegen ihrer Fähigkeit, die Größe anderer Gargants zu beeinflussen. Wem sie wohlgesonnen ist, dem kann sie angeblich den Segen der Größe verleihen. Ein ohnehin gewaltiger Gargant kann dadurch innerhalb kürzester Zeit zu einem noch mächtigeren Wesen heranwachsen. Damit hat Ma Maegran unter den kleineren Gargants zahlreiche Anhänger*innen gefunden, während selbst die selbstbewusstesten Mega-Gargants ihre Nähe nicht unbedingt suchen.

Größe erfordert größere Beute
Größe erfordert größere Beute
Sons of Behemat
Sons of Behemat

Wer sie jedoch gegen sich aufbringt, muss mit dem Gegenteil rechnen. Durch ihre Magie kann Ma Maegran ihre Opfer schrumpfen und aus einem gewaltigen Gargant ein deutlich kleineres Wesen machen. Ihre Macht reicht dabei angeblich sogar aus, jemanden auf die Größe eines Menschen zu reduzieren. Noch interessanter wird ihre Geschichte durch ihre Feindschaft gegenüber den aufgestiegenen Göttern. Ma Maegran sieht deren Existenz als Verstoß gegen die natürliche Ordnung. Gleichzeitig glaubt sie daran, dass eines Tages ein neuer Welttitan entstehen wird. Und genau dann könnte die geheimnisvolle Schamanin eine entscheidende Rolle spielen.

Die Sons of Behemat – Armeeregeln und Fertigkeiten

Die Armeeregeln und Fähigkeiten der Sons of Behemat spiegeln die gewaltige Statur, rohe Kraft und den unberechenbaren Charakter der Gargants wider. Im Mittelpunkt stehen die riesigen Kolosse selbst, die mit jedem Schritt Druck auf Gegner*innen ausüben und das Schlachtfeld für sich beanspruchen. Ihre Regeln belohnen eine aggressive, aber zugleich überraschend flexible Spielweise, bei der Bewegung und geschickte Positionierung eine ebenso wichtige Rolle spielen wie brachiale Nahkampfangriffe.

Die Armeefertigkeiten der Sons Behemat

  • Take a Run at it – Einmal pro Zug, eigene Bewegungsphase: Das Ziel darf tödlichen Schaden austeilen, sich neupositionieren oder sich durch feindliche Modelle und Gelände bewegen.
  • Argy Bargy – eigene Angriffsphase: Das Ziel darf tödlichen Schaden austeilen und das Nachrücken.
  • Wrathful Rampaging – Nahkampfphase: Das Ziel darf tödlichen Schaden austeilen und zuerst zuschlagen.
  • Haring Back – Ende des eigenen Zugs: Eine Einheit am Spielfeldrand darf neu platziert werden.
  • The Big One – Ende des eigenen Zugs: Das Ziel darf erhöhten tödlichen Schaden austeilen.

Die Sons of Behemat verfügen über vier wählbare Kampfformationen:

Die vier Kampfformationen der Sons of Behemat verleihen ihren Kolossen jeweils besondere taktische Möglichkeiten. Looting Leviathans erlaubt es den riesigen Modellen, beim Nachrücken sogar durch feindliche Modelle zu marschieren und so für ordentlich Unruhe in den gegnerischen Reihen zu sorgen. Conquering Stomp setzt dagegen bereits in der ersten Runde an und erschwert es Gegner*innen, verbündete Einheiten erfolgreich zu treffen. Mit Eager Louts werden verpatzte Rennwürfe verbessert, wodurch die schwerfälligen Riesen schneller ins Gefecht gelangen können. Den wohl magischsten Ansatz verfolgt Heirs of the Old Ways. Die Formation senkt das Machtlevel feindlicher Zauberer und Priester und kann zudem dafür sorgen, dass gegnerische Manifestationen vom Schlachtfeld verschwinden.

Magielehre und Gebetslehre der Sons of Behemat:

Magielehre des Behemats

  • Energy Surge (6): Großen Zielen wird der Gewaltausbruch erleichtert und kleinen Zielen der Angriffswurf.
  • Pipsqueak Curse (7): Das Ziel wird schwieriger verwundet.
  • Thornfang’s Wrath (6): Das Ziel verursacht mit kritischen Treffern tödliche Wunden.

Gebetslehre der Welt-Titanen

  • World Titan’s Stride (3): Das Ziel darf sich weiterbewegen und dabei auch Gelände ignorieren.
  • Might of the Earth (4): Das Ziel darf Wunden heilen.
  • Behemat’s Vengeance (4): Das Ziel erhöht seine Attacken Anzahl.

Stone Lobbas in Aktion
Stone Lobbas in Aktion

Die neue Speerspitze der Sons of Behemat

Gargants sind nicht gerade für ihre Geduld bekannt. Werden die riesigen Kreaturen gelangweilt, suchen sie schnell nach einer neuen Beschäftigung und für ihre Umgebung bedeutet das meist nichts Gutes. Besonders problematisch wird es, wenn sich mehrere Gargants zusammentun. Dann können Stone Lobbas entstehen, Gruppen von Riesen, die ihre Langeweile mit einem äußerst zerstörerischen Wettbewerb vertreiben. Sie werfen schwere Felsbrocken und herumliegende Trümmer auf Ziele. Dabei ist ihnen nahezu alles recht, ob Burgmauern, alte Schreine oder vor allem kleine, wehrlose Kreaturen. Das Johlen der anderen Gargants angesichts von zerberstendem Fleisch und brechenden Knochen sorgt für sie für zusätzliche Motivation.

Dies spiegelt die Speerspitze wider, indem sie nur aus einem Einheitentyp besteht. Hier dürfen wild um sich werfende Riesen gespielt werden, die zusätzlich auch im Nahkampf gut austeilen können. Wie es sich für Riesen gehört, sind sie nur spärlich gepanzert, denn Riesen sind nicht gerade für ihre Schmiedekünste bekannt. Dafür sind sie umso widerstandfähiger, denn jeder dieser Kolosse hat 12 Ausdauer, was sie so einiges überstehen lässt. Wird diese Speerspitze aufgestellt, ist die Taktik recht klar: auf Missionsziele zubewegen und dort ausharren und das Spiel gewinnen. Denn die Riesen haben einen stabilen Kontrollwert und dezimieren jeden Feind, der ihnen Missionsziele streitig machen möchte. So können Spieler*innen recht sorgenlos auf Missionsziele marschieren und von dort – mit einem Lächeln auf den Lippen – Felsbrocken auf feindliche Einheiten werfen und sich auf heftige Nahkämpfe freuen.

Stone Lobbas – Armeezusammenstellung Speerspitze

  • 1 Rock-hurler (General)
  • 1 Rock-hurler
  • 1 Rock-hurler 

Wie fühlt sich die Armee an –Was kommt auf den Tisch?

Größer, stärker und vor allem gewaltiger, kaum eine Beschreibung passt besser zu den Sons of Behemat. Die Armee bringt eine ganz eigene Dynamik auf den Spieltisch, denn hier sucht man vergeblich nach großen Regimentern aus dutzenden Modellen. Stattdessen besteht die Streitmacht aus wenigen, dafür riesigen Modellen, die mit jedem Schritt für Verwüstung sorgen. Was ihnen an Masse fehlt, machen sie durch enorme Widerstandskraft, hohe Lebenspunkte und gewaltige Nahkampfkraft mehr als wett. Die größte Stärke der Sons of Behemat liegt eindeutig im Nahkampf. Ihre mächtigen Waffen teilen erheblichen Schaden aus und können selbst robuste Einheiten in einem Nahkampf aus dem Spiel nehmen. Besonders interessant sind dabei die Armeeregeln, die das Spielgefühl der Fraktion hervorragend widerspiegeln. Die Riesen bewegen sich überraschend dynamisch über das Schlachtfeld und können ihre enorme Größe nutzen, um feindliche Modelle und Gelände zu durchqueren.

Trotz ihrer beeindruckenden Stärke sind die Sons of Behemat keineswegs unbesiegbar. Jeder verlorene Koloss wiegt schwer, denn die Armee verfügt nur über wenige Modelle. Konzentrierter Fernkampf kann deshalb schnell zur ernsthaften Gefahr werden. Wer seine Riesen ungeschützt dem gegnerischen Beschuss aussetzt, riskiert einen erheblichen Verlust an Kampfkraft. Umso wichtiger ist es, Gelände und Bewegungsmöglichkeiten geschickt zu nutzen und möglichst schnell den Nahkampf zu erreichen. Die Sons of Behemat sind damit eine Fraktion für alle, die auf spektakuläre Modelle, rohe Gewalt und ein völlig anderes Spielgefühl setzen. Wer mit wenigen, aber mächtigen Einheiten spielen möchte, findet hier eine Armee, die auf dem Schlachtfeld garantiert für Aufsehen sorgt.

Neue Modelle des Kriegsbuchs

Mit dem Erscheinen des neuen Kriegsbuchs halten auch neue Modelle Einzug bei den Sons of Behemat. An der Spitze steht Ma Maegran, die sich um die schamanische Führung der Riesen kümmert. Sie stärkt ihre gewaltigen Gefährten und lässt sie förmlich über sich hinauswachsen. Dabei übernimmt sie die Rolle einer Zauberin, ist jedoch deutlich widerstandsfähiger als andere magiebegabte Modelle. Schließlich bleibt sie eine Riesin und ist auch im Angesicht feindlicher Magie eine gewaltige Bedrohung. Begleitet wird Ma Maegran von zwei Ancient Ghyrochs. Die riesigen Kreaturen passen hervorragend zum wilden und ursprünglichen Hintergrund der Sons of Behemat. Schließlich brauchen auch Gargants passende Reittiere und Kampfbegleiter, die nicht nur beeindruckend groß sind, sondern im Nahkampf ordentlich austeilen können.

Mit den Boss-Stompers kommt zudem eine Gruppe neuer Riesen auf den Spieltisch, die erstmals auch weibliche Gargants umfasst. Damit erhält die Fraktion mehr Vielfalt und wirkt innerhalb ihres Fantasy-Hintergrunds glaubwürdiger. Eine besonders spannende Neuerung sind die Rock-Hurlers. Erstmals erhalten die Sons of Behemat eine echte Fernkampfeinheit, die ihre Gegner mit gewaltigen Felsen eindeckt. Auch wenn das nicht mit spezialisierten Fernkämpfern anderer Armeen vergleichbar ist, eröffnet diese Möglichkeit neue taktische Ansätze. Insgesamt bringen die Modelle frischen Wind, mehr Abwechslung und zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung einer Gargant-Armee. Ein Riesenspaß ist somit vorprogrammiert.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Games Workshop
  • Erscheinungsjahr: 2026
  • Sprache: Deutsch/Englisch
  • Spieler*innen-Anzahl: 2
  • Alter: ab 12
  • Preis: Kriegsbuch: Sons of Behemat 50 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi

 

Bonus/Downloadcontent

Aktuell stehen auf der Warhammer Community-Website eine ganze Reihe von Downloads bereit. Das Kriegsbuch hat einen Code für die App, damit digitale Inhalte hinzugefügt werden können.

Unaufhaltsame Gargants
Unaufhaltsame Gargants

Fazit

Das neue Kriegsbuch der Sons of Behemat hat einen gewaltigen Feinschliff erhalten und richtet die gesamte Armee spürbar neu aus. Nach den Ogor Mawtribes bekommen die Sons of Behemat nun auch weibliche Modelle, was den Namen der Fraktion eigentlich überholt erscheinen lässt – schließlich könnte sie inzwischen ebenso gut Children of Behemat heißen. Die Kolosse spielen sich dank ihrer überarbeiteten Regeln nun deutlich agiler und vor allem variantenreicher. Zwar bleibt der brachiale, tödliche Schaden das Markenzeichen der Riesen, doch ihre Möglichkeiten gehen inzwischen weit darüber hinaus. Zusätzliche Bewegungen, überraschende Manöver und Magie eröffnen neue taktische Optionen und sorgen dafür, dass selbst erfahrene Gegner*innen die Riesen nicht einfach berechnen können.

Besonders gelungen ist die Umsetzung der Magie sowie das Spiel mit der gewaltigen Körpergröße der Gargants. Die Riesen wirken dadurch nicht länger wie eine vergleichsweise einfach gestrickte Armee, sondern erhalten deutlich mehr Tiefe und Charakter. Ihre enorme Statur wird nicht nur optisch, sondern auch regeltechnisch sinnvoll genutzt und macht jede Partie zu einem besonderen Erlebnis. Die neuen Regeln bieten erfahrenen Spieler*innen zahlreiche Möglichkeiten, die Sons of Behemat auf unterschiedliche Weise zu spielen. Genau hier liegt allerdings auch die größte Hürde des Kriegsbuchs. Die Vielzahl an Sonderregeln, Interaktionen und taktischen Möglichkeiten kann gerade für Anfänger*innen schnell überwältigend wirken. Wer das volle Potenzial der Armee ausschöpfen möchte, muss die Regeln gut verinnerlichen und ihre Möglichkeiten kennen.

Trotz dieser Einstiegshürde bleibt das Kriegsbuch ein riesiger Spaß für Age of Sigmar-Fans. Die Sons of Behemat fühlen sich frischer, abwechslungsreicher und deutlich interessanter an als zuvor. Wer bereit ist, sich intensiv mit den Regeln auseinanderzusetzen, bekommt eine außergewöhnliche Armee, die auf dem Schlachtfeld ordentlich für Chaos sorgt. Die kommenden Gefechte werden garantiert aufgemischt und unvergessliche Momente auf den Spieltisch bringen.

  • Großartige Modelle
  • Großflächige Regelanpassungen
 

  • Viele Regeln
  • Einseitige Speerspitze

 

Artikelbilder: © Games Workshop Ltd.
Layout und Satz: Roger Lewin
Lektorat: Nina Horbelt
Fotos: Christian Kallweit
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt
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