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Die Reihe rund um die Nachwuchshexe Elfie und ihr Zauberbuch, das Geschriebenes in Magie verwandelt, hat sich inzwischen fest etabliert und viele begeisterte Lesende gefunden. Im vierten Band Elfies Zauberbuch – das Geheimnis der Hexstrickerin (Splitter-Verlag/toonfish) überzeugen die Autor*innen mit der gewohnten Mischung aus ernsten Themen, Zauberaction und liebenswerten Charakteren.

Auf Teilzeithelden.de wurde bereits ein Band der Reihe Elfies Zauberbuch vorgestellt (Band 2), nun soll es um den kürzlich erschienenen Band 4, Elfies Zauberbuch – Das Geheimnis der Hexstrickerin, gehen.

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Haupthandlung/Metaplot

Elfie ist eine von drei Schwestern. Die älteste der drei Schwestern, Luna, hat die beiden jüngeren Schwestern kürzlich aus den Fängen ihrer übermäßig kontrollierenden Tante geholt. Seither hat sie das Sorgerecht und die drei bereisen Frankreich im „Stinkebuch“, wie sie den Bus getauft haben.

Mit dem roten Bus wird es unterwegs nie langweilig © Splitter-Verlag/toonfish

Auch dieses Mal fahren die drei jungen Schwestern im roten Doppeldeckerbus, einer fahrenden Buchhandlung, gemeinsam durchs Land. Ihr nächster Halt: die Pyrenäen, genauer gesagt der kleine Ort Saint-Procrastin in den Bergen. Dort wohnt der Opa der drei, welcher sich allerdings entgegen aller Erwartungen zunächst irgendwie merkwürdig verhält.

Wie immer treffen die drei Schwestern gleich zu Beginn auf ein kleines Hindernis: Eine Schafherde hält den ganzen Verkehr auf! Etwas später treffen sie endlich ihren Großvater wieder, der ebenfalls Schafe hütet und sich gar nicht so recht über den Besuch seiner Enkelinnen freuen mag. Den Schwestern fällt zudem nach und nach auf, dass es für ihn auch heute noch sehr schwierig ist, mit dem Tod seiner Tochter und seiner Frau umzugehen, und dass er vergesslich wirkt. Elfie entdeckt unterdessen sowohl im Haus als auch an der Nachbarin, der Schmiedin, magische Spuren in Kleidungsstücken.

Der Großvater der drei Schwestern lebt sehr naturverbunden © Splitter-Verlag/toonfish

In den folgenden Tagen erleben die drei den Alltag und Abenteuer mit ihrem Opa, der ihnen die Arbeit mit den Schafen, aber auch die Natur näherbringt. Elfie versteht, dass ihre Oma ebenfalls magische Kräfte gehabt haben muss, die sie bei ihrem Hobby, dem Stricken, eingewebt hat. Und nicht nur das, sie hat auch geheime Botschaften in ihrem Strickwerk hinterlassen und einen Schatz versteckt!

Auch in Gestricktem kann Magie stecken © Splitter-Verlag/toonfish

Nun ermitteln sie nicht nur den Grund für die Vergesslichkeit ihres Opas, sondern auch auf nicht ganz ungefährlichen Unternehmungen den Ort des Schatzes. Dabei hilft natürlich das Zauberbuch, in welches Elfie Geschichten schreiben kann, sodass sich aus dem Papier magische Geschöpfe bilden, die ihr bei ihren Abenteuern beistehen.

Die kleinen Tagebucheinträge ergänzen den Plot © Splitter-Verlag/toonfish

Zeichenstil
Die Comicserie zeichnet ein warmer, lebendiger und humorvoller Zeichenstil aus. Das Layout ist abwechslungsreich mit Collagen, Tagebucheinträgen und „Fotos“ gespickt. Magische Elemente und insbesondere landschaftliche Darstellungen sind sehr gelungen. Besonders toll ist das Rätsel im Buch, welches man mithilfe des Binär-Codes und der beiliegenden Decodier-Anleitung knacken muss.

Die harten Fakten

  • Verlag: Splitter Verlag
  • Autor*in(nen): Christophe Arleston, Audrey Alwett
  • Zeichner*in(nen): Mini Ludvin
  • Seitenanzahl: 80
  • Preis: 17,95 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon

 

Fazit

Auch in diesem Abenteuer wird wieder ein Stück der Familiengeschichte der drei Schwestern gelüftet, wir lernen ein weiteres enges Familienmitglied kennen und es wird ein Problem aufgedeckt und gelöst, das diese Person hat.
Die beiden Schwestern werden in ihren Beziehungen zueinander und auch zu ihrem Großvater überzeugend beschrieben, wenngleich dieses Mal die Spannungen zwischen den beiden jüngeren Schwestern in den Hintergrund rücken.
Elfies Zaubermacht ist gewaltig, fügt sich aber schön in das landschaftliche Setting ein und wirkt daher auch nicht zu unglaubwürdig. Die Idee mit den Geheimcodes im Strickwerk ist besonders kreativ und die Beschreibung der landschaftlichen und örtlichen Besonderheiten (Flora, Fauna, kulinarische Spezialitäten) ist auch dieses Mal wieder gelungen. Insgesamt bietet Band 4 keine wirklichen Überraschungen, trotzdem ist diese Reihe weiterhin empfehlenswert und ein wahrhaft magisches Lese-Erlebnis!

  • Authentische und glaubwürdige Charaktere
  • Magisches Setting mit Überraschungen
  • Fantasievolle Story und Details
 

  • keine

 

Artikelbilder: © Splitter-Verlag/toonfish
Layout und Satz: Annika Lewin
Lektorat: Alexa Kasparek
Fotografien: Verena Tribensky

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