Im vierten Teil unserer Reihe wird erneut aus jedem Bündnis eine Speerspitze auf den Prüfstand gestellt. Welche Strategien führen zum Erfolg? Wo liegen die größten Stärken, und welche Schwächen gilt es zu beachten? Wir prüfen Spielweise, Synergien und entscheidende Kniffe, die über Sieg oder Niederlage entscheiden können.
Wir sind noch lange nicht am Ende angekommen, denn vier weitere Speerspitzen treten auf unseren Prüfstand und wollen sich im direkten Vergleich behaupten. In den vergangenen drei Teilen dieser Reihe konnten wir bereits einige Überraschungen erleben, unerwartete Stärken, unterschätzte Einheiten und Strategien, die sich als deutlich wirkungsvoller erwiesen haben als zunächst angenommen.
Gewalt, Krieg, Waffen, Fressen, Tod
Nun richtet sich unser Blick erneut auf das große Ganze. Aus jedem der vier Bündnisse, Ordnung, Chaos, Tod und Zerstörung, stellt sich eine ausgewählte Speerspitze der Analyse. Wie schlagen sich diese Formationen im Spiel? Können sie an die Leistungen ihrer Vorgänger anknüpfen oder vielleicht sogar neue Maßstäbe setzen?

Inhaltsverzeichnis
Städte Sigmars – Kastellitenkompanie
Die Städte Sigmars sind weit mehr als bloße Siedlungen, sie gleichen gewaltigen Bastionen, errichtet, um seine Herrschaft zu sichern und gegen jede Bedrohung zu verteidigen. Anders als die unsterblichen Stormcast Eternals sind es vor allem die Soldat*innen der Freigilden, die diese Städte bevölkern. Sterbliche Männer und Frauen, die Sigmars Willen folgen und bereit sind, Haus und Heimat mit ihrem Leben zu schützen. Wer jedoch glaubt, es handle sich dabei um einfache Kampfverbände, unterschätzt sie gewaltig. Die Freigilden verfügen über beachtliche militärische Stärke und sind mit moderner Feuerkraft ausgestattet. Kanonen, Gewehre und Pistolen gehören zur Standardausrüstung und sind jederzeit einsatzbereit. Dennoch erfordert nicht jede Situation den Aufmarsch großer Heere. In solchen Fällen kommen kleinere, spezialisierte Einheiten zum Einsatz, die sogenannten Kastellitenkompanien. Unter dem Kommando eines erfahrenen Rittermarschalls und unterstützt von Freigilden-Rittern agieren sie präzise und zielgerichtet. Ob bei der Einnahme strategisch wichtiger Punkte oder der Verteidigung gefährdeter Gebiete, sind sie die scharfe Klinge Sigmars dort, wo eine große Streitmacht fehl am Platz wäre.

Städte Sigmars, Kastellitenkompanie – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Freigilden-Rittermarschall (General)
- 10 Freigilden-Stahlhelme
- 5 Freigilden-Ritter
- 1 Eisenschmiede-Großkanone
Stärken der Speerspitze
- Darf mehr Befehle einsetzen
- Kann Infanterie heilen
- Verstärkungsregel
Schwächen der Speerspitze
- Planung erforderlich
- Keine Magie
- Wenig Infanterie
Einstiegsfreundlichkeit
- Gut für Fortgeschrittene
Anders als die großen Armeen der Städte Sigmars müssen Spieler*innen in dieser Speerspitze mit nur einer Fernkampfeinheit auskommen. Zwar ist diese eine Großkanone, aber dafür sind keine weiteren Fernkampf-Spezialisten vertreten. Magie ist ebenso nicht bedacht, aber dafür darf man sich über Freigilden-Ritter freuen, die einen guten Schutzwert haben und dazu noch 3 Ausdauerpunkte pro Modell. Unterstützend dazu darf eine Einheit Stahlhelme nicht fehlen. Diese Infanterie ist die Kern-Infanterie der Städte Sigmars und auch in dieser Speerspitze dreht sich viel um sie. Durch die Ritter bewegt sich die Speerspitze einigermaßen schnell übers Spielfeld und die Großkanone gibt eine starke Rückendeckung und kann mit ihrer Feuerkraft großen Schaden anrichten. Dennoch erfordert der Einsatz der Speerspitze einiges an Planung. Es ergeben sich zwei Spielweisen, anhand der Fähigkeiten. Entweder spielt man die Ritter als Kernelement aus und versucht diese gewinnbringend in feindliche Einheiten zu schicken und mit den Stahlhelmen Missionsziele zu sichern. Dabei schießt die Großkanone aus der Entfernung auf Einheiten in Sichtweite. Oder es wird eine eher defensive Strategie gewählt, in der der Fokus auf das Einnehmen der Missionsziele gesetzt wird, während aus der Ferne mit der Großkanone gefeuert wird. Diese wird gleichzeitig so positioniert, dass man bestmöglich vor feindlichen Angriffen geschützt ist. Notfalls muss die Kavallerie einspringen, um nahende Einheiten anzugreifen. Um die Stahlhelme lange im Spiel zu halten, hilft es sehr, dass sie zum einen die Verstärkungsregel haben und dass es zum anderen zwei Fähigkeiten gibt, mit denen getötete Modelle in die Einheit zurückkehren dürfen. Beide Spielweisen erfordern einiges an Planung und der Verlust der Stahlhelme ist fast schon der sichere Weg in eine Niederlage. Eine zweite Einheit Stahlhelme hätte der Speerspitze sicherlich gutgetan.
Hedoniten des Slaanesh – Schauderhafte Traumschnitter
Der Dunkle Prinz der Verderbnis und größter Verführer, Slaanesh, ist ein Gott des Chaos und die Gottheit der Hedoniten des Slaanesh. Sie sind seinem Versprechen, all ihre Verlangen zu stillen, gefolgt und dienen in seinem Heer. Seine zuckersüßen Worte verfehlen selten ihre Wirkung und so schweben die Diener*innen des Slaanesh in einem wachen Traum von Lust und Schmerz zugleich, unfähig die Realität so zu spüren, wie es sein sollte. Der Umstand, dass diese Krieger*innen den Schmerz nicht fürchten, ihn sogar begrüßen, lässt sie zu schrecklichen Feind*innen werden. Diese im Traum gefangenen Krieger*innen werden von einer Scherbensprecherin angeführt und in den Kampf gelenkt. Sie verfügen über die Macht, den Rausch der Krieger*innen aufrecht zu erhalten und sie so stets zu weiteren mörderischen Taten zu bringen. Eine Schlacht gegen die Hedoniten des Slaanesh gleicht einem ewigen Alptraum, in dem seine Diener*innen unter verächtlichem Gelächter das Blut der Sterblichen vergießen.

Hedoniten des Slaanesh, Schauderhafte Traumschnitter – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Scherbensprecherin des Slaanesh (General)
- 5 Giftdorn-Schützen mit 1 Giftmischer-Homunkulus
- 5 Giftdorn-Schützen
- 5 Silbergleven-Jäger
- 3 Slaangor-Scheusale
Stärken der Speerspitze
- Potenzial, regemäßig tödlichen Schaden auszuteilen
- Starke Armeeregel
- Verstärkungsregel
Schwächen der Speerspitze
- Im späteren Spiel erst stark
- Schlechtere Schutzwürfe
- Anfälliger Held
Einstiegsfreundlichkeit
- Gut für Fortgeschrittene
Die Armeeregel der Hedoniten des Slaanesh spiegelt die verführerische und grausame Natur ihres Gottes eindrucksvoll wider. Bei misslungenen Würfelwürfen der Gegner*innen kann ein Verlockungswürfel eingesetzt werden, um den Wurf in eine 6 zu verwandeln. Nimmt die Gegenseite dieses Angebot an, erhält man Verderbtheitspunkte, die im Spielverlauf wertvolle Boni gewähren. Es winken dann Verbesserungen, wie Rennen und dann noch Angreifen, oder ein Rettungswurf von 5+. Wird das Angebot jedoch abgelehnt, erleidet die betroffene Einheit W3 tödliche Schadenspunkte. Pro Phase darf jede Einheit nur einmal Ziel dieser Regel sein. Diese Mechanik sorgt für ständigen psychologischen Druck und macht jeden Wurf zu einer Entscheidung voller Risiko und Versuchung. Gegner*innen geraten ins Zögern, was ihre Planung erheblich stören kann. Gleichzeitig verfügen die Einheiten der Speerspitze über solide Nahkampfprofile sowie unterstützende Fernkampffähigkeiten. In Kombination mit der Armeeregel entsteht ein enormes Schadenspotenzial und ein aggressiver Spielstil. Allerdings besitzen die Hedoniten vergleichsweise schwache Schutzwürfe, wodurch sie anfällig für konzentrierten Beschuss sind. Zudem bauen sich ihre Boni erst im Verlauf der Schlacht auf. Gegen Armeen mit starker Fernkampfkraft geraten sie daher schnell unter Druck und verlieren früh wichtige Modelle. Auch kann die bewusste Annahme von Verlockungen entscheidende Kämpfe kippen lassen. Um erfolgreich zu sein, erfordert diese Armee geschicktes Positionieren, gezieltes Locken und eine vorausschauende Planung jeder Spielrunde. Nur wer den richtigen Moment erkennt und seine Ressourcen klug einsetzt, kann das volle Potenzial ausschöpfen. Fehler werden schnell bestraft, doch mutige Entscheidungen können spektakuläre Wendungen herbeiführen. So verkörpern die Hedoniten des Slaanesh ein riskantes, aber äußerst belohnendes Spielerlebnis, das taktisches Geschick und Nervenstärke gleichermaßen fordert und belohnt und stets für dramatische Spielmomente sorgt.
Höfe der Leichenfresser – Aaskreuzzug
Der Hof der Leichenfresser vereint zwei gegensätzliche Wirklichkeiten, die untrennbar miteinander verbunden sind. In den Augen seiner Bewohner sind sie edle Ritter, tugendhafte Streiter, die das Böse bekämpfen und im Namen einer höheren Ordnung handeln. Mit erhobenem Haupt ziehen sie aus, überzeugt davon, Schurken und Verderbte dem gerechten Urteil zuzuführen. Ihre Welt ist geprägt von ritterlichen Idealen, Ehre und einem verzerrten Sinn für Heldentum. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine düstere Wahrheit. In der Realität hausen sie in verfallenen Sälen und zerfallenen Hallen, umgeben von Verwesung und Tod. Der Hof besteht aus Ghulen und blutrünstigen Vampiren, getrieben von einem unstillbaren Hunger nach Fleisch und Blut. Gefangen in ihrer eigenen Illusion erkennen sie nicht, was sie wirklich sind. Stattdessen wähnen sie sich als adlige Krieger, während ihre blutverschmierten Mäuler nach neuen Opfern gieren. Immer wieder schließen sich diese Kreaturen zu sogenannten Aaskreuzzügen zusammen, grotesken Parodien heiliger Feldzüge. Für sie ist jede Jagd, jedes Zerreißen und Verschlingen ein Akt der Tapferkeit, eine glorreiche Tat im Dienste ihres Hofes und ihres Königs. So entsteht ein makabres Schauspiel, in dem Wahn und Wirklichkeit untrennbar verschmelzen.
Höfe der Leichenfresser, Aaskreuzzug – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Scheußlicher Erzregent (General)
- 10 Gruftgardisten
- 3 Morbheg-Ritter
- 1 Varghulf-Höfling
Stärken der Speerspitze
- Armeeregeln lässt Modelle zurückbringen
- Verstärkungsregel
- Alle Einheiten haben Rettung
Schwächen der Speerspitze
- Schlechtere Schutzwürfe
- Kein Fernkampf
- Keine Magie
Einstiegsfreundlichkeit
- Gut für Anfänger*innen
Der Aaskreuzzug verfügt zwar über vergleichsweise wenige Modelle und keine besonders starken Schutzwürfe, doch diese Schwächen werden durch seine besondere Armeeregel ausgeglichen. Gefallene Modelle können unter bestimmten Bedingungen ins Spiel zurückkehren, was nicht nur einfache Infanterie betrifft, sondern auch Kavallerieeinheiten einschließt. Gerade diese sind mit einem Ausdauerwert von 4 Punkten pro Modell ausgestattet und nehmen dadurch eine zentrale Rolle innerhalb der Speerspitze ein. Dank dieser Widerstandsfähigkeit können sie einiges einstecken und in entscheidenden Momenten die Oberhand im Nahkampf gewinnen. Auch die Nahkampfprofile der Einheiten sind stark genug ausgeprägt, um erheblichen Schaden zu verursachen. Unterstützt wird dies zusätzlich durch den Varghulf-Höfling, der über die Fähigkeit verfügt, sich selbst zu heilen, und somit lange im Spiel präsent bleibt. Verluste lassen sich auf diese Weise teilweise kompensieren, wodurch die Armee insgesamt robuster wirkt, als es auf den ersten Blick scheint. Ein entscheidender Nachteil liegt jedoch in der Abhängigkeit von Helden. Die Armeeregel entfaltet ihre Wirkung nur, solange entsprechende Charaktermodelle auf dem Spielfeld sind. Werden diese gezielt ausgeschaltet, verliert der Aaskreuzzug schnell an Durchhaltevermögen. Hinzu kommt das vollständige Fehlen von Fernkampfoptionen und Magie, was gegen entsprechend ausgerichtete Gegner*innen problematisch werden kann. Insgesamt handelt es sich um eine klar auf den Nahkampf spezialisierte Streitmacht, die ihre Stärke nur im direkten Gefecht voll entfalten kann.
Ogor-Schlundstämme – Tyrannengebrüll
Ähnlich wie die Soldat*innen der Städte Sigmars haben auch die Ogors eine Vorliebe für Schwarzpulverwaffen, doch ihre Interpretation davon ist weitaus roher und ungezähmter. Statt präziser Ingenieurskunst setzen sie auf brutale, lärmende Geschütze, die mit ohrenbetäubendem Donner abgefeuert werden und feindliche Einheiten regelrecht in mundgerechte Stücke zerreißen. Für Ogors ist dies jedoch nicht nur ein Mittel zum Sieg, sondern zugleich die Vorbereitung ihres nächsten Mahls. Das von Schwarzpulver versengte Fleisch ihrer Feinde gilt dabei keineswegs als Makel, sondern vielmehr als willkommene Würze. Der unstillbare Hunger ist ein zentrales Merkmal ihrer Natur, und nichts scheint diesen jemals vollständig stillen zu können. Angeführt werden sie von den Mächtigsten ihrer Art, den sogenannten Tyrannen. Diese imposanten Gestalten sichern sich durch ihre schiere Präsenz und ihr donnerndes Gebrüll die Loyalität ihrer Gefolgschaft. Ihre Stimme ist nicht nur ein Ausdruck von Autorität, sondern auch das Mittel, mit dem sie Ordnung in die wilde Horde bringen. Als Zeichen ihrer Macht tragen Tyrannen häufig gewaltige Kanonen, die als Eisenspeier bekannt sind. Diese Waffen sind nicht nur verheerend auf dem Schlachtfeld, sondern auch ein Symbol ihres Status. Entsprechend werden sie mit aller Entschlossenheit verteidigt, denn ihr Verlust würde nicht nur militärische Schwäche bedeuten, sondern auch den Verlust von Ansehen und Führungsanspruch innerhalb der Ogorhorde.

Ogor-Schlundstämme, Tyrannengebrüll – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Tyrann (General)
- 2 Trauerfangreiter
- 3 hungrige Ogors
- 3 hungrige Ogors
- 4 Bleispucker
- 1 Eisenspeier
Stärken der Speerspitze
- Hohe Ausdauerwerte
- Gute Mischung aus Fern- und Nahkampf
- Hohe Kontrollwerte
Schwächen der Speerspitze
- Mittelmäßiger Schutzwurf
- Keine Magie
- Keine Verstärkungsregel
Einstiegsfreundlichkeit
- Gut für Anfänger*innen
Die Speerspitze der Ogor-Schlundstämme umfasst nur wenige Modelle, insgesamt 14, wobei 2 Einheiten erst im Verlauf des Spiels hinzustoßen. Dieser scheinbare Nachteil wird jedoch durch ihre hohen Ausdauerwerte mehr als ausgeglichen. Trotz lediglich durchschnittlicher Schutzwürfe sind die Ogors in der Lage, den ersten Ansturm ihrer Gegner zu überstehen. Sobald sie diesen überlebt haben, entfalten sie ihre wahre Stärke und schlagen mit gewaltiger Wucht zurück. Sowohl im Nah- als auch im Fernkampf verfügen sie über beeindruckende Schadensmöglichkeiten. Die Vielzahl an Attacken kann selbst widerstandsfähige feindliche Einheiten stark dezimieren. Zusätzlich sorgt ihr hoher Kontrollwert dafür, dass sie Missionsziele effektiv halten können, bis Verstärkung eintrifft und die Lage endgültig zu ihren Gunsten kippt. Ein besonderes Element bringt der Eisenspeier ins Spiel. Seine Kanone macht ihn im Fernkampf gefährlich, doch auch im Nahkampf ist er keineswegs zu unterschätzen. Dadurch wird er zu einem widerstandsfähigen Hybrid, der nicht leicht ausgeschaltet werden kann. Eine mögliche Gegenstrategie besteht darin, die Ogors frühzeitig auszudünnen, bevor ihre Verstärkungen eintreffen. Da sie keine Möglichkeit haben, Verluste zurückzuholen, schmerzt jedes gefallene Modell umso mehr.

Bonus/Downloadcontent
Aktuell stehen auf der Warhammer-Community-Website eine ganze Reihe von Downloads bereit. Fraktionssets und Regelupdates werden ebenfalls auf der Webseite veröffentlicht, sodass die Speerspitzen stets aktuell gehalten werden können.
Abschluss-Ranking
Es wird spannend, vier weitere Speerspitzen dürfen sich in die bestehende Tabelle einfügen und verändern die Rangfolge deutlich. Die Städte Sigmars erkämpfen sich mit ihren Freigilden-Rittern und der Großkanone das solide Mittelfeld. Dank ihrer Armeeregel können sie gezielt mit den Befehlen spielen und diese perfekt einsetzen, wenn sie benötigt werden. Doch die wenigen Infanteriemodelle verwehren ihnen eine bessere Platzierung, deswegen nehmen sie Platz neun ein.
Knapp davor reiht sich der Aaskreuzzug der Leichenfresser ein. Sie verfügen leider über schlechte Schutzwürfe, wodurch sie gegen viele Speerspitzen zu viel Schaden kassieren. Dennoch verfügen sie über eine der besten Kavallerie-Einheiten und können sich damit ritterlich Platz acht erkämpfen.
Die Hedoniten des Slaanesh sind eine typische Glaskanonen-Armee, sie können viel Schaden austeilen aber nur wenig einstecken und sind somit auch schnell so dezimiert, dass kein Sieg mehr möglich ist. Dennoch ist ihre Armeeregel eine der spannendsten und verspricht spaßige Spiele. Dank des hohen Schadenspotenzials nehmen sie den elften Platz ein.
Mit lautem Gebrüll erklimmen die Ogor-Schlundstämme den dritten Platz. Nur knapp hinter den Soulblight Gravelords. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Speerspitze so wenige Modelle besitzt und die Hälfte der Armee erst in Runde drei kommt. Dadurch kann sie gegen Massen-Speerspitzen mit Heilungs-Regel ins Stolpern kommen. Ansonsten verfügt die Speerspitze über alles, was Spielende sich wünschen können. Fernkampf, starker Nahkampf und dicke Bäuche, die immer hungrig sind. Sie haben das Potenzial an einem glücklichen Tag sogar Platz eins zu erreichen, sofern Gegner*innen Fehler im eigenen Spiel machen. Ganz klar eine der stärksten Speerspitzen.
Wie schon im vorherigen Artikel angedeutet, darf man nicht außer Acht lassen, dass es letztlich ein Spiel mit Würfeln ist, bei dem der Zufall eine maßgebliche Rolle spielt. Selbst die beste Strategie kann durch unerwartete Würfelergebnisse zunichtegemacht werden. Daher folgt nun eine eher vorsichtige, aber gut begründete Einschätzung der Gesamtstärke der betrachteten Speerspitzen.
Auf- und Abstieg
- Mondwahn-Gits – Mondsuchtmob
- Soulblight Gravelords – Blutdrangjagd
- Ogor-Schlundstämme – Tyrannengebrüll
- Madensippe des Nurgle – Ödschar
- Skaven – Warpblitzschwarm
- Behemats Söhne – Wallbrecher
- Seraphon – Sternenpanzerheer
- Höfe der Leichenfresser – Aaskreuzzug
- Städte Sigmars – Kastellitenkompanie
- Nachtspuk – Sensenheer
- Hedoniten des Slaanesh
- Skaven – Nagschmausschwarm
- Orruks Warclans – Sumpfschleichabande
- Knochenlegionen der Ossiarch – Zwangsvollstrecker-Echelon
- Stormcast Eternals – Wachsame Bruderschaft
- Himmelsherrscher der Kharadron – Himmelschlagverband
Artikelbilder: © Games Workshop Ltd.
Layout und Satz: Roger Lewin
Lektorat: Laura Pascharat


















