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Die Guardians of the Galaxy sind tot. Groot hat sie verschlungen. Dadurch wurde aus ihnen etwas anderes: Die Guardians of Grootspace. Wen der erste Band fragend zurück gelassen hat, findet hier seine Antworten sowie den Abschluss der kurzen Reihe mit einer epischen Schlacht. Die Frage ist nur: Brauchen wir das?

Der erste Band hat viele Fragen hinterlassen: Warum wurde Groot zu einem weltenverschlingenden Monster? Wieso verhält sich Mantis wie eine quirlige Verrückte? Und vor allem: Was wurde aus den Guardians? Denn sie konnten ihre Mission nicht erfüllen und der Grootsturz verschlang sie ebenso wie die Welten, die sie retten wollten. Der zweite Band setzt genau da an, wo der erste endete und erzählt uns, warum die Handlung nicht einfach vorbei ist. Die Fragen werden beantwortet und nicht alle Guardians werden so zurückkehren, wie wir sie in Erinnerung haben.

Triggerwarnungen

keine typischen Trigger

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Guardians of the Galaxy #2 – Wir sind Groot

Der erste Band endete mit dem Tod der Guardians. Wiccan und Hulkling machen sich auf die Suche nach ihren Freunden und finden die ehemaligen Manifold Territories in einem überwucherten Zustand vor. Der Grootsturz hat die Welt vollkommen verändert und jede Pflanze spricht seinen Namen: Groot. Und dort entdecken sie die Wächter dieser neuen Welt: Die Guardians of Grootspace. Denn Tod heißt hier Wiedergeburt. Doch warum das Ganze?

Ohne weiter spoilern zu wollen, lässt sich sagen, dass das erste Kapitel dieses Comics wunderbar gelungen ist. Die Spannung, was nun geschehen ist, hält sich lange und wird mit Erinnerungsfetzen der einzelnen Guardians durchbrochen. Hier erfährt man ihre letzten Gedanken vor dem Tod und taucht dabei tief in die Gedanken von Star Lord, Rocket und Co ein. Dies ist sowohl optisch als auch erzählerisch wunderbar gelöst. Es wird sogar auf den letzten Groot-Comic eingegangen. Im zweiten Kapitel sind Wiccan und Hulkling die Protagonisten, die herausfinden, was eigentlich geschehen ist. Doch danach verliert die Geschichte ihre Stringenz.

Was wollten wir nun erzählen?

In den folgenden Kapiteln folgt man diesen neuen Guardians, die aber immer noch die Alten sind auf ihren Abenteuern, den Grootspace zu verteidigen. Dadurch fällt das Mysterium aber schnell in sich zusammen und der Spannungsbogen definiert sich hauptsächlich über einen Konflikt mit Quills Schwester Victoria. Diese hat aber keine zusätzliche Tiefe außer der Verwandtschaft der beiden Anführer. Gleichzeitig ist dieser Teil optisch nicht mehr so interessant wie das erste Kapitel von Alex Lins. Am spannendsten ist die Entwicklung von Drax, der wieder mit seiner Seele vereint werden will und seine Tochter Moondragon wiedersehen möchte.

Am Ende kommt der Band wenig überraschend zum Status Quo der Guardians zurück, wodurch die ganze Episode wenig nachhaltig wirkt. Der Comic hat Auswirkungen, doch könnte man diese auch in einer Kurzzusammenfassung zu Beginn eines neuen Bandes lesen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Panini Comics
  • Autor*innen: Collin Kelly, Jackson Lanzing
  • Zeichner*innen: Alex Lins, Kev Walker
  • Erscheinungsjahr: 2024
  • Sprache: Deutsch
  • Format: Softcover
  • Seitenanzahl: 148
  • Preis: 19 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, idealo, Panini Shop

 

Fazit

Im zweiten und letzten Teil der kurzen Guardians-Reihe lässt der Comic das Westernsetting wieder los und ersetzt es mit etwas ganz eigenem. Die Weltraumhelden sind hier durch den Grootsturz verändert und haben ganz eigene Ziele. Die Spannung fällt aber ab, sobald das Mysterium um ihren Tod gelüftet ist und macht Platz für eine epische Weltraumschlacht. Dabei springt die Handlung vorher aber noch wild von einer Erzählung zur nächsten.

Wer das erste Kapitel, bei dem es um den Tod der Figuren und ihr Seelenleben geht, lesen möchte, sollte hier zugreifen. Dieses halte ich für eines der besten Guardians-Geschichten der letzten Zeit. Das was danach folgt, springt in seiner Handlung zu sehr hin und her, um wirklich interessant zu sein. Im Ganzen ergibt dies eine Wertung, die nur knapp über dem Durchschnitt der typischen Marvel-Comics liegt.

 

  • Guardians anders interpretiert
  • Charakterzeichnungen
  • Episches Ende
 

  • Der Geschichte fehlt es an Stringenz
  • Status Quo wird wieder hergestellt

 

Artikelbilder: © Panini Comics
Layout und Satz: Verena Kröger
Lektorat: Hendrik Pfeifer
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