Ein unvergessliches Wochenende voller Fantasy, Strategie und Abenteuer. In Oberhausen versammelten sich Tabletop-Held*innen, Rollenspiel-Fans und Gamer*innen aus ganz Deutschland, um neue Welten, packende LARP-Spiele, spannende Workshops und echte Community-Power zu erleben. Was hatte die Gaming Verse zu bieten?
Vom 16.05.2025 bis zum 18.05.2025 fand im Rahmen der Roleplay Verse 2025 in Oberhausen die Gaming Verse statt. Ein Event, das sich gezielt an Fans von Tabletop, Pen-and-Paper-Rollenspielen, LARP und digitalen Games richtete. Die Veranstaltung bot Besucher*innen ein vielfältiges Programm rund um das Thema Spielen und interaktive Spielkultur. Im Mittelpunkt standen klassische und moderne Formen des Tabletop und Rollenspiels, von taktischen Miniaturenspielen über Live-Action-Rollenspiele bis hin zu digitalen Gaming-Erlebnissen. Auf einer großzügigen Ausstellungsfläche präsentierten Verlage, Entwicklerstudios und Fachhändler ihre Neuheiten. Ergänzt wurde das Angebot durch Spielbereiche, in denen Interessierte direkt mitmachen und verschiedene Systeme ausprobieren konnten.
Krieg, Kriegsspiele
Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden bot sowohl Einsteiger*innen als auch erfahrenen Spieler*innen fachliche Impulse und Gelegenheit zum Austausch. Thematisch wurden dabei aktuelle Entwicklungen der Szene ebenso aufgegriffen wie bewährte Spielkonzepte und kreative Trends. Ein besonderes Augenmerk lag auf der aktiven Beteiligung der Community; Cosplay-Wettbewerbe, offene Runden und interaktive Formate luden dazu ein, das Hobby gemeinsam zu erleben.
Inhaltsverzeichnis
Die Roleplay Verse 2025
Eine Convention, viele Themenwelten – Die Unterteilungen der Roleplay Verse 2025
Die Roleplay Verse 2025 bot ein vielfältiges Erlebnis für Rollenspiel-, Cosplay- und Fantasy-Fans. Die Veranstaltung war in verschiedene thematisch gestaltete Bereiche gegliedert, sogenannte „Verse“, die jeweils unterschiedliche Interessensgebiete abdeckten:

- Fire Verse: Das Herzstück der Convention mit der Hauptbühne, auf der unter anderem der große Cosplay-Wettbewerb stattfand.
- Nerd Verse 1: Dieser Bereich beherbergte eine zweite Bühne, auf der Rollenspielrunden ausgetragen und Neuheiten aus der Szene vorgestellt wurden.
- Nerd Verse 2: Hauptsächlich als Verkaufshalle genutzt, bot dieser Bereich zusätzlich Angebote für technische Rollenspiele sowie Fotospots mit professionellen Fotograf*innen.
- Medieval Verse: Ein klassisch gehaltener Mittelaltermarkt mit Aktivitäten wie Bogenschießen, einer kulinarischen Meile sowie Händler*innen rund um mittelalterliches Cosplay und Handwerk.
- Cantina Verse: Eine liebevoll gestaltete Star Wars-Ausstellung mit zahlreichen Fotomotiven, ideal für Selfies und Fanbegegnungen.
- Explorer Verse: Eine thematisch gemischte Zone mit Rollenspielangeboten, Würfelhändler*innen und einem eindrucksvollen Warhammer 40.000-Rüstungsbauer.
- Crafters Verse: Eine kompakte Ausstellung, die sich ganz handgemachten Arbeiten und kreativen Projekten widmete.
- Artists Verse: Dieser Bereich präsentierte Kunstwerke wie Illustrationen, Masken und andere kreative Arbeiten von Künstler*innen aus der Szene.
- Open Verse: Eine weitläufige Außenfläche mit einem Cosplay-Camp und japanischen Food-Ständen, ideal zum Verweilen und Networken.
- Rooftop Verse: Eine höher gelegene Plattform mit guter Aussicht auf die Außenbereiche der Convention – ein beliebter Ort für Fotos und Erholung.
- Gaming Verse: Die zentrale Anlaufstelle für Tabletopfans mit Aussteller*innen, Fachhändlern, Malstudios und Cosplay rund um das Ghostbusters-Universum.
Obwohl die Vielzahl an Themenbereichen auf den ersten Blick überwältigend wirken konnte, erwies sich die Struktur der Roleplay Verse 2025 vor Ort als durchdacht und gut zugänglich. Die einzelnen Areale gingen fließend ineinander über und waren problemlos erreichbar. Zur besseren Orientierung wurden Informationsaufsteller an zentralen Punkten platziert, unterstützende Flyer verteilt und zusätzlich eine Event-App bereitgestellt. Diese Maßnahmen sorgten für eine einfache Navigation durch das weitläufige Gelände und ermöglichten den Besucher*innen ein entspanntes und zielgerichtetes Messeerlebnis.
Gaming Verse
Auf der Roleplay Verse 2025 wurde der Bereich der Gaming Verse neu gedacht und in einem separaten Zelt gebündelt. Erstmals fanden sich dort Tabletophändler, Aussteller*innen, Clubs, Bemal-Studios und Cosplayer gemeinsam unter einem Dach wieder. Im Vergleich zum Vorjahr verfolgten die Veranstalter ein klares Ziel: die vielfältigen Facetten des Hobbys sicht- und erlebbar zu machen. Vom Geländebau über das Gestalten von Bases, das Modellieren eigener Miniaturen bis hin zu Demospielen und Malworkshops wurde ein umfassendes Spektrum geboten. Interessierte konnten Spiele vor dem Kauf direkt ausprobieren und sich dabei von den Clubs und Aussteller*innen eine ehrliche Einschätzung holen oder sich selbst ein erstes Bild machen.
Besonders die Bemal-Workshops richteten sich gezielt an Anfänger*innen und senkten Hemmschwellen. Besucher*innen wurden Schritt für Schritt an das Bemalen von Miniaturen herangeführt, mit Freude, Geduld und praxisnahen Tipps. Auch für komplexere Themen wie die Gestaltung ganzer Spielplatten gab es fundierte Unterstützung von erfahrenen Modellbauern und Spielleiter*innen. Für weniger Bastelbegeisterte stand zudem fertig gedrucktes 3D-Gelände zum Kauf bereit.
Einsteigerfreundlich präsentierte sich auch das historische Tabletop. Mit kurzweiligen und humorvoll moderierten Demospielen wurde der Zugang zu oft als „nischig“ geltenden Systemen erleichtert. Für Abwechslung sorgten darüber hinaus die Ghostbusters Germany mit übersinnlichen Requisiten und Retrospielen, sowie ein professionelles Cosplay-Make-up-Angebot für angemeldete Besucher*innen.
Zwar war das Zelt in diesem Jahr niedriger als zuvor, doch die inhaltliche Zusammensetzung war durchdacht und stimmig. Die Balance zwischen Mitmachangeboten und Händlerpräsenz war gelungen und unterstrich, wie lebendig und einladend die Tabletop-Community sein kann. Lustigerweise befand sich auch ein nicht permanenter Color-Tätowierer im Zelt, der passende Motive zum Hobby anbot. Trotz der gelungenen Atmosphäre sorgte die direkte Sonneneinstrahlung allerdings für teils hohe Temperaturen. Das Zelt wurde stellenweise recht warm, was den Aufenthalt etwas erschwerte.
Wer war alles in der Gaming Verse dabei:
- Tablepottlers
- Drunken Dwarfs Duisburg
- Dingstown
- Stronghold Terrain
- Freebooter Miniatures
- 40k Fanworld
- Alpha Strike im Pott
- BenAD 3D
- Brother Vinni
- Elite 40k
- Fantasy En´Counter
- Fantasyschmiede
- Koboltnest
- Kryolan Professional Make-Up
- Magister Schauenburgs
- Manic Workbench
- Phantasos
- Roman´s Lucky Colors
- Schlaue Schreibwesen
- Shiftinglands
- Tabletop Area HQ
- Taschengelddieb
- We are Ghostbusters Germany
- Würfelwächter
Die angebotenen Demorunden der Spieleclubs erfreuten sich auf der Gaming Verse besonderer Beliebtheit. Zahlreiche Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, verschiedene Tabletop-Systeme direkt vor Ort auszuprobieren und erste Spielerfahrungen zu sammeln. Die Bandbreite der präsentierten Spiele reichte von historischen Gefechten bis hin zu fantastischen Schlachten. Titel wie SAGA, Shootout in Dingstown, Freebooter’s Fate, Moonstone und A Song of Ice and Fire luden zum Mitspielen ein und wurden rege genutzt.
An vielen Tischen bildeten sich immer wieder kleinere Gruppen, die dem Spielgeschehen zusahen oder auf einen freien Platz warteten. Die Atmosphäre war dabei stets einladend und offen – nicht zuletzt durch das Engagement der Spieleclubs, die Regeln erklärten, Tipps gaben und mit sichtbarer Begeisterung ihre Systeme vorstellten.
Trotz der regen Beteiligung blieb das Spielfeld im großen Zelt angenehm strukturiert. Es gab ausreichend Platz, um in Ruhe zu spielen oder sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Die Kombination aus fachkundiger Betreuung, abwechslungsreichen Spielsystemen und einer entspannten Umgebung machte diesen Bereich der Messe zu einem echten Anziehungspunkt, sowohl für neugierige Einsteiger*innen als auch für erfahrene Tabletop-Fans.
Fazit
Die Roleplay Verse 2025 überzeugte mit einem abwechslungsreichen Angebot und schuf eine Bühne für unterschiedlichste, teils verwandte Hobbybereiche. Ob Rollenspiel, Tabletop, Cosplay oder Fantasy, die Convention verstand es, verschiedenste Interessen miteinander zu verbinden und einen offenen Raum für Entdeckungen zu schaffen.
Einsteiger*innen fanden ideale Bedingungen, um in neue Systeme hineinzuschnuppern oder sogar direkt an Spielrunden teilzunehmen. Gleichzeitig bot sich erfahrenen Besucher*innen, etwa aus der Tabletop-Szene, die Möglichkeit, benachbarte Genres wie Miniaturen-basierte Brettspiele oder Pen-and-Paper-Systeme kennenzulernen. Diese niedrigschwellige, neugierige Annäherung an verwandte Hobbys war spürbar gewünscht und wurde von Aussteller*innen und Community mit Begeisterung unterstützt.
Wer eine Pause vom Spielen suchte, konnte sich auf dem atmosphärischen Mittelaltermarkt erholen, bei einem kühlen Getränk, kulinarischen Spezialitäten oder einem Bad im stilechten Zuber. Mit seinem Lager aus Orks und Gewandeten verlieh der stimmungsvoll inszenierte Markt der Messe jenes besondere Etwas, das man sich auf jeder Convention wünscht.
Für Fans postapokalyptischer Szenarien wartete mit den Rotten Raptors ein weiteres Highlight. Inspiriert von Welten wie Mad Max, Postman oder Fallout beeindruckte die Gruppe mit aufwendigem Szenenbild und sorgte für eine unterhaltsame Ergänzung des Messeprogramms.
Einen besonders starken Eindruck hinterließen auch die zahlreichen Cosplayer*innen. Die Qualität der Kostüme und Gewandungen war hoch, und Fragen zum Entstehungsprozess wurden überall freundlich und offen beantwortet, ein Paradebeispiel für den familiären, gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung.
Ein weiteres Herzstück war die Gaming Verse, in der Tabletop, Cosplay und klassische Spiele zusammengeführt wurden. Auch wenn der Fokus klar auf Tabletop lag, zeigten sich alle Aussteller*innen hilfsbereit, engagiert und bemüht, ihre Leidenschaft weiterzugeben insbesondere an interessierte Neulinge.
Ein kleiner Wermutstropfen war der hohe Eintrittspreis für den Samstag (45 Euro). Wer jedoch flexibel ist, dürfte mit einem Besuch am Freitag oder Sonntag eine preislich attraktivere und ebenso erlebnisreiche Alternative finden.
Artikelbilder: Christian Kallweit
Layout und Satz: Roger Lewin
Lektorat: Saskia Harendt
Fotografien: Christian Kallweit


















