Mit der aktuellen Edition von Age of Sigmar steht ein Spielformat besonders im Rampenlicht, die Speerspitzen. Speerspitzen sollen schnelle, kompakte und leicht zugängliche Gefechte ermöglichen. Perfekt für einen leichten Einstieg ins Spiel und mit genug Tiefe für langfristigen Spaß. Doch wie gut sind die einzelnen Speerspitzen? Zeit für einen Check.
Mit dem Speerspitzen-Format in Age of Sigmar hat Games Workshop endlich ein kompakteres Spiel geschaffen, das spieler*innenfreundlich und leicht zugänglich ist. Zum Start erschienen direkt mehrere Speerspitzen für die großen Bündnisse Ordnung, Chaos, Zerstörung und Tod. Viele Spieler*innen konnten dadurch sofort mit ihrer vorhandenen Sammlung einsteigen. Im Verlauf der Edition folgten weitere Boxen und das Format entwickelte sich stetig weiter. Mit Im Reich von Sand und Knochen entstand zuletzt sogar eine komplett neue Spielumgebung speziell für Speerspitzenspiele.
Krieg, Fressen, Tod, Gewalt
Inhaltsverzeichnis
Die Speerspitzen – Die größte Neuerung von Age of Sigmar
Mit dem Start der neuen Edition von Age of Sigmar bot sich den Spieler*innen die Möglichkeit, aus rund 25 verschiedenen Speerspitzen eine auszuwählen und direkt auf den Spieltisch zu bringen. Diese Vielfalt erlaubte es Interessierten, schon von Beginn an von einer großen Auswahl zu profitieren und unterschiedliche Spielstile auszuprobieren. Besonders das Bündnis der Ordnung verfügte zu Beginn über die größte Auswahl an Speerspitzen, was Spieler*innen motivierte, diese Fraktionen genauer zu erkunden. Im Laufe der Zeit ist die Anzahl der auswählbaren Speerspitzen auf nunmehr neununddreißig angewachsen, wodurch das Spiel eine noch größere Vielfalt und taktische Tiefe erhalten hat. Viele Fraktionen verfügen mittlerweile sogar über zwei verschiedene Speerspitzen, sodass sich die Art und Weise, eine Fraktion zu spielen, erheblich weiterentwickelt hat. Dies erlaubt es den Spieler*innen, ihre Strategien an ihre persönlichen Vorlieben anzupassen und kreativ zu kombinieren.

Zum Auftakt unserer Reihe stellen wir vier Speerspitzen vor, je eine aus den vier großen Bündnissen Ordnung, Chaos, Tod und Zerstörung. Der Fokus liegt dabei auf dem Aufbau der jeweiligen Speerspitze, ihren Stärken und Schwächen, taktischen Möglichkeiten sowie der Einstiegsfreundlichkeit. Abschließend vergleichen wir die vorgestellten Speerspitzen miteinander, wägen ihre Vor- und Nachteile ab und geben eine vorsichtige Einschätzung, welche Speerspitze tendenziell stärker oder weniger effektiv sein könnte. So erhalten sowohl Neueinsteiger*innen als auch erfahrene Spieler*innen einen klaren Überblick über die Möglichkeiten, die Speerspitzenspiele bietet.

Behemats Söhne – Wallbrecher
Die Söhne Behemats, riesenhafte Nachfahren der Gottbestie Behemat, leben nur selten in großen Gruppen, da zu viele Garganten denselben Lebensraum schnell leerfressen würden. Ihr grundsätzlich fauler, aber extrem aggressiver Charakter macht es ihnen schwer, Ressourcen zu teilen. Wenn sie sich dennoch zusammenschließen, formen sie einen sogenannten „Stampf“, in dem stets der größte und stärkste Megagargant das Sagen hat und die anderen dominiert. Manche Garganten brechen aus ihrem alten Verband aus, sammeln einige Gefolgsleute um sich und ziehen los, um eigene Territorien zu erobern. Dabei suchen sie nicht nur nach Nahrung, sondern auch nach Siedlungen, die sie zerstören können.
Behemats Söhne, Wallbrecher – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Menschenquetscher-Gargant (General)
- 1 Menschenquetscher-Gargant
- 1 Menschenquetscher-Gargant
Stärken der Speerspitze
- Hoher Kontrollwert
- Hohes Schadenspotenzial
- Kann sich jede Runde heilen und hat die Verstärkungsregel
Schwächen der Speerspitze
- Wenig Modelle
- Schlechter Fernkampf
- Keine Flexibilität
Einstiegsfreundlichkeit
-
Gut für Anfänger*innen
Ein prägendes Merkmal der Speerspitze ist die geringe Modellanzahl, mit der sie ins Rennen geht. Gerade einmal drei Modelle bewegen sich über das Spielfeld, was zwei wesentliche Konsequenzen hat: Einerseits werden die taktischen Möglichkeiten spürbar eingeschränkt, da die Positionierung jedes einzelnen Garganten über den gesamten Spielverlauf entscheidend ist. Andererseits bleibt der Überblick über die eigene Speerspitze stets gewahrt, da es keine komplexen Synergieketten oder großen Truppenzahlen zu verwalten gibt.

Dank eines hohen Kontrollwerts können die Garganten Missionsziele effektiv einnehmen und gegen feindliche Einheiten behaupten. Ihre beeindruckenden Schadenswerte erlauben es ihnen zudem, in Duellen gegen mittlere Heldenfiguren, typischerweise mit einem Ausdauerwert zwischen 5 und 9, schnell gefährlich zu werden. Nicht selten können diese Heldenfiguren bereits in einem einzigen Nahkampf ausgeschaltet werden. Problematisch wird es hingegen bei großen, modellreichen Einheitengruppen. Zwar verursachen die Garganten auch hier beträchtlichen Schaden, doch können solche Trupps sie leicht binden. Dadurch verlieren die Garganten ihre Mobilität und können keine weiteren Missionsziele mehr erreichen, was ihr größter strategischer Nachteil ist.

Daraus ergeben sich für Wallbrecher Spieler*innen zwei grundsätzliche Ansätze. Entweder konzentrieren sie sich darauf, früh drei Missionsziele zu besetzen und dort dank hoher Ausdauerwerte konstant zu punkten ergänzt durch das Erfüllen leichter Sekundärziele. Oder sie entscheiden sich für ein sehr offensives Vorgehen, bei dem sie gezielt die Schlüsselfiguren des Gegners ausschalten wollen. Letzteres kann äußerst effektiv sein, ist in einem würfelbasierten Spiel jedoch stets mit einem erheblichen Risiko verbunden.

Stormcast Eternals – Wachsame Bruderschaft
Die Wachsamen Bruderschaften sind spezialisierte Eliteeinheiten der Stormcast Eternals, die Sigmar nur dann ruft, wenn das Chaos eine existenzielle Bedrohung für die Reiche darstellt. Angeführt werden sie von den Grambannern, Krieger, deren Seelen durch unzählige Schlachten stark abgenutzt wurden. Dieser Verlust an Persönlichkeit macht sie zwar hart und gnadenlos, aber gleichzeitig nahezu immun gegenüber den Verlockungen des Chaos. Dadurch können sie in Regionen eingesetzt werden, die für andere Krieger zu gefährlich oder zu verderbt wären.
Jede dieser Bruderschaften steht unter dem Kommando eines Fürsten Vigilant, einer Figur mit Jahrhunderten an Erfahrung, die ständig zwischen dem Schutz der Menschheit und der kompromisslosen Vernichtung des Chaos abwägen muss.
Stormcast Eternals, Wachsame Bruderschaft – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Fürst Vigilant auf Schattengryph (General)
- 1 Fürst Veritant
- 3 Prosecutoren
- 5 Liberatoren
Stärken der Speerspitze
- Verstärkungsregel
- Nah und Fernkampf
- Zwei Helden
Schwächen der Speerspitze
- Wenig Kerneinheiten
- Verluste können schwer kompensiert werden
- Hohe Taktische tiefe erforderlich
Einstiegsfreundlichkeit
-
Gut für Kenner*innen der Fraktion
Die Wachsame Bruderschaft ist mit der Grundbox zum Editionsstart erschienen und ist ebenfalls eine Speerspitze, die nicht mit einer Masse an Modellen protzt. Mit zehn Modellen müssen Spieler*innen bei dieser Speerspitze auskommen. Dieses Haushalten ist eins der Kernelemente im Umgang mit der Speerspitze: durch die wenigen Modelle, müssen Verluste gut einkalkuliert werden und es kann nicht einfach so drauflos gekämpft werden. Glücklicherweise verfügen die Stormcast Eternals über einen soliden Rüstungswert von 3+, was ihnen in so mancher Schlacht zugutekommt.

Ein möglicher Weg zu einem Sieg könnte der Einsatz der Prosecutoren sein. Diese sind schnell auf dem Spielfeld unterwegs und können gezielt einzelne Held*innen oder Kriegsmaschinen angreifen und ausschalten. Ebenso können sie zügig Missionsziele einnehmen und für nachrückende Infanterie freikämpfen. Dank ihres guten Rüstungswerts überleben die Einheiten der Wachsamen Bruderschaft einige Runden im Nah- oder Fernkampf. Doch es darauf anzulegen, alles auszuhalten, was auf sie zukommt, ist keine gute Strategie, da die wenigen Modelle leicht aufgerieben werden können, je länger die Kämpfe andauern.
Dank der Verstärkungsregel kommen die Liberatoren und Prosecutoren zwar wieder, doch muss dies geschickt genutzt werden. Wenn in Runde drei die Liberatoren das Zeitliche segnen, sind sie einfach zu langsam, um in Runde vier noch einen entscheidenden Beitrag zu leisten. Der General ist auf seinem Schattengryph gut unterwegs und wird so manche Einheit das Fürchten lehren. Er hat ein gutes Schadensauskommen und ist recht schnell. Der Fürst Veritant dient hingegen eher als Unterstützung und sollte das offene Feld meiden.

Skaven – Nagschmausschwarm
Wenn die Skaven durch die Reiche ziehen, gleichen sie einer apokalyptischen Flut aus Fleisch und Wahnsinn, unaufhaltsam und zerstörerisch. Selbst kleine Horden können durch ihre schiere Überzahl triumphieren, wie die Nagschmausschwärme eindrucksvoll zeigen. Massen von Skaven stürmen voran, getrieben von einem unersättlichen Drang zu verschlingen, zu verderben und Tod zu bringen. Ihre Strategie beruht auf Quantität und gnadenloser Überwältigung, wobei entbehrliche Clanratten gemeinsam mit stärkeren Einheiten wie Ratogors den Feind niederwerfen. Angeführt werden diese Horden von Klauenfürsten, die als gerissene Strategen genau wissen, wo Verluste akzeptabel sind, um den Gegner zu zermürben, bevor sie selbst zuschlagen und den endgültigen Sieg davontragen.
Skaven, Nagschmausschwarm – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Klauenfürst auf Nagbestie (General)
- 1 Grauer Prophet
- 1 Warlock-Techniker
- 10 Clanratten
- 10 Clanratten
- 3 Rattenogors
Stärken der Speerspitze
- Viele Helden
- Nah und Fernkampf vorhanden
- Kann sich jede Runde heilen und hat die Verstärkungsregel
Schwächen der Speerspitze
- Niedrige Rüstung
- Anfällig gegen Fernkampf
- Standardeinheiten machen wenig Schaden
Einstiegsfreundlichkeit
-
Gut für Anfänger*innen
Die Speerspitze der Skaven stammt ebenfalls wie die wachsame Bruderschaft aus der Grundbox des Editionenstarts und bietet Spielenden von allem etwas. Nahkampf, Fernkampf und Magie. Mit drei Helden sticht die Speerspitze ebenfalls heraus und verlangt einen geschickten Einsatz dieser. Denn die richtige Fähigkeit oder der richtige Zauber wollen bei den wenigen Spielrunden gut gewählt sein, um eine durchschlagende Wirkung zu erzielen. Um die Helden zu schützen, können die Clanratten nach Belieben gegen den Feind ausgeschickt werden. dank Verstärkungsregel und Heilfähigkeiten, sollten sich die Clanratten zumindest bis Mitte des Spiels gut halten und die gegnerische Speerspitze beschäftigen.

Die Skaven fahren gut damit, teure Einheiten mit den Clanratten zu binden und sogleich auch Ziele einzunehmen, um dann mit den Rattenogors oder auch den Helden großen Schaden anzurichten. Dies gelingt ihnen auch recht gut, da die Rattenogors im Fernkampf abliefern können und auch im Nahkampf ordentlich zuschlagen. Der graue Prophet kann mit seiner Magie ebenfalls kräftig unterstützen und der Warlock-Techniker ist ein exzellenter Held für die zweite Reihe hinter den Clanratten.
Dies ist aber auch eine der Schwächen, sollten die Rattenogors oder die Helden ausgeschaltet werden, hat es die Speerspitze sehr schwer, einen Sieg zu erreichen. Sollten die Clanratten umgangen und die Helden direkt angegriffen werden, wird es heikel.
Soulblight Gravelords – Blutdrangjagd
Die vampirischen Blutlinien der Soulblight Gravelords teilen trotz unterschiedlicher Kriegstraditionen eine gemeinsame Eigenschaft: den unstillbaren Durst nach Jagd und Blut. In Friedenszeiten wirken die Vampirfürsten anmutig und adelig, doch im Gefecht verwandeln sie sich in grausame Bestien, die ihre Feinde zerrreißen. Sie setzen strategisch zuerst ihre niederen Diener wie Skelette ein, um Verluste zu minimieren, bevor sie selbst ihre Jagd auf ausgewählte, wertvolle Ziele richten. Neben einfachen Dienern gibt es die Blutritter. Sie bilden die Elite dieser Jagdgesellschaften, sind hervorragend ausgerüstet und oft entscheidend für den Erfolg einer Jagd. Die Vampire verbinden so taktisches Vorgehen, Blutentnahme und die Freude an der Jagd zu einer effektiven Kriegsführung. Selbst wenn eine Schlacht verlustreich oder blutig endet, fürchten die Untoten den Tod nicht, da sie immer wieder auferstehen können. Dadurch werden Verluste leicht kompensierbar, und kein Feind kann ihnen dauerhaft ernsthaften Schaden zufügen. Dieses Zusammenspiel aus Jagdtrieb, Taktik und Unsterblichkeit macht die Soulblight Gravelords zu gefürchteten Gegnern.
Soulblight Gravelords, Blutdrangjagd – Armeezusammenstellung Speerspitze
- 1 Vampirfürst (General)
- 10 Skelette der Knochenhorde
- 10 Skelette der Knochenhorde
- 5 Blutritter
- 3 Vargheister
Stärken der Speerspitze
- Starke Elite-Einheit dabei
- Schnell und beständig im Halten von Zielen
- Kann sich jede Runde heilen
Schwächen der Speerspitze
- Kein Fernkampf
- Schwacher General
- Standardeinheiten machen wenig Schaden
Einstiegsfreundlichkeit
- Gut für Anfänger*innen
Die Blutdrangjagd ist eine äußerst solide Speerspitze, die es hervorragend versteht, eigene Verluste zu kompensieren. Durch starke Heilfähigkeiten sowie die Regimentsfähigkeit Endlose Legionen können die Skelette der Knochenhorde ungewöhnlich lange auf dem Schlachtfeld gehalten oder sogar vollständig zurück ins Spiel gebracht werden. Für den Gegner fühlt sich ein Kampf gegen diese Speerspitze oft an wie ein Ringen mit Treibsand. Man glaubt, Fortschritte zu machen, nur um im nächsten Moment festzustellen, dass die Reihen der Untoten sich wieder schließen. Nur wenige feindliche Speerspitzen verfügen über das notwendige Schadenspotenzial, um die Blutdrangjagd in einem einzigen konzentrierten Schlag auszuschalten oder sie zumindest so hart zu treffen, dass es ihre Kampfkraft dauerhaft beeinträchtigt.

Sobald sich die Skelette auf ein Missionsziel zubewegen und dort ausharren, wird es für nahezu jede gegnerische Einheit schwierig, sie wieder zu vertreiben. Während die Skelette punkten und den Bereich sichern, sorgen die elitären Blutritter dafür, dass jedes Aufeinandertreffen mit ihnen unweigerlich in einer blutigen Auseinandersetzung endet. Ganz im Sinne der klassischen Hammer-und-Amboss-Taktik ergänzen sich diese beiden Einheiten hervorragend. Zusätzlich erhöht die Fähigkeit der Blutritter, sich selbst zu heilen, ihre Überlebensdauer erheblich und macht sie zu einer konstanten Bedrohung.
Der Vampirfürst der Soulblight Gravelords mag zwar nur 5 Lebenspunkte besitzen und wirkt auf den ersten Blick nicht besonders langlebig, doch ist er enorm effektiv darin, tödlichen Schaden auszuteilen. Mit einer passenden Verbesserung ausgerüstet, kann er sogar hinter den feindlichen Linien erscheinen und dort gezielt Zauberer oder Kriegsmaschinen ausschalten. Die Kombination aus verlässlicher Verlustkompensation, den kampfstarken Blutrittern und der Tatsache, dass ab Runde drei auch noch die schnellen Vargheister ins Spiel kommen, setzt jede gegnerische Speerspitze erheblich unter Druck und macht die Blutdrangjagd zu einer wahrhaft furchteinflößenden Kraft auf dem Schlachtfeld.
Bonus/Downloadcontent
Aktuell stehen auf der Warhammer Community-Website eine ganze Reihe von Downloads bereit. Fraktionssets und Regelupdates werden ebenfalls auf der Webseite veröffentlicht, sodass die Speerspitzen stets aktuell gehalten werden können.
Abschluss-Ranking
Wägt man die vier Speerspitzen gegeneinander ab und geht dabei von halbwegs konstantem Würfelglück aus, zeigt sich schnell, dass die Soulblight Gravelords in dieser Betrachtung deutlich vorne liegen. Ihre außergewöhnlichen Nehmerqualitäten, kombiniert mit einer elitären Auswahl an Einheiten, die zuverlässig hohen Schaden verursachen können, machen sie zu einer äußerst stabilen und gut spielbaren Speerspitze. Selbst wenn einzelne Schlüsselmodelle ausfallen, bricht ihre Front nicht sofort zusammen, da sie Verluste hervorragend kompensieren können und immer wieder in der Lage sind, Druck aufzubauen.
Direkt dahinter folgen die mächtigen Söhne Behemats. Ihr hoher Kontrollwert sichert ihnen über große Teile eines Spiels regelrecht die Punkte und ermöglicht es ihnen, selbst unter Beschuss oder im Nahkampf beständig zur Zielerfüllung beizutragen. Dank ihrer enormen Lebenspunktepools überstehen sie auch härtere Auseinandersetzungen und bleiben oft unerwartet lange auf dem Schlachtfeld präsent.
Die Skaven nagen sich knapp auf Rang drei heran. Ihre große Stärke liegt in ihrer Flexibilität. Sie können sowohl Nahkampf, Fernkampf als auch Magie effektiv einsetzen und dadurch sehr gut auf die Aktionen ihres Gegenübers reagieren. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einer unberechenbaren, aber auch anspruchsvollen Speerspitze.
Knapp dahinter folgt die Wachsame Bruderschaft. Von allen Speerspitzen verlangt sie den Spieler*innen am meisten Vorwissen ab, ebenso wie ein geschicktes Einsetzen einzelner Einheiten und synergetischer Fähigkeiten. Ein frühzeitiges Ausschalten ihrer Helden bringt ihre gesamte Struktur schnell ins Stocken. Sollten sich außerdem die schnellen Prosecutoren in einem ungünstigen Nahkampf festkämpfen, wird ein Sieg aufgrund der wenigen Spielrunden deutlich schwieriger zu erreichen.
Natürlich darf nicht vergessen werden, dass es sich trotz aller taktischen Überlegungen um ein Würfelspiel handelt. Die Würfelgötter entscheiden in jeder Partie aufs Neue, wem sie ihre Gunst schenken oder sie ebenso schnell wieder entziehen. Deshalb folgt eine vorsichtige, aber nachvollziehbare Einschätzung der Gesamtstärke der betrachteten Speerspitzen.
Auf- und Abstieg
- Soulblight Gravelords – Blutdrangjagd
- Behemats Söhne – Wallbrecher
- Skaven – Nagschmausschwarm
- Stormcast Eternals – Wachsame Bruderschaft
Artikelbilder: © Games Workshop Ltd.
Layout und Satz: Melanie Maria Mazur
Lektorat: Maximilian Düngen


















