In der neuen Speerspitze Sand und Knochen treffen uralte Knochenmagie und sengender Wüstensand aufeinander. Im düsteren Reich Shyish kämpfen gnadenlose Krieger auf verfluchten Schlachtfeldern voller zerfallener Ruinen und vergessener Macht. Die neue Umgebung der Speerspitze liefert neben frischem Wind auch neue Inhalte für alle Hobbyliebenden.
Games Workshop entfesselt die nächste Welle für das beliebte Speerspitzen Format von Age of Sigmar. Nach zwei erfolgreichen Schlachtfeldern bringt die neue Edition frischen Wind, gleichermaßen ideal für Einsteiger*innen und Veteran*innen. Kurze, intensive Gefechte lassen sich sogar unter der Woche einplanen, perfekt für vielbeschäftigte Hobbygeneräle und -generalinnen. Jetzt erweitert ein neues Spielfeld den Spielspaß. Von den lodernden Ebenen Aqshy bis in das düstere Reich Shyishs, wo Knochenstaub die Luft füllt und der Tod selbst mitspielt. Ein neues Kartendeck sorgt für unvorhersehbare Wendungen, so dass taktisches Umdenken gefragt ist. Doch was taugen die neuen Regeln und das Gelände wirklich? Ein Blick auf die Spieltische der Reiche des Todes liefert Antworten und Spannung pur.
Knochen, exzessive Gewalt, Krieg, Tod, Blut, Vampire
Inhaltsverzeichnis
Speerspitze – Das schnelle Spiel
Mit dem Speerspitzen Format hat Games Workshop eine spannende und zugängliche Variante von Age of Sigmar geschaffen. Es richtet sich besonders an Neueinsteiger*innen und alle, die schnelle, taktisch interessante Spiele mit wenig Aufwand suchen. Statt großer Armeen treten hier kleinere feste Einsatzgruppen gegeneinander an, perfekt für kurze Partien und schrittweises Hineinwachsen in die Welt der Reiche der Sterblichen.
Das Spiel wird auf einem kleineren Spielfeld als beim Original Age of Sigmar gespielt, das in markierte Zonen unterteilt ist. Diese Zonen sind mehr als nur Gestaltungselemente, sie beeinflussen Bewegung, Aufstellung und Missionsziele. Die Armeen bestehen aus einem Helden, wenigen Einheiten und manchmal einer Eliteeinheit oder einem kleinen Monster. Damit bleibt das Spiel übersichtlich, ohne an strategischer Tiefe zu verlieren. Ein zentrales Element des Systems sind die Wendungskarten. Vor jeder Runde wird eine Karte gezogen, die besondere Ereignisse oder Bedingungen ins Spiel bringt, etwa veränderte Sichtlinien, neue Missionsziele oder besondere Effekte. Diese Karten sorgen für Überraschungsmomente und zwingen Spielende dazu, flexibel und kreativ zu reagieren.

Die Armeen sind vorgegeben, man sucht sich einfach eine Fraktion und die passende Speerspitzen Liste aus. Das Balancing funktioniert dadurch gut und das mühsame Erstellen komplexer Armeelisten entfällt. Eine Partie dauert in der Regel 90 bis 120 Minuten und lässt sich bequem auch unter der Woche spielen.
Speerspitze ist damit ideal für alle, die ohne großen Zeitaufwand in die Welt von Age of Sigmar eintauchen wollen, sei es als Einstieg oder als Ergänzung zum klassischen Spiel mit großen Armeen und komplexen Spielregeln.
Das Spielfeld – Von Sand und Kochen
Das Spielfeld Sand und Knochen wurde speziell für die rasanten und thematisch dichten Gefechte im Speerspitze Format von Age of Sigmar entworfen. Es bietet zwei unterschiedliche Spielfeldseiten, die jeweils eine eigene strategische Ausrichtung mitbringen. Auf der einen Seite sind vier Missionsziele aufgedruckt, auf der anderen Seite finden sich fünf Missionsziele. Dies ermöglicht verschiedene Szenarien und taktische Herausforderungen der ausgetragenen Spiele.
Die Gestaltung des Spielfelds thematisiert die düsteren, geisterhaften Regionen des Reichs Shyish, wo die Grenzen zwischen Leben und Tod verschwimmen. Eine Seite zeigt die endlosen, staubigen Ebenen Ossias, eine von Sandstürmen gepeitschte Einöde, durchzogen von vergessenen Ruinen und den Spuren längst vergangener Reiche. Die andere Seite präsentiert die finsteren Lande von Dolorum, eine Region, in der der Boden selbst aus gebleichten Knochen besteht und jedes Echo an verlorene Seelen erinnert.
Mit seinem atmosphärischen Design und der praktischen Spielfeldstruktur bringt das neue Spielfeld sowohl visuelle Tiefe als auch funktionale Klarheit auf deinen Tisch und macht jede Partie zu einem packenden Erlebnis im Zeichen des Todes.
Inhalt der Box – Speerspitze Sand und Knochen
-
Das Spielfeld (1): Ein doppelt bedrucktes Spielfeld aus robustem Karton mit den Motiven des Reichs Shyish gestaltet.
-
Gelände (6): Zwei gebogene Zäune, auf die Schädel und Knochen gespießt wurden. Eine Statue, welche der Blutkönigin nachempfunden ist, und ein vampirischer Sarg mit einer blutgefüllten Opferschale bilden das Gelände der neuen Speerspitze.
-
Speerspitzen Karten (36): Die Box enthält ein komplett neues Deck an Wendungskarten und taktischen Vorhaben, um das Spiel thematisch in Shyish einzuordnen.
-
Speerspitzen Buch (1): 24-seitiges Buch mit Regeln zum direkt loslegen, vollständige Regeln für vier Fraktionen: den Füsilierzug der Städte Sigmars, die sonnenblütigen Pirscher der Seraphon, die Mortisan Elite der Ossiarch Knochenlegionen und die Schrotthorde der Ogor Schlundstämme.
Das Gelände – Blut, Knochen und Sarg
Das beiliegende Gelände der Box Speerspitze: Sand und Knochen orientiert sich in seiner Auswahl und Gestaltung an dem Terrain der Speerspitzen Starterbox. Da das Spielfeld im Speerspitzen Format deutlich kompakter ist als das klassische Spielfeld von Age of Sigmar, verzichtet man bewusst auf große, dominante Geländestücke. Stattdessen kommen kleinere, funktionale Sichtblocker zum Einsatz, etwa Zäune oder anderes niedrigeres Gelände, das den Spielfluss unterstützt, ohne das Schlachtfeld zu überladen.
Doch die Sand und Knochen Box geht über das Gewohnte hinaus. Zusätzlich zu den üblichen Mauern mit begleitendem Geröll setzt diese Box auf thematisch reichhaltigeres Gelände. Besonders hervorzuheben sind eine mystische Statue, die Neferata die Mortarchin des Blutes darstellt, sowie ein aufwendig gestalteter vampirischer Sarg mit Opferschale. Diese Elemente bringen nicht nur optisch eine spannende Abwechslung gegenüber der ersten Speerspitzen Box, sondern sorgen auch für ein atmosphärisch düsteres Spielerlebnis ganz im Geiste Shyishs. Sie bringen sogar eigene Regeln mit, die von Spielenden genutzt werden können – etwa einen verbesserten Kontrollwert oder einen besseren Trefferwurf. Doch jeder Bonus birgt auch einen Nachteil, falls der benötigte Würfelwurf misslingt.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass insgesamt sechs Geländestücke statt der sonst üblichen vier enthalten sind; das allein ist ein spürbarer Mehrwert. Trotz der erhöhten Anzahl wirkt das Spielfeld nicht überladen. Die Gestaltung wahrt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Spielbarkeit und einem optisch schönen Spielfeld. Das Gelände strukturiert die Spielzone sinnvoll, ohne die Bewegungsfreiheit der Einheiten zu beschneiden, ideal für schnelle, taktisch geprägte Speerspitzen- Gefechte.
Das Reich des Todes – Die Wendungen
Das strategische Rückgrat jedes Speerspitzenspiels bilden die Wendungskarten und taktischen Vorhaben. Diese beiden Elemente bringen nicht nur Abwechslung und Spannung in den Spielverlauf, sondern fordern die Spielenden in jeder Runde aufs Neue heraus, kluge Entscheidungen zu treffen. Wendungskarten werden zu Beginn jeder Runde gezogen und gelten für beide Seiten gleichermaßen. Sie verändern temporär die Spielbedingungen, etwa durch besondere Effekte, Herausforderungen, oder Gelegenheiten, zusätzliche Siegpunkte zu erringen.
Im Gegensatz dazu stehen die taktischen Vorhaben, die zu Beginn des eigenen Spielzugs gezogen werden. Bis zu drei Karten stehen zur Auswahl und können neben den Missionszielen verfolgt werden. Gelingt es, das Vorhaben zu erfüllen, winkt ein wertvoller Siegpunkt. Jedes dieser taktischen Vorhaben bietet zusätzlich einen einmaligen Befehlseffekt, der kurzfristig erheblichen Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen kann. Und genau hier liegt der Reiz: Nutze ich den sofortigen Vorteil des Befehls, oder verzichte ich zugunsten des Siegpunkts? Das Abwägen ist hier entscheidend.
Jede Runde verlangt eine überlegte Einschätzung der Lage: Investiere ich in einen kurzfristigen Vorteil oder spiele ich auf den langfristigen Sieg?

Ein großer Vorteil ist, dass beide Spielenden auf das gleiche Kartendeck zurückgreifen. Das sorgt für Chancengleichheit und verhindert Diskussionen über vermeintlich unfaire Kartenkombinationen. Dennoch bleibt ein gewisser Glücksfaktor erhalten, denn vor jeder Partie werden die Kartenstapel sorgfältig gemischt. Kein Spiel gleicht dem anderen.
Ein markanter Unterschied zur Starterbox sind die neuen taktischen Möglichkeiten, die sich mit den erweiterten taktischen Vorhabenkarten ergeben. Neben altbekannten Befehlen treten nun spannende neue Effekte hinzu. So kann etwa ein Geländestück als Missionsziel deklariert oder sogar versetzt werden. Das birgt einen erheblichen taktischen Vorteil, insbesondere für Fernkampfarmeen, die auf dem kompakten Spielfeld sonst oft rasch in den Nahkampf gedrängt werden.
Auch offensive Optionen kommen nicht zu kurz, denn einige Karten ermöglichen es, gegnerischen Einheiten direkt tödlichen Schaden zuzufügen. Andere locken mit mächtigen Boni, die jedoch stets mit einem Malus erkauft werden müssen, ganz im Geiste der Reiche des Todes, wo bekanntlich nur der Tod umsonst ist.
Speerspitze Sand und Knochen
- Verlag: Games Workshop
- Erscheinungsjahr: 2025
- Sprache: Deutsch, Englisch
- Preis: 55 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi
Fazit
Mit der neuen Speerspitze Sand und Knochen kommt mehr als nur eine weitere Erweiterung. Sie ist ein gelungenes Gesamtpaket, das das beliebte Speerspitzen Format von Age of Sigmar sinnvoll erweitert und gleichzeitig atmosphärisch vertieft. Games Workshop zeigt erneut, wie man kompaktes Spieldesign mit taktischer Tiefe und erzählerischer Dichte verbindet.
Besonders hervorzuheben ist das neue Spielfeld im Reich Shyish, zwei thematisch dichte Seiten, unterschiedlich aufgebaut, mit variabler Missionszielverteilung, bringen frischen Wind auf den Tisch. Die stimmige Gestaltung von knochentrockener Wüste bis zu morbiden Landstrichen aus Totengebein sorgt für ein immersives Spielerlebnis, das sofort die richtige Stimmung erzeugt. Auch das beiliegende Gelände kann sich sehen lassen. Mit sechs Geländestücken, darunter eine Statue der Blutkönigin und ein vampirischer Sarg, wird nicht nur die Optik, sondern auch die taktische Tiefe aufgewertet.
Ein echtes Highlight sind die neuen Wendungskarten und taktischen Vorhaben, die zusätzliche Optionen wie das Versetzen von Gelände oder direkten Schaden an feindlichen Einheiten bieten. Diese neuen Effekte erweitern das bisherige Repertoire sinnvoll, ohne die Zugänglichkeit des Spiels zu gefährden. Besonders für Fernkampfarmeen eröffnen sich damit neue Möglichkeiten.
Leider sind genau diese offensiven Möglichkeiten auch ein möglicher Minuspunkt, denn es stellt sich die Frage, ob Speerspitzenspiele zusätzliches Schadenpotenzial überhaupt benötigen, denn Schaden wird schnell angerichtet und ist aufgrund der kleinen Armeen auch schmerzlich hinzunehmen. So könnte eine glückliche Runde mit den richtigen gezogenen Karten ein Spiel vorzeitig entscheiden.
Unterm Strich bietet Sand und Knochen eine atmosphärisch dichte, gut durchdachte und spielerisch überzeugende Erweiterung, die den Geist von Speerspitze weiterträgt und gleichzeitig neue Akzente setzt. Ein Muss für Fans des Formats und ein perfekter Einstieg für alle, die es noch werden wollen.

- Atmosphärisch gestaltetes, doppelseitiges Spielfeld
- Viel Zubehör
- Neue Wendungskarten mit erweiterten Effekten
- Viel zu viel Schadenspotenzial
- Hoher Glücksfaktor durch Kartenziehung
- Schaden der Kartendecks kann die Balance kippen
Artikelbilder: © Games Workshop
Layout und Satz: Mika Eisenstern
Lektorat: Susanne Stark
Fotografien: Christian Kallweit
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Durch einen Einkauf unterstützt ihr Teilzeithelden, euer Preis steigt dadurch nicht.



















