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Sie sind die Elitekriegerinnen des Imperialen Glaubens. Mit Flammenwerfer und Kettenschwert gehen sie gnadenlos gegen Häretiker*innen und Xenos vor. Ihr Einsatzwille in der Schlacht wird nur von ihrem fanatischen Glauben übertroffen. Mit dem Codex: Adepta Sororitas bekommen sie nun endlich ihre langersehnte Regelergänzung.

Nach dem der letzte Codex für eine imperiale Armee, der Adeptus Custodes, für viel Stirnrunzeln gesorgt hatte, waren die Befürchtungen bei dem Codex der Adeptus Sororitas groß. Völlig unbegründet, wie sich herausstellt. Das Buch führt, wie von anderen Codices bekannt, zunächst in die Geschichte der Adepta Sororitas ein, beschreibt die Regeln für die Kampfpatrouille und die Kontingente, und enthält auch Regelanpassungen für das narrative Kreuzzugsspiel. Versehen mit Bemalanleitungen, kunstvollen Zeichnungen und Bildern hält man mit dem Codex Adepta Sororitas eine sehr gelungene Regelergänzung für Warhammer 40k in den Händen.

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Wer sind die „Sisters of Battle“?

Die Adepta Sororitas, auch bekannt als die „Sisters of Battle“, sind glühende Gläubige und brennende Verteidigerinnen des Imperialen Glaubens. Diese rein weibliche Streitmacht agiert unter der Schirmherrschaft der Ekklesiarchie, der offiziellen Kirche des Imperiums der Menschheit. Geprägt von tiefem Glauben und religiösem Eifer, sehen sich die Schwestern als die heiligen Dienerinnen des Gottimperators, und ihr Handeln wird von fanatischer Hingabe an diesen Glauben bestimmt.

Organisatorisch sind die Adepta Sororitas in verschiedene Orden unterteilt, von denen jeder eine besondere Rolle oder Aufgabe hat. Die Schwestern der Ordines Hospitalis sind mit der Pflege und Heilung Verwundeter und Kranker betraut. Die Ordines Dialogus-Schwestern werden als Lehrerinnen, Beraterinnen und Vermittlerinnen überall im Imperium eingesetzt und geschätzt. Am bekanntesten sind jedoch wohl die Ordines Militaris, die sich mit flammendem Eifer auf die Feind*innen des Imperiums stürzen.

Im Zentrum ihrer Existenz steht die militärische Verteidigung des Imperiums. Die Adepta Sororitas kämpfen unermüdlich gegen die zahllosen Feinde der Menschheit, seien es Ketzer*innen, Xenos oder Dämonen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, die Reinheit und den Glauben des Imperiums zu wahren und zu schützen. Dabei zeichnen sie sich durch ihre exzellente Bewaffnung aus. Zudem sind sie die einzigen normalsterblichen Menschen, die eine Servorüstung, ähnlich jener der Space Marines, tragen. Bolter, Flammenwerfer und Melterwaffen machen sie zu einer furchterregenden Streitmacht und ihr unerschütterlicher Glaube lässt sie auch gegen Berge von Gegner*innen bestehen.

Die Schwestern der Adepta Sororitas sind für ihre bedingungslose Loyalität zum Imperium und zum Gottimperator bekannt. Ihre Hingabe geht so weit, dass sie bereit sind, ihr Leben zu opfern, um den Glauben und das Imperium zu verteidigen. Diese Loyalität und Entschlossenheit haben dazu geführt, dass sie in vielen entscheidenden Schlachten des Imperiums eine Schlüsselrolle gespielt haben.

Die wichtigsten Orden im Überblick

Orden der Heiligen Märtyrerin: Dieser Orden ehrt gefallene Schwestern, und ist für seinen unbeugsamen Glauben und seine Entschlossenheit im Angesicht des Todes bekannt. Sie kämpfen oft bis zum letzten Atemzug und inspirieren andere durch ihren selbstlosen Mut.

Orden des Tapferen Herzens: Diese Schwestern sind für ihre immense Widerstandsfähigkeit und ihren unerschütterlichen Glauben bekannt. Sie ertragen große Schmerzen und Härten und sind oft in den erbittertsten Konflikten des Imperiums zu finden.

Orden der Blutigen Rose: Dieser Orden ist für seine extreme Aggressivität und brutale Vorgehensweise im Kampf bekannt. Ihre Mitglieder sind fanatisch und zeigen keinerlei Gnade gegenüber den Feind*innen des Imperiums.

Orden des Schwarzen Herzen: Dieser Orden legt großen Wert auf Rituale und Traditionen, und bewahrt die ursprünglichen Lehren der Heiligen Dominica. Sie sind standhaft in ihrem Glauben, und werden oft als die Hüter der orthodoxen Doktrinen der Kirche angesehen.

Orden des Silbernen Leichentuchs: Die Mitglieder dieses Ordens sind mobil und flexibel, bekannt für ihre schnellen Schläge und strategischen Manöver. Sie führen Blitzangriffe durch und verschwinden genauso schnell, wie sie erschienen sind.

Orden der Heiligen Rose: Die Schwestern dieses Ordens sind bekannt für ihre unerschütterliche Ruhe und Disziplin im Kampf. Sie verkörpern Reinheit und Geduld, was ihnen erlaubt, selbst in den chaotischsten Schlachten die Kontrolle zu bewahren.

Die Töchter des Imperators – Armeeregeln und Kontingente

Die Wunderwürfel sorgen für verlässliche Ergebnisse bei Würfelwürfen.
Die Wunderwürfel sorgen für verlässliche Ergebnisse bei Würfelwürfen.

Wie schon im Codex der Space Marines und anderen Veröffentlichungen macht Games Workshop die taktische Ausrichtung nicht mehr von einem bestimmten Orden oder einer vorgegebenen Subfraktion abhängig. Stattdessen können bei der Armeezusammenstellung mithilfe unterschiedlicher Kontingente bestimmte Spielweisen oder Einheiten gezielt gefördert werden.

Die Armeeeigenschaft Glaubensakte ist dabei jedoch allen Kontingenten gemein. Dazu werden Wunderwürfel gesammelt. Diese kommen am Anfang jeder Runde, wenn eine eigene Einheit zerstört wird oder durch weitere Sonderfähigkeiten, zustande. Für jeden Wunderwürfel wird ein Würfel geworfen und die angezeigte Augenzahl beiseitegelegt. Im Verlauf des Spiels können diese dann einen einzelnen Würfel eines Vorrücken-, Erschütterung-, Angriffs-, Treffer-, Schadens-, Schutz- oder Verwundungs-Wurfs ersetzen.

Die vier enthaltenen Kontingente richten sich nach den unterschiedlichen Einheiten und Facetten der Armee. Das Martyrium des Geweihte Märtyrerinnen-Kontingents, die Buße des Heer der Sühne, die reinigenden Flammen der der Flammenbotinnen und der fanatische Glaube der Armee des Glaubens geben jedem Kontingent eine ganz eigene Spielweise.

Geweihte Märtyrerinnen

Das Geweihte Märtyrerinnen-Kontingent zeichnet den Aspekt des Martyriums der Sororitas nach. Ihre Kontingents-Regel Blut der Märtyrerinnen verleiht den Einheiten +1 Angriffe, wenn schon Modelle als Verlust aus ihnen entfernt wurden und weitere +1 auf Verwundungswürfe, wenn sie weniger als die Hälfte der ursprünglichen Modelle enthalten.

Die Verbesserungen beziehen sich vor allem auf die Wunderwürfel, die mit der Gebetsschnur des Opfers neu gewürfelt werden dürfen oder beim Tod der Trägerin zusätzliche Wunderwürfel erzeugen, wie beim Frommen Vorbild.

Die Befehle ermöglichen es, zerstörten Einheiten ein letztes Mal anzugreifen, beschossenen Einheiten das Feuer zu erwidern oder Nahkampfangriffe auf sich zu ziehen. Das Geweihte Märtyrerinnen-Kontingent eignet sich also gerade für eine universelle Armeezusammenstellung, die sowohl Nah- als auch Fernkampffähigkeiten vereint und mit Fahrzeugunterstützung in den Kampf zieht.

Heer der Sühne

Beim Heer der Sühne-Kontingent steht vor allem der Aspekt der Buße im Vordergrund. Bei den vier Einheiten, die mit dem Schlagwort Büsser versehen sind, handelt es sich um gefallene oder wankende Sororitas, die im Kampf Wiedergutmachung ableisten oder Verbrecherinnen, die für ihre Taten an vorderster Front büßen müssen. Es handelt sich bei den entsprechenden Einheiten vor allem um nahkampfstarke schlecht gerüstete Modelle.

Die Kontingents-Regel Verzweifelte Suche nach Erlösung lässt dabei zu Beginn jeder Runde zwischen drei Schwüren wählen. Entweder erhalten Büsser-Einheiten +3 (Anmerkung: Rechtschreibung des Begriffs „Büsser“ aus dem Regelwerk übernommen) auf Bewegung, +1 auf Attacken und Stärke im Nahkampf nach Angriffsbewegung oder ermöglichen es besiegte Büsser-Einheiten noch zu kämpfen, bevor sie entfernt werden.

Mächtig ist die Verbesserung Psalm des Rechtschaffenen Urteils, durch welche zerstörte Büsser-Einheiten garantiert einen Wunderwürfel mit dem Wert 6 generieren. Die Befehle richten sich ebenfalls an Büsser-Einheiten und erlauben es vorzurücken und sich zurückzuziehen und trotzdem noch anzugreifen, verleihen Verwundungen ignorieren und verbessern die Chance auf kritische Treffer.

Gerade die Bewegungsbefehle machen die Büsser-Einheiten brandgefährlich. Eine komplette Armee nur aus diesen Modellen zusammenzustellen ist nicht unbedingt ratsam, da Feuerkraft und gute Panzerung bei ihnen Mangelware sind. Nichtsdestotrotz rückt das Heer der Sühne-Kontingent auf gelungene Art und Weise Truppen in den Vordergrund, die man sonst nicht als Hauptfokus einer Sororitas-Armee benutzt hätte.

Flammenbotinnen

Mit einer guten Anzahl an Flammenwerfern und Meltern sind viele der Sororitas-Einheiten selbst in Sachen Fernkampf auf eher kurze Distanz ausgerichtet. Das Flammenbotinnen -Kontingent greift genau das auf, und bringt die reinigenden Flammen mit noch mehr Durchschlagskraft schnell näher zu Gegner*innen. Jegliche Art von Fernkampfwaffe erhält die Sturm-Eigenschaft und lässt die Sororitas-Soldatinnen schneller vorrücken. Zudem wird der Stärkewert von Feuerwaffen innerhalb von zwölf Zoll um gegnerische Truppen noch um 1 erhöht.

Bei den Verbesserungen stattet Feuer und Zorn Schwall-Waffen der angeschlossenen Einheit mit einer weiteren Attacke und alle anderen Feuerwaffen mit Trefferhagel aus. Ansonsten lassen sich mit anderen Eigenschaften Wunderwürfel zu einem höheren Wert zusammenfügen oder gegen je +1 auf Attacke und Stärke von Nahkampfeinheiten tauschen.

Bei den Befehlen sticht Überbringt die Gläubige Schar ins Auge. Ein Truppentransporter kann selbst nach vorrücken entladen. Mit Reinigende Flammen kann die Besatzung eines Transporters nach Beschuss aussteigen und das Feuer erwidern. Ansonsten lassen sich mittels enthaltener Befehle Schwall- und Nahkampfwaffen noch tödlicher machen und den Durchschlag von Gegner*innen herunterschrauben.

Das Flammenbotinnen -Kontingent macht also die Feuerkraft der Sororitas noch gefährlicher. Aber auch Nahkampftruppen lassen sich mit den Befehlen gut verbessern. Insgesamt also eine weitere sehr ausgewogene Möglichkeit, die Sisters of Battle in die Schlacht zu führen.

Armee des Glaubens

Mit dem Armee des Glaubens -Kontingent wird es punkteintensiv, was die Wunderwürfel angeht, denn die Einheiten können hier zwei Glaubensakte pro Phase statt nur einen ausführen.

Doch dafür bringt das Kontingent auch die eine oder andere Verbesserung mit, um diese effizient einzusetzen oder zu gewinnen. So erlauben unterschiedliche Gegenstände durch das Absolvieren eines Leadership Tests, durch das Töten von Gegner*innen oder das Erzwingen von Erschütterungstests, das Hinzufügen eines weiteren Wunderwürfel. Das Triptychon des Macharius-Kreuzzugs lässt bei der Trägerin jeglichen Wunderwürfel zu einem erfolgreichen Rüstungswurf werden.

Die Befehle zielen zwar nicht ausschließlich auf Sprungmodul-Einheiten ab, sorgen aber dafür, dass die Effekte mit weiteren Einheiten geteilt werden können. So können Modifikationen auf Angriffe ignoriert, Trefferwürfe erschwert oder Einheiten, mit Wunden ignorieren ausgestattet werden. Zudem können eigene Angriffsfähigkeiten verbessert werden, die zudem noch Wunderwürfel produzieren können. Eigene Sprungmodul-Einheiten mit Auf Engelsschwingen wieder in die strategische Reserve zu versetzen, kann zudem einen wunderschönen Strich durch ausgeklügelte Pläne von Gegner*innen machen.

Insgesamt bringt das Armee des Glaubens -Kontingent natürlich einige Vorteile, besonders für Sprungmodul-Einheiten; der Kernmechanismus eignet sich aber für jegliche Armeezusammenstellung und bringt ebenfalls wieder eine neue Spielart auf den Spieltisch.

Einschätzung der Kontingente

Natürlich mag die Anzahl von vier Kontingenten erst einmal wenig erscheinen. Die unterschiedlichen Kontingente eröffnen jedoch unterschiedliche Spielarten. Was noch viel wichtiger ist, sie schienen, zumindest nach dem ersten Eindruck, sehr ausgewogen zu sein. Ob der Fokus auf das Erleiden von Verlusten und daraus resultierenden Vorteilen, dem verstärkten Einsatz von Büsser-Einheiten, dem Verstärken von Sororitas-Feuerwaffen oder dem verstärkten Einsatz von Wunderwürfel – und deren Gewinnung liegt. Man wird, abgesehen von dem Heer der Sühne-Kontingent, in seiner Auswahl der Einheiten nie zu sehr in eine Richtung geschoben. Der Fokus liegt tatsächlich auf dem unterschiedlichen Einsatz der eigenen Einheiten, ohne dass man jedes Mal einen Haufen neuer Figuren seiner Sammlung zufügen muss.

Mit Kettenschwertern und reinigenden Flammen – die Einheiten der Adepta Sororitas

Die Adepta Sororitas ist eine ausgewogene Fraktion. Durchschlagskräftige Nahkämpferinnen, universell einsetzbare Infanterie, gepanzerte Kriegsläuferinnen, mobile Sprungmodul-Einheiten und schwere Geschütze – mit der Auswahl an Einheiten lassen sich Armeen mit unterschiedlichster Ausrichtung erstellen. Vor allem ist es Infanterie zu Fuß, die den Großteil der Armee stellt. Allen zu eigen ist ein guter Rüstungswert, aber leider auch eine geringe Anzahl an Lebenspunkten.

Die Anführerinnen sorgen zumeist für Boni in Nah- und Fernkämpfen. Einige lassen durch das Zerstören von gegnerischen Truppen neue Wunderwürfel entstehen, so wie beispielsweise Morvenn Vahl, die oberste Anführerin der Sororitas.

Neu in der Führungsriege ist eine alte Bekannte aus vorherigen Editionen. Die Principalis kann mit Sprungmodul nun auch die mobilen fliegenden Einheiten der Sororitas mit Führungskompetenz ins Gefecht begleiten.

Novizinnentrupps der Sororitas und die erfahrenen Schwestern des Dominatortrupps. Die Waffenausstattung ist entsprechend ihrer Erfahrung abgestuft, sodass der Dominatortrupp alle mächtige Flammenwerfer, Melter oder spezielle Stormbolter ins Feld führen darf. Alle drei können, besetzen sie ein Missionsziel, auf eine 4+ einen Wunderwürfel produzieren.

Der Novizinnentrupp hat zudem die Eigenschaft Infiltratorinnen und bringt den Sororitas somit die Möglichkeit, wichtige Missionsziele schon vor Spielbeginn zu sichern.

Die vier Büsser-Einheiten bestehen aus schlecht gepanzerter Nahkampfinfanterie und mit vernichtenden Nahkampfwaffen ausgestatteten Kampfläuferinnen. Diese werden meist gegen die Feind*innen geworfen, ohne den Anspruch, dass sie diesen Angriff überleben. Dafür haben sie aber das Potenzial, große Löcher in feindliche Linien zu reißen.

Für Mobilität sorgen Zephyrim- und Seraphimtrupps. Diese mit Spungmodul ausgestatteten Infanterietruppen haben entweder einen Nah- oder Fernkampffokus und sorgen mit ihrem Bewegungswert von zwölf Zoll und weiteren Mobilitätsboni für ausreichend Druck auf weiter entfernte gegnerische Truppen.

Neben weiteren Elite-Infanterieeinheiten sorgen die Paragon-Kriegsanzüge, Kampfläuferinnen der Sororitas, für Widerstandsfähigkeit und Durchschlagskraft und helfen, auch wichtige zentrale Missionsziele zu halten. Gute Rettungs- und Rüstungswürfe machen es Gegner*innen nicht leicht, an ihnen vorbeizukommen.

Schließlich besitzen die Sororitas noch einen vielseitigen Pool an Fahrzeugen. Truppentransporter, schwere Waffen gegen Horde und panzerbrechende Kanonen für schwer gerüstete gegnerische Einheiten stellen ein gutes Arsenal dar, das es mit jeder Art Gegner*in aufnehmen kann.

Auf dem Weg zur lebenden Heiligen – Kreuzzugschlachten der Sororitas

Wie schon beim Codex T’au gelingt es Games Workshop auch hier, einen sehr passenden und stimmungsvollen Weg zu finden, die Kreuzzugregeln auf die Armee zu prägen. Sororitas sind fanatische Gläubige. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die Kreuzzüge nicht um weltliche Eroberung, sondern um spirituelle Heiligkeit drehen. Über viele Schlachten begleitet man so ein gewähltes Charaktermodell auf ihrem Weg zur lebenden Heiligen. Dafür müssen über mehrere Schlachten insgesamt fünf Prüfungen bestanden werden. Pro Schlacht können, je nach Prüfung, bis zu fünf Heiligenpunkte gewonnen werden. Mit zehn dieser Punkte wird eine weitere Prüfung abgeschlossen und dem Modell eine besondere Eigenschaft verliehen.

Der Kreuzzug ermöglicht es, ein Charaktermodell auf ihrem Weg zu einer lebenden Heiligen zu begleiten.
Der Kreuzzug ermöglicht es, ein Charaktermodell auf ihrem Weg zu einer lebenden Heiligen zu begleiten.

Dass dieses Modell für alle feindlichen Truppen nun eine große Zielscheibe über sich trägt, ist nicht schwer abzusehen. Hier kommt der zweite Mechanismus des Martyriums ins Spiel. Wird die angehende Heilige kampfunfähig aus einem Spiel entfernt, kann sie Märtyrerpunkte sammeln. Sollte sie so endgültig aus dem Spiel scheiden, erhalten alle Einheiten der Armee Erfahrungspunkte, da sie das ultimative Opfer dieser schillernden Persönlichkeit miterlebt haben.

Die Regeln eines Sororitas-Kreuzzugs bringen einen sehr stimmungsvollen neuen Mechanismus ins Spiel, der aus jeder Schlachtreihe Material für ganze Bücher produziert. Neben dieser Hauptgeschichte bietet sich zudem viel Raum für weitere erzählerische Entwicklungen. So kann eine Büsser-Einheit Vergebung erlangen, Novizinnen können zu vollwertigen Sororitas aufsteigen oder wankelnde Einheiten zu Repentia gemacht werden, um für ihre Schwächen zu büßen.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Games Workshop
  • Erscheinungsjahr: 2024
  • Sprache: Deutsch/Englisch
  • Spieler*innen-Anzahl: 2
  • Alter: ab 12
  • Preis: 47,50 EUR [UVP]
  • Bezugsquelle: Fachhandel, idealo, KuTaMi

 

Fazit

Der Codex Adepta Sororitas bietet Spieler*innen nun endlich auch dieser Fraktion einen fulminanten Neustart in die zehnte Edition von Warhammer 40k. Wie immer werden sich auch stärkere und weniger starke Fähigkeiten herauskristallisieren, wenn man das Meta-Spiel in Turnieren auf die absolute Spitze treibt. Die Punktewerte der Einheiten sind, wie bei den bisherigen Codices, zudem nicht aktuell, sodass ein abschließendes Urteil noch ausbleibt.

Aber insgesamt muss man festhalten, dass es sich um eine sehr gelungene Gesamtkomposition handelt. Alle Kontingente sind ausgewogen, spielbar und eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten. Die Fähigkeiten und Werte der Einheiten passen zu den Modellen. Insbesondere mit dem Kreuzzug haben die Autor*innen des Warhammer40k-Teams wieder einen Treffer gelandet, der viel Stoff für epische Erzählungen bietet.

 

  • Gelungene Kontingent-Regeln
  • Ausgewogene Eigenschaften für Truppen
  • Stimmungsvolle Mechanismen für das narrative Spiel
 

  • Punktwerte für Einheiten sind nicht aktuell.

 

Artikelbilder: © Games Workshop Ltd.
Layout und Satz: Verena Kröger

Lektorat: Sabrina Plote
Fotografien: Geoffrey Förste

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