Captain Future ist zurück – und das nicht als nostalgische Erinnerung, sondern in Form einer neuen Graphic Novel: Der ewige Herrscher. Autor Sylvain Runberg und Zeichner Alexis Tallone erwecken den Kulthelden zu neuem Leben, indem sie die klassische Animationsserie mit frischen Ideen und einer düsteren Epidemie-Story auf dem Planeten Megara kombinieren.
Wenn eine popkulturelle Figur mehrere Jahrzehnte überdauert, ist das allein schon bemerkenswert. Dass Captain Future im Jahr 2025 in neuer Form zurückkehrt, überrascht dennoch – weniger wegen der Wiederbelebung selbst, sondern wegen der Ernsthaftigkeit, mit der sie umgesetzt wurde. Dabei gehört Captain Future zu jenen einflussreichen Science-Fiction-Stoffen, die – ähnlich wie Valerian – ganze Generationen geprägt haben und bis heute nachwirken. Mit Der ewige Herrscher liegt nun eine offiziell lizenzierte Graphic Novel vor, die den Kulthelden aus der Pulp-Tradition einer neuen Generation zugänglich machen soll, ohne dabei die Herkunft aus dem ikonischen Kosmos der 80er Jahre zu verleugnen.
Konzipiert wurde das Projekt von Sylvain Runberg und Alexis Tallone – beide erklärtermaßen selbst mit der Zeichentrickserie aufgewachsen, beide bemüht um eine Balance zwischen Hommage und Reboot. Die Zusammenarbeit mit Toei Animation und den Rechteinhaber*innen des literarischen Nachlasses von Edmond Hamilton unterstreicht, wie ernst es den Beteiligten mit dieser Neuinterpretation ist. Ausgangspunkt bleibt das klassische Setting: Captain Future, der längst mehr Mythos als Person ist, wird auf eine abgelegene Strafkolonie entsandt, um eine mysteriöse Epidemie zu untersuchen. Doch die Bedrohung reicht tiefer als medizinische Symptome – sie greift in Ideologien, in soziale Ordnungen und in das Selbstverständnis der Figuren ein.
Was folgt, ist eine Erzählung, die an bekannte Motive der Vorlage anknüpft – genetische Experimente, technologische Hybris, gesellschaftliche Ausschlüsse – und diese mit aktuellen Themen verknüpft. Der erste Band bietet damit nicht nur ein Wiedersehen mit vertrauten Figuren wie Grag, Otto, Professor Wright und Joan Landor, sondern setzt zugleich einen klaren erzählerischen Ton: ernst, visuell verdichtet, und inhaltlich deutlich jenseits bloßer Nostalgie. Die Frage, ob das gelingt, lässt sich nicht ohne genaueren Blick auf die Umsetzung beantworten – und genau dieser soll im Folgenden erfolgen.
Waffengewalt, Religiöser Fanatismus, Rassismus
Handlung
Curtis Newton wächst nicht wie andere auf. Nachdem seine Eltern bei einem tragischen Zwischenfall auf dem Mond ums Leben kommen, übernehmen drei außergewöhnliche Gefährt*innen seine Erziehung: der geniale Professor Simon Wright, dessen Bewusstsein in eine lebende Maschine übertragen wurde, der starke, manchmal sture Roboter Grag sowie der wandlungsfähige Androide Otto. Gemeinsam lehren sie Curtis nicht nur Naturwissenschaft und Technik, sondern auch Integrität, Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein – Eigenschaften, die ihn später zum Symbol für Hoffnung in dunklen Zeiten machen sollen.
Ein Hilferuf aus der Dunkelheit
Ein Vierteljahrhundert später wird auf der Erde ein dringlicher Notruf empfangen: Agent Sparling, Angehöriger der Weltraumregierung, verschwindet während einer Mission auf dem abgelegenen Gefängnisplaneten Megara. Kurz darauf trifft ein beschädigtes Schiff ein – mit einem Wesen an Bord, das kaum noch menschlich ist. Die DNA bestätigt Sparlings Identität, doch sein Körper wurde verändert, seine Persönlichkeit verzerrt. Die Mutation wirkt nicht zufällig, sondern gesteuert – wie eine Warnung.

Captain Future nimmt den Auftrag an. In einem Treffen mit Präsident James Cashew, seiner Beraterin Anne Mathissen und Agentin Joan Landor werden Details enthüllt: Megara ist ein abgelegener Planet, halb Strafkolonie, halb industrielle Ausbeutungszone. Dort, in einem Gefängnis tief in einem Lavasee und einer Neutronenmotoren-Fabrik, häufen sich Fälle aggressiver Mutationen.
Captain Futures Raumschiff, die Comet, wird auf dem Weg nach Megara von einem hochentwickelten Schiff angegriffen. Tarntechnologie, schnelle Manöver – ein Gegner, der ihnen offenbar voraus ist. Nur durch Grags improvisierte Aktivierung des Tarnmodus kann das Team entkommen. Der Vorfall lässt keinen Zweifel: Auf Megara ist mehr im Gange als nur ein biologisches Phänomen.
In Megaras Astroport treffen Captain Future und sein Team auf Colonel Garnie. Ein überlebender Söldner des Angreiferschiffs, Ottis, wird gefangen genommen, schweigt jedoch. Ken Scott, ein junger Mechaniker-Lehrling und glühender Bewunderer von Captain Future bietet seine Unterstützung an – wird aber abgewiesen. Der Gouverneur des Planeten, Quail, lässt sich wegen eskalierender Unruhen entschuldigen. Megara ist ein Ort, an dem Hoffnung selten geworden ist – und die wahre Tragweite dieser Verzweiflung wird der Crew erst nach und nach bewusst: Mutationen, gewalttätige Auseinandersetzungen und eine eskalierende Spaltung zwischen der Erdbevölkerung und den Primos, den ursprünglichen Bewohnenden von Megara, deren kulturelles Erbe systematisch unterdrückt wurde.
Ottis wird verhört und bricht schließlich sein Schweigen. Er spricht von einem Maskierten, der sich „Herrscher von Megara“ nennt, der ihn beauftragte, Captain Future zu töten. Dieser mysteriöse Akteur, so Ottis, sei auch die Quelle der Mutationen. Captain Future lockt ihn in eine Falle – Otto verwandelt sich in Ottis. Inmitten megaranischer Ruinen offenbart sich der „Herrscher“, spricht von göttlichem Erbe und kündigt eine „Retrogradation der Spezies“ an. Er entzieht sich mit scheinbar übernatürlichen Fähigkeiten jeder Festnahme.
Eine Gesellschaft kurz vor dem Kollaps
Ken Scott schleicht sich heimlich an Bord der Comet. Währenddessen wird Ottis, der gefangene Söldner, aus der Ferne getötet – ein Beweis für die Reichweite des „Herrschers“. Professor Wright entdeckt in den Ruinen neu installierte Anti-G-Plattformen und Fresken eines Gottes namens „Der Ewige“, der dem „Herrscher“ ähnelt. Gouverneur Quail ruft den Ausnahmezustand aus und plant Zwangsumsiedlungen der Primos, woraufhin Captain Future widerspricht.
Während die Epidemie Megara isoliert, fliehen Gefängnisinsassen. Captain Future und Grag untersuchen eine Fabrik, während Otto sich unter die Primos mischt. Er entdeckt ihre prekären Lebensbedingungen und trifft Igana, die ihn als vermeintlichen Vatom für den Kult des „Herrschers“ anwerben will. In der Fabrik stoßen Captain Future und Grag auf weitere Mutationen. Professor Wright identifiziert Nanodroiden als Ursache: künstliche Erreger, die gezielt DNA verändern.
Otto wird zu einer geheimen Versammlung geführt, wo der „Herrscher“ Hoffnung auf Rache und Erlösung schürt. Im Untergrund entdecken Captain Future und sein Team ein uraltes Schiff – ein Geheimnis, das Identitäten erschüttert und tief in Curtis Newtons eigene Vergangenheit reicht.
Was sich dort abspielt, verändert das Verständnis von Freundschaft, Schuld und Erlösung – für alle Beteiligten. Nur so viel: Es endet nicht dort, wo es begann, und nicht jede Rückkehr ist eine Heimkehr.

Captain Future selbst hat sich nicht verändert. Er ist immer noch der ruhige Problemlöser mit einem Hang zu kurzen, selbstsicheren Sätzen. Die Dialoge lehnen sich hörbar an das Sprechtempo der alten Serie an – ein bisschen pulpig, ein bisschen überzeichnet, aber nicht ironisch. Es wird spürbar, dass die Macher*innen den Stoff ernst nehmen. Auch die großen Setpieces – Weltraumkämpfe, technische Labore, dunkle Ruinen – wirken vertraut, aber in einer besseren Auflösung erzählt. Nichts davon wirkt gezwungen modernisiert.
In vielen Besprechungen wird die gelungene Verbindung von Action und Tiefe hervorgehoben und das lässt sich gut nachvollziehen. Trotz der klaren Struktur bleibt Raum für Ambivalenz, besonders auf Megara, wo das politische Setting überraschend komplex angelegt ist. Es gibt keine einfachen Feindbilder – das war schon immer eine Stärke der Serie, wird hier aber viel stärker ausgespielt.
Ein Punkt, der hängenbleibt, ist die Darstellung der weiblichen Figuren. Joan Landor ist kompetent, keine Frage, aber sie bleibt in ihrer Funktion als unterstützende Begleiterin doch sehr nah an der Originalserie. Gerade wenn die restliche Welt moderner erzählt wird, fällt das stärker auf. Es wirkt nicht böswillig, eher unbeachtet – als hätte man sich bei vielem sehr viele Gedanken gemacht, aber bei der Rollenverteilung doch etwas zu sehr am Altbekannten festgehalten.

Charaktere
Curtis Newton (Captain Future): Curtis Newton ist ein wissenschaftlich gebildeter Raumreisender, der nach dem Tod seiner Eltern von drei künstlich geschaffenen Weggefährten aufgezogen wurde. Er gilt als analytisch, diszipliniert und moralisch konsequent. Mit technologischem Wissen und pragmatischem Urteilsvermögen verfolgt er das Ziel, Konflikte mit wissenschaftlichen und ethischen Mitteln zu lösen. Sein Ruf als verlässliche Führungsperson ist etabliert, auch wenn sein Vorgehen gelegentlich unkonventionell erscheint.
Professor Simon Wright: Simon Wright war ein angesehener Wissenschaftler, dessen Gehirn kurz vor seinem körperlichen Tod in eine lebenserhaltende Apparatur übertragen wurde. Er dient als wissenschaftliches Zentrum des Teams und entwickelt die meisten technologischen Lösungsansätze. Wright agiert methodisch, reflektiert und rational und ist eng mit Curtis Newtons familiärer Vergangenheit verbunden.
Grag: Grag ist ein großer, robuster Androide, der primär für physische Aufgaben sowie für die Steuerung der Comet verantwortlich ist. Seine Programmierung vereint mechanische Effizienz mit einem gewissen Maß an emotionaler Empfänglichkeit, insbesondere in Bezug auf das Team. Trotz seiner Stärke zeigt Grag ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein und Loyalität gegenüber Curtis und den anderen Teammitgliedern.
Otto: Otto ist ein formveränderlicher Androide mit der Fähigkeit, das Erscheinungsbild anderer Wesen zu imitieren. Er übernimmt häufig verdeckte Einsätze und ist in der Lage, sich flexibel auf unterschiedliche soziale und kulturelle Situationen einzustellen. Seine Stärken liegen in der Improvisation, Beobachtung und dem taktischen Umgang mit neuen Informationen.

Joan Landor: Joan Landor ist eine Spezialagentin, die im Auftrag der Regierung Captain Future nach Megara begleitet. Ihr Auftreten ist professionell und kontrolliert, wobei sie ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Urteilskraft mitbringt. Ihre Einschätzung von Captain Future verändert sich im Verlauf der Mission.
Colonel Ezella Garnie: Colonel Garnie ist auf Megara für die öffentlichen Sicherheitsstrukturen zuständig. Obwohl Garnie Captain Future grundsätzlich unterstützt, zeigt sich im Einsatz, dass die Ressourcen begrenzt und die Handlungsspielräume stark eingeschränkt sind. Garnie agiert überwiegend reaktiv und versucht, eine Eskalation der Lage zu verhindern.
Gouverneur Quail: Gouverneur Quail steht der zivilen Verwaltung von Megara vor. Die zunehmende Instabilität auf dem Planeten zwingt ihn zu Maßnahmen, die teilweise gegen humanitäre Prinzipien verstoßen. Er handelt unter dem Druck der Ereignisse und im Bewusstsein wachsender Verantwortung, zeigt sich jedoch nur eingeschränkt offen für alternative Lösungsansätze.
Ken Scott: Ken Scott ist ein junger Mechaniker-Lehrling mit großer Begeisterung für Captain Future. Er handelt impulsiv, indem er sich unbemerkt der Comet anschließt. Trotz anfänglicher Ablehnung der Crew zeigt er sich später als hilfreich, insbesondere durch seine Mitwirkung bei der technischen Umsetzung der Gegenmaßnahmen gegen das Virus.
Zeichenstil
Die neue Graphic Novel zu Captain Future fühlt sich von Anfang an deutlich erwachsener an als alles, was bisher unter diesem Namen erschienen ist. Schon auf den ersten Seiten fällt auf, wie viel unmittelbarer und körperlicher die Action ausfällt. Kämpfe sind nicht länger stilisierte Bewegung, sondern hinterlassen Spuren. Es wird Blut gezeigt – nicht schockierend, aber sichtbar. Man merkt: Hier wird nicht für ein Samstagmorgenpublikum erzählt. Die Geschichte richtet sich spürbar an eine Generation, die mit den alten Abenteuern groß geworden ist und jetzt etwas Komplexeres erwartet.
Gleichzeitig bleibt vieles vertraut. Die Figuren sehen exakt so aus wie früher. Wer mit der TV-Serie aufgewachsen ist, erkennt sofort das Design, die Farbgebung, sogar die Körperhaltung der Charaktere. Tallones Zeichenstil funktioniert dabei wie eine Art digitale Erinnerung – schärfer, dichter, aber nie unpassend. Die Farben sind zurückgenommen, fast melancholisch, was gut zum Ton der Geschichte passt. Damit positioniert sich der Band gekonnt im aktuellen Comics & Graphic Novels-Kosmos, ohne seine historischen Wurzeln zu verleugnen.
Erscheinungsbild
Schon beim ersten Kontakt mit Captain Future – Der ewige Herrscher wird deutlich, dass hier ein Werk vorliegt, das nicht nur inhaltlich, sondern auch haptisch wie optisch überzeugen möchte. Die Graphic Novel erscheint in einem stabilen Hardcover, dessen satte Druckqualität und angenehm griffige Oberfläche unmittelbar einen hochwertigen Eindruck hinterlassen. Das klassisch orientierte Layout schafft mit gezielt gesetzten Kontrasten und einer lebendigen Panelstruktur ein Leseerlebnis, das gleichermaßen vertraut und zeitgemäß wirkt. Das übergroße Format tut den detailverliebten Illustrationen spürbar gut – jede Seite gewinnt dadurch an Präsenz und erzählerischer Tiefe.
Gedruckt wird auf matt gestrichenem Papier, das nicht nur durch seine Griffigkeit auffällt, sondern den Farben zusätzliche Tiefe verleiht. Beim Blättern entsteht kein flüchtiger Eindruck, sondern das Gefühl, ein solides, langlebiges Buch in den Händen zu halten. Die Bindung bleibt dabei auch bei häufiger Nutzung stabil und zuverlässig.
Mit einem Umfang von rund 168 Seiten bringt der Band eine physische Präsenz mit, die weder belastet noch banal erscheint. Die Typografie ist zurückhaltend, dabei stets gut lesbar und klar gesetzt – ein Schriftbild, das sich angenehm in den Lesefluss einfügt, ohne abzulenken oder zu ermüden.
In der Summe entsteht der Eindruck einer Graphic Novel, die sich klar an eine erwachsene Zielgruppe richtet, ähnlich wie andere moderne Science-Fiction Graphic Novels wie Saga, die damit vor allem Menschen anspricht, die mit der ikonischen Figur von Captain Future aufgewachsen sind und Wert auf handwerkliche Qualität legen. Ein Band, der Nostalgie nicht bloß zitiert, sondern ernst nimmt – und dabei mit erzählerischer wie gestalterischer Sorgfalt überzeugt.
Die harten Fakten:
- Verlag: Carlsen
- Autor*in(nen): Sylvain Runberg
- Zeichner*in(nen): Alexis Tallone
- Erscheinungsjahr: 2025
- Sprache: Deutsch
- Format: Hardcover
- Seitenanzahl: 168 Seiten
- Preis: 28 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon
Fazit – Ein galaktisch gelungener Neustart
Captain Future – Der ewige Herrscher ist keineswegs bloß ein nostalgischer Aufguss einer längst etablierten Kultfigur, sondern vielmehr ein bemerkenswerter Versuch, Bekanntes neu zu denken und im Hier und Jetzt zu verankern. Autor Sylvain Runberg gelingt es, die Figur nicht lediglich in ein modernes Gewand zu kleiden, sondern ihr eine erzählerische Tiefe zu verleihen, die den Stoff aus der Vergangenheit herauslöst und ihn mit Themen auflädt, die in der Gegenwart nicht an Relevanz verloren haben. Aspekte wie systemische Ausgrenzung, dogmatischer Eifer und gesellschaftliche Polarisierung durchziehen die Handlung mit einem ernsten Unterton, der sich jedoch nie aufdrängt, sondern aus der Erzählung heraus organisch wächst.
Die visuelle Umsetzung trägt diesen Anspruch auf gestalterischer Ebene weiter. Die Illustrationen sind nicht nur elegant und ausdrucksstark, sondern auch ein bewusster Kommentar auf das visuelle Erbe der Originalserie. Dies passt in die aktuelle Comic-Landschaft, in der verschiedene Verlage daran arbeiten, klassische Stoffe neu zu interpretieren, wie es beispielsweise auch bei aktuellen DC-Comics zu beobachten ist. Dabei werden vertraute Motive nicht bloß zitiert, sondern eingebettet in ein narrativ wie künstlerisch stimmiges Gesamtbild. So entsteht ein Band, der sich mühelos zwischen Hommage und eigenständiger Vision bewegt. Zwar geraten gewisse dramaturgische Passagen – insbesondere im letzten Drittel – ein wenig zu schnell und auch die biografischen Leerstellen von Curtis zwischen dem Tod seiner Eltern und dem Weg zu Captain Future bleiben weitgehend unerschlossen, doch fällt dies im Gesamtbild kaum ins Gewicht.
Bedauerlich ist allein, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein einmaliges Werk handelt. Denn in Inhalt, Tonalität und visueller Sprache steckt spürbar mehr – Potenzial, das mühelos eine Serie tragen könnte. Gerade weil dieser Band mehr sein will als ein Revival, wäre eine Fortsetzung nicht nur denkbar, sondern wünschenswert.
Zurück bleibt ein eindrucksvoller Einzelband, der sowohl Menschen mit einer Schwäche für Sci-Fi-Nostalgie als auch eine Zielgruppe anspricht, die erzählerische Tiefe und gestalterische Qualität zu schätzen weiß. Verdient sind in diesem Fall die vollen 5 von 5 COSMO-LINERN.

- Sehr guter Nostalgie-Trip, ohne angestaubt zu sein
- Die Geschichte um Captain Future wurde „erwachsen“
- Moderne Themen wie Rassismus und religiöse Fanatik
- Klimax am Ende etwas zu schnell
- Es hätte mehr über Curtis‘ Weg vom Waisenkind zu Captain Future erzählt werden können
- Vermutlich nur ein One-Shot statt Start einer Reihe
Artikelbilder: © Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
Layout und Satz: Kai Frederic Engelmann
Lektorat: Gloria Puscher
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