Bei Panini geht der Dawn of DC weiter. Der Neueinstieg für Superman, Flash, Green Lantern und Green Arrow verlief vielversprechend – aber kann sich die hohe Qualität halten? Denn dieses Mal steht alles im Zeichen von Familien und Dynastien… während Amanda Waller im Hintergrund auf das Absolute Power Großevent hinarbeitet.
Der Dawn of DC geht weiter! Nach langen Jahren voller Chaos, Hin-und-her und endlosen Reboots scheint DC endlich den richtigen Weg gefunden zu haben. Die Dark Crisis wurde als Startpunkt genutzt, um sich einerseits auf die alten Stärken der DC-Figuren zurückzubesinnen und andererseits mit frischen Ideen durchzustarten. Natürlich trifft nicht jede Reihe das hochgesteckte Ziel perfekt, aber insgesamt sind die DC Comics auf einem so hohen Niveau wie lange nicht. Zu der Rückbesinnung auf die alten Stärken gehört auch der Fokus auf die Familien der Held*innen. Beim Rivalen Marvel Comics sind die Held*innen letztlich klassischerweise einzelne Personen, die untereinander auf gleicher Ebene befreundet sind oder im Team eine Familie finden. Man denke nur an Spider-Man, Hulk, Iron Man oder die X-Men.
DC verfolgt einen anderen Ansatz: Deren Held*innen bilden klassischerweise „Dynastien“: Superman mit Supergirl und Superboy, Batman mit seinen Robins und Batgirls, Wonder Woman und die Wonder Girls, und viele mehr. Sie alle bildeten Sidekicks aus (die Marvel bewusst vermied), die oft irgendwann die Rolle der neuen Haupt-Held*innen übernahmen. Diese „Familiendynastien“ waren lange einer der prägenden Aspekte, durch die sich das DC-Universum einzigartig anfühlte und sich von anderen Superheld*innen-Universen abhob.
Doch kann DC dem klassischen Konzept der Held*innendynastien nach 15 Jahren Reboot-Chaos neues Leben einhauchen – oder verliert es sich in der nächsten Nostalgiewelle?
Gewalt, Body Horror, Kindergefährdung
Inhaltsverzeichnis
Haupthandlung/Metaplot
Zur Einordnung der Bände in den Metaplot (denn ja, das DC-Universum hat tatsächlich wieder einen solchen): Nach der Dark Crisis löste die Justice League sich zeitweilig auf. Die größten Held*innen wollten etwas zurücktreten, sich um ihre Familien (und Erzfeinde) kümmern, und der nächsten Generation eine Chance geben. Derzeit wachen die Titans – die erwachsen gewordenen Teen Titans – über die Welt. Im Hintergrund zieht aber die intrigante Amanda Waller ihre Fäden. Nach ihren Erlebnissen in einer anderen Realität voller böser Held*innen sieht die Geheimdienstleiterin alle Held*innen als Bedrohung, vor der sie die Welt retten muss. Immer wieder treten sie und ihr Handlanger Peacemaker in den verschiedenen Reihen auf, um die Situation gemäß Wallers Masterplan zu manipulieren. Das Endziel? Die absolute Macht – Absolute Power.
Superman 3 – Familienprobleme
Superman 3 – Familienprobleme ist keine direkte Fortsetzung der ersten beiden Dawn of DC–Superman-Comics. Dort ging es darum, wie Superman damit klarkommt, dass sein langjähriger Erzfeind Lex Luthor ihm seinen globalen Megakonzern als „Supercorp“ überträgt und sich die Vergangenheit von Supermans Heimatstadt Metropolis auf die Gegenwart auswirkt.
In Familienprobleme dreht sich stattdessen alles um genau diese. Superman ist lange nicht mehr der letzte Überlebende eines untergegangenen Planeten, sondern der Patriarch der Superman-Dynastie. Dazu gehören seine Kusine Supergirl, sein Klon Superboy und der chinesische Superman Kong Kenan, aber auch der von ihm inspirierte Steel, ein Erfinder in High-Tech-Rüstung, und dessen Nichte Natasha. Superman selbst hat seine große Liebe, die Reporterin Lois Lane, geheiratet und mit ihr den Sohn Jon Kent.

In einem seiner letzten Abenteuer befreite Superman den kriegerischen Gladiatorenplaneten Warworld. Viele der dort versklavten Aliens leben jetzt als Flüchtlinge in Metropolis, was die xenophobe Blue-Earth-Bewegung auf den Plan ruft. Superman und Lois Lane adoptieren sogar zwei Kinder von Warworld, Osul-Ra und Otho-Ra, die als Red Son und Starchild die Super-Twins genannt werden. Supermans leiblicher Sohn Jon muss sich damit erst noch arrangieren, da er sich von seinen neuen Adoptivgeschwistern ersetzt fühlt.
Neben diesen persönlichen Handlungssträngen gibt es auch eine öffentliche Handlung. In seiner zivilen Identität als John Henry Irons eröffnet Steel den Steelworks Tower, ein Zentrum für Forschung und Entwicklung mitten in Metropolis. Die Eröffnung wird jedoch von Superman-Feind Metallo unterbrochen. Das ist John Corben, ein Ex-Soldat, dessen Gehirn in einem Kryptonit-betriebenen Roboterkörper steckt, wie ein Super-Terminator. Corben war schon davor labil mit psychopathischen Zügen, doch eines hat ihn immer geerdet: die Liebe zu seiner kleinen Schwester Tracy. Jemand erzählt Corben jedoch, Superman würde Tracy gefangen halten, wodurch der Cyborg nur noch ein Ziel hat: Superman zu töten. Und Metallos neuer Körper besteht aus einem merkwürdigen Metall, das ihn sowohl körperlich als auch geistig zu beeinflussen scheint…

Philipp Kennedy Johnson erzählt die Geschichte routiniert und spannend, während Rafa Sandoval im besten Sinne typische Superheld*innen-Zeichnungen liefert. Die Familienthematik zieht sich wie ein roter Faden durch alles: Supermans große gefundene Familie, die Spannung zwischen leiblichen und adoptierten Kindern, Steel und seine Nichte, Metallo und seine Schwester. Alles beleuchtet verschiedene Facetten derselben Thematik. Dass Superman und seine Familie sich auf Seiten der verfolgten Alienflüchtlinge stellen, ist klar, schließlich kam er selbst als Flüchtling zur Erde. Superman steht aber auch dafür, allen die Chance für einen Neuanfang zu geben, und das beweist er in diesem Band eindrucksvoll.
Allerdings ist der Comic etwas überladen. Mal abgesehen davon, was für neun Held*innen mit Kräften auf Superman-Niveau überhaupt ein Problem sein kann, gehen einige der Superman-Familie unter, vor allem Supergirl und Superboy. Dass DC anerkennt, dass Superman inspiriert und eine Dynastie aufbaut, ist gut. Vielleicht wäre es aber besser, die Familie auf verschiedene Geschichten oder Reihen aufzuteilen, damit alle gleichermaßen zur Geltung kommen.

Nichtsdestotrotz ist Superman 3 – Familienprobleme ein gut geschriebener und gezeichneter Abenteuercomic mit einer interessanten unterliegenden Thematik.
Die harten Fakten
- Verlag: Panini Comics
- Autor*in(nen): Phillip Kennedy Johnson
- Zeichner*in(nen): Max Raynor, Rafa Sandoval
- Seitenanzahl: 144
- Preis: 19 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, Panini
Flash 2 – Bis ans Ende der Zeit
Im ersten Flash-Band von Dawn of DC, Flash 1 – Grausiges Speed-Force-Zeug, begann der Autor Si Spurrier einen neuen Ansatz für den superschnellen Helden, der sich an den surreal-experimentellen Vertigo-Comics der 90er Jahre orientierte. Im zweiten Band wird dieser Stil zur Hälfte weitergetrieben, zur Hälfte weicht Spurrier aber auch auf klassischere Superheld*innenelemente zurück.
Nach den Ereignissen des ersten Bandes stecken die Flashs in der Krise. Die Speed Force, die geheimnisvolle Macht, von der die Flashs ihre gegen alle physikalischen Gesetze verstoßende Geschwindigkeit beziehen, scheint außer Kontrolle. Die Flashs und andere Superspeedster sollen mit ihrer Speed Force-Nutzung die Realität selbst vernichten und werden von allen Seiten verfolgt: Auf der normalen Seite wendet Amanda Waller die öffentliche Meinung gegen die Held*innen, erpresst Familien, beschlagnahmt Eigentum. Auf der kosmischen Seite werden die Speedster von den Linear Men verfolgt, einer außerhalb der Zeit existierenden Behörde, die für den gewohnten Ablauf der Physik verantwortlich ist. MCU-Zuschauer*innen dürften sich an die TVA erinnert fühlen, beide wurden aber unabhängig erfunden.

Wally West, der derzeitige Flash, ist mittlerweile in kosmische Gefilde theoretischer Physik abgedriftet. Als Abenteurer in Dimensionen aus reiner Mathematik oder abstrakten Gefühlen verlor er die Erinnerung an seine Familie. Verantwortlich sind die Rogues, das Erzfeind-Team der Flashs, die im Auftrag unbekannter Entitäten in quantenphasenversetzten Taschendimensionen lauern und mit ihren Superwerkzeugen die Psyche der Protagonist*innen martern, was auf faszinierende Weise in der Art einer quantenmechanischen Gothic-Horror-Geschichte dargestellt wird. Außerdem droht die Ankunft der sogenannten Arkusengel, für den menschlichen Geist unfassbare Wesen aus höheren Existenzebenen, die wirken, als hätte Picasso nach einer Beschreibung von Stephen Hawking Cthulhu-artige Große Alte geschrieben.
Das ist alles ziemlich abgefahren und zum Verständnis ist wenigstens ein popkulturelles Grundverständnis von Quantenmechanik sehr hilfreich. Man muss die Begriffe nicht alle verstehen, ansonsten kann das Technobabbel aber nervig werden. Zusammengehalten wird das Ganze von dem soliden Kern der Flash-Familie. Die ausbalancierte, sympathische Gruppe bildet ein funktionierendes Gegengewicht zu all der kosmisch-theoretischen Metaphysik. Die Flash-Family ist auch besser ausbalanciert als die von Superman: Hier bekommen alle etwas zu tun oder zu sagen, so vernachlässigt wie Supergirl fühlt sich hier niemand.

Spurrier bindet auch die Ehefrauen ohne Superkräfte auf spannende Weise in die Geschichte ein: Wallys Frau Linda hat gerade ihr drittes Kind geboren, wird aber von seltsamem Flötenspiel, das nur sie hören kann, in die apathische Lethargie getrieben. Barrys Frau Iris nimmt dagegen kein Blatt vor dem Mund und konfrontiert selbst Amanda Waller. Ein Höhepunkt ist die absurde Szene, in der ein Flash sich mit letzter Kraft gegen die Gedankenkontrolle seiner Feinde wehrt und Iris anfleht zu fliehen, bevor sein Widerstand zerbricht. Iris antwortet bloß, dass sie einem Flash eh nicht entkommen könne, und fährt ungerührt mit ihrem Alltag fort, während ein psychisch gequälter Flash in Supergeschwindigkeit um sie herum zirkelt – entweder kann er sich befreien, oder Iris ist schon tot. Warum sich also Sorgen machen?
Das Ende kann die vorherigen Höhepunkte zwar nicht ganz halten, aber dazu wäre wohl auch ein Christopher Nolan nicht genug gewesen, eher ein Alan Moore oder Grant Morrison in Bestform. Leider kann der Zeichenstil nicht konsistent überzeugen.

Bei den mehrmals wechselnden Zeichner*innen sind einige leider viel zu cartoonhaft, was nicht zur Geschichte passt. Ansonsten kann der Band aber nur empfohlen werden – solange die Mischung aus harter Science-Fiction und kosmischer Surrealität nicht abschreckt.
Die harten Fakten
- Verlag: Panini Comics
- Autor*in(nen): Si Spurrier
- Zeichner*in(nen): Amancay Nahuelpan, Ramon Perez, Scott Koblish, Tom Derenick, Vasco Georgiev
- Seitenanzahl: 208
- Preis: 29 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, Panini
Green Arrow 2 – Heimkehr
Green Arrow 2 – Heimkehr setzt direkt nach Green Arrow 1 – Wiedervereinigung an. Die Titel klingen zwar ähnlich, Heimkehr korrigiert aber viele der Schwächen des ersten Bandes. Green Arrow alias Oliver Queen treibt sich nicht mehr auf irgendwelchen Alienwelten oder Zeitreisen herum, sondern ist zuhause angekommen, bei – vielleicht fällt ein Thema in diesem Artikel auf – seiner Familie. Für Green-Arrow-Fans ist Green Arrow 2 – Heimkehr ein Grund zum Feiern, denn endlich wird der bärbeißige, besserwisserische Bogenschütze, der Donald Duck unter den Superheld*innen, wie die anderen großen Held*innen von DC behandelt, und seine längst bestehende Arrow-Family-Dynastie wird öffentlich anerkannt. Die Arrow-Family zeichnet sich dadurch aus, dass das „Elternpaar“ mit Green Arrow und Black Canary aus zwei Superheld*innen besteht, wobei Black Canary auch solo äußerst aktiv ist. Neben einigem Fanservice, wenn Oliver und sein Sohn Connor oder Roy und seine Tochter Lian endlich wieder vereint werden, bietet der Band aber auch eine spannende Geschichte.

Nach Olivers verrückter Reise durch den Raum im Vorgängerband ist er jetzt zurück auf der Erde, ein Superheld im Vollbesitz seiner Kräfte, der endlich glücklich mit seiner erweiterten Familie vereint ist. Allerdings hadert Green Arrow mit der Auflösung der Justice League. Seine alte Bekannte Amanda Waller hat mittlerweile die Zentrale der Justice League übernommen, in „Halle der Ordnung“ umbenannt und beschlagnahmt sämtliche Artefakte, High-Tech und Trophäen. Beim Versuch, das zu verhindern, gerät Green Arrow in Wallers Intrigennetz. Da Oliver keine Superkräfte hat und nur mit Bogen und Hightech-Pfeilen Seite an Seite mit Superman und Wonder Woman kämpfen kann, will sie ihn auf ihre Anti-Super-Seite zu ziehen. Dazu schreckt die skrupellose Waller vor keinem Mittel zurück und versucht, Oliver und seine Familie gegeneinander auszuspielen.

Green Arrow 2 – Heimkehr ist für Fans ein toller Band, aber auch für Neueinsteiger*innen ein guter Comic. Tatsächlich ist der Comic für den Einstieg sogar besser geeignet als der erste Band, da Oliver hier in seinem normalen Kontext, als Held auf der Erde und mit seiner Familie, eingeführt wird. Die Geschichte nutzt zwar einige Elemente aus älteren Comics, erklärt sie aber alle in voller Relevanz für diese Story. Die Zeichnungen sind kräftig und gerade so, wie es ein guter Superheld*innencomic braucht: realistisch genug, um es zu glauben zu können, aber stilisiert genug, um fantastisch zu bleiben. Ältere Fans freuen sich über die Rückkehr von Phil Hester, dem ikonischen Green Arrow-Zeichner der 2000er.

Ein sehr guter Comic für Bestandsfans, ein guter Comic für Neueinsteiger*innen, und vielleicht der wichtigste Comic auf dem Weg zum Absolute Power-Event.
Die harten Fakten
- Verlag: Panini Comics
- Autor*in(nen): Joshua Williamson
- Zeichner*in(nen): Carmine Di Giandomenico, Phil Hester, Sean Izaakse, Trevor Hairsine
- Seitenanzahl: 144
- Preis: 19 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, Panini
Green Lantern 2 – Aufstand der Lanterns
Green Lantern 2 – Aufstand der Lanterns setzt die Geschichte aus Green Lantern 1 – Zurück auf der Erde fort, macht aber Einiges anders. Im ersten Band war Green Lantern Hal Jordan auf der Erde gestrandet. Ausgestoßen aus der interstellaren Organisation von Friedenshütern, dem Green Lantern Corps, und nur mit einem behelfsmäßigen Kraftring ausgestattet, bekämpfte Jordan Aliens auf der Erde. Wie es dazu kam, wurde nur angedeutet. Statt diesen Status Quo weiterzuführen, geht es in Band 2 zurück in den Weltraum. Dabei wird mit Rückblenden erklärt, wie Jordan auf die Erde verbannt wurde, aber auch die Geschichte weitergeführt.

Was das Familien-/Dynastie-Thema angeht, heben sich Green Lanterns dadurch ab, dass sie eine Organisation sind, quasi Weltraumpolizist*innen. Die Lanterns sind also nicht familiär oder durch Mentorenschaft verbunden, sondern eingeschweißte Kolleg*innen. Dazu gehören vor allem die mittlerweile neun Lanterns von der Erde, aber auch tausende Aliens aus dem gesamten Universum. Protagonist*innen sind natürlich nur kleiner Teil des Corps.
Das Corps existiert in der Form aber nicht mehr. Zu Beginn des Dawn of DC zogen sich die Gründer des Corps, die Guardians, zurück, und übergaben die Leitung den neugegründeten United Planets. Kurze Zeit später wurden die Zentralbatterien der verschiedenen Corps angegriffen: Neben den Green Lanterns, deren kraftfelderzeugende High-Tech-Ringe mit der Grünen Willensenergie versorgt werden, wurde auch das Rote Lantern Corps der Wut, das Blaue Corps der Hoffnung und das Gelbe Corps der Angst angegriffen.

Außerdem tauchen plötzlich Lanterns auf direkt den United Planets angehören und die Corpse jagen. Diese UP-Lanterns können nach Belieben zwischen den verschiedenen Energien mit ihren jeweiligen Eigenheiten wechseln, was in dieser Form unmöglich sein sollte. Jordan schließt sich also einem Untergrund-Widerstand versprengter Lanterns an und versucht, die seltsamen Vorgänge aufzuklären. Die Beziehung mit der Jugendliebe Carol Ferris, die in Band 1 noch viel Raum einnahm, wird hier etwas gerafft und beschleunigt. Auf der Erde macht Amanda Waller derweil geheime Deals mit dem Anführer der United Planets.
Green Lantern 2 – Aufstand der Lanterns ist ein solider Comic, das eine unterhaltsame Geschichte erzählt, das kann nicht bestritten werden. Für langjährige Lantern-Fans kann das aber ein zweischneidiges Schwert sein. Wer das ungewohnte Setting auf der Erde im ersten Band nicht mochte, kann sich hier über klassischere Lantern-Stories freuen. Anderen können diese aber zu klassisch sein: Die Anführer des Green-Lantern-Corps entpuppen sich als korrupt, das Corps zerbricht und die Held*innen müssen in den Untergrund gehen. Das war wahrscheinlich nicht die Hälfte der Green-Lantern-Stories der letzten fünfzehn Jahre, kann sich aber so anfühlen.

Die harten Fakten
- Verlag: Panini Comics
- Autor*in(nen): Jeremy Adams
- Zeichner*in(nen): Amancay Nahuelpan, Xermanico
- Seitenanzahl: 152
- Preis: 19 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, Panini
Fazit des Monats
Dawn of DC bleibt auf Kurs: Superman überzeugt mit einer vielschichtigen Familiengeschichte, die klassische Themen mit gesellschaftlicher Relevanz verbindet – auch wenn die große Figurenanzahl nicht immer gleich gut zur Geltung kommt. Flash wagt mit metaphysischer Science-Fiction und surrealen Bedrohungen einen mutigen Stilbruch, der mit einer starken Teamdynamik geerdet wird. Green Arrow erlebt eine Rückkehr zu alter Stärke und nutzt das Familiendynastie-Thema auf packende Weise. Green Lantern hingegen bleibt solide, greift aber vertraute Muster auf, die bei langjährigen Leser*innen zwiespältige Gefühle auslösen könnten.
Die Qualität der Initiative bleibt insgesamt hoch, auch wenn nicht alle Reihen gleichermaßen glänzen. Der übergreifende Metaplot um Amanda Waller und ihre Intrigen gewinnt an Spannung – und verspricht mit dem kommenden Absolute Power-Event eine Zuspitzung auf ganzer Linie.
Artikelbilder: © Panini Comics / DC Comics
Layout und Satz: Melanie Maria Mazur
Lektorat: Alexa Kasparek
Fotografien: Paul Menkel
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