Die Flucht von einer unbewohnbaren Erde, ein fremder Mond und eine Familie, die um ihr Überleben kämpft: Nils Westerboer überzeugt mit seinem Science-Fiction-Roman Lyneham und gewinnt den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar 2025.
Ökologische Katastrophe, Familientrennung, Gewalt
Aus insgesamt 146 eingereichten Titeln wählte die elfköpfige Jury Lyneham als Gewinner*innenroman aus. Die Geschichte wird vorrangig aus der Sicht des zwölfjährigen Henry Meadows erzählt, dessen Familie nach jahrtausendelanger Reise und Stasisschlaf auf dem Mond Perm bruchlandet, wo sich die Menschen eine neue Heimat aufbauen möchten. Dort stoßen sie jedoch auf eine lebensfeindliche Welt, die nicht auf sie gewartet hat.
Nils Westerboer schildert diese Begegnung der Menschheit mit einer fremden Biosphäre und stellt dabei unbequeme Fragen: Ist es legitim, einen neuen Planeten für menschliches Überleben zu terraformen? Darf der Mensch den Lebensraum anderer Spezies in Beschlag nehmen, nur um seine eigene Existenz zu sichern? Mit Lyneham zeigt Westerboer die ethischen Dilemmata ökologischer Krisen auf und erzählt eine fesselnde Geschichte über Verantwortung, Anpassung und familiären Zusammenhalt.
Die offizielle Preisverleihung findet am 12. September 2025 bei den 41. Wetzlarer Tagen der Phantastik statt. Übergeben wird der mit 4.000 Euro dotierte Preis von Oberbürgermeister Manfred Wagner in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar.
Artikelbilder: © Hobbit Presse
Layout und Satz: Roger Lewin


















