Sekhar, Reisszahn von Nulahmia, tritt aus den Schatten und stellt für die Boten ein gewaltiges Problem dar. Das Buch Boten des Morgens vier – Des Königs Wahn erzählt die Geschichte der Boten des Morgens weiter und bietet neben Ushoran mit Sekhar noch eine weitere spannende Heldin ins Spiel.
Diesmal haben wir uns Buch vier der Boten des Morgens-Reihe angeschaut und die veröffentlichte Box Fangs of the Blood Queen unter die Lupe genommen. Die Geschichte der Boten des Morgens in Buch drei hat uns schon gefesselt, nun geht die Reise weiter und nicht minder actionreich. Die Streiter Sigmars Städte erreichen den Hof von Ushoran, den Mortarch des Wahns und versuchen, gerade diesem Wahn nicht zu verfallen. Schaffen die Boten es, zu entkommen? Was kann die neue Box? Und wer genau ist Sekhar?
Keine Trigger
Inhaltsverzeichnis
Sekhar, Reisszahn von Nulahmia
Der nulahmianischer Hof stellt ein Schmelztiegel an Intrigen und Verschwörungen dar. Und genau dieser Hof ist Sekhars Bühne und Zuhause. Im Dienst der Mortarchin Neferata findet man oft sein Ende mit einem Dolch im Rücken, welches dann noch von einem angeblichen Verbündeten hineingestoßen wurde. Ohne gekonntes Ränkespiel und den Willen, seine Nächsten zu manipulieren oder gar zu opfern, wenn nötig, kommt man nicht weit. Und Sekhar ist eine Meisterin darin, sich unter diesen Anforderungen am Hof Neferatas zu bewegen.

Über Sekhars Vergangenheit ist kaum bis gar nichts bekannt. Die einen vermuten, sie sei eine Verräterin aus Mannfred von Carsteins Hof, andere behaupten, sie ist die Schwester eines vormaligen Lieblings der Königin. Und wieder andere spekulieren, dass sie eine Sterbliche war, die Neferata auserwählt und persönlich geschult hat. Klarheit über all dies gibt es nicht, da Sekhar niemals auch nur einen Hauch von ihrer Vergangenheit offenlegt. Einzig ihr Talent zum Unterwandern von Spionage Netzen ermöglichte ihr einen raschen Aufstieg in der Gunst von Neferata, welche sich am Ränkespiel köstlich amüsiert.
Reißzähne der Blutkönigin – Im Auftrag der roten Königin
Als Neferatas oberste Diplomatin, erscheint sie hier und da an den Höfen der Mächtigen. Stets in ihrer Rolle als höfische Gesandte. Doch ihr wahrer Auftrag ist immer die Manipulation aller anderen zu Gunsten von Neferata. Selten macht sie sich selbst die Hände schmutzig, ist doch rohe Gewalt unter ihrer Würde und wieso sollte sie auch? Wenn sich der Feind durch geschickte Hypnose und Intrigen selbst zerfleischt. Was nicht heißt, dass sie ihre vampirischen Geschenke nicht zu nutzen weiß, übernatürliche Schnelligkeit und Stärke helfen bei jedem Kampf.

Begleitet wird Sekhar von Ouboroth der ehemaligen Gottschlange. Einst war sie eine bekannte und mächtige Schlangengottheit und lauerte in der Unterwelt. Doch Nagash, Gott des Todes, verlangte es danach, jeden Rivalen in seinem Reich zu unterwerfen oder sich einzuverleiben. So wurde Ouboroth auch Opfer der Künste Sekhars, welche den Schlangenkult unterwanderte und so die Gottheit schwächte, dass Nagash sie im Ganzen verschlang und nur die Haut ausspuckte. Die Haut, noch vom Funken der Göttlichkeit beseelt wurde zu einem niederen Avatar der einstigen Macht. Als Dank für ihre Dienste schenkte Nagash, Sekhar die Schlange, welche nun immer an ihrer Seite ist.
Boten des Morgens IV – Des Königs Wahn
Der Zweischweifige Kreuzzug bahnt sich weiter seinen Weg durch die Reiche, immer bedacht im Namen Sigmars die verlorenen Ländereien wiederzuerobern. Nach Horden der Zerstörung und Monstern der Wildnis, stellt sich nun Dürre und ein finsterer Feind den Boten entgegen.
Von Verlusten schwer getroffen und ständigen Angriffen erschöpft, erreichen die Boten des Morgens aus Ghyra die äußeren Grenzgebiete des Nordens. Die Glücklichen, die Kragnos Angriff überlebt haben, werden weiterhin mit Zweifeln und Krankheit überzogen. Die verdorrte Kiefernöde und zermürbende Sumpfgebiete verursachen nicht nur körperliche Krankheiten, auch der Geist wird in Mitleidenschaft gezogen. Ob Stimmen in der Nacht, die die Krieger am Schlafen hindern, oder die Anstrengung und Selbstzweifel am Tag. Nicht selten kommt es vor, dass so manch ein Krieger sein Glück in der Fahnenflucht sucht.
Thorian, Marschallin der Unternehmung, entdeckt zunehmend ihr arkan-druidisches Erbe und setzt ihre neuen Fähigkeiten ein, um ihre Mitstreiter voranzutreiben. Ob sie Sümpfe einfriert, um sie leichter passieren zu können oder wilde Tiere fernhält, der Kreuzzug muss weiter. Ein weiteres Hindernis ragt vor den Boten hinauf, eine Mauer aus Knochen! Die Knochenlegion der Ossiarch, verteidigt hier einen Zugang zum Norden. Nicht unbedingt auf einen Kampf aus, verweigert der Knochenfürst der Verteidiger den Boten des Morgens das Weiterreisen. Doch der Wille Sigmars muss erfüllt werden und so wird die Mauer angegriffen. Mit heftigen Artilleriegeschossen und der druidischen Magie von Thorian gelingt es den Boten, die Mauer zu durchbrechen. Verluste müssen hingenommen werden, aber der Weg ist frei für ein Weiterkommen des Kreuzzuges.
Die Täler des Nordens sind ein wirres Labyrinth aus Felsen und brechen die Marschordnung der Boten, so dass Thorian mit einigen getreuen vom eigentlichen Kreuzzug getrennt unterwegs ist. Im Schatten einer riesigen Zitadelle auf dem Gipfel eines Berges suchten sie sich einen Weg. Mit angestrengtem Geist und einer vernebelten Wahrnehmung, ist es ein Glück, dass Thorian auf die Fürstin Astreia Sonnenglanz trifft. Sonnenglanz durchstreift mit ihren Sturmgeschmiedeten die Reiche nach Spuren von Makel der Neuschmiedung. Sonnenglanz und Thorian schließen ihre Kräfte zusammen und beschließen die Zitadelle in Augenschein zu nehmen, angezogen von einer undefinierten Macht und einem starken Drang…
Die Tore der Zitadelle öffnen sich und die Boten werden wie Gäste hineingelassen. Die Ghule geben sich höchste Mühe, die Boten wie Ehrengäste zu empfangen und führen sie in die Festhalle. Bevor die Boten sich ihrer gewahr werden, öffnet sich auch schon eine schwere Tür und der Hof des Sommerkönigs verteilt sich in der Halle. Ushorans Aura des Wahns lässt die Boten ihn für einen edlen König halten. Doch Sonnenglanz durchschaut diesen Zauber. Sie sieht das unheimliche Monster, was Ushoran darstellt und weiß, dass sie eher eine Gefangene ist als ein Gast an seinem Hof. Geschickt versucht sie Ushorans Durst an ritterlichen Geschichten zu nutzen, um ihn an seine eigene Vergangenheit als Dunkler Paladin zu erinnern. An die Zeit, ohne der Knechtschaft Nagashs.
Ein Schuss ertönt und die Zeit bleibt stehen. Blut spritzt aus Ushorans Brust und er stürzt auf die Tafel. Sekhar missfiel die Richtung des Gesprächs und manipulierte eine Botin, so dass diese ihre Pistole zog und auf Ushoran feuerte. Ushoran war nur leicht verletzt. Auf allen vieren zieht er sich in die dunklen Schatten zurück, als das Chaos in der Halle ausbricht. Sekhars Gefolge und auch sie selbst werden von umher wütenden Ghulen angegriffen. Die Vampirlinien, die Boten und Ghule kämpfen in einem wilden Chaos gegeneinander. Sekhar und ihr Gefolge kämpfen sich zu den Katakomben, welche sie seit ihrer Ankunft am Sommerhof, ausgebaut hatte, um notfalls fliehen zu können. In Begleitung von Ouboroth ist ihr kein Ghul gewachsen und so erreicht sie amüsiert über das Chaos die sicheren Wege der Katakomben. Sie wird nicht dem wilden Wahn des Königs zum Opfer fallen. Die Boten kämpfen sich verzweifelt aus der Zitadelle, um sich mit der Marschkolonne wieder vereinigen zu können. Fürstin Sonnenglanz stellt sich dem wütenden Ushoran und dessen unbändige Kraft. Bevor Ushoran sich auf Astreia stürzt, spielt er noch weiter sein Spiel des Sommerkönigs nur um sie in Kenntnis zu setzen, dass alles, was gespielt wurde in seinem Sinn war und er sie nun in Stücke Reißen wird. Der Kampf entbrennt und laute Schreie hallen durch die Zitadelle, bis knisternde Blitze die Entkörperung von Astreia ankündigen.
Die Boten des Morgens aus Hammerhal Aqsha haben nicht mit weniger Problemen zu kämpfen. Bewegen sie sich doch durch Ländereien, auf dem sich die Dynastien der Avengorii und Kastelai ständig bekriegen. Neben der Dürre machten Begegnungen mit diesen Dynastien den Boten das Leben schwer. Dank den Schwarzkrallen schlagen sich die Boten in den Scharmützeln recht gut, doch Verluste sind in diesen Tagen unvermeidbar. Eine Begegnung zwischen Neave Schwarzkralle und Königin Vai, endet in einem trügerischen Unentschieden, da sich die Vampirkönigin abgelenkt durch andere Ereignisse zurückzieht.
Unstimmigkeiten zwischen den Boten und den Schwarzkrallen führen dazu, dass Neave samt der Schwarzkrallen abzieht und ihre eigene Jagd fortführt, schließlich sind sie als Jäger geschaffen und nicht als Beschützer. Als wäre der Abzug der Schwarzkrallen nicht schlimm genug, leidet der Kreuzzug immer noch unter der Dürre und Wasserknappheit. Während die Fanatiker des Rades für Sigmars Unterstützung beten, zweifeln andere an den Erfolg des Kreuzzuges. Bevor sich die Krieger untereinander bekriegen, verkündet die Pontifex Zenestras von einer Vision. Der Kreuzzug muss sich in die Berge Richtung der Ruinen wagen, die dort zu finden sind. Dort wird der Kreuzzug neue Kraft schöpfen, um seine Aufgabe zu erfüllen.
Vollkommen entkräftet erreichten die Boten die Berge und finden sich inmitten der Ruinen wieder. Die Boten, die für Magie empfänglich sind, spüren überall um sich herum die Macht dieses Ortes. Eine unsichtbare Grenze wurde mit dem Eindringen in die Ruine überschritten. Inmitten der Ruinen strömen Massen von Toten aus ihren Gewölben und fallen über die Boten her. Zenestras Befehl fällt einfach aus, Angriff!
Die Boten greifen ohne große Strategie den Feind an, beseelt vom Glauben an das Rad und der Vision Zenestras. In einem verzweifelten Kampf stürmen die Boten mit Zenestras die Basilika der Ruine und mit letzter Kraft nutzt sie die magische Umgebung und längst vergessene Mächte durchströmen ihren Körper. In einem gleißendem Licht, welches ihren Körper fast durchsichtig erscheinen lässt, wirft Zenestra die Hände in die Höhe und zerstört mit einem Lichtkreis einen der Mortis-Schreine. Die von Zenestra ausgehende Macht schwächt die Untoten so stark, dass die Boten die Schlacht herumreißen können. Die Schlacht ist gewonnen und als der Rauch sich verzieht, ist die Aussicht auf fließendes Wasser da. Die freigewordene Macht hat sich gewandelt und lässt die Boten ihre Münder mit Wasser benetzen. Der Kreuzzug ist für den Moment gerettet.
Taktische Einschätzung
Die Box Fangs of the Blood Queen ist zunächst nicht als vollständige Armee zu verstehen. Vielmehr bietet sie mit den Todeswölfen und Vampirfledermäusen eine sinnvolle Erweiterung einer bereits bestehenden Soulblight Gravelords-Armee. Sie bieten jeder Armee eine schnelle beschwörbare Einheit, um Missionsziele einzunehmen oder Fernkämpfer anzugreifen.
Mit Sekhar bekommt man eine starke Option zu dem einfachen Vampir Lord. Sie kostet nur 10 Punkte mehr und kann im Gegenzug zwei Zauber bannen und wirken und ist dank Ouboroths schnell genug, vielen Angriffen auszuweichen. Gleichzeitig ermöglicht diese ihr auch tödliche Wunden anzurichten. Alles im einem kann man Sekhar als alternative zum einfachen Vampir Lord empfehlen, wenn man etwas mehr Schaden anrichten möchte und als nur seine eigenen Einheiten zu supporten.
Ausstattung
Im Inhalt der Box finden sich drei Gussrahmen aus denen Sekhar, zehn Todeswölfe und drei Vampirfledermäuse gebaut werden können. Die Anleitung ist verständlich und die Bilder führen Bastelnde anschaulich ans Ziel.
Die Regeln für Sekhar finden sich im Buch IV der Boten des Morgens wieder und die ihrer Begleiter im Battletome der Soulblight Gravelords.
Das Buch Boten des Morgens IV – Des Königs Wahn hat mit knapp 100 Seiten im Hardcover, neuen Szenarien, Warscrolls für die berühmte Regimentern der Vampirdynastien, Ushoran, Sekhar und den Ossiarch Bonereapers einiges zu bieten. Auch finden sich wieder schöne Bilder und Kurzgeschichten wieder.
Die harten Fakten:
Boten des Morgens Buch IV – Des Königs Wahn
Verlag: Games Workshop- Erscheinungsjahr: 2023
- Sprache: Deutsch, Englisch
- Preis: 40 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi
Fangs of the Blood Queen
Verlag: Games Workshop- Erscheinungsjahr: 2023
- Preis: 85 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi
Bonus/Downloadcontent
Das Buch Boten des Morgens IV – Des Königs Wahn hat einen Code für die App, damit man auch die PDF zur Verfügung hat.
Fazit
Die neue Vampirheldin der Box bietet viel Potenzial für spannende Spiele und Todeswölfe samt Vampirfledermäuse, kann man als Death Spieler sowieso nie genug haben. Demnach bekommt man hier für sein Geld eine großartige Heldin und sinnvolles Beiwerk für seine bereits bestehende Armee. Wer mehr Flexibilität in seine Vampir Lords bringen möchte, der kann getrost zugreifen und diese Box seiner Armee hinzufügen.
Die Kampagne rund um die beiden Kreuzzüge wird weiterhin spannend erzählt und behält auch ihren düsteren Stil bei. Es macht einfach Spaß zu lesen, in welche Abenteuer sich die Boten hineinwagen. Das liegt besonders daran, dass beide Kreuzzüge jeweils mit so unterschiedlichen Problemen konfrontiert werden, dass keine Langeweile aufkommt. Positiv zu werten ist auch, dass die anderen Fraktionen des Age of Sigmar-Universums immer wieder Gastauftritte haben und in die Geschichte eingebaut werden.

- Super Option für einen Vampir Lord
- Verstärkung für die Allianz des Todes
- Exklusives Modell: Sekhar
- Hoher Preis
Artikelbilder: © Games Workshop
Layout und Satz: Andreas Hübner
Lektorat: Nina Horbelt
Fotografien: Christian Kallweit
Diese Produkte wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.
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