Das Schöne an Tabletopfans ist, dass man eine ganze Bandbreite an Möglichkeiten hat, ihnen zum Weihnachtsfest eine Freude zu bereiten. Unsere Tabletop-Redaktion hat eine Auswahl ihrer Favoriten zusammengestellt – von selbstgemachten Projekten bis zu besonderen Käufen. Eine kleine Sammlung, die zeigt, wie vielfältig das Hobby auch unter dem Weihnachtsbaum sein kann.
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Inhaltsverzeichnis
- 1 Damit der Airbrush auch Freude macht – Dennis PK-Pro Farbvorbereitungs- und Filtrations-Set
- 2 Die Palette aus dem Kinderzimmer – Fidget Popper für Schnellmalfarben
- 3 Die Erleuchtung am Malabend – von Chris ins rechte Licht gesetzt
- 4 Auch aus eigener Produktion – Robert’s selbstgebaute Drybrushpalette
- 5 Kunstvolle Bases selbstgedreht – Konstantin empfiehlt Strukturwalzen
- 6 Ein Mittel für jede Gelegenheit – Geoffreys bunte Welt der Knetmassen
- 7 Fazit
Damit der Airbrush auch Freude macht – Dennis PK-Pro Farbvorbereitungs- und Filtrations-Set

Airbrushnutzer*innen kommen eigentlich nicht an diesem praktischen Set vorbei. Es erleichtert die Verwendung und Reinigung des Luftpinsels ungemein. In den Edelstahlschälchen mit Ausguss lassen sich Farben mischen und auf die passende Konsistenz verdünnen. Mit Hilfe des Ausgusses ist das Befüllen des Farbbechers problemlos und ohne Kleckern möglich.
Um die Farben zu mischen, eignen sich die groben Nylon-Pinsel hervorragend. Da sie wirklich nur zum Mischen und nicht zum Malen entwickelt sind, leiden die Borsten nicht und es wird auch nicht so viel Farbe vom Pinsel aufgenommen, was Farbe spart. Auch zum Reinigen der Airbrush nach und während der Nutzung sind sie gut geeignet. Es lassen sich zum Beispiel sehr gut angetrocknete Farbreste von der Nadelspitze entfernen oder der Farbbecher vor dem Farbwechsel säubern.
Die Farbfilter aus Kunststoff mit einem feinen Metallsieb können in einen großen Farbbecher eingesetzt werden und entfernen beim Befüllen des Farbbechers Klümpchen aus der Farbe und reduzieren damit das lästige Verstopfen der Dose deutlich. Selbst zickige Farben wie weiße Grundierung lassen sich so problemlos verarbeiten. Die Filter lassen sich auch für kleine Farbbecher verwenden, dann können sie aber nur auf den Becher aufgesetzt werden, wodurch das Risiko besteht, dass Farbe neben den Becher läuft, wenn man unaufmerksam ist. Die Nylonpinsel helfen dabei, die Farbe schneller durch das feine Sieb zu bringen.
Die Palette aus dem Kinderzimmer – Fidget Popper für Schnellmalfarben

Schnellmalfarben wie beispielsweise die Speedpaints von The Army Painter erfreuen sich großer Beliebtheit. Durch ihre speziellen Eigenschaften eignen sie sich jedoch nicht so gut, um mit einer Nasspalette benutzt zu werden. Wo also die Farben mischen, und für die Malarbeiten dosieren? Die Verwendung von Fidget Poppern hat sich hierfür etabliert, so sehr, dass der Branchenprimus das Konzept sogar für ein eigenes Produkt übernommen hat. Das Nutzen der Silikon-Blasen, welche eigentlich zur Beschäftigung nervöser Finger gedacht sind, ist jedoch die günstigere Alternative. Man bekommt sie schon für wenige Euro im Internet. Es bietet sich an, hierfür einen Fidget Popper aus weißem Silikon zu wählen, da so die Töne der verwendeten Farben besser erkennbar sind. Aber auch bunte Varianten sind möglich.
In den Blasen lassen sich die Schnellmalfaben mischen, verdünnen und portionieren. Nach dem Malen kann man die Farben einfach in der Form trocknen lassen. Sind sie getrocknet, lässt man die Blase poppen, stülpt sie also mit einem leichten Druck um. Die eingetrocknete Schnellmalfarbe löst sich nun leicht ab und kann entsorgt werden. Sollten sich die Farbreste einmal nicht komplett lösen, reicht ein feuchtes Tuch, um sie zu entfernen.
Die Erleuchtung am Malabend – von Chris ins rechte Licht gesetzt

Wer kennt es nicht, beim abendlichen Malen ist noch alles in Ordnung und am nächsten Tag bei Tageslicht, sieht die Miniatur ganz anders aus. Mit einer hellen Hobbylampe bleibt beim Malen keine Stelle ungesehen und die Miniatur kann rundum fertiggestellt werden.
Gutes Licht ist eine der Grundvoraussetzungen, um eine Miniatur schön anmalen zu können, und da dies auch in die ein oder andere Abendstunde hinreicht, ist eine gute Hobbylampe eine echte Bereicherung. Hobbylampen gibt es von einer Vielzahl Hersteller. Die Halo Go von PK Pro hat sich bewährt, da sie ein gutes Verhältnis zwischen Leistung und Preis bietet.
In der Lampe mit Vergrößerungslinse sind helle LEDs verbaut. So sind auch feinste Pinselarbeiten kein Problem mehr. Auch die Akkustärke ist mit acht Stunden normaler Lichtstärke und vier Stunden bei höchster Helligkeitsstufe wirklich ausreichend und verhilft zu einem schönen Mal-Abend. Die Handhabung ist denkbar leicht, Akku aufladen, Knopf drücken und drauf los malen. Mit dieser Hobbylampe gelingt jeder Pinselschwung, auch bei weihnachtlichen Abendstunden.
Auch aus eigener Produktion – Robert’s selbstgebaute Drybrushpalette

Viele haben bestimmt schon von einer Wet Palette gehört und kennen deren Nutzen. Aber kennt ihr auch eine Drybrush Palette? Im Grunde handelt es sich um eine große Box mit verschiedenen Oberflächen, auf denen man testen kann, ob der Pinsel den gewünschten Effekt erzielt, bevor man sich an die Figur wagt. Für das Trockenbürsten gibt es viele Tutorials im Internet.
Natürlich kann man eine Drybrush Palette kaufen oder über einen 3D-Drucker drucken. Eine dritte Möglichkeit ist der Selbstbau. Dafür lässt sich eine große Schachtel verwenden – in diesem Fall eine Figurenbox von Games Workshop. Zunächst mischt man Holzleim mit Wasser im Verhältnis 1:1 und bestreicht damit den gesamten Boden der Box. Anschließend verteilt man Sand darauf; wie beispielsweise günstigen Vogelsand aus der Tierhandlung.
Danach drückt man Bits mit unterschiedlichen Strukturen, die man nicht mehr benötigt, mit zusätzlichem Kleber in den Sand. Nach ein bis zwei Tagen Trocknungszeit kann man die gesamte Oberfläche grundieren, z. B. mit Chaos Black. Wenn die Box stark genutzt wurde und die Farben vom Trockenbürsten schwer unterscheidbar sind, lässt sich die Palette einfach durch eine neue Grundierung auffrischen.
Dieses neue Hilfsmittel ist sehr praktisch, da die Dosierung der Farbe hier viel realistischer eingeschätzt werden kann als auf Küchenpapier. Küchenpapier hat immer eine ähnliche Struktur und unterscheidet sich daher von den verschiedenen Oberflächenstrukturen einer Miniatur.
Kunstvolle Bases selbstgedreht – Konstantin empfiehlt Strukturwalzen

Die Gestaltung der Miniaturenbase ist ein unterschätzter, aber wichtiger Teil der Miniaturenbemalung. Doch die klassische Methode mit Holzleim und Sand ist nicht immer passend.
Konstantin gestaltet die Bases seiner Miniaturen seit einiger Zeit mit Green Stuff und sogenannten Strukturwalzen. Die Verwendung dieser Strukturwalzen ist denkbar einfach. Man nimmt einen Teil des Green Stuffs und formt eine flache Scheibe in der gewünschten Größe der Base. Diese “Pizza” aus Modelliermasse wird auf die Base gedrückt und geglättet. Danach wird die entsprechende Strukturwalze über die Modelliermasse gerollt. Anschließend lässt man die Modelliermasse aushärten und schneidet überstehende Ränder ab. Fertig ist eine strukturierte Base.
Strukturwalzen gibt es von verschiedenen Herstellern und mit einer Vielzahl Motive. Anstelle von Green Stuff kann man auch andere Modelliermassen nutzen, aber Konstantin hat mit Green Stuff die besten Erfahrungen gemacht.
Ein Mittel für jede Gelegenheit – Geoffreys bunte Welt der Knetmassen
Masking Putty – Sauber abgedeckt, perfekt gesprüht

Masking Putty ist ein wahres Wundermittel für alle, die mit Airbrush-Techniken arbeiten. Die schwarze, formbare Masse haftet leicht auf Modellen und deckt gezielt Bereiche ab, die vor Farbe geschützt werden sollen. Besonders praktisch ist, dass die Masse keine Rückstände hinterlässt und sich flexibel an die Form von Miniaturen anpassen lässt. Ob komplexe Panzerplatten oder filigrane Details – mit Masking Putty wird präzises Arbeiten zum Kinderspiel. Ein unverzichtbares Werkzeug für Hobbyist*innen, die ihre Modelle sauber und mit scharfen Farbkanten gestalten möchten.
Greenstuff – Der Alleskönner für Modellierung und Reparatur
Greenstuff ist ein absolutes Must-Have in der Werkzeugkiste aller Modellbauer*innen. Diese zweikomponentige Knetmasse wird durch Vermischen aktiv und härtet anschließend aus, was sie perfekt für zahlreiche Anwendungen macht. Hobbyist*innen nutzen sie, um Lücken zwischen Bauteilen zu füllen, kaputte Modelle zu reparieren oder beeindruckende Details und Strukturen direkt zu modellieren. Ob Rüstungsornamente, kleine Accessoires wie Dolche oder einzigartige Umhänge – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Ein ideales Geschenk für alle, die ihre Miniaturen mit persönlicher Note veredeln möchten.
Posterknete – Vielseitiger Helfer für Bastler
Posterknete mag unscheinbar wirken, doch ihre Vielseitigkeit macht sie zu einem Geheimtipp im Tabletop-Hobby. Ein häufiger Einsatzzweck ist das temporäre Befestigen von Modellen oder Köpfen auf Griffen, um sie beim Bemalen besser handhaben zu können. Doch die Knete kann noch mehr: Sie eignet sich ideal zum Fixieren von kleinen Bauteilen während des Klebevorgangs, als temporäre Halterung für Bits oder sogar zum Testen von Posen und Umbauten, bevor diese dauerhaft verklebt werden. Da sie weder klebt noch Rückstände hinterlässt, ist sie perfekt für flexible Arbeiten am Basteltisch. Ein kleiner Helfer, der in keinem Hobbyraum fehlen sollte!
Fazit
Von praktischen Zubehör-Sets über kreative Eigenbauten bis hin zu innovativen Hilfsmitteln – wir hoffen, wir konnten euch ein paar Inspirationen für eure Freund*innen, Bekannten, Liebsten oder auch euch selbst bieten. Die Tabletop-Redaktion wünscht auf jeden Fall ein frohes Fest und besinnliche Feiertage.
Artikelbilder: Siehe Bildunterschriften, © nuchylee | depositphotos.com
Layout und Satz: Mika Eisenstern
Lektorat: Susanne Stark
Fotografien: Siehe Bildunterschriften
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