Der Science-Fiction-Skirmisher Infinity vom spanischen Hersteller Corvus Belli verspricht seit fast 20 Jahren spannende Spiele in einer nicht allzu fernen Zukunft. Besonders das Aktivierungssystem und die Möglichkeit, im passiven Zug auf gegnerische Aktionen zu reagieren, sind Markenzeichen des Systems. Mit N5 steht nun die neueste Edition des Regelwerkes zur Verfügung.
Die neue Regel-Edition Infinity N5 wurde mit Spannung erwartet. Doch Corvus Belli vertröstete Spieler*innen zunächst, da sie den ursprünglichen Erscheinungstermin im November 2024 nicht halten konnten. Mit einem Monat Verspätung erschien dann das Regelwerk als Gratis-Download. Zwar waren die Regeln auch in der Vergangenheit kostenlos erhältlich, für die N5 gibt es aber keine Print-Ausgabe mehr. Das gleichnamige Hardcover-Buch enthält nur die fortgeführte Hintergrundgeschichte. Wir haben uns die neue Edition für euch angesehen und werden sie hier für Neulinge vorstellen und bewerten. Die Änderungen zur N4 hingegen werden wir in einem weiteren Artikel behandeln.
Keine typischen Trigger
Inhaltsverzeichnis
Die Welt von Infinity
Infinity spielt von unserer Zeit aus gesehen 180 Jahre in der Zukunft. Alte Nationen und Bündnisse existieren nicht mehr, sondern es haben sich neue Fraktionen gebildet. Auch den Weg zu den Sternen hat die Menschheit gefunden und einige Planeten besiedelt. Die neuen Supermächte bekriegen sich nicht in Feldschlachten, sondern es kommt zu kleinen Scharmützeln und Kommando-Aktionen, um die eigenen Interessen voranzutreiben. Neben den menschlichen Fraktionen PanOceania, Yu Jing, Haqqislam, Nomads, Ariadna, JSA, O-12 und den NA2 gibt es mit Aleph eine von einer künstlichen Intelligenz geführte Fraktion, welche vorgeblich zum Wohle aller Menschen die wichtigen Datenströme und Technologien organisiert. Bei der von der EI (Evolved Intelligence) geführten Combined Army handelt es sich um eine Alien-Fraktion, welche eroberte Rassen in ihrem Komplex integriert. Ihr Gegenpart, das Volk der Tohaa, wird aktuell nicht mehr vertrieben, kann mit alten Modellen aber noch gespielt werden.

Jede Fraktion besteht aus mehreren Unterfraktionen (Sektoren). Spieler*innen können wahlweise die Gesamtfraktion (“Vanilla“) spielen oder einen der Sektoren aufstellen. Die Gesamtfraktion hat Zugriff auf eine breiter gefächerte Auswahl von Einheiten. Die Sektoren hingegen verfügen über spezialisierte Einheiten, die der Hauptfraktion fehlen.
Die Regeln
Das Regelwerk kann auf Spanisch und auf Englisch heruntergeladen werden. Die Regeln sind in mehrere Abschnitte gegliedert und Spielende werden schrittweise an die Spielabläufe herangeführt. Wichtige Inhalte sind hierbei in Kästen zusammengefasst, welche immer auf die gleiche Art aufgebaut sind, um die Übersicht zu erleichtern. Skizzen von Situationen und detailliert aufgeführte Beispiele sind beim Erlernen der Regeln eine gute Hilfe. Dank eines umfangreichen Inhaltsverzeichnisses findet man sich gut zurecht, und das Glossar am Ende der Regeln greift wichtige Begriffe noch einmal in alphabetischer Reihenfolge auf. Die Regeln unterteilen sich in mehrere Module, welche jeweils einen Bereich des Systems abhandeln. Dies erleichtert nicht nur das Lernen, sondern hilft auch beim gezielten Nachschlagen. Was auch sehr angenehm auffällt, ist, dass die Seitenzahlen im Inhaltsverzeichnis mit denen im Dokument übereinstimmen. Das Deckblatt zählt also offiziell als Seite eins. Somit kann einfach im Dokument zur richtigen Seite gesprungen werden. Außerdem sind alle Angaben im Inhaltsverzeichnis verlinkt, sodass man durch einfaches Klicken im Verzeichnis zur richtigen Seite geleitet wird.
Die im Spiel verwendete Maßeinheit sind Zoll, und Würfelproben werden mit zwanzigseitigen Würfeln (W20) durchgeführt. Distanzen dürfen vor der Ansage einer Aktion nicht abgemessen werden. Es kann also sein, dass Bewegungen nicht zu Ende ausgeführt werden oder Fernkampfziele nicht getroffen werden können.
Einheitenprofile
Die Einheitenprofile versorgen Spieler*innen mit allen Daten, die notwendig sind, um die Modelle einzusetzen. So sind etwa die Bewegungsreichweiten und die für Würfelproben entscheidenden Werte genauso angegeben wie die Größe des Modells für Sichtlinien, wie oft ein Modell dieser Einheit eingesetzt werden darf, Punkte-Kosten, Sonderregeln, Ausrüstungsgegenstände und Bewaffnung. Die Profile sind nicht im Regelwerk enthalten, sondern sind ebenfalls kostenlos über die Infinity Army-App verfügbar.
Die Armeeliste
Infinity N5 kann in verschiedenen Punktegrößen gespielt werden, wobei die Größe des Spielfeldes entsprechend angepasst wird. Ein Standard-Spiel wird mit 300 Punkten und 6 Support Weapons Cost (SWC) auf 48 x 48 Zoll ausgetragen. Eine Armee besteht aus maximal 15 Einheiten, welche in mehreren Kampfgruppen organisiert werden. Eine Kampfgruppe darf hierbei nicht mehr als zehn Einheiten umfassen. Das Aufteilen in mehr als zwei Kampfgruppen ist zwar theoretisch möglich, aber nicht sinnvoll. Üblich ist das Spielen mit zehn Einheiten, die dann eher im Einzelnen stärker sind, oder aber möglichst 15 Einheiten, um den Fokus auf mehr Einheiten zu legen.
Bis auf die genannten Begrenzungen ist eine freie Mischung der verfügbaren Einheiten möglich. Außerdem muss eine Einheit das Attribut Leutnant besitzen. Dieses Modell fungiert als Anführer*in und hält die Armee zusammen. Welches Modell diese Funktion innehat, wird der Gegenseite nicht offenbart. Wird das Leutnant-Modell aus dem Spiel entfernt, gerät die Armee in Unordnung und für eine Runde gelten alle Einheiten als Irregulär.
Zu Befehl!
Jede Einheit bringt mindestens einen Befehl mit. Ein regulärer Befehl wird dem Befehls-Pool der Kampfgruppe, in welcher sich das Modell befindet, hinzugefügt und kann im aktiven Zug genutzt werden, um eine beliebige Einheit dieser Kampfgruppe zu aktivieren und Aktionen mit ihr durchzuführen. Es ist also möglich, alle verfügbaren regulären Befehle einer Kampfgruppe einem einzelnen Modell zuzuweisen und somit eine lange Kette von Aktionen durchzuführen.
Ein Irregulärer Befehl dagegen kann nur vom Modell, welches diesen mitbringt, verwendet werden. Dies sollte beim Bau einer Armeeliste im Hinterkopf behalten werden.
Der Taktische Befehl ist ein zusätzlicher Befehl besonders gut ausgebildeter Einheiten, der wie ein Irregulärer Befehl nur für das Modell selbst verwendet werden kann. Die Unterscheidung ist dahingehend wichtig, da es begrenzte Möglichkeiten gibt, Irreguläre in Reguläre Befehle umzuwandeln.

Der Lieutenant Special Order ist ein zusätzlicher Befehl, welcher von der Einheit mit der Leutnant-Funktion mitgebracht wird und nur von ihr verwendet werden kann. Die Nutzung dieses Befehls verrät also die Identität der Leutnant-Einheit und macht diese zur Zielscheibe. Aber eine sehr offensive Leutnant-Auswahl kann von diesem zusätzlichen Befehl durchaus profitieren.
Ein ausgegebener Befehl ermöglicht der aktivierten Einheit zwei kurze Fähigkeiten einzusetzen, wovon mindestens eine ein Basic Short Skill sein muss. Als Basic Short Skill gelten im Normalfall eine Bewegung, der Versuch, ein getarntes Modell zu entdecken oder das Untätigbleiben (Idle). Übliche Short Skills, welche dann in Kombination angewandt werden können, wären etwa eine Attacke, Interaktion mit anderen Miniaturen oder Objekten, das Verwenden von Ausrüstung oder ähnliches. Alternativ ist auch die Anwendung einer langen Aktion möglich, die den ganzen Befehl aufbraucht, wie zum Beispiel eine vorsichtige Bewegung, die keine ARO auslöst, oder Klettern.
Werden zwei Short Skills ausgeführt, gibt der*die Spieler*in zunächst die erste Aktion bekannt, beispielsweise eine Bewegung. Ist das betreffende Modell auf der Strecke für ein oder mehrere gegnerische Modelle sichtbar oder hält sich dabei zu irgendeinem Zeitpunkt in deren Kontrollzone, die einen Radius von 8 Zoll hat, auf, können diese auf die Aktion reagieren und eine Automatic Reaction Order (ARO) ansagen. Dies ist eines der Kernelemente von Infinity und macht Spiele sehr taktisch und spannend. In einer ARO kann nur ein Short Skill genutzt werden, welcher dies explizit im Regelkasten erlaubt. Dies kann etwa ein Angriff, aber auch eine Ausweichenaktion sein, um einem möglichen gegnerischen Angriff zu entgehen. Da die Entscheidung über die Reaktion vor der Ansage der zweiten Aktion der aktiven Seite erfolgen muss, wird hier oft gepokert. Entschließt sich die passive Seite beispielsweise auszuweichen, kann die aktive Seite gefahrlos eine zweite Bewegung nutzen. Grundsätzlich gilt, dass bei der Abwicklung eines Befehles alles gleichzeitig passiert. Somit kann eine nach der ersten Bewegungsaktion angesagte Schussattacke von irgendeinem Punkt der Bewegung erfolgen. Auch können sich ein aktives Modell und ein reagierendes Modell gegenseitig ausschalten. Niemand schießt zuerst.
Würfelproben

Bei Infinity unterscheidet man zwischen normalen und Face to Face-Proben. Bei einer normalen Probe muss der Profilwert, welcher durch verschiedene Faktoren modifiziert werden kann, erreicht oder untertroffen werden. Ein Wert kann nie um mehr als insgesamt 12 Punkte in eine Richtung modifiziert werden. Beeinflussen sich Aktion und Reaktion zweier Modelle, kommt es zu einer Face to Face-Probe, also von Angesicht zu Angesicht. Hierbei werfen beide Seiten die entsprechenden Würfel und vergleichen die Ergebnisse. Ein höherer erzielter Wert bei einer erfolgreichen Probe negiert dabei alle gegnerischen Würfe, welche niedriger ausfallen. Wird der Zielwert genau erreicht, wird ein kritischer Erfolg erzielt, welcher alle nicht kritischen Erfolge der Gegenseite negiert. Gleiche Wurfergebnisse oder kritische Erfolge auf beiden Seiten negieren sich gegenseitig.
Täuschen, tarnen, verpissen

Ein weiteres wesentliches Merkmal von Infinity ist die Möglichkeit, Modelle mit entsprechenden Sonderregeln durch einen Marker zu ersetzen. Die Gegenseite weiß damit nicht, was sich unter dem Marker befindet, und diese Information wird geheim gehalten, bis die kontrollierte Seite das Modell aufdeckt oder die Gegenseite sie durch eine gelungene Probe oder einen Ausrüstungsgegenstand aufdeckt. Vor dem Entdecken können getarnte Modelle nicht als Ziel von normalen Angriffen oder ähnlichem gewählt werden. Außerdem können auch aufgedeckte Modelle unter bestimmten Umständen wieder zurück in den Marker-Status gesetzt werden. Dann ist zwar bekannt, was sich unter dem Marker befindet, alle anderen Vorteile bleiben aber erhalten.
Spezialausrüstung und Fähigkeiten

In Infinity N5 gibt es eine große Zahl an Ausrüstungsgegenständen und Fähigkeiten, die Einfluss auf das Spiel nehmen können. Hacker*innen beispielsweise können andere Hacker*innen, Maschinen und Einheiten mit viel Technologie beschädigen, behindern oder sogar übernehmen. Manche Einheiten können auch Minen oder andere Fallen platzieren, welche von gegnerischen Einheiten in ihrer Kontrollzone ausgelöst werden und vieles mehr.
Feuerteams

Bei der Aufstellung können Modelle innerhalb einer Kampfgruppe Feuerteams bilden. Die möglichen Zusammensetzungen legen die Fraktionsregeln fest. Diese Feuerteams müssen im Kontrollbereich des festgelegten Feuerteam-Anführers bleiben, werden gemeinsam mit einem Befehl aktiviert und führen dann alle gemeinsam die Aktion durch. Bis auf die Bewegungen werden andere Aktionen, wie eine Schussattacke, aber immer nur vom aktuellen Feuerteam-Anführer durchgeführt. Ein Feuerteam löst dabei außerdem nur eine ARO aus, welche auf eines der Modelle durchgeführt werden muss. Neben der Ersparnis von Befehlen beim Bewegen von Feuerteams erhalten Teams mit mehreren Einheiten mit dem gleichen Keyword noch zusätzliche Boni. Sektor-Armeen sind beim Aufstellen von Feuerteams bevorteilt, da sie über größere Feuerteams verfügen und mehr von ihnen aufstellen dürfen.
Command Tokens

Jede Armee erhält zu Beginn des Spiels vier Command Tokens. Diese können im Spiel zu festgelegten Zeitpunkten eingesetzt werden, um beispielsweise Befehle der Gegenseite zu blockieren, einen eigenen Irregulären in einen Regulären Befehl umzuwandeln oder ein neues Feuerteam zu gründen.
Spielablauf
Bei Infinity N5 einigen sich die Spielenden vor Erstellung der Armeelisten auf eine Mission, sodass die Listen entsprechend angepasst sein können. Auf offiziellen Turnieren werden die zu spielenden Missionen im Vorfeld bekannt gegeben, und Teilnehmer*innen reichen zwei Listen ein, aus welchen sie im Turnierverlauf wählen können.
Vor dem Spiel wird das Spielfeld entsprechend der gewählten Mission aufgebaut. Infinity profitiert von viel Gelände, wie zum Beispiel den Al-Medinat– oder Precinct-Sigma-Sets von Micro Art Studio. Es ist ratsam, das Spielfeld nicht ausgeglichen aufzustellen, sodass die Seitenwahl einen Einfluss auf das Spielgeschehen hat.
Zu Beginn des Spiels legen beide Spielenden eine Würfelprobe auf die WIP ihrer Leutnant-Auswahl ab. Dies ist ein Face to Face-Roll, und bei einem Unentschieden wird so lange wiederholt, bis es eine*n Gewinner*in gibt. Wer diesen Wurf gewinnt, darf entscheiden, ob er*sie die Initiative oder die Aufstellung behält. Wer die Initiative behält, darf entscheiden, welche Seite den ersten Zug erhält. Wer die Aufstellung behält, darf dafür wählen, wer zuerst aufstellt und in welcher Spielfeldhälfte.
Aufstellung
In der Aufstellungsphase muss zunächst der*die Spielende, welche zuerst aufstellt, alle Modelle bis auf eines in der zugewiesenen Aufstellungszone platzieren. Sonderregeln ermöglichen es darüber hinaus, Modelle auch außerhalb dieser Zone zu platzieren oder weitere Modelle zurückzuhalten. Im Anschluss stellt die Gegenseite im gleichen Verfahren auf. Danach platzieren nacheinander beide Seiten das zurückgehaltene Modell.
Runden und Spielzüge

Ein Standardspiel wird in drei Runden ausgetragen. Es bleibt also nicht viel Zeit für Zurückhaltung. In einer Runde erhalten alle Spielenden jeweils einen Spielzug, in welchem sie alle ihre Aktivierungen durchführen.
Ein Zug beginnt mit der taktischen Phase. Hier wird sich ein Überblick über den Zustand der Armee verschafft, und die Befehls-Pools werden gebildet.
Es folgt die Impetous-Phase, in welcher Modelle mit dieser Fähigkeit einen kostenlosen Befehl ausführen dürfen, aber nicht müssen. Nutzen sie den Befehl, müssen sie sich mit der ersten Aktion so weit wie möglich an die gegnerische Spielfeldseite annähern oder Basekontakt mit einem gegnerischen Modell herstellen. Die zweite erlaubte Fähigkeit sind Angriffe, Ausweichen, Idle, oder eine zweite Bewegung zu den genannten Bedingungen.
In der Befehlsphase werden dann wie oben genannt alle Aktivierungen abgehandelt. In der folgenden Status-Phase werden bestimmte Spieleffekte abgehandelt und schließlich endet der Spielzug.
Spiel-Ende
Es gibt drei Umstände, unter denen ein Spiel endet. Nach Ablauf der dritten Runde endet bei den Standardmissionen jedes Spiel. Außerdem endet ein Spiel auch, wenn eine Seite nicht mehr die von der Mission vorgegebene Mindestzahl von Punkten auf dem Tisch hat oder eine Seite komplett ausgeschaltet wurde. Durch das Erreichen von Missionszielen werden im Spiel Siegpunkte gesammelt und am Spielende verglichen.
- Verlag: Corvus Belli
- Autor: Gutier Lusquiños
- Erscheinungsjahr: 2024
- Sprache: Englisch/Spanisch
- Spieldauer: 60+ Minuten
- Spieler*innen-Anzahl: 2
- Alter: 14+ Jahre
- Preis: 0 EUR
- Bezugsquelle: Corvus Belli
Bonus/Downloadcontent
Nicht nur die Regeln werden für Infinity N5 kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf der offiziellen Webseite werden außerdem auch die passenden Marker und Schablonen zum Selbstausdrucken angeboten. Für den ersten Anfang gibt es auch die sehr rudimentären Quick Start Rules als Download. Die Web-App Infinity Army ist ein sehr umfangreiches Armeebauwerkzeug, welches auch für iOS und Android angeboten wird. Für Turnierspieler wird das offizielle System ITS laufend aktualisiert und in jeder neuen Saison angepasst. Das neueste Tool ist die KI Sibylla. Ihr können Fragen zum Hintergrund oder zu Regeln gestellt werden, welche sie dann beantwortet. Es können ihr sogar Fragen auf Deutsch gestellt werden. Die Antwort erfolgt allerdings auf Englisch.
Fazit
Infinity N5 bleibt dem System treu und verspricht spannende und abwechslungsreiche Spiele in einer schön gestalteten Spielwelt. Das kostenlose Regelwerk in englischer Sprache ist ansprechend gestaltet und sehr gut strukturiert. Die Regeln werden Schritt für Schritt erklärt, und durch Textkästen, Tabellen und deutlichen Absätze findet man sich gut zurecht. Klickbare Verlinkungen innerhalb des Dokuments erleichtern zusätzlich das Springen an die richtige Stelle. Durch skizzierte Beispielsituationen, welche ausführlich mit Text beschrieben sind, werden Regelfunktionen gut verdeutlicht.
Infinity ist aber auch in der N5 keine leichte Kost, und trotz der gut erklärten Regeln muss sich für das Erlernen etwas Zeit genommen werden. Doch trotz der Komplexität ist durch die begrenzte Rundenzahl und die schnelle Spielweise ein Standard-Spiel gut in unter zwei Stunden abzuwickeln.
Wer also auch im passiven Zug nicht nur zugucken möchte und keine Angst vor einem komplexen Regelwerk hat, macht mit diesem System nichts falsch.

- Sehr taktisches Spiel
- Reaktion auf Aktionen möglich
-
Kostenloses Regelwerk
- Nicht ganz einfach zu erlernen
Artikelbilder: © Corvus Belli
Layout und Satz: Konstantin Paessler
Lektorat: Rick Davids
Fotografien: Dennis Rexin



















