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Mit einer gut gefüllten Box meldet sich Kill Team zurück in die neue Saison. Inmitten eines Gruftkomplexes liefern sich Kill Teams der Deathwatch gnadenlose Gefechte mit den Grabwächtern der Necrons. Das Setting erinnert stark an die Boarding Actions-Serie, hat jedoch ganz eigene Mechaniken und spannende Missionen.

In Kill Team: Tomb World erwartet die Spieler*innen ein unterirdischer Gruftkomplex, durchzogen von rätselhaften Schriftzeichen, gesäumt von äonenalten Artefakten und bevölkert von in Stasis schlafenden Necron-Kriegern.

In einer Necron-Gruft liefern sich Deathwatch und Kanoptek-Kreaturen erbitterte Kämpfe.
In einer Necron-Gruft liefern sich Deathwatch und Kanoptek-Kreaturen erbitterte Kämpfe.

Die Box enthält zwei neu gestaltete Kill Teams, modulare Geländestücke, die den labyrinthartigen Aufbau einer Necron-Gruft abbilden, sowie neue Missionen für den Zweispieler*innenmodus, in denen zusätzliche gegnerische Truppen das Schlachtfeld betreten. Darüber hinaus bietet sie eine kooperative Kampagne, die sowohl allein als auch gemeinsam bestritten werden kann – stets im Kampf gegen die erwachenden Schrecken der Gruftwelten. Die zusätzlichen Gegner liefert die Box, wie schon in Kill Team: Typhon, ebenfalls in Form von zehn Necronkriegern und Skarabäenschwärmen mit.

Triggerwarnungen

Krieg, Tod

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Im Labyrinth von Somneft –Hintergrundgeschichte

Im düsteren Nephilim-Sektor, wo der Indomitus-Kreuzzug unermüdlich gegen die Schatten der Galaxis anrennt, liegt die vergessene Randwelt Somneft. Unter ihrem öden Antlitz ruht eine seit Äonen verschüttete Necron-Gruft, deren Erwachen nun droht. Nur die Watch-Festung Weitsicht erkennt die Tragweite: Sollte das Grabmal vollständig reaktiviert werden, könnte dies den Vormarsch der imperialen Flotten empfindlich erschüttern. Um die Gefahr zu bannen, werden zwei Deathwatch-Kill Teams entsendet, auserlesene Veteranen aus verschiedenen Orden. Doch in den Tiefen der Katakomben wacht Amhetra, eine uralte Geomancerin, die längst eigene Pläne schmiedet. Sie täuscht das Kontrollprogramm der Gruft und setzt nicht auf endlose Reihen von Kriegern, sondern auf die kalte Effizienz ihrer Kanoptek-Diener: gewaltige Gruftlauerer und seelenlose Makrozyten-Drohnen. So verdichtet sich das Labyrinth von Somneft zu einem tödlichen Schauplatz, in dem die kalten Berechnungen einer machthungrigen Necron-Herrscherin auf die unbeugsame Entschlossenheit der Deathwatch prallen.

Die Deathwatch – Speerspitze der Xenosjagd

Kill Teams der Deathwatch betreten die Necron-Gruft.
Kill Teams der Deathwatch betreten die Necron-Gruft.

Die Deathwatch ist der geheime Orden des Ordo Xenos, geschaffen, um außerirdische Bedrohungen mit chirurgischer Präzision auszuschalten. Aus dieser Aufgabe entspringt die Grundidee der Kill Teams: kleine, hochspezialisierte Einsatztrupps, bestehend aus wenigen, aber erfahrenen Veteranen, die aus unterschiedlichen Orden entsandt werden. Ihre Vielfalt verleiht ihnen eine außergewöhnliche Bandbreite an Fähigkeiten. Neben der legendären Spezialmunition greift die Deathwatch auch auf sanktionierte Xenostechnik zurück, etwa geweihte Klingen oder Artefakte, die gegen ihre ursprünglichen Schöpfer gewendet werden. Diese seltenen Waffen, kombiniert mit Disziplin und Entschlossenheit, machen sie zu einer unberechenbaren und tödlichen Streitmacht, die selbst den mächtigsten Xenos trotzen kann.

Der Kanoptechzirkel – Maschinen im Dienst der Gruft

Wo die Deathwatch aus Fleisch, Blut und unerschütterlichem Willen besteht, antwortet Amhetra mit dem Kanoptechzirkel – einem Kollektiv aus stählernen Konstrukten, erschaffen für endlose Wachsamkeit. Diese seelenlosen Maschinenwesen sind weder lebendig noch sterblich, sondern kaltes Metall, programmiert mit blitzschnellen Reflexen und strikten Protokollen. Als Wächter, Werkzeuge und Waffen zugleich patrouillieren sie durch die endlosen Hallen der Gruft und setzen Eindringlinge mit unerbittlicher Präzision unter Druck. Amhetra selbst nutzt den Zirkel nicht nur, um die Kontrolle über das Tomb zu behaupten, sondern auch, um ihre eigenen Pläne voranzutreiben. Als Geomancerin manipuliert sie die physikalischen Eigenschaften der Umgebung, lenkt Materie und Energie und lässt ihre Konstrukte wie eine einzige, unaufhaltsame Maschinerie agieren. So wird der Kanoptechzirkel zur kalten Spiegelung der Deathwatch – ein Instrument uralter Macht, das ebenso zielgerichtet wie gnadenlos ist.

Tötet den Xenos – taktische Einschätzung der Kill Teams

Im Herzen der Gruft von Kill Team: Tomb World prallen zwei grundverschiedene Philosophien des Krieges aufeinander. Auf der einen Seite die Deathwatch – wenige, aber hochspezialisierte Veteranen, die mit Disziplin, Erfahrung und tödlicher Munition jeden Gegner niederstrecken. Auf der anderen Seite der Kanoptechzirkel – ein Kollektiv aus seelenlosen Konstrukten, das mit kalter Logik, Synergien und der Macht der Obelisk-Knoten das Schlachtfeld formt. Beide Teams spiegeln die Essenz ihrer Fraktionen wider und verlangen von den Spieler*innen unterschiedliche Herangehensweisen: präzise Schlagkraft gegen taktische Kontrolle, Elite gegen Schwarm, Mensch gegen Maschine.

Das Deathwatch-Kill-Team

Das Deathwatch-Kill-Team tritt mit nur fünf Kämpfern an, die aus einem Pool von elf verschiedenen Kriegern gewählt werden können (von denen maximal zehn aus den Modellen der Box gebaut werden können). Das kleine Kill Team bringt aber trotz seiner geringen Größe enorme Schlagkraft mit. Jeder Operative verfügt im Schnitt über 15 bis 18 Lebenspunkte, 3 Aktionspunkte (APG) pro Runde und mindestens einen Rüstungswert von 3+. Als Astartes-Veteranen können die Deathwatch zweimal in derselben Aktivierung schießen oder kämpfen – ein im Spiel äußerst mächtiger Vorteil. Hinzu kommt ihre legendäre Spezialmunition, mit der sie einmal pro Wendepunkt eine Waffe mit besonderen Effekten wie Tödlich 5+, Explosiv 1 Zoll oder Durchdringend 1 ausstatten können.

Das Deathwatch-Kill Team auf einen Blick

Das Deathwatch-Kill-Team besteht aus fünf Kämpfern, wobei jeder Kämpfer nur einmal vorkommen darf. Die Archetypen sind Suchen & Zerstören und Sicherheit.

Watch-Sergeant: Anführer mit kostenfreien Strategie- und Gefechtslisten und zusätzlicher Ausrüstung.

Aegis: besonders widerstandsfähiger Nahkämpfer.

Gladius: Schwertkämpfer mit zusätzlicher kostenfreier Kampfaktion.

Vastator: starker durchschlagskräftiger Fernkämpfer.

Confractor: Fernkämpfer mit vielseitigen Schussoptionen.

Iratus: Tödlicher Energiehammer mit Schadensmalus für Gegner.

Disruptor: Schneller Kämpfer, der gegnerische Aktivierung verzögert und List kostenfrei macht.

Schütze: Fernkämpfer mit Plasmabrenner

Exekutor: Leicht gerüsteter schneller Nahkämpfer, klettert gut, Angreifen trotz Defensivbefehl.

Exterminator: Fernkämpfer mit schwerem Bolter und 3 Feuermodi.

Scharfschütze: Kann in jeder Killzone gegnerische Aktionen mit Schuss unterbrechen.

Ihre Strategielisten sind darauf ausgelegt, die eigene Standhaftigkeit zu erhöhen – Schadensreduktion oder die Wiederholung von Verteidigungswürfeln gehören zu den Optionen. Die Gefechtslisten stärken dagegen die Angriffsfähigkeiten, wobei vor allem der Fortschrittliche Auspex-Scan heraussticht: Mit ihm sind Gegner für eine Aktivierung nicht verdeckt und die Waffe erhält zusätzlich die Fähigkeit Hagel.

Auch die Ausrüstung überzeugt mit Vielseitigkeit. Mit der Munitionsreserve können Kämpfer zweimal pro Wendepunkt Spezialmunition einsetzen. Der Sanctus-V-Bioscanner erlaubt es wahlweise, W3 Lebenspunkte zurückzuerlangen, eine Aktionspunkt-Modifikation zu entfernen oder Effekte wie Gift, Terrorchemikalien oder Neutronenfragmente auszuschalten.

Fazit: Das Deathwatch-Kill-Team mag mit nur fünf Modellen klein wirken, gleicht dies jedoch mit Vielseitigkeit, Schlagkraft und taktischem Tiefgang mehr als aus. Ihre doppelte Schuss- bzw. Kampfaktion macht sie hochgefährlich, während die Kombination aus Spezialmunition, Ausrüstung und soliden Listenoptionen das Team flexibel und effizient hält. Damit sind sie nicht nur ein ernstzunehmender Gegner, sondern auch ein ideales Kill Team für Einsteiger*innen.

Das Kanoptechzirkel-Kill-Team

Der Kanoptechzirkel setzt vor allem auf seine Fraktionseigenschaft und Synergien.
Der Kanoptechzirkel setzt vor allem auf seine Fraktionseigenschaft und Synergien.

Der Kanoptechzirkel spielt sich völlig anders als die Deathwatch: Statt weniger Elitekämpfer bringt er acht Modelle auf das Feld. Einige davon können nach Kampfunfähigkeit sogar zurückkehren. Ihre größte Stärke liegt jedoch in Synergien und in der Kontrolle über das Schlachtfeld. Herzstück sind die Obelisk-Knoten. Dies sind drei bewegliche Marker, mit denen unbeanspruchte Ziele kontrolliert werden können. Befinden sich zwei Marker innerhalb von 6 Zoll, entsteht dazwischen ein Korridor, eine Obelisk-Knotenmatrix. In dieser werden Einheiten des Kanoptechzirkels, neben weiteren Boni durch Listen und Eigenschaften, generell mit +1 APG und Akkurat 2 verstärkt.

Das Kanoptechzirkel-Kill-Team auf einen Blick

Das Kill Team besteht aus acht festgelegten Einheiten mit den Archetypen Aufklärung und Sicherheit.

1 Geomant: Kann mittels Obelisken-Knoten Türen kontrollieren, Einheiten teleportieren und Aktionen ausführen lassen.

2 Gruftlauerer: Widerstandsfähige Fernkampfeinheiten, die verwundete Ziele schnell kampfunfähig machen.

1 Beschleuniger: Erhöht APG befreundeter und senkt APG feindlicher Einheiten.

1 Reanimator: Kann Einheiten heilen und reanimieren.

3 Krieger: Mittelmäßiger Nah- und Fernkampf, kehren jeden Wendepunkt wieder und können im Sterben Schaden zufügen.

Ihre Strategie- und Gefechtslisten sind stark auf die Obelisk-Knoten abgestimmt. Diese können Schutz bieten, Gegner behindern und weiter verlegt werden, um das Schlachtfeld dynamisch zu verändern. Besonders erwähnenswert ist die Gefechtsliste Geopferter Knecht, die Schaden vom Geomanten auf andere Kanoptech-Einheiten umlenkt – ein mächtiges Werkzeug, um den Dreh- und Angelpunkt des Teams am Leben zu halten. Bei der Ausrüstung sticht, neben der Manipulation der Knoten, die Nanoskarabäenschatulle heraus, die bei Aktivierung jede Einheit um W3 Lebenspunkte heilt.

Fazit: Das Kanoptechzirkel-Kill Team belohnt Spieler*innen, die Synergien und Positionierung präzise nutzen. Die Kombination aus Obelisk-Knotenmatrix, wiederkehrenden Kriegern und der Vielseitigkeit des Geomanten macht es zu einem flexiblen, aber schwer zu durchschauenden Gegner. Wer die Knoten beherrscht, kontrolliert das Spiel. Doch ohne diese Mechanik bleibt das Team anfällig. Richtig eingesetzt, verwandeln die Konstrukte jede Gruftwelt in eine Falle, aus der es für den Gegner kein Entrinnen gibt.

Die Gruft der Ewigen – Missionen und Gelände

Das Spielfeld von Kill Team: Tomb World erinnert stark an die Killzone: Galgenschwärze, doch mit einem eigenen, unverwechselbaren Charakter. Die Gruft wird von Wänden in Räume unterteilt, die weder überflogen noch erklommen werden können. Stattdessen müssen Schotten geöffnet oder Durchbrüche erzwungen werden, um den Vormarsch zu sichern. Ergänzt wird das Gelände durch Teleporterplattformen, die weite Bewegungen über das Schlachtfeld ermöglichen, sowie thematisch stimmige Details wie Sarkophage oder Trümmerteile, die die Szenerie lebendig machen.

Die Box enthält sowohl kooperative als auch kompetitive Missionen. Im kooperativen Modus erforschen die Spieler*innen in sechs Szenarien die endlosen Hallen der Necron-Gruft. Die Ziele reichen vom Aufspüren und Zerstören feindlicher Artefakte bis hin zum erfolgreichen Rückzug aus brenzligen Gebieten. Besonderes Element ist dabei die Gefahrenstufe. Wer Core Space kennt, wird sich an diesen Mechanismus sofort erinnert fühlen. Jede Aktion erhöht diese schrittweise auf einer Skala von 1 bis 15. Die Gefahrenstufe bestimmt, wie viele Gegner in jeder Runde erscheinen. Zudem legt die Stufe fest, ob und wie viele Ereigniskarten gezogen werden. Diese Karten können die Einsatztruppe schwächen, den Gegner verstärken oder das Schlachtfeld dramatisch verändern, etwa durch das plötzliche Schließen von Schotten. Damit der Spielfluss erhalten bleibt, empfiehlt der Regelband ein Limit von maximal zehn aktiven Necron-Einheiten gleichzeitig.

Im kompetitiven Modus treten die Spieler*innen gegeneinander an, wobei die Necrons eine dritte Nicht-Spieler-Fraktion bilden. Ihre Krieger erscheinen jedes Mal, wenn ein Schott zu einem bisher ungeöffneten Raum geöffnet wird, und erhalten zusätzlich in jeder Runde Verstärkung. Auch hier kommen Ereigniskarten und Strategielisten ins Spiel, sodass die wiederkehrenden Krieger als unberechenbarer Faktor das Geschehen ständig beeinflussen.

So entsteht ein dynamisches Spielfeld, das mehr ist als bloßer Hintergrund: Missionen und Gelände in Tomb World fordern dazu heraus, flexibel zu planen und jederzeit mit dem Erwachen neuer Gefahren zu rechnen.

Bild: Produkt

Die harten Fakten:

  • Verlag: Games Workshop
  • Erscheinungsjahr: 2025
  • Sprache: Deutsch/Englisch
  • Spieler*innen-Anzahl: 2
  • Alter: ab 12
  • Preis: 190,00 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi

 

Bonus/Downloadcontent

Auf der Website von Games Workshop stehen die Grundregeln, Spielwerte und Missionspack kostenfrei zum Download bereit.

Fazit

Kill Team: Tomb World ist eine atmosphärisch starke Box, die den Spieler*innen ein einzigartiges Setting bietet: die klaustrophobische Enge einer Necron-Gruft, kombiniert mit frischen Mechaniken wie der Gefahrenstufe und den Ereigniskarten. Besonders positiv sticht die Vielseitigkeit hervor – zwei neue Kill Teams mit klar unterscheidbaren Spielstilen, modulare Geländeteile, die den Charakter der Gruftwelt einfangen, und die Möglichkeit, kooperativ oder kompetitiv zu spielen. Damit richtet sich die Box sowohl an Einsteiger*innen als auch an Veteran*innen, die nach neuen Herausforderungen suchen.

Allerdings ist nicht alles perfekt. Es wäre großartig, tatsächlich alle Modelle des Deathwatch-Kill-Teams auch abbilden zu können. Bei der narrativen Abfolge der kooperativen Missionen wäre ein Element der Progression für die eigenen Einheiten eine willkommene Ergänzung gewesen.

Unterm Strich ist Kill Team: Tomb World jedoch eine stimmige und gelungene Box, die mit ihrer Mischung aus Story, Mechanik und Spieltiefe überzeugt – und die Schrecken der Necrons so greifbar wie selten zuvor macht.

  • Zwei thematisch gelungene Kill Teams
  • Optisch innovatives Gelände
  • Spannende Missionsmechanismen
 

  • Nicht alle Einheiten modellierbar
  • Fehlende Progression in der Kampagne

 

Artikelbilder: © Games Workshop
Layout und Satz: Mika Eisenstern
Lektorat: Katrin Holst
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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