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Die Luft wird dünn, der letzte Schuss steckt im Magazin und aus dem benachbarten Gang klingen die schweren Schritte der Außerirdischen, die dir nach dem Leben trachten. Das Spiel Core Space vereint Skirmisher und Brettspiel mit erzählerischen Kampagnen zu einem spannenden kooperativen RPG-Tabletop-Crossover.

Die Galaxis steht kurz vor dem Kollaps. Jahrhunderte interstellarer Expansion haben ein Netz aus brüchigen Allianzen, verfallenen Außenposten und rivalisierenden Fraktionen hinterlassen. Während Megakonzerne ganze Planetensysteme ausbeuten und korruptes Behördenpersonal in Raumstationen das Sagen hat, breitet sich im Dunkel des Alls eine bedrohliche Macht aus: die Purge – gnadenlose Maschinenwesen, deren Ziel unbekannt ist, deren Vorgehen aber keinen Zweifel lässt. Ganze Welten verschwinden spurlos, während Flüchtlinge, Glücksritter*innen und Söldner*innen die Ränder der bekannten Systeme bevölkern. In dieser Welt schlagen sich kleine Crews von Tradern durchs Chaos, immer auf der Suche nach Beute, Treibstoff und einem Hauch von Sicherheit – wenn sie sich nicht gerade gegenseitig übers Ohr hauen. Core Space spielt in dieser kaputten, aber faszinierenden Zukunft – und lässt die Spieler*innen mittendrin agieren. Wer düstere Science-Fiction-Spiele liebt, bei denen jede Entscheidung zählt, fühlt sich in Spielen wie Nemesis zu Hause. Doch während in Nemesis das beklemmende Überleben im Vordergrund steht, setzt Core Space zusätzlich auf eine spannende Mischung aus Erkundung und Tabletop-Strategie.

Battle Systems Ltd. begann ursprünglich damit, gezeichnete, ausdruckbare Geländestücke für Tabletop-Spiele anzubieten. Der Durchbruch kam 2013 mit ihrem ersten Kickstarter-Projekt für modulares Spielgelände aus farbig bedrucktem Karton, das einfach zusammengebaut werden konnte. Dieses erste Projekt hatte ein Weltraum-Setting und legte den Grundstein für den Erfolg. Heute ist Battle Systems nicht nur für modulares Gelände bekannt, sondern auch für ihre erfolgreichen Tabletop-RPG-Spiele wie Maladum und natürlich Core Space.

Triggerwarnungen

Keine typischen Trigger.

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Spielablauf

In Core Space übernehmen mehrere Spieler*innen jeweils eine der Trader-Crews und bestreiten ein vielschichtiges Spiel. Mit diesen werden die Räume und Gänge von heruntergekommenen Raumstationen und Handelsposten erforscht, um Kontaktpersonen zu finden und sich die Taschen mit nützlichen Gegenständen zu füllen. Dabei konkurrieren sie zwar miteinander, es ist aber auch ein gewisses Maß an Kooperation erforderlich, um dem Grauen zu entrinnen, welches in der Dunkelheit wartet. Denn wem es nicht gelingt, seine Crew wieder in das Heimatschiff zu retten, der wird über kurz oder lang untergehen.

Der Ablauf einer Partie: Spannung in jeder Runde

Eine Partie Core Space gliedert sich in mehrere Phasen, entsprechend der Fraktionen, die das Spielfeld bevölkern: Trader-, Purge- und NSC-Phase.

Die Trader-Phase

In der Trader-Phase aktivieren die Spieler*innen abwechselnd ihre Crewmitglieder, um sich über das modulare Spielfeld zu bewegen, Räume zu durchsuchen, mit NSCs zu interagieren oder sich mit Feinden anzulegen. Core Space nutzt dabei ein klassisches Aktionspunkte-System: Alle Trader verfügen über zwei bis drei Aktionspunkte pro Runde, die flexibel für Bewegung, Fern- oder Nahkampfangriffe, das Plündern von Geländeteilen oder das Überreden – und sogar Anheuern – neutraler Figuren eingesetzt werden können.

Jeder Charakter bringt individuelle Spielwerte, Ausrüstung und Sondereigenschaften mit. Letztere ermöglichen zum Beispiel zusätzliche Bewegungen, präzise Schüsse oder das Ignorieren von Hindernissen – und machen alle Trader einzigartig. Wie oft solche Sonderfähigkeiten pro Runde genutzt werden dürfen, bestimmen die begrenzten Skill-Punkte, die sich im Verlauf der Kampagne steigern lassen. Dazu kommen klassische Werte wie Health (Lebenspunkte), Munition und Angriffsstärke, die über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Verwaltet wird alles über ein liebevoll gestaltetes Crew-Dashboard: Farbige Stecker zeigen Statuswerte wie Lebensenergie oder Skill-Punkte an, kleine physische Plättchen stellen Ausrüstungsgegenstände dar – deren Anzahl ist begrenzt. Dieses übersichtliche und zugleich haptisch befriedigende System sorgt dafür, dass Spieler*innen jederzeit den Überblick behalten und intuitiv mit ihrer Crew interagieren können.

Die Purge-Phase

Ein zentrales Spielelement ist die stetig wachsende Bedrohung durch die feindlichen Maschinenwesen, die Purge. Ob und wann sie auftauchen, hängt vom Hostility-Level ab – einer Kombination aus Spielverlauf, Kartenzufall und Schüssen, die die Spieler*innen abgeben. Je länger die Partie dauert, desto wahrscheinlicher erscheinen stärkere Einheiten an zufällig bestimmten Punkten des Spielfelds. Der Hostility-Level steigt automatisch jede Runde um eins und erhöht sich jeweils zusätzlich um einen Punkt nach dem ersten Schuss, der abgegeben wird. Mit steigendem Hostility-Level erscheinen immer stärkere Purge-Einheiten an zufällig durch Würfel bestimmten Einstiegspunkten am Rand des Spielfelds.

Gesteuert werden die Purge über ein festgelegtes Verhaltensraster, das einfach zu handhaben ist, aber schnell Druck erzeugt: Feinde priorisieren unterschiedliche Ziele mit Nah- oder Fernkampfattacken, bewegen sich gezielt auf die nächsten Trader zu und greifen ohne Gnade an. Mit jedem neuen Gegner wächst die Gefahr – und mit ihr die Spannung am Tisch.

Was als überschaubare Begegnung beginnt, kann sich binnen weniger Runden zu einem gnadenlosen Überlebenskampf entwickeln. Die furchterregendsten Modelle und ihr Gefahrenpotenzial erscheinen erst mit fortgeschrittenem Spiel – und machen dann klar: In Core Space gibt es keine sichere Runde.

Je weiter das Hostility-Level steigt, desto gefährlicher werden die Purge – Spannung garantiert bis zur letzten Runde.
Je weiter das Hostility-Level steigt, desto gefährlicher werden die Purge – Spannung garantiert bis zur letzten Runde.

Die NSC-Phase

Neben Tradern und Purge bevölkern auch Nicht-Spieler*innen-Charaktere (NSCs) das Spielfeld. Diese können Missionsziele darstellen, aber auch spontan ins Spielgeschehen eingreifen – etwa durch Handel, Hilfeleistungen oder (bei entsprechendem Würfelergebnis) spontane Aggression.

Das Verhalten der meisten NSCs (zum Beispiel Galactic Corps, Gangers) folgt einem klar definierten Aktionsdiagramm, während Civilians tatsächlich durch eine einfache Würfeltabelle zufällig gesteuert werden. Die Bewegung der Civilians erinnert an typische Bewegungsmuster aus Videospielen und beschert manchmal auch unangenehme Überraschungen. So kann ein scheinbar harmloser Händler plötzlich die Seiten wechseln und zum Gegner werden. Umgekehrt lassen sich NSCs aber auch mit dem nötigen Geschick (und etwas Glück) zur Kooperation überreden oder gar für die eigene Crew rekrutieren.

NSCs wie Händler oder Söldner bereichern das Spiel – ihr Verhalten wird durch Würfeltabellen gesteuert und kann unberechenbar sein.
NSCs wie Händler oder Söldner bereichern das Spiel – ihr Verhalten wird durch Würfeltabellen gesteuert und kann unberechenbar sein.

Alea iacta est – Das Würfelsystem

Ob beim Überreden eines NSCs oder beim gezielten Karabinerschuss – farbige Würfel entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Sie zeigen Treffer, Fehlschläge oder Fehlfunktionen. Die gewürfelten Erfolge werden mit Verteidigungswerten, Rüstungen oder Schwierigkeitsgraden verrechnet. Bleiben Erfolge übrig, gilt die Aktion als gelungen – der Gegner fällt, der NSC ist überzeugt, der Loot gesichert.

Die Anzahl der verwendeten Würfel richtet sich dabei nach der Waffenstärke bzw. dem Skill-Wert der jeweiligen Person, was taktisches Ressourcenmanagement und Charakterentwicklung besonders belohnt.

Zwischenfazit: Komplexe Regeln, leicht gespielt

Auch wenn das Regelwerk mit vielen Symbolen, Werten und Sonderregeln zunächst abschreckend wirken mag, zeigt sich im Spielverlauf schnell: Core Space ist durchdacht, eingängig und intuitiv bedienbar. Die klar strukturierten Phasen, das Crew-Dashboard und die einfachen Würfelsysteme greifen sauber ineinander. Zudem bietet ein übersichtlicher Referenzteil in den Regeln einen guten Überblick über Abläufe und zahlreiche Sondereigenschaften. Schon nach wenigen Runden läuft das Spiel flüssig. Als besonders unterhaltsame Komponente ist die Möglichkeit, sich gegenseitig zu attackieren und in den Rücken zu fallen. So zerfällt der gemeinsam ausgeklügelte Plan urplötzlich zu Staub und der sicher geglaubte Rückzug wird von einem diebisch grinsenden Gegenüber zum Scheitern verurteilt.

Wenn aus Missionen Geschichten werden – Kampagnen in Core Space

Core Space funktioniert wunderbar als Einzelszenario, aber seine wahre Stärke entfaltet das Spiel in der Kampagne. Über mehrere aufeinanderfolgende Missionen hinweg wächst nicht nur der Schwierigkeitsgrad, sondern auch die emotionale Bindung zur eigenen Crew. Charaktere entwickeln sich weiter, sammeln Ausrüstung und Credits, erhalten neue Fähigkeiten – und überleben manchmal nur knapp den nächsten Einsatz. Die Welt wird spürbar härter, lebendiger und persönlicher.

Im Zentrum steht eine lose erzählte Geschichte, die sich über neun Missionen erstreckt. Doch das eigentliche Drama entsteht am Spieltisch: Crewmitglieder, die heldenhaft zurückgelassen werden müssen, können in späteren Missionen gerettet oder durch eine Zufallstabelle „heimgewürfelt“ werden – sofern das nötige Lösegeld in Credits parat ist. Alternativ erlaubt ein Notfall-Teleport eine dramatische Rettung, was allerdings auch in einem völligen Desaster enden kann.

Die in den Missionen verdienten Credits bilden die zentrale Währung im Kampagnenspiel. Sie werden durch Missionsziele, das Plündern von Gegenständen und den Verkauf gefundener Ausrüstung erwirtschaftet und dienen zwischen den Spielen als Zahlungsmittel für neue Ausrüstung oder den Ausbau der eigenen Mannschaft. Händler*innen, die zwischen den Missionen aufgesucht werden können, bieten ein umfangreiches Sortiment aus Waffen, Rüstung und nützlichem Equipment – ein weiteres taktisches Element, das langfristige Planung belohnt.

Ebenfalls zwischen den Missionen wichtig ist die Weiterentwicklung der Charaktere. Jede Person verfügt über eine eigene Profession, die Zugang zu einem wachsenden Repertoire an Spezialfähigkeiten eröffnet: von verbesserten Bewegungsoptionen über Nahkampfvorteile bis hin zu technischer Expertise. Neue Crewmitglieder können angeheuert werden, um die Crew zu verstärken oder gefallene Kamerad*innen zu ersetzen.

Ein besonderes Kampagnenelement ist das Raumschiff der eigenen Crew – nicht nur eine abstrakte Idee, sondern tatsächlich durch ein physisches Spielelement (Eintrittsmarker) repräsentiert. Die Crew startet und beendet jede Mission dort – es ist Basis, Rückzugsort und Sicherheitszone in einem. Zwischen den Missionen muss es instandgehalten und kann auch ausgebaut werden: Mit Automatikgeschützen oder Spielbrettscannern erhält man strategische Vorteile. Wird es jedoch zu sehr beschädigt oder vernachlässigt, droht der Crew das Kampagnen-Aus – ein seltenes, aber thematisch starkes Risiko.

Insgesamt bietet die Kampagne in Core Space eine gelungene Mischung aus Strategie, Ressourcenmanagement und narrativer Tiefe. Wer sich auf dieses Format einlässt – idealerweise mit zwei oder drei konstanten Mitspieler*innen –, erlebt nicht nur einzelne Abenteuer, sondern den langen Überlebenskampf einer kleinen Crew in einer zunehmend erbarmungslosen Galaxis. Und wenn am Ende nur noch ein Trader mit halb aufgeladenem Blaster und einer zerfledderten Rüstung an Bord des schwer beschädigten Schiffs sitzt, dann zeigt sich, was Core Space wirklich ausmacht: keine perfekte Crew, sondern großartige Geschichten.

Ausstattung: Wenn das Spielfeld zur Raumstation wird

Core Space bringt reichlich Spielmaterial auf den Tisch, von Miniaturen und Markern über Kartendecks bis hin zu modularen Geländeteilen. Schon beim Auspacken wird deutlich: Hier steckt viel drin, um die Szenarien lebendig zu gestalten.

Die beiliegenden Miniaturen sind solide gearbeitet und funktional gestaltet. Sie lassen sich klar voneinander unterscheiden und fügen sich gut ins Setting ein, auch wenn sie qualitativ nicht an Miniaturen aus reinen Skirmish-Spielen heranreichen. Ergänzt werden sie durch Crew-Dashboards mit farbigen Steckern und Inventarplättchen – ein haptisch ansprechendes System, das Übersicht schafft.

Ein Highlight ist die beiliegende Spielmatte aus rutschfestem Mauspad-Material, auf der das modulare Gelände platziert wird. Kernstück des Aufbaus sind die steckbaren Wände und zahlreichen Einrichtungsgegenstände: von Tischen über Betten bis hin zu futuristischen Werbeschildern. So entsteht ein Spielfeld mit Charakter und Wiedererkennungswert.

Dank guter Anleitung und Online-Videos gelingt der Zusammenbau problemlos. Allerdings: Der Aufbau einer Mission dauert mindestens 20 Minuten, meist jedoch länger, trotz Übung. Der Aufwand lohnt sich, doch bleibt er ein fixer Teil der Spielvorbereitung.

Was die Materialqualität betrifft, überzeugt der robuste Karton – formstabil und sauber verarbeitet. Kleinere Abnutzungserscheinungen an stark beanspruchten Stellen sind jedoch auf Dauer kaum zu vermeiden, etwa beim häufigen Stecken oder Auseinanderbauen.

Auch an die Aufbewahrung der Spielmaterialien wurde gedacht: Sowohl für die Modelle als auch für die zahlreichen Wände, Möbelstücke und anderen Spielmaterialien enthält das Spiel passende Einsätze und Lagerungsmöglichkeiten.

Core Space ist nicht nur ein Spiel, sondern auch ein gestalterisches Erlebnis. Wer Spaß daran hat, ein Szenario optisch aufzubauen, wird hier bestens bedient – mit einem variablen, atmosphärischen und detaillierten Spielfeld.

Box - Core Space
Box – Core Space

Die harten Fakten:

  • Verlag: Battle Systems
  • Autor*in(nen): Colin Young
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • Sprache: Englisch
  • Spieldauer: 60 bis 120 Minuten
  • Spieler*innen-Anzahl: 1 bis 6 Personen (am besten zu zweit oder dritt)
  • Alter: ab 12
  • Preis: 110 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, KuTaMi

 

Bonus/Downloadcontent

Begleitet wird Core Space von einem ganzen Paket an Online-Inhalten. Neugierige können sich vor dem Kauf die Regeln in aller Ruhe zu Gemüte führen. Für den Zusammenbau präsentiert der Entwickler Colin Young in seinen Online-Tutorials anschaulich den Bastelprozess. Darüber hinaus bietet die Website aber auch noch zahlreiche Sondermissionen, Grafikdateien zum Erstellen eigener Szenarien, Kurzgeschichten und vieles mehr an. Und wer nach dem enthaltenen Szenario Lust auf mehr hat, kann sich in den zahlreichen Erweiterungen zu Core Space austoben.

Fazit

Core Space ist mehr als ein gewöhnliches Brettspiel – es ist ein narratives Erlebnis mit SciFi-Flair und Tabletop-Charme. Wer sich auf das modulare Gelände, die taktische Figurenaktivierung und die eskalierende Bedrohung durch die Purge einlässt, erlebt in jeder Partie eine kleine Geschichte mit Wendungen, Verlusten und knappen Rettungen.

Besonders glänzt das Spiel im Kampagnenmodus, wenn aus einzelnen Missionen eine fortlaufende Erzählung wird. Die Weiterentwicklung der Crew, der gezielte Ausbau des Raumschiffs und die taktischen Entscheidungen zwischen den Missionen sorgen für Langzeitmotivation. Core Space belohnt Planung, erlaubt aber auch spontane Heldentaten – und das in einem Setting, das glaubwürdig kaputt, chaotisch und gefährlich wirkt.

Gerade die Interaktion zwischen den Spieler*innen stellt einen hohen Unterhaltungswert dar. Das gemeinsame Schmieden von Plänen, das Treffen von Absprachen und die stets bestehende Ungewissheit, ob sich das Gegenüber auch daran halten wird, bereichern das Spiel.

Die Mechanik des Spiels ist durchdacht: Die Mischung aus Aktionspunkten, Spezialfähigkeiten und Ressourcenmanagement greift gut ineinander und bleibt auch bei mehreren Mitspielenden übersichtlich. Die Steuerung von Purge und NSCs gelingt reibungslos, was das Spiel flüssig hält. Gleichzeitig sorgt der Zufallsfaktor bei Begegnungen und Kämpfen für Dynamik, ohne unfair zu wirken – zumindest meist.

Auch optisch hinterlässt Core Space einen starken Eindruck: Die modulare Spielfläche mit ihren 3D-Gebäuden und Einrichtungsdetails erzeugt eine Atmosphäre, die man selten in dieser Tiefe bei Brettspielen findet. Die Materialqualität ist gut, auch wenn Vielspielende kleinere Verschleißerscheinungen in Kauf nehmen müssen. Die Miniaturen wirken stimmig, könnten aber in Detailtiefe und Dynamik noch mehr herausholen.

Negativ fällt vor allem die Aufbauzeit auf, die vor jeder Mission nötig ist – sie bremst spontane Spielrunden aus. Außerdem kann das Spiel bei voller Besetzung (mit mehr als vier Spieler*innen) mitunter lang werden. Zudem mag der Umfang des Regelwerks zunächst abschreckend erscheinen. Diese Punkte ändern aber nichts daran, dass Core Space ein echtes Highlight für Science-Fiction-Fans und Taktikspieler*innen ist.

Ein atmosphärisches, taktisch kluges und erzählerisch starkes Spiel mit echter Langzeitwirkung. Wer Freude an Miniaturen, modularen Spielwelten und kampagnenbasiertem Fortschritt hat, bekommt mit Core Space ein durchdachtes, liebevoll produziertes Spielsystem, das vor allem eines schafft: den Spieltisch in eine Geschichte zu verwandeln. Von uns gibt es dafür 5 von 5 Punkten.

 

  • Modulares Gelände erzeugt starke Atmosphäre.
  • Kampagnenverlauf schafft erzählerische Tiefe.
  • Crew-Entwicklung sorgt für langfristige Motivation.
 

  • Der Missionsaufbau erfordert Zeit und Geduld.
  • Abnutzung bei Gelände-Elementen ist langfristig sichtbar.
  • Umfangreiches Regelwerk kann Hürde darstellen.

 

Artikelbilder: © Battle Systems
Layout und Satz: Dominic Niederhoff
Lektorat: Gloria Puscher
Fotografien: Geoffrey Förste
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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