Das Myranor Monsterhandbuch ist eines der Must-Haves am Spieltisch, denn darin findet man Wissenswertes und vor allem auch die Werte von Kreaturen, die einen in Myranor erwarten könnten. Dazu bekommt man noch Werte zu normalen Wildtieren und Jagd- und Nutztieren.
Außerhalb der Städte und Metropolen warten vielfältige Kreaturen darauf, mit einer Held*innengruppe Bekanntschaft zu machen. Manche von ihnen haben schon immer ihren Lebensraum auf Myranor, einige von ihnen wurden von Göttern gesandt und manche von ihnen wurden als magische Chimären erschaffen.
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Das Monsterhandbuch enthält Informationen über myranische Kreaturen, die Abenteuer bereichern und tapfere Streiter*innen an ihre Grenzen bringen können. Zu Beginn des Buches findet sich eine Inhaltsangabe, in der die Monster alphabetisch aufgelistet sind, so wie sie auch im Buch abgedruckt sind, danach folgt ein kurzes Vorwort. Neben den Monstern finden sich noch Anhänge über myranische Tiere, einer Liste, in der die Kreaturen nach Herausforderungsgrad sortiert sind und Informationen über Jagd- und Nutztiere. Das vorletzte Kapitel schlägt ein Szenario vor: Die Therme von Tiathor. Am Ende findet befindet sich noch eine Regionenkarte.
Das Buch enthält nur die Regeln für die Monster und Tiere Myranors. Alle weiteren Regeln, die man zum Spielen benötigt, findet man im Grundregelwerk.
Myranische Monster
Das größte Kapitel im Monsterhandbuch widmet sich den Kreaturen auf Myranor. Die Kreaturen sind alphabetisch geordnet, von Albenwulf über Kristallwurm bis Zingduru. Zu jedem Monster gibt es die wichtigsten Hintergrundinformationen zu Aussehen, Vorkommen und Besonderheiten. Ebenfalls ist das Wesen abgebildet und auf einer kleinen Karte findet man die Regionen, in welchen es vorkommt. Neben den allgemeinen Informationen gibt es Angaben zu Größe, Gewicht, Menge (ob sie Einzelgänger oder Rudeltiere sind) und Verbreitung. Des Weiteren liefert das Handbuch zwei Abenteuerideen zu jedem Wesen. Der Jaguarhai zum Beispiel zählt zu den gigantischen im Wasser lebenden Monstern und kann Kreaturen, die nicht ihre volle Trefferpunktezahl besitzen, auf 36 Metern Entfernung genau wittern. Die Neristu-Mumie wiederum gehört zu den mittelgroßen Untoten und benötigt daher weder Luft, Nahrung, Wasser oder Schlaf. Dafür ist sie im Nachteil, wenn sie sich in hellem Licht befindet.

Natürlich darf der Wertekasten nicht fehlen, denn dieser liefert die Regeln für das Monster auf einen Blick. Direkt unter dem Namen steht die Größenkategorie, wie zum Beispiel kleines oder großes Tier. Zudem sind Herausforderungsgrad, Rüstungsklasse, Trefferpunkte, Bewegungsrate und Attributs- und Fertigkeitsboni aufgelistet. Darunter folgen eventuelle besondere Fähigkeiten und welche Aktionen, beziehungsweise Bonusaktionen es ausführen kann. Bei manchen Monstern findet sich noch ein kleines Kästchen mit hilfreichen Tipps für die Spielleitung.
Die Anhänge
In den Anhängen widmet sich ein Kapitel den myranischen Tieren wie Affen (Menschen-, Groß- und Riesenaffe), Hunden und Kleintieren, aber auch Haien oder Raubkatzen und -vögel. Hier hat man auf eine ausschweifende Hintergrundbeschreibung verzichtet, dafür ist der Wertekasten recht ausführlich. Wie auch bei den Monstern sind Daten wie Rüstungsklasse, Bewegungsrate oder Sinne angegeben, ebenso die Attributsboni. Auch Besonderheiten der Tierart sind zu finden und Aktionen und Bonusaktionen. Da bei manchen Tieren nur die Gattung angegeben ist, wie zum Beispiel Würgeschlange, ist nicht jede Beschreibung bebildert, da zu der Gattung eben viele Unterarten gehören. Auch eine Verbreitung ist nicht angegeben, da sie fast überall auf Myranor in irgendeiner Art zu finden sind.

Das nächste Kapitel besteht aus einer Liste, in der die verschiedenen Monster und Tiere nach Herausforderungsgrad geordnet sind und dient lediglich der Übersicht. Für die Spielleitung ist es hilfreich, falls man spontan eine passende Begegnung für die Spielenden finden möchte.
Das Kapitel Jagd- und Nutztiere beschäftigt sich mit eben diesen. Es wird kurz angerissen, wie verschiedene Völker typischerweise jagen und fischen. Einige von ihnen handeln auch mit Teilen der erlegten Tiere wie beispielsweise Pelzen. Während Naturvölker jagen, um zu (über)leben, gilt die Jagd im Imperium als Sport und Nervenkitzel der Reichen und Mächtigen. Die Oberschichten veranstalten Jagden als soziale Anlässe, Es wird in großen Gesellschaften mit vielen Bediensteten gejagt und eigens dafür wurden sogar Tierparks angelegt.
Eine weitere Art der Jagd ist die nach magischen Zutaten. Einige dieser sogenannten Ingredienzien sind die Körperteile wilder und gefährlicher Monster. Die Jäger*innen müssen nicht nur wissen, wo die Kreatur beheimatet ist, sondern auch, wie man ihr begegnet. Zudem sollten die Jäger*innen auch wissen, wie man das Monster erlegt, ohne die benötigte Zutat zu zerstören oder unbrauchbar zu machen.
Nachfolgend findet man eine Liste der besonderen Beute der myranischen Monster und Tiere. Ein nächster Abschnitt befasst sich mit den Gefahren der Wildnis und Reisen innerhalb und außerhalb des Imperiums.

Der letzte längere Abschnitt dieses Kapitels widmet sich den Nutztieren. Tiere werden als Lasttiere eingesetzt, zum Transport von Ware und als Reittiere. Einige Tiere werden auch gehalten, um Fleisch, Milch und Wolle zu liefern. Nicht vergessen sollte man den besten Freund der Kulturschaffenden: den Hund. Hunde sind nicht nur treue Begleiter, sich können auch verschiedene Aufgaben übernehmen, wie Jagd- oder Schlittenhunde. Manche von ihnen werden in Arenen als Kampfhunde zur Belustigung der Zuschauer*innen zur Schau gestellt und einige von ihnen, wie der aus dem Waldmops gezüchtete Mops fristen an den Höfen der Oberschicht ihr Dasein.
Die Therme von Tiathor
Spielende sollten ab hier nicht mehr weiterlesen, da Spoiler enthalten sind: Das im Buch vorhandene Szenario Die Therme von Tiathor gibt den Charakteren die Möglichkeit, einige Kreaturen aus allen Ecken Myranors kennen zu lernen. Das Abenteuer lässt sich an jede Stufe der Spielgruppe anpassen, da die Spielleitung bestimmt, mit welchen Monstern sie die Charaktere anlegen dürfen. So, wie das Szenario im Buch steht, ist es auf eine Spieldauer von drei bis fünf Stunden angelegt.
Wie der Titel bereits sagt, spielt das Abenteuer in der Stadt Tiathor. Vor den Thermen gibt es einen Tumult, da diese geschlossen sind. Die Charaktere haben nun die Möglichkeit, sich mit dem Thermenmitarbeiter zu unterhalten und herauszufinden, warum die Therme geschlossen ist und was genau vorgefallen ist.

Der Sklave, der die Therme am Vorabend verschließen sollte, ist verschwunden und es wurden zwei Tote gefunden. Durch einen geöffneten Geheimgang können die Charaktere in die Kanalisation gelangen und gehen dort auf Monsterjagd, denn diese sind von einem wohlhabenden Optimaten ausgebüxt. Im Laufe des Szenarios stellt sich jedoch heraus, dass die Tiere von einer Widerstandsgruppe frei gelassen wurden.
Das Szenario bietet ein offenes Ende, sodass man die Jagd beliebig verlängern kann, wenn die Charaktere Spaß daran haben. Auch ist offen, wie es mit der Widerstandsgruppe und dem Besitzer der Tiere weiter geht, sodass sich Spielenden und Spielleitung hier eine Menge Möglichkeiten bieten.
Erscheinungsbild
Das Myranor Monsterhandbuch im DIN A4-Format ist vollfarbig gestaltet, ebenso ist es als PDF erhältlich. Auf dem Cover fallen als erstes die drachenartige Klirrfrostbestie und der Eis-Ghorla (weißer Riesenaffe) ins Auge, die einander mit Drohgebärden gegenüberstehen. Im Hintergrund ist ein katzenartiges Flugtier zu sehen und am äußeren Rand ein menschlicher Jäger. Es ist klar zu erkennen, dass in diesem Buch die Monster die Protagonisten sind.
man einen kleinen Einblick, welche Kreaturen in diesem Band Erwähnung finden, sowie den Hinweis, dass dieses Buch für die aktuelle Myranor-Edition geschrieben ist. Zudem ist es mit jedem anderen 5e-Regelwerk kompatibel.
Im Buch selbst ist jedes Monster bildlich dargestellt und auch die Werte-Kästen sind übersichtlich gehalten, sodass man schnell auf die wichtigen Informationen blicken kann. Ebenso sind in den Informationstexten zu den einzelnen Monstern die wichtigsten Fakten hervorgehoben,
Da die Monster alphabetisch geordnet sind, können sie auch ohne viel Blättern leicht gefunden werden. Mit dem am Buch angebrachten Bändchen kann man sich auch kommende Begegnungen markieren. Am Ende findet man noch Werte für Tiere und einen kurzen Text über Jagd- und Nutztiere, welche das Buch komplettieren.
Die harten Fakten:
- Verlag: Uhrwerk Verlag
- Autor*in(nen): Henning von Bassi, Lisa Greff uvm
- Illustrator*in(nen): Alan Lathwell, Verena Biskup uvm
- Erscheinungsjahr: 2025
- Sprache: Deutsch
- Format: Hardcover, PDF
- Seitenanzahl: 228
- ISBN: 978-3-95867-321-2
- Preis: 49,95 EUR (Hardcover), 24,99 EUR (PDF)
- Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, DriveThruRPG, Sphärenmeister, Uhrwerk Verlag
Bonus/Downloadcontent
Als Download gibt es ein paar Werte für Monster.
Fazit
Das Monsterhandbuch ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Spielleitung. Es liefert schnell die wichtigsten Informationen, um den Spielenden eine spannende Begegnung zu ermöglichen. Zu jeder Kreatur gibt es eine Abbildung, damit die Charaktere direkt sehen, womit sie es zu tun bekommen und gegebenenfalls abschätzen können, wie man mit dem Monster umgeht. Man findet sofort auf der Seite die Wertekästen, wo alles Wichtige auf einen Blick zu sehen ist.
Die Texte lassen sich flüssig lesen und bei jedem Absatz ist der Kern des selbigen fett hervorgehoben, was eine gute Orientierung für die Spielleitung gibt. Die kleine Karte für die Verbreitung der Kreaturen ist in Kombination mit der großen Regionalkarte am Ende des Buches ebenfalls sehr hilfreich. In den Anhängen findet man ebenfalls nützliche Informationen zu Tieren aller Art und auch deren Loot. Das Szenario bietet der Spielleitung einen guten Einstieg, die Charaktere mit der myranischen Kreaturenvielfalt in Kontakt zu bringen.
Im Vorwort steht geschrieben, dass das Buch selbst keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, denn wie auch andere Rollenspiele lebt dieses von der Kreativität der Mitspielenden. Doch ist dieses Buch ein gutes Werkzeug für die Spielenden und sollte in regelmäßigen Runden nicht fehlen.

- Gut strukturiert
- Viele, aber nicht zu viel Informationen
- Vollfarbige Illustrationen zu jedem Monster
- keine
Artikelbilder: © Uhrwerk Verlag
Layout und Satz: Roger Lewin
Lektorat: Giovanna Pirillo
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.
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