Die Boten des Morgens haben eine lange Reise hinter sich, und nun gipfelt alles in einem fulminanten Finale. Abraxias überzieht Sigmars Volk mit Krieg und stürmt gegen die Bastionen der Ordnung. Haben die Boten noch die Kraft, dem zu trotzen? Halten die Bastionen dem Ansturm stand?
Sigmars Erzfeinde treten auf den Plan! Das Chaos greift nach den freien Städten Sigmars und auch nach den Boten des Morgens. Die Sklaven der Finsternis entsenden eine ihrer erbittertsten Kriegerinnen, Abraxia Speer des ewig Auserwählten. Mit der geballten Macht der Varangarde überzieht Abraxia die Ländereien in Ghyran mit Krieg. Und auch in Aqshy erklingen die Trommeln des Krieges, und auch die Krieger*innen des Finsterschwurs toben auf dem Schlachtfeld. Buch sechs der Boten des Morgens-Reihe verspricht ein grandioses Finale und bereitet den Weg in eine neue Edition vor.
Sklaverei, exzessive Gewalt, Krieg, Tod
Inhaltsverzeichnis
Abraxia, Speer des ewig Auserwählten

Nur wenige unter dem schwarzen Banner Archaons haben einen dunklen Ruf wie Abraxia erlangt. Von Spire Tyrants aufgezogen, bestand ihr Leben nur aus einem einzigen Kampf. Ein Kampf um Nahrung, ein Kampf um den Sieg, um ihre Identität als Kriegerin inmitten des Ruins zu festigen. Einen ersten großen Sieg erlangte sie als Teil der Varangarde von Loga. Dieser wurde beauftragt, einen Verräter zu beseitigen, der sich mit Be´lakor zusammenschloss. Doch Loga, der Heerführer der Varangarde, tötete nicht den Verräter. Es war Abraxia, welche dem Verräter ihre mit Stacheln versehene Fahnenstange in die Eingeweide rammte. Amüsiert vom Streben Abraxias veranlasste Loga, die Fahnenstange so zu schmieden, dass sie einem Speer gleicht.
Jahrzehnte kämpfte Abraxia jede Schlacht, die Archaon ihr auftrug, ohne dass ihre Gier nach Kampf und Zerstörung nachließ. Eine der Legenden erzählt, wie Abraxia die Bestie Thanatorg zähmte, um mit deren Hilfe die Kontrolle über die Horde ihres Heerführers zu erlangen. Eine finale Prüfung Archaons bestand darin, vier Dämonenprinzen zu jagen. Jeder von ihnen hatte einem anderen Chaos-Gott die Treue geschworen. Auf dieser Jagd versuchte jeder der Chaos-Götter, Abraxia auf seine Seite zu ziehen, doch Abraxia ließ sich nicht bekehren. Sie vertraute einzig ihrer eigenen Stärke, und nach Jahrzehnten der Jagd und schweren Kämpfe erreichte sie ihr Ziel. Ihr Aufstieg an der Seite Archaons war sicher.
Archaon belohnt nicht ohne Grund
Als am Berg Kronus das Chaos empfindlich geschlagen wurde und der Meister der Horde fiel, ritt Abraxia Korgax Redmaw nieder, als dieser sich der Führerschaft bemächtigen wollte. Korgax war kein Niemand, er diente vormals dem Blutgott und war ein starker Krieger, doch Abraxia besiegte ihn ohne vorherige Herausforderung. „Ein Gottschwätzer hat keinen Anspruch, um zu führen“ sollen ihre Worte gewesen sein. Archaon bestrafte diesen Kampf innerhalb seiner Krieger nicht, sondern legitimierte Abraxias Aufstieg als Speer des ewig Auserwählten. Mehr noch, er machte ihr ein mächtiges Geschenk. Gorbolga, ein legendärer Speer mit einer aus Varanit geschmiedeten Klinge.
Was Archaon verschwieg, war, dass der Speer stets hungrig nach Kampf ist und auch die Macht hat, seine Feinde wie auch Diener des Chaos mit Mutationen zu überziehen. Dies musste Abraxia selbst herausfinden, als sie sich inmitten von Orruks befand und von ihrer eigenen Waffe überrumpelt wurde. Ihr brachen qualvoll zwei Hörner aus dem Schädel und ließen sie fast die Kontrolle für immer verlieren. Doch Abraxia schaffte es, die Kontrolle wiederzuerlangen und den Speer zu beherrschen, zumindest für den Moment. Sie muss sich immer wieder stark konzentrieren, um nicht der Macht des legendären Speers zu erliegen. Er ist eine machtvolle Waffe, aber auch eine Bürde. Archaon hatte genau dies beabsichtigt. Solange Abraxia um die Kontrolle ihres Seins kämpft, kann sich ihr Blick nicht auf seinen Thron richten, um in Zukunft eine Rivalin darzustellen.
Boten des Morgens VI – Hunde des Chaos
Die Boten des Morgens haben auf ihrem Kreuzzug schon so einiges gesehen und durchlitten. Geschwächt, aber doch stets im festen Glauben, dem Auftrag Sigmars gerecht zu werden und die vom Chaos verheerten Ländereien wieder zurückzuerobern.
Die Boten aus Hammerhal Ghyra gründeten Verdigris. Es sollte ein Zeugnis der Tatkraft der Boten darstellen, doch gerade dies macht es auch zu einem unwiderstehlichen Ziel für die Mächte des Chaos. Abraxia, Speer des ewig Auserwählten, hat sich Verdigris zum Ziel ihrer Wut ausgesucht. Thorian, die ehemalige Marschallin der Boten, beobachtet mit einer inneren Unruhe die Umgebung von ihrem Balkon. Nach den beschwerlichen Kämpfen und den Raubzügen der Ghule des Leichenfresserkönigs sollte die werdende Stadt gut gesichert sein. Überall an den äußeren Rändern sind Wildercorps positioniert worden, um mögliche Bedrohungen sofort zu bekämpfen und zu melden. Doch mit aufsteigendem Rauch aus den Wäldern der Umgebung wird Thorian klar: die trügerische Ruhe hat wieder mal ein Ende gefunden. Das Chaos hat die äußeren Verteidigungen schnell überwunden und drängt ins Herz der neuen Stadt.
In der Stunde höchster Not wirkt Thorian ihre druidische Magie, doch auch diese reicht nicht aus, um den Ansturm des Chaos auch nur zu bremsen. Doch Abraxias brutales Vorgehen, um möglichst schnell die Stadt zu erreichen, forderte das Fällen und Zerstören vieler Bäume. Diese Ignoranz gegenüber den Wäldern veranlasst die Dornen des Jägergottes einzuschreiten. Die immergrüne Jagd erscheint und stürzt sich auf die Streiter des Chaos. Belthanos bahnt sich seinen Weg durch den Feind, fürchterlich wütend mit seinem heiligen Speer. Wutentbrannt macht Abraxia kehrt und stellt sich dem neuen Feind, welcher ihr in den Rücken gefallen ist. Verdigris Zerstörung muss vorerst warten. Auch wenn nicht alle dem Befehl Abraxias folgen, sie dienen in erster Linie nur dem ewig Auserwählten, verlagert sich der Kampf größtenteils wieder in die Umgebung der Stadt. Wild bahnt sich Abraxia ihren Weg durch die übrigen Wälder, auf der Suche nach dem Anführer der immergrünen Jagd.
Wankend durch den ewigen Kampf mit Gorbolga und die Provokationen Archaons richtet Abraxia ihren Blick auf einen noch größeren Preis. Phoenicium ist eine Stadt, deren Bevölkerung zu großen Teilen aus Aelven besteht. Durch die eigenwillige Führung der Stadt breitet sich bereits einiges an Unruhen aus, und die Angst, die sterblichen Menschen würden von den Aelven vertrieben werden, ist spürbar. Auch als immer mehr Streitkräfte der Lumineth die Stadt erreichen, wird diese Angst konkreter. Einzig die Garnison der Stormcast Eternals bleibt von dieser Unruhe verschont. Mit Hilfe Archaeons Macht erreicht die Varangarde Phoenicium durch ein unheilig geschaffenes Reichstor. Dank dieses Umstandes überkommt Abraxia mit all ihrer Wut die Stadt, um im Herzen ein wichtiges Artefakt zu stehlen und in sich aufzunehmen. Ein Licht der Hoffnung, eine Flamme des Lichts, ein Samen der Wiedergeburt, dies ist Abraxias Ziel. Sie fordert diese Macht für sich und ist bereit, alles in Schutt und Asche zu legen, was sich ihr in den Weg stellt.
Im Tempel, gelegen im Herzen der Stadt, stellt sich Abraxia dem letzten Verteidiger des Artefakts. Ein erbitterter Kampf entbrennt zwischen heiligem Licht und hitzigem Chaos-Feuer.

Die Boten des Morgens aus Hammerhal Aqsha errichteten die Stadt Embergard als ein Bollwerk gegen sämtliche Bedrohungen, doch dieser Wunsch unterzieht sich einer harten Prüfung. Einer Prüfung des Feuers und Krieges. Mit der ersten Marschallin Vendra haben die Sterblichen eine Kommandantin, die weit bekannt und auch berühmt ist für ihre Siege und Kampfstärke. Die Stormcast Eternals werden von niemand Geringerem als Vandus Hammerhand angeführt. Vandus hat das Konklave der Stadt überzeugt, selbst auszuziehen und gegen die Horden des Blutgottes unter der Führung seines Erzfeindes Korghos Khul zu kämpfen. Nur so könne man die Horden von den Mauern Embergards fernhalten. In den Wüsten um Embergard stehen sich die Streitkräfte der Ordnung denen des Blutgottes gegenüber. Stahlhelme gegen Barbaren, Kavallerielanzen gegen wild verzierte Äxte, Disziplin gegen grobe Brutalität.
In dem schneebedeckten Gebirge sammeln sich die Stämme des Finsterschwurs. Harte Barbaren, die, anders als Chaoskrieger, zwar den dunklen Göttern dienen, dies aber immer in Verbindung mit einem Schwur für Stärke vollziehen. Und auf diese Stärke sind sie besonders stolz, sind sie doch die Nachfahren der Städte Sigmars, welche in der Ära des Chaos zurückgelassen wurden. Dieser Tage rotten sie sich zusammen und helfen den Skaven beim Durchführen ihrer geheimnisvollen Pläne, ohne zu wissen, dass dies keinen Lohn bringen wird. Denn die Skaven halten nicht viel von Abmachungen und verraten nur zu gern ihre Verbündeten. So kommt es wie es kommen muss, und die Barbaren des Finsterschwurs machen sich auf, mit den Skaven abzurechnen. Blut für Blut ist ihr Kredo und wird hart in den Gängen der Skaven erkämpft.
Die Streitmächte der Ordnung bekämpfen die Horden des Blutgottes und die Barbaren des Finsterschwurs die verräterischen Skaven. Die Kämpfe werden erbittert geführt, und Gnade wird nicht gewährt, doch all dies verblasst, als die Skaven ihr dunkles Werk offenbaren und Blight City, eine gigantische Skavenstadt, in die Realität bricht und alles durcheinanderwirbelt. Der Durchbruch ist so heftig, dass ganze Berge zerbersten und Blitze von Warpstone Boden wie Himmel bevölkern. Trotz des Lärms hört man eins genau heraus, dass Läuten einer großen Glocke.
Taktische Einschätzung
Die Box kommt nicht mit allzu viel Inhalt daher, was aber allein dessen geschuldet ist, dass die Miniaturen und die Heldin in der Box schon richtige Kampfmaschinen sind. Dementsprechend sind auch deren Punktekosten in einer Armeezusammenstellung. So bekommt man zwar nicht viele Miniaturen, aber dennoch ordentlich elitäre Schlagkraft.
Und bei Schlagkraft bleiben wir erstmal. Abraxia unterstützt mit ihren Fähigkeiten nur die Varangarde und nicht andere befreundete Einheiten auf dem Schlachtfeld. Was sie klar, zu ihrem Hintergrund passend, an die Spitze einer solchen Varangarde setzt. Mit dieser greift sie feindliche Einheiten an und versetzt denen dann im ersten Nahkampf so viel Schaden, um nachfolgende Kämpfe für sich zu entscheiden. Denn auch wenn Abraxia Schaden erleidet, besteht die Chance, dass Ihr Gegner im Nahkampf ebenfalls für jede zugefügte Wunde selbst Schaden erleidet. Dafür bedarf es nur einem Würfelwurf mit einer vier oder besser, was diese Fähigkeit echt stark macht. Ebenso kann der berühmte Speer eingesetzt werden, doch neben netten Bonus für Abraxia besteht dort auch die Chance, bei einem unmodifizierten Wurf von eins selbst Schaden zu erleiden.
Den Regeln nach werden Abraxia und ihre Varangarde dem Spieler*innen viel Spaß bereiten. Einziger Wermutstropfen ist, dass die Regeln ihre Gültigkeit mit der bald anstehenden neuen Edition von Age of Sigmar verlieren.
Ausstattung
Im der Box finden sich Gussrahmen, aus denen Abraxia und drei Varangardisten gebaut werden können. Die Anleitung ist verständlich und die Bilder führen Bastelnde anschaulich ans Ziel.
Die Regeln für Abraxia, Nexus Chaotica und Brands Eidgebundene finden sich im Buch VI der Boten des Morgens wieder.
Das Buch Boten des Morgens VI – Hunde des Chaos hat, mit knapp 114 Seiten im Hardcover, neue Szenarien, Warscrolls für die Sklaven der Finsternis, die Schwerter des Chaos und für die Stämme der Schneegipfel parat. Auch finden sich wieder schöne Bilder und Kurzgeschichten.
Die harten Fakten:
Boten des Morgens Buch VI – Hunde des Chaos
Verlag: Games Workshop- Erscheinungsjahr: 2024
- Sprache: Deutsch, Englisch
- Preis: 41 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi
Sklaven der Finsternis – Abraxias Varanspeer
Verlag: Games Workshop- Erscheinungsjahr: 2024
- Preis: 125 EUR
- Bezugsquelle: Fachhandel, KuTaMi
Bonus/Downloadcontent
Das Buch Boten des Morgens VI – Hunde des Chaos hat einen Code für die App, damit man auch die PDF zur Verfügung hat.
Fazit
Die elitären Miniaturen sind klar ein Grund, sich die Box zuzulegen. Allein die Varangarde ist sehr hochpreisig und kommt im Einzelkauf schon fast auf den Box-Preis. Wenn man noch einen Champion für seine Armee sucht und oberdrein noch eine wirklich elitäre Kavallerie sucht, da ist die Box einfach ein Muss. Auch das Design von Abraxia ist wirklich gelungen und setzt auf den eher düsteren neuen Designweg von Age of Sigmar. Wer den dunklen Göttern verfallen ist, wird sich über diese Box sehr freuen.
Die Geschichte rund um das Finale der Boten des Morgens-Reihe wird spannend und mit tollem Artwork erzählt. Gerade die verschiedenen Schauplätze und die Anzahl der großen und kleinen Helden ist klasse und lässt das Finale deutlich epischer erscheinen. Die Überleitung zur neuen Age of Sigmar-Edition ist auch damit wunderbar gelungen.

- Neues Szenario für das Finale der Reihe
- Verstärkung für die Allianz des Chaos
- Exklusives Modell: Abraxia
- Hoher Preis
- Regelgültigkeit nur bis zur neuen Edition
Artikelbilder: © Games Workshop
Miniaturbemalung: Jenny Paintpaw
Layout und Satz: Andreas Hübner
Lektorat: Rick Davids
Fotografien: Christian Kallweit
Diese Produkte wurden kostenlos zur Verfügung gestellt.
Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Durch einen Einkauf unterstützt ihr Teilzeithelden, euer Preis steigt dadurch nicht.






















