Im Warpath-Universum von Mantic wurden Schlachten und Scharmützel bisher im 28 mm-Maßstab ausgetragen. Mit Epic Warpath können nun wesentlich größere Auseinandersetzungen mit vielen kleinen Modellen ausgefochten werden. Seid ihr bereit, Horden von Infanterie, riesige Kampfmaschinen und ganze Panzerverbände ins Feld zu führen? Es wird episch!
Der Epic-Maßstab beschreibt keine feste Modellgröße, sondern fasst viele kleine Skalierungen von circa 6 mm bis 15 mm zusammen, die für große Schlachten mit vielen Modellen genutzt werden. Anfang der 90er-Jahre war beispielsweise Epic 40000 im 6 mm-Maßstab sehr erfolgreich, welches 2023 als Legios Imperiales im 8 mm-Maßstab ein Re-Boot erfahren hat. Mit Epic Warpath stößt Mantic nun auch auf den Markt der Kleinstminiaturen vor und nutzt dafür einen Maßstab von 10 mm. Da sie mit ihrem Warpath-Universum bereits eine breite Auswahl an Fraktionen mit zugehörigem Hintergrund zur Verfügung haben, konnten sie sich ganz auf das Regelwerk konzentrieren. Wir haben uns das Zwei-Spieler*innen-Set Battle for Phrovox in der deutschen Version für euch angesehen und geprüft, ob sich der Einstieg lohnt.
Body Horror
Inhaltsverzeichnis
Das ist drin
Battle for Phrovox wird in einer prall gefüllten Box aus stabiler Pappe geliefert. Als Umverpackung dient ein Karton aus dünnerer Pappe, welche in Vollfarbe bedruckt ist. Auf der Vorderseite ist ein Artwork einer Schlacht zwischen den enthaltenen Fraktionen abgebildet und eine Deutschlandflagge weist auf das deutsche Regelbuch hin. Auf der Rückseite sind die enthaltenen Miniaturen in bemalter Form in Szene gesetzt und auch der weitere Inhalt angedeutet. Der Einführungstext und die Inhaltsauflistung auf der Rückseite sind trotz deutscher Box auf Englisch abgedruckt.
In der Box sind für die beiden enthaltenen Fraktionen der Enforcer und der Plague jeweils sechsmal der gleiche Gussrahmen aus Kunststoff enthalten. Auf den ersten Blick weisen die Modelle trotz des kleinen Maßstabes einen ordentlichen Detailgrad auf. Gussgrate über das normale Maß hinaus sind uns nicht aufgefallen. Ein paar der größeren Modelle müssen aus wenigen Teilen zusammengebaut werden. Der Aufwand hierbei ist aber nicht groß. Für die Modelle sind Rundbases aus dem für Mantic typischen grauen Kunststoff enthalten. Für Infanterie sind es 30 mm-Bases mit zwei Vertiefungen auf der einen und vier Vertiefungen auf der anderen Seite. In diese Vertiefungen passen Sockel der Modelle, wodurch sie stabil verklebt werden können. Auch das Bemalen der Modelle vor dem Setzen auf die Bases wird so erleichtert. Für Fahrzeuge und Großmodelle sind die schon für Firefight bekannten 25 mm-Bases mit einer großen Vertiefung auf der einen und einer glatten Oberfläche auf der anderen Seite vorgesehen.
Weiter sind zwölf achtseitige Würfel, ein Set Kommandowürfel, ein Richtungswürfel, ein Set Marker aus stabiler Pappe in Ausdrückrahmen und das vollwertige Regelbuch in deutscher Sprache im Lieferumfang enthalten. Somit ist das Einzige, abgesehen von Gelände, was zum Spielen fehlt, ein Maßband.
Unserer Box lagen allerdings keine Bauanleitungen bei. Im Inhaltsverzeichnis auf der Box ist diese auch nicht gelistet, sehr wohl aber im Online-Shop. Bauanleitungen für die Enforcer und Plague sind allerdings online verfügbar. Zudem ist der Zusammenbau nicht weiter kompliziert und dank Durchnummerierung der Modelle auf dem Gussrahmen ist auch die Zuordnung ohne Anleitung kein Problem.
Die Modelle
Für die Enforcer sind pro Gussrahmen zwölf Enforcer Operatives in vier Designs, vier Enforcer mit schweren Waffen in zwei Designs, acht Assault Enforcer in vier Designs, zwei Enforcer HQ in zwei Designs, zwei Peacekeeper in zwei Designs, zwei Jet Bikes in einem Design und drei Panther Antigrav-Panzer dabei. Letztere bestehen immer aus dem gleichen Rumpf, es sind aber genug Teile enthalten, um sie mit vier verschiedenen Turmvarianten zu bauen, welche sich auch einfach magnetisieren lassen. Somit können pro Gussrahmen insgesamt drei Bases Operatives, eine Base Enforcer mit schweren Waffen, zwei Bases Assault Enforcer, eine Base HQ, eine Base Peacekeeper, eine Base Jet Bikes und drei Panther, wahlweise als Angriffspanzer oder Transporter gebaut werden. Dies macht das Aufstellen von über 2000 Punkten möglich, was für nur normale Spiele absolut ausreichend ist.
Für die Plague umfasst jeder Gussrahmen sechzehn Stufe 3a Ghoule in vier Designs, vier Stufe 3a HMG, zwölf Stufe 3z Zombies in vier Designs, zwei Stufe 3a Kommandos in zwei Designs, zwei Stufe 2a Leapers in zwei Designs, zwei Stufe 2b Bursters in zwei Designs, eine Plague Artillerie, zwei Plague Mules in einem Design und ein Plague Strider, der wahlweise mit Flammenwerfer oder Polariskanone gebaut werden kann. Magnetisieren erscheint hier zwar möglich, erfordert aber mehr Aufwand und Erfahrung. Pro Gussrahmen kommen also vier Bases Stufe 3a Ghoule, eine Base Stufe 3a mit HMG, drei Bases Stufe 3z Zombies, eine Base 3a Kommando, eine Base Stufe 2a Leapers, eine Base Stufe 2b Bursters, eine Plague Artillerie, zwei Plague Mules und ein Plague Strider zusammen. Auch hier ist das Aufstellen von über 2000 Punkten möglich.

Erfreulich bei den Modellen ist, dass es auf Bases kaum zu Doppelungen der Designs kommt. Auch der Umstand, dass genug Punkte für zwei volle Armeen in ausgeglichenem Verhältnis enthalten sind, ist zu begrüßen.
Das Regelbuch
Beim beiliegenden Regelwerk handelt es sich, wie bereits erwähnt, um das vollwertige Regelbuch in deutscher Sprache. Das Buch hat etwa DIN A4-Format, ist in Vollfarbe gedruckt und umfasst 168 Seiten. Für das Regeldesign sind Matt Gilbert und Alessio Cavatore verantwortlich. Die deutsche Übersetzung stammt von Christian Schlumpberger, der für Mantic auch schon Halo: Flashpoint ins Deutsche übertragen hat.
Das Buch ist übersichtlich gestaltet und ein strukturiertes Inhaltsverzeichnis hilft bei der Suche bestimmter Abschnitte. Ein Stichwortverzeichnis gibt es nicht. Die einzelnen Abschnitte im Buch sind deutlich voneinander getrennt und Skizzen von Spielszenen, Textkästen und Ähnliches helfen beim Erlernen der Regeln. Für etwas Auflockerung sorgen außerdem Artworks und Fotos von auf einem Spieltisch in Szene gesetzten Miniaturen.
Die Übersetzung ist gut gelungen und die Regeln lassen sich flüssig lesen. An ein paar Stellen wirkt die Übersetzung zwar etwas hölzern, dies fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Auffällig ist sonst noch, dass die für Überschriften verwendete Schriftart scheinbar nicht über Umlaute verfügt.
Für insgesamt acht Fraktionen aus dem Warpath-Universum finden sich Einheitenprofile, womit man auch über das Zwei-Spieler*innen-Set hinaus gut gewappnet ist.
Auf den eigentlichen Regelteil, inklusive Schnellreferenzen am Ende des Buches, entfallen 50 Seiten des Buches. Auf neun weiteren Seiten werden Szenarioregeln erläutert. Hierbei gibt es keine vorgefertigten Szenarios, sondern die Parameter werden über Würfelwürfe auf mehreren Tabellen zusammengefügt. Als zusätzliche Spielvariante wird Nebel des Krieges angeboten. Auf die Armeelisten und die Regeln zum Erstellen einer Armee entfallen 67 Seiten. Auch der Hintergrund kommt nicht zu kurz und er wird auf 33 Seiten erläutert.
In die Sphären – Die Welt von Warpath
Beim Warpath-Universum handelt es sich um eine dystopische Zukunft, in der die Menschheit die Erde längst verbraucht und als öde Wüste zurückgelassen hat. In den Tiefen des Weltraumes treffen sie auf außerirdische Verbündete, aber auch Feinde. Die Enforcer sind eine Elitetruppe der Menschheit, die für Sicherheit und Ordnung sorgt. Bei der Plague handelt es sich um durch ein Alienmutagen veränderte Menschen und Außerirdische, welche sich durch Kontaminierung immer weiter ausbreitet. Etwas ausführlicher haben wir den Hintergrund bereits in einem anderen Artikel angeschnitten.
Die Regeln
Epic Warpath funktioniert ähnlich wie Tabletop-Systeme in einem größeren Maßstab. Eine Einheit besteht aus einem oder mehreren Bases, wobei auf einer Base mehrere Modelle dargestellt sein können. Regeltechnisch spielt die Zahl der Modelle aber keine Rolle, sondern nur die Anzahl der Bases. Jede Einheit verfügt über ein Einheitenprofil, in welchem alle wichtigen Daten wie Bewegungsreichweite, Fertigkeitswerte für Nah- und Fernkampf, Rüstungswerte, Bewaffnung und so weiter angegeben sind. Würfelproben erfolgen mit achtseitigen Würfeln, wobei der Zielwert erreicht oder übertroffen werden muss. In manchen Würfelproben kommen explodierende Achten zum Einsatz. Dies bedeutet, dass für eine natürlich geworfene Acht ein weiterer Würfel geworfen werden darf. Dieser kann eine weitere explodierende Acht verursachen. Gemessen werden darf zu jeder Zeit und die verwendete Maßeinheit ist Zoll. Die normale Spielfeldgröße beträgt 72 mal 48 Zoll. Kleinere Spiele können aber auch auf 48 mal 48 Zoll ausgetragen werden.
Sichtlinien werden von Base zu Base gezogen, wobei sowohl Einheiten als auch Gelände einen Höhenwert besitzen, welcher dazu dient zu überprüfen, ob Einheiten oder Objekte Sichtlinien blockieren.
Ein normales Spiel wird über fünf Runden gespielt, wobei nach der fünften Runde ausgewürfelt wird, ob es noch eine sechste Runde gibt. Die Chance hierfür liegt bei 50 Prozent.
Armeezusammenstellung
Jede Einheit verfügt über einen Punktewert. Gespielt werden vor dem Spiel vereinbarte Gesamtpunktewerte, welche für ein normales Spiel zwischen 1500 und 2500 Punkten liegen. Eine Armee bei Epic Warpath besteht aus einer oder mehreren Kompanien. Eine Kompanie besteht aus einer HQ-Auswahl und mindestens zwei Truppen-Auswahlen. Es dürfen außerdem maximal zwei weitere Truppen-Auswahlen pro Kompanie aufgestellt werden. Für jede Truppen-Auswahl darf der Kompanie eine Spezial-Auswahl zugefügt werden. Auswahlen aus den Kategorien Truppen und Spezial schalten gemeinsam wiederum Auswahlen der Kategorie Unterstützung frei. Für zwei Auswahlen aus diesen beiden Kategorien wird eine Unterstützungs-Auswahl freigeschaltet.

Pro Kompanie kann außerdem maximal eine Auswahl aus der Kategorie Superschwer eingesetzt werden. Sie zählt gegen das Limit für Unterstützungs-Auswahlen. Für jede Auswahl, die nicht vom Typ Läufer, Bike, Fahrzeug oder Superschwer ist, kann der Kompanie eine Transporteinheit hinzugefügt werden. Nur die Einheit, für die der Transport gewählt wurde, darf das Spiel in diesem Transporter starten, muss aber nicht.
Befehlsphase
In der Befehlsphase würfeln beide Spielenden ihre Kommandopunkte aus. Die Basis sind hierbei drei schwarze Kommandowürfel. Jede Kommando-Einheit fügt dem Pool weitere Würfel gemäß ihres Profiles hinzu. Für jede Kommandoeinheit darf außerdem ein Kommandowürfel neu geworfen werden.
Danach weisen die Spielenden ihren Einheiten im Nahkampf einen Kampfmarker, niedergehaltenen Einheiten einen Vorrücken-Marker und niedergehaltenen Einheiten im Nahkampf keinen Marker zu. Kommandoeinheiten, die nicht im Nahkampf oder niedergehalten sind, erhalten einen Sprinten- und einen Bereitschafts-Marker. Alle übrigen Einheiten erhalten verdeckt einen Marker der Kategorie Bereitschaft, Vorrücken oder Sprinten.
Sind alle Aktions-Marker verteilt, wird die Initiative für die Runde ausgewürfelt. Der*die Spieler*in mit der Initiative darf in jeder Phase der Runde entscheiden, wer beginnt. Ist die Initiative bestimmt, werden die verdeckten Aktions-Marker aufgedeckt.
Bewegungsphase

In der Bewegungsphase werden Einheiten der Spielenden mit Vorrücken- oder Sprinten-Markern abwechselnd aktiviert. Vorrückende Einheiten benutzen den ersten Bewegungswert ihres Profils und sprintende Einheiten den zweiten. Sprintende Einheiten dürfen sich außerdem in Basekontakt mit gegnerischen Einheiten bewegen, um diese im Nahkampf anzugreifen. Wird eine Einheit mit einem Bereitschafts-Marker im Nahkampf angegriffen, darf sie diesen ausgeben, um Abwehrfeuer zu geben. Wurde eine Einheit bewegt, erhält sie einen Kampf-Marker.
Bereitschaftsphase

In dieser Phase dürfen Einheiten mit Bereitschafts-Markern auf gegnerische Einheiten schießen. Hierfür werden Reichweite und Sichtlinien überprüft und dann für alle Bases, die schießen dürfen, Würfel geworfen und mit dem Fernkampfwert der Einheit verglichen, wobei Modifikatoren für Deckung und anderen Faktoren berücksichtigt werden. Für jeden erfolgreichen Treffer wird ein Schadenswurf gegen den Panzerungswert der Einheit geworfen. Einige Einheiten können außerdem versuchen, eine Verwundung durch einen Rettungswurf zu vermeiden. Kann der Treffer nicht verhindert werden, wird eine Base der Zieleinheit entfernt, sofern sie vorher ein legales Ziel, also in Reichweite und Sichtlinie, war. Überschüssige Treffer verfallen. Verliert eine Einheit durch einen Angriff mindestens die Hälfte ihrer Bases, erhält sie einen Niederhalten-Marker.
Kampfphase

In der Kampfphase werden von Einheiten mit Kampf-Markern Fern- oder Nahkämpfe durchgeführt. Fernkämpfe laufen genau so ab, wie in der Bereitschaftsphase. Außerdem werden die Nahkämpfe abgewickelt. Hierbei kämpfen die Bases, welche sich im Basekontakt mit einer gegnerischen Einheit oder in maximal 1 Zoll Abstand zu einer Base in Basekontakt befinden. Wird eine Einheit für einen Nahkampf aktiviert, schlägt auch die Zieleinheit zu, egal ob sie einen Kampfmarker besitzt, oder nicht. Ansonsten läuft alles wie im Fernkampf ab, nur dass die Werte für den Nahkampf verwendet werden. Am Ende eines Nahkampfes werden die Verluste verglichen und die Einheit mit den meisten Verlusten verliert den Nahkampf und erhält einen Niedergehalten-Marker. Außerdem muss für jeden überzähligen Verlust ein Moraltest durchgeführt werden. Für jeden misslungenen Moraltest wird eine weitere Base entfernt.
Endphase
In der Endphase werden alle Effekte angewendet, welche dieser Phase zugeordnet sind, und es darf für das Entfernen von Niedergehalten-Markern gewürfelt werden. Zudem werden die Siegbedingungen überprüft und überschüssige Marker werden entfernt.
Kommandopunkte

Die in der Befehlsphase erwürfelten Kommandopunkte können im Verlauf der Runde für verschiedene Befehle ausgegeben werden. Unterschieden wird zwischen Taktischen Befehlen, die allen Fraktionen zur Verfügung stehen, und Fraktionsspezifischen Strategischen Befehlen. Die drei Taktischen Befehle umfassen eine zusätzliche Aktivierung, bevor der*die Gegner*in wieder am Zug ist, das Neuwerfen von zwei Treffer- oder Schadenswürfeln und das Entfernen von Niederhalten-Markern in der Endphase. Taktische Befehle können auf alle befreundeten Einheiten angewendet werden. Strategische Befehle dürfen nur von Zielen innerhalb des Kommandoradius einer Kommandoeinheit genutzt werden. Dies sind meist 12 Zoll.
Missionsziele und Siegbedingungen

Ein Spiel gewinnt, wer am Ende des Spiels die meisten Siegpunkte erringen oder wer die Gegenseite komplett auslöschen konnte. Die genauen Parameter zum Erringen von Siegpunkten werden zufällig vor dem Spiel ermittelt. Es spricht aber natürlich auch nichts dagegen, sich vor dem Spiel auf einen Modus zu einigen. In allen Modi können Siegpunkte durch das Erobern von Missionszielen errungen werden. Hierbei gibt es Statische und Dynamische Missionsziele. Statische sind immer aktiv, Dynamische wechseln nach jeder Runde von aktiv zu inaktiv und umgekehrt. Darüber hinaus gibt es je nach Modus auch Siegpunkte für zerstörte Einheiten, die Übermacht in einer Aufstellungszone und ähnliches.
Gegenüberstellung der Fraktionen
Enforcer und Plague haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Wir haben die wichtigsten Punkte einmal aufgelistet.
|
Fraktion |
Spielstil |
Stärken |
Schwächen |
|
Enforcer |
Fokus auf Fernkampf |
Hohe Moral, Strategische Befehle auch außerhalb des Kommandoradius, Bewegung über Einheiten und Gelände mit Antigrav |
Teure Einheiten |
|
Plague |
Aggressiv, nahkampflastig |
Können Einheiten heilen, starker Nahkampf |
Fernkampf ist ihre Schwäche |

Die harten Fakten:
- Verlag: Mantic Entertainment
- Autor*in(nen): Matt Gilbert, Alessio Cavatore
- Übersetzung: Christian Schlumpberger
- Erscheinungsjahr: 2025
- Sprache: Deutsch
- Spieldauer: 60-90 Minuten
- Spieler*innen-Anzahl: 2
- Alter: 14+
- Preis: 140 EUR (UVP)
- Bezugsquelle: Fachhandel
Bonus/Downloadcontent

Mantic bietet auf der offiziellen Internetseite ihren Service Companion an. Nach einer kostenlosen Anmeldung hat man hier kostenlosen Zugriff auf alle englischen Grundregelwerke des Herstellers und kann mit dem eingebauten Tool Armeen zusammenklicken. Die kostenfreie Version erlaubt aber nur das Speichern von zwei Armeelisten. Für den Zugriff auf die vollen Regelwerke und das unbegrenzte Speichern von Listen ist ein Abo nötig.
Fazit
Mit dem Zwei-Spieler*innen-Set Battle for Phrovox für Epic Warpath liefern Mantic eine prall gefüllte Box mit zwei Armeen auf Standardspielgröße. Die Kunstoffmodelle im 10 mm-Maßstab weisen einen ordentlichen Detailgrad auf und lassen sich leicht zusammenbauen. Ein paar Modelle lassen sich durch den Einsatz von Magneten außerdem flexibel in mehreren Varianten einsetzen. Das vollwertige Regelbuch in der deutschen Übersetzung ist gut strukturiert und leicht verständlich. An ein paar Stellen wirkt die Übersetzung vielleicht ein wenig hölzern, dies fällt aber nicht weiter ins Gewicht. Das Regelsystem ist gut zu erlernen und somit lassen sich bereits nach einer kurzen Anlernphase problemlos große Schlachten schlagen.
Auch das Spielmaterial in Form von Würfeln und Markern ist hochwertig und bis auf ein Maßband ist alles im Set enthalten, was zum Spielen benötigt wird.
Wir können sowohl das Set zum Einstieg, als auch das Regelsystem empfehlen. Spieler*innen, die gern große Schlachten im kleinen Maßstab ausfechten möchten, kommen hier auf ihre Kosten.

- Zwei Armeen auf Standardspielgröße
- Ordentliche Details, trotz kleinen Maßstabes
- Vollwertiges Regelbuch enthalten
- Übersetzung an manchen Stellen etwas hölzern
Artikelbilder: © Mantic Entertainment
Layout und Satz: Melanie Maria Mazur
Lektorat: Katrin Holst
Fotografien: Dennis Rexin
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.


















