Regeln am Spieltisch

Jan 27

Regeln am Spieltisch

Die­ser Arti­kel möchte über die Regeln am Spiel­tisch spre­chen, also jene, die unter den Spie­lern gel­ten, nicht jene, die vom Regel­werk des gerade gewähl­ten Spie­les stam­men. Er ent­stammt dem selbst geschrie­be­nen RPG-Regelwerken Mystika/Flair, ist aber jeder­zeit auf andere Sys­teme und Run­den übertragbar.

Zusatz: Es han­delt sich hier­bei um die  pri­vate Mei­nung des Autors und keine ulti­ma­tive Weis­heit. Dis­kus­sion in den Kom­men­ta­ren ist deut­lich erwünscht!

 

Die bei­den immer gel­ten­den Meta-Spielregeln

Die Gol­dene Regel

Diese Regel ist die wich­tigste Regel über­haupt, und doch lässt sie sich recht sim­pel formulieren:

Der Spiel­lei­ter hat immer recht

Egal, was der Spiel­lei­ter sagt, und egal, wie unrea­lis­tisch es in die­ser Situa­tion sein mag, er wird sich etwas dabei gedacht haben, und vor allem: Er hat Hin­ter­grund­wis­sen, wel­ches Ihr nicht habt.

Ihr müsst Eurem Spiel­lei­ter in die­ser Hin­sicht ver­trauen, auch, wenn die eine oder andere Aus­sage komisch klin­gen mag.

Die Sil­berne Regel

Die sil­berne Regel ist die zweit­wich­tigste, und auch sie gilt für alle Rollenspiele:

Gesagt: Getan

Nie­mand weiß, was Dein Cha­rak­ter tut, es sei denn, Du als Spie­ler sagst sel­bi­ges ent­we­der laut oder per Notiz dem Spiel­lei­ter an.

Vor allem die Ablei­tung ist wichtig:

Nicht gesagt: Nicht Getan

Dinge, die für Dich logisch sind (Ein Schwert zie­hen, bevor man los­rennt, um zu prü­fen, wo das Geräusch her­kam), sind für die Mit­spie­ler oder gar den Spiel­lei­ter viel­leicht über­haupt nicht logisch. (Warum sollte man ein Schwert zie­hen, das erzeugt ein Geräusch und hin­dert zusätz­lich beim Schleichen?)

Dann rennt Dein Cha­rak­ter los und fin­det viel­leicht ein wil­des Tier – und steht unbe­waff­net vor sel­bi­gem, weil alle davon aus­ge­hen, dass er nur nach­schauen wollte, wäh­rend Du dach­test, Du hät­test Dein Schwert bereits gezogen.

Gnä­dige Spiel­lei­ter ent­schei­den der­ar­tige Situa­tio­nen per Münz­wurf oder mit­tels eines Wür­fel­wur­fes „Gerade: Du hast recht/Ungerade: Der Spiel­lei­ter hat recht“ – aber dar­auf kannst Du Dich nicht verlassen.

Sei dabei!

Wie­viel Du vom Spiel hast, hängt davon ab, wie­viel Du ins Spiel ein­bringst! Erwarte nicht, vom Spiel­lei­ter ein­fach nur bespaßt zu wer­den. Trage selbst zum Spaß aller bei, indem Du aktiv die Geschichte mitgestaltest.

Lange Dis­kus­sio­nen hal­ten das Spiel auf!

Wenn Du glaubst, Der Spiel­lei­ter hat irgend­et­was über­se­hen oder nicht beach­tet, kannst Du ihn kurz drauf anspre­chen – kein Spiel­lei­ter arbei­tet feh­ler­frei. Wenn er dann aber bei sei­ner Aus­sage bleibt, kann man gerne spä­ter dar­über dis­ku­tie­ren, aber für jetzt ist die Sache damit ent­schie­den  und das Spiel geht weiter.

Beach­tet immer, dass für die meis­ten Leute das Spie­len inter­es­san­ter ist als die Regeln. Und  bedenke: Der Spiel­lei­ter  hat durch­aus das Recht, ein­zelne Regeln kom­plett außer Kraft zu set­zen, wenn diese den Spiel­fluß stören.

Spieltisch-Etikette

Was auf dem Tisch liegt …

Gerade auf grö­ße­ren Rol­len­spiel­tref­fen ist dies die wich­tigste aller Regeln, an die sich immer noch ein Groß­teil aller Anwe­sen­den hält. Sie han­delt von unter ande­rem von Knab­be­reien und sie besagt schlicht und einfach:

Was auf dem Tisch liegt, ist für alle Spie­ler zur Selbst­be­die­nung da.

Der Sinn hin­ter die­ser Regel ist, spiel­ferne Fra­gen der Art „Darf ich etwas von der Cola haben“ oder „Darf ich mir ein Stück Scho­ko­lade neh­men“ schon im Vor­feld zu unterbinden.

Es ist jedoch auch wich­tig, auf die ent­spre­chende Ablei­tung zu achten:

Was nicht auf den Tisch gelegt wird, bleibt Pri­vat­ei­gen­tum und wird weder ange­fasst noch wird danach gefragt.

Auch wenn der Trau­ben­zu­cker oder die Gum­mi­bär­chen noch so ver­lo­ckend sind, es wird einen Grund haben, dass sie nicht auf dem Tisch liegen.

Denkt daran, wenn Ihr das nächste mal Chips acht­los auf den Tisch legt und Euch dann wun­dert, dass alle dar­über herfallen.

Ach ja … Diese Regel gilt natür­lich immer nur für die eigene Spiel­runde, Selbst­be­die­nung am Nach­bar­tisch ist nicht drin. (Des­halb buh­len erfah­rene Spiel­lei­ter auf Rol­len­spiel­tref­fen angeb­lich  immer um die Leute mit den dicks­ten Taschen …)

Die hei­li­gen Würfel

Unter den Rol­len­spie­lern gibt es sehr viele Leute, die einen aus­ge­präg­ten Aber­glau­ben ent­wi­ckeln, was ihre Wür­fel angeht. Des­halb zum Abschluß ein gut­ge­mein­ter Rat:

Fasse nie­mals die Wür­fel von ande­ren Spie­lern an, ohne vor­her zu fragen!


Habt ihr auch der­lei Regeln bei Euch am Spiel­tisch? Oder gar gänz­lich andere? Lasst es uns wis­sen in den Kommentaren!

 

 

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31 Kommentare

  1. Wie­der ein typi­scher Teilzeit-Artikel. Umstrit­tene Bin­sen­weis­hei­ten wer­den nur von einer Seite beleuch­tet und als uni­ver­sell ver­kauft. Schade.

  2. Hallo Ghoul, wir schrei­ben nicht unbe­dingt, um eine ultima ratio zu ver­brei­ten, son­dern auch um Dis­kus­sio­nen anzu­re­gen. Wel­che die­ser Regeln zwei­felst Du an und warum? Man­che unse­rer Arti­kel sind mit Absicht pro­vo­kant geschrie­ben und beleuch­ten sogar gezielt nur eine Seite, um Miß­bill zu erregen.

  3. Gibt es, im Gegen­satz zu den beklag­ten „Bin­sen­weis­hei­ten“, auch eine aus­ge­feilte wis­sen­schaft­li­che Theo­rie zu den Sit­ten und Gebräu­chen am Spiel­tisch? Viel­leicht ist mir da etwas ver­bor­gen geblie­ben. ;)

  4. Jabraxel /

    Würde mich jetzt auch Inter­es­sie­ren, was genau dich an dem Arti­kel stört ;)

    Über die­ses Thema könnte man sicher­lich eine „Dok­tor Arbeit“ schrei­ben, aber wer würde das dann noch lesen mögen?

  5. Ich ver­stehe diese Kom­men­tare nicht ganz.
    Wem die Infos in einem Arti­kel nicht aus­rei­chen, kann sie ja gern ergän­zen. Oder als Ant­wort in einem eige­nen Blo­g­ar­ti­kel „bes­ser“ dar­stel­len.
    Wem die Infor­ma­ti­ons­lage in allen Arti­keln nicht gefällt, sollte die Seite bes­ser gar nicht mehr auf­ru­fen.
    Aber ein „hier ist alles scheiße“ bringt mMn kei­nen Mehr­wert. Aber viel­leicht hab ich die Kri­ti­ker auch falsch verstanden.

  6. Der Muffinman /

    und genau in sol­chen Kin­der­gar­ten­run­den spiele ich nicht. Wie­viel Essens­re­geln kann man eigent­lich noch auf­stel­len? Was für ein Kindergarten.…

  7. Was mir ein biss­chen fehlt, ist der Rah­men, in dem diese Regeln gel­ten. Auf Cons sehe ich die „Was nicht auf dem Tisch liegt …“-Regel ein, in mei­ner wöchent­li­chen Runde ist alles Gemein­ei­gen­tum. Und ich lasse es mir auch nicht neh­men, nach den Gum­mi­bär­chen zu fra­gen, selbst wenn das OT-Geblubber ist.

    Was ich gene­rell erst­mal ablehne ist die Sil­berne Regel. Auch eine Ansage ist revi­dier­bar, wenn sie offen­kun­dig einer OT-Missinformation ent­stammt oder zu einer IT unrea­lis­ti­schen Situa­tion führt. Der para­no­ide Cha­rak­ter wird sein Schwert zie­hen, um nach den Rat­ten zu sehen, auch wenn der Spie­ler ver­gisst, das anzusagen.

    Die ande­ren Regeln sind tat­säch­lich eher tri­vial, wobei schon eini­ger Spaß dar­aus ent­stan­den ist, die „Hei­lige Würfel“-Regel zu miss­ach­ten. Dabei fällt mir ein: Man sollte mal was zu Aber­glau­ben unter Rol­len­spie­lern bloggen …

  8. @ghoul: In kei­nem unse­rer Arti­kel haben wir jemals gesagt, dass das geschrie­bene all­ge­mein­gül­tig ist. Wir beto­nen oft genug, dass wir hier unsere Sicht der Dinge schil­dern — was ande­res kön­nen wir ja auch gar nicht. Wir fra­gen ja extra danach, wie ihr es hand­habt, weil wir uns natür­lich auch Infos von euch erhoffen.

    @Muffinman: Dir mögen sol­che Dinge ja albern vor­kom­men, weil Du sie als selbst­ver­ständ­lich hin­nimmst (oder auch nicht). Die Pra­xis hat aber gezeigt, dass man oft genug im Leben anein­an­der­ras­selt, weil man unter­schied­li­che Auf­fas­sun­gen vom sozia­len Mit­ein­an­der hat. Ich wüsste auch nicht, was das mit Kin­der­gar­ten zu tun hat, schließ­lich sind es oft selbst die Erwach­se­nen, die sich dane­ben benehmen.

  9. Ich hatte dar­auf spe­ku­liert, dass Zorn­hau et al. mit mehr Zeit und Lei­den­schaft das Thema im Detail kom­men­tie­ren wür­den. So gesche­hen im RSP-Forum. :-)
    Wei­tere Aus­füh­run­gen mei­ner­seits erüb­ri­gen sich somit.

  10. Der Muffinman /

    @Annika
    Also wenn ich mich in der Pra­xis in der Runde über Essens­re­geln unter­hal­ten muss ist das für mich nun­mal Kin­der­gar­ten, auch und gerade wenn sich da dann Erwach­sene dane­ben beneh­men. Dann spiele ich doch lie­ber die Kin­der­runde wei­ter um bei dei­nem Bild zu blei­ben.
    Und um das noch­mal deut­li­cher zu machen: dann wären ja die Bögen und Stifte und Wür­fel eben auch Gemein­ei­gen­tum, genauso wie die Spiel­lei­ter­no­ti­zen, weil alles auf dem Tisch liegt. Wenn dann jeder sei­nen eige­nen Abla­ge­platz braucht, dann ist das wie im Kin­der­gar­ten und Tisch­gren­zen aus der Grund­schule. Wenn dann noch das Fra­ge­ver­bot hin­zu­kommt, da setzt es bei mir ein­fach aus.

    Ich Folge ein­fach mal dem Rat­schlag von miro und ver­ziehe mich wie­der in andere Rol­len­spiel­blogs und Pod­casts mit bes­se­rer Informationslage.

  11. Ich weiß aber auch nicht, wor­auf ihr mit eurer Essens­re­gel hin­aus wollt. In einer pri­va­ten Runde ist es es ja eigent­lich klar, dass man sich auf eine Rege­lung eini­gen muss. Ich denke, in den meis­ten Run­den ist es so, dass jeder einen Teil mit­bringt, der dann geteilt wird, damit nicht zehn Keks– oder Chip­s­pa­ckun­gen gleich­zei­tig auf­ge­macht wer­den.
    In Con­run­den trifft man natür­lich auf die ganze Band­breite an Leu­ten, ob Schma­rot­zer oder Soziale. Da fehlt meist ein­fach die Zeit, um sich dar­auf ein­zu­stel­len. In einer pri­va­ten Runde auf­tre­tende Typen erkennt man dann am zwei­ten, drit­ten Abend und kann drauf reagieren.

    @Dennis: Wür­fe­la­ber­glau­ben gabs hier schon:
    http://www.teilzeithelden.de/2011/08/11/wuerfelaberglaube/

    Und zum Thema Dis­kus­sio­nen: Auch wenn der Meis­ter natür­lich immer das letzte Wort haben sollte, macht es manch­mal ein­fach Spaß, den sinn­lo­sen Dis­kus­sio­nen zu fol­gen wie „Das haben wir noch nie so gemacht!“ oder „Das steht in Publi­ka­tion XY aber anders drin!“. Dann kann ent­we­der zehn Minu­ten lang geblät­tert wer­den oder der Meis­ter spricht ein Macht­wort. Auf Cons ist die­ses Durch­set­zungs­ver­mö­gen natür­lich noch wich­ti­ger, da man nicht abspre­chen kann, mit wel­chen Erwei­te­rungs­re­geln man spielt. Da gibts oft (natür­lich vor allem bei DSA) zu viele Fälle.

  12. Auf mich wir­ken die Regeln zu auto­ri­taer und unkommunikativ.

    Ich wuerde durch­aus behaup­ten das der SL das Recht hat in Streit­punk­ten eine Ent­schei­dung zu tref­fen.
    Aller­dings ist doch das Pro­blem bei dem Punkt „Der SL hat immer Recht“, so wie die­ser im Arti­kel dar­ge­stellt wird, das es den Spie­lern nicht gestat­tet ist Aus­sa­gen oder Inplay Hand­lun­gen des Spiel­lei­ters zu hin­ter­fra­gen und es den Spie­lern eine Trans­pa­renz ver­wei­gert. Schliess­lich wird jede Setting-Hinterfragung einer Szene in der ein unplau­si­bel erschei­nen­der Sach­ver­halt ange­spro­chen wird, wenn sich Bei­spiels­weise ein NSC nach­dem er Scha­den nimmt aus Sicht der Spie­ler unplau­si­bel ver­ha­elt, nicht nur nicht beant­wor­tet — was nach mei­nem dafu­er­hal­ten schon schlimm genug ist — son­dern dem Spie­ler unter­stellt er wuerde dem SL die Regel­kennt­nis abspre­chen wol­len. Kurz, das er ihn belei­digt.
    Mei­ner Ansicht nach traegt es, sehr wahr­schein­lich, zu einer Ver­gif­tung des Zusam­men­spiel bei.

    Es hilft auch dem „Sense of Won­der“ nicht. Denn immer­hin kom­men die Fra­gen hin­sicht­lich der Regel oder Set­ting­ver­trae­glich­keit auf weil der Spie­ler sich dort ganz offen­sicht­lich mit einem Bruch der Plau­si­bi­li­taet kon­frontriert sieht. Das heisst fuer den Spie­ler wirkt es nicht wun­der­voll, son­dern unlo­gisch, inkon­sis­tent ein Bruch im Vorstellungsraum.

    Als Anmer­kung zu der Klat­sche Rich­tung der 90er.
    Imho ist das eher ein typi­sches Pro­blem der Sandbox.

    Natu­er­lich kennt der SL jeden Wert sei­ner NSCs, hat diese abso­lut per­fekt, gerecht und keine Ahnung was errech­net, und ist in der Regel­aus­le­gung unfehl­ba­rer als der Papst. Jede Rueck­frage ist eine per­so­en­li­che Belei­di­gung und ein Zei­chen feh­len­den Respekt.
    Natu­er­lich ist der SL auch der­art in die Welt Gestal­tung und die Hand­lungs­ma­chine ver­liebt das jede Kri­tik daran [von den Idio­ten die eh nicht OT und IT Wis­sen aus­ein­an­der­hal­ten koen­nen oder die wenn, ihnen erst­mal auf­geht das sie eigent­lich keine Rolle in der Welt spie­len, eh aus lau­ter schlech­terR­PGer­haf­tig­keit die Lust am Spiel ver­geht], gleich­zei­tig eine Kri­tik an der Inte­gri­taet des SL als Per­son, sei­nen Fae­hig­kei­ten als Desi­gner ist und natu­er­lich den Sense of Won­der total ruiniert.

    Die zweite Regel, „Gesagt getan, nicht gesagt nicht getan“ erscheint mir als ein­zi­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­blem wo dem Spie­ler die Allein­schuld fuer ueber­ge­knuep­pelt wird. Zumal es gerade in kor­re­la­tion mit der ers­ten Regeln den SL davon aus nimmt.
    Die Spie­ler sind allein dafuer ver­ant­wort­lich alles zu sagen, respek­tive nicht das selbst­ver­staend­lichste zu ver­ges­sen, wenn sie es nicht tun, Pech. Ist ja rein ihre Schuld.

    Glaube ich nicht das es eine gute Idee ist.

    Tisch-Futter-Sitten.
    Seriously? Man darf nicht­mal fra­gen? Also weder ob da etwas absicht­lich liegt, als auch ob da wer was tei­len will?

    Nu, bei dem Wuerfel-Thema nahm ich eigent­lich an das der Bei­trag sati­risch gemeint ist.
    Ich mein, das ist doch nicht der ernst, oder? Bis­her habe ich noch kei­nen mit erns­ten Wuerfel-Fetish erlebt und die Inter­net Aus­wu­echse in die Rich­tung „frot­ze­leien“ abgetan).

  13. Ich erwarte als Spie­ler, dass ich nicht alles, was für mei­nen Cha­rak­ter sinn­voll bis selbst­ver­ständ­lich ist, ansa­gen muss, bzw. dass es auch dann noch zum Tra­gen kommt, wenn ich ver­ges­sen habe, es anzu­sa­gen. Ich füge mich, wenn der SL sich dage­gen ent­schei­det, aber ich wün­sche mir eine gewisse Kulanz und, selbst wenn das den Spiel­fluss etwas hemmt, die Gele­gen­heit, dem Spiel­lei­ter zu ver­mit­teln, warum ich es für gege­ben halte, wenn es wich­tig war.

    Ebenso erwate ich als Spiel­lei­ter, von mei­nen Spie­lern unter­bro­chen und kor­ri­giert zu wer­den, wenn ich einen Feh­ler mache (sei es Regel-, Ein­schät­zungs– oder Kon­ti­nui­täts­be­dingt), oder wenn ihnen etwas selt­sam vor­kommt. Falls ich ande­rer Mei­nung bin, bestehe ich dar­auf und es geht wei­ter. Regeln bre­che ich nur dann, wenn offen­kun­dig nie­mand etwas dage­gen hat.

  14. Regeln soll­ten nur dann gebro­chen wer­den, wenn der Spiel­lei­ter es abnickt und sich auch nie­mand in der Gruppe des­we­gen gegän­gelt fühlt. Pas­siert das bei einer Stelle öfter, ist es Zeit für eine Hausregel.

    Ich denke mal „Gesagt, Getan“ und „Nicht gesagt, nicht getan“ sollte auf die wirk­lich pas­sen­den Momente ange­wandt wer­den. Wir sind doch nicht mehr in den 80ern bei DSA ;) Wer sagt schon an, dass sein Cha­rak­ter aufs Klo geht. Hart aus­ge­legt würde man also davon aus­ge­hen, dass alle Cha­rak­tere schon durch innere Ver­gif­tung gestor­ben sind. Oder ich beschreibe, wie die Gruppe auf einen Abgrund zurei­tet. Natür­lich gehe ich davon aus, dass sie anhal­ten. Will jemand dann einen beson­ders gewag­ten Stunt ablie­fern, wird er mir das schon sagen und ich rufe nach irgend­ei­ner Probe. (die dann auch schief­ge­hen kann…) Manch­mal frage ich noch scherz­haft mit einem Grin­sen, ob sie anhal­ten und krieg dafür direkt nen doo­fen OT Spruch gedrückt :D

  15. Was mich über­haupt stört ist, daß das hier tat­säch­lich so als gott­ge­ge­ben und natür­lich rüber­ge­bracht wird.

    Hätte da gestan­den, „Hey Leute, das sind Regeln die wir für uns am Spiel­tisch erar­bei­tet haben und die für uns wirk­lich gut fuink­tio­nie­ren, was hal­tet ihr davon?“ dann wäre alles gut gewe­sen. Klar hätte ich mich dann noch über die eine oder andere Regel lus­tig gemacht aber das wäre auch schon alles gewesen.

    So aber, völ­lig unre­flek­tiert und unmo­ti­viert, mit einem offi­ziö­sen Anstrich („aus einem Regel­werk“) ver­se­hen und abso­lut for­mu­liert ist es sehr ärgerlich.

  16. ja, den Schuh zieh ich mir an. Anfangs war da noch ein andere ein­lei­ten­der Text, aus dem es viel­leicht kla­rer her­vor­ge­gan­gen wäre. Daher hab ich oben noch­mal rot edi­tiert, dass es eine Mei­nungs­äus­se­rung eines Ein­zel­nen ist, der sie auch dis­ku­tiert haben will.

  17. Wer eine andere sehr heisse Dis­kus­sion zu die­sem Thema lesen möchte, der schaue mal hier­her: http://forum.rsp-blogs.de/diskussion-und-kommentare/(teilzeithelden)-regeln-am-spieltisch/

    Kon­tro­vers, Kontrovers…

  18. Porta Stellaris /

    Zur gol­de­nen Regel: Grund­sätz­lich stimme ich da zu, aller­dings unter­scheide ich da schon etwas zwi­schen zum Bei­spiel Aus­sa­gen zum Ver­hal­ten von NSCs und zu Pro­zes­sen, die eher von ein­fa­chen Gesetz­mä­ßig­kei­ten (z.B. Natur­ge­setze der Spiel­welt) gere­gelt wer­den. Wenn da etwas offen­sicht­lich falsch läuft, frage ich schon mal nach, bzw. bestä­tige als Spiel­lei­ter auch mal meine Aus­sage (oder revi­diere sie, wenn sie tat­säch­lich feh­ler­haft war). So neu­lich gesche­hen bei den Ein­satz­mög­lich­kei­ten von Wär­me­bild­sys­te­men, shame on me ;)
    Ich sehe die gol­dene Regel als Ultima Ratio, um den Spiel­fluss am Lau­fen zu hal­ten, aber ich halte es für eine Selbst­ver­ständ­lich­keit, dass sich die Spie­ler im Rah­men des sozia­len Ver­trags die­ser Regel unterwerfen.

    Zur sil­ber­nen Regel (Gesagt, getan): Naja, wenn eine Hand­lung offen­sicht­lich aus einem Ver­satz zwi­schen Spie­ler– und SL Welt­ho­ri­zont rührt, dann erwarte ich als Spie­ler schon, dass ich meine Hand­lung revi­die­ren kann. Als Spiel­lei­ter gebe ich da nor­ma­ler­weise auch nach, es sei denn, ich habe den Ein­druck, dass der Spie­ler ein­fach nicht auf­ge­passt hat. Das gilt natür­lich nur, wenn noch nicht allzu viel Zeit ver­stri­chen ist, sonst müsste man ja einen Teil der Spiel­sit­zung wie­der auf­rol­len.
    Noch eine Anmer­kung: Ein offen­sicht­li­cher Bruch in der Erwar­tungs­hal­tung der Spie­ler kann auch ein Stil­mit­tel im Aben­teuer sein. Sowas kommt zum Bei­spiel bei Call of Cthullhu oder Kult häu­fi­ger vor.

    Nicht gesagt, nicht getan: Schwie­rig. Vie­les wird ein­fach vor­aus­ge­setzt. In der geschil­der­ten Situa­tion würde ich als SL wohl auch erwar­ten, dass der Spie­ler ansagt, ob er eine Waffe bereit macht — ins­be­son­dere, wenn sich das nach­tei­lig auf sei­nen Schlei­chen­wert aus­wirkt. Oft frage ich als Spiel­lei­ter nach. Die meis­ten Spie­ler sind so ehr­lich und geben dann zu, dass sie gar nicht daran gedacht haben, die Waffe zu ziehen.

    Die Fut­te­r­eti­kette kenne ich auch so, finde sie aber nicht über­flüs­sig im Arti­kel. Das zeigt mir, das andere Rol­len­spie­ler in man­chen Berei­chen ähnlich den­ken wie ich.

    Das mit den gehei­lig­ten Wür­feln finde ich per­sön­lich ziem­lich affig, aber das kann schließ­lich jeder hal­ten, wie er will. Bei uns wer­den die Wür­fel meis­tens frei­zü­gig aus­ge­lie­hen und herumgereicht.

  19. Ich stimme Tey­lins letz­ten Post 100% zu.

    Zudem möchte Teil­zeit­hel­den doch ein Web­zine wer­den oder sein, was im All­ge­mei­nen auch gut gelingt. Ein Web­zine sollte aber nicht reine und der obi­gen Form vor­han­dene Mei­nungs­äu­ße­run­gen ent­hal­ten (oder dann eher als Kom­men­tar zu akt­zu­el­len The­men). Es spricht nichts dage­gen die eigene Mei­nung dar­zu­stel­len, abso­lut nicht, aber dann sollte die Gegen­seite zumin­dest erwähnt wer­den oder man sollte von den The­men abgren­zen, die man nicht behan­delt. Man könnte z.B. auch zwei sub­jek­tive Kom­men­tare gegen­ein­an­der „antre­ten“ las­sen. So stell jeden­falls ich mir das vor. Aber der Arti­kel passt eher in ein klei­nes „Ich schreib wor­über ich lus­tig bin und wann ich will“-Blog und ent­spricht nicht Euren ü+bli­chen Stan­dard. Tut mir leid, aber so sehe ich das.

  20. @Teylen: zum Thema Wür­fel: ich stimme Dir zu, was Deine Aus­füh­run­gen angeht und kann sie nach­voll­zie­hen. Die Regeln sind so sicher­lich sehr pola­ri­sie­rend for­mu­liert, auch wenn es im Kern sicher­lich die ein oder andere Wahr­heit gibt. Und zur Wür­fel­the­ma­tik: es gibt wirk­lich Leute, die krie­gen einen Anfall, wenn man ihre Wür­fel anpackt. Unge­lo­gen :)

    @Jan: Du hast schon Recht. Ich kann aber auch nur sagen: wir ler­nen noch :) Hier und da gibts auf unse­rem Weg eben Stol­per­steine, über die wir so vor­her noch nie gestol­pert sind. Das pas­siert aus Unwis­sen­heit und nicht in böser Absicht, es gibt ein­fach ein paar Wes­pen­nes­ter, in die wir erst­mal ste­chen wer­den, bevor wir es bes­ser wissen.

  21. Hmm, also sowohl Gol­dene Regel als auch die Sil­berne Regel lehne ich für mein Spiel ab.

    Fan­gen wir bei der Gol­de­nen an: Als SL sege ich mich als gleich­be­rech­tig­ter Part­ner der Spie­ler, dem es obliegt, eine von den Spie­lern anzu­neh­mende Lösung zu fin­den, aber kei­nes­falls diese mit „Weil ich Gott bin.“ durch­zu­drü­cken. Ich höre mir im Zwei­fels­fall immer die Mei­nung der Spie­ler an. Genau weil sie das wis­sen, gibt es aber auch nie (oder sel­ten, ich erin­nere mich an keine, obwohl ich einige sehr regel­firme Spie­ler habe) lange Dis­kus­sio­nen. Umge­kehrt erwarte ich, dass ein SL sich meine Mei­nung kurz anhört und diese berück­sich­tigt (nicht unbe­dingt danach handelt!).

    @Silberne Regel: Das kenne ich vom Schach. Ab und an gibt es nun­mal Spie­ler, die etwas lus­ti­ges, ingame aber eher unpas­sen­des sagen. Das darf ja auch ab und an mal sein. aber da immer auf „gesagt, getan.“ pochen, ich weiß nicht.

  22. @Annika: Kein Ding. Darum ver­su­che ich es kon­struk­tiv zu halten.

  23. Ich weiß, daß zu dem Thema „Gol­dene Regel“ noch etwas in der Mache ist, aber ich möchte trotz­dem noch ein­mal meine Mei­nung zum Thema hier beitragen:

    In dem Arti­kel ging’s um Regeln am Spiel­tisch, und in dem Kon­text sollte er auch gele­sen wer­den. Über­setzt: Regeln zur Kom­mu­ni­ka­tion mit ande­ren Spie­lern, mit denen man in den wenigs­ten Run­den aneckt –> MEI­NER ERFAH­RUNG NACH. Das sind jetzt „nur“ 25 Jahre in allen mög­li­chen Run­den und auf end­los vie­len Cons.

    Die Gol­dene Regel ist dem­nach auch nicht gedacht im Paranoia-Sinne, sie soll kein Frei­brief sein, die Spie­ler zu ver­ar­schen. Das ist auch nicht Sinn der Aussage.

    Sinn der Aus­sage ist: Dis­ku­tiere nicht mit dem Spiel­lei­ter, wenn Du etwas nicht sofort ver­stehst.
    Und hin­ter der Aus­sage stehe ich auch.

    Bei­spiel aus der Pra­xis: Natür­lich gibt es keine gepan­zer­ten Hunde. Aber wenn der Spiel­lei­ter so etwas beschreibt, was soll man dann tun? Mit ihm dis­ku­tie­ren, daß es sowas nicht gibt? In kei­nem Krit­ter­buch und auch sonst nir­gendwo offiziell?

    Oder aber nehme ich das als Spiel­an­reiz und ver­su­che her­aus­zu­fin­den, warum zum Hen­ker da gepan­zerte Hunde im Gar­ten sind?

    Beach­tet bitte, daß ich im Zusam­men­hang mit der „Gol­de­nen Regel“ die Regel­ho­heit des Spiel­lei­ters noch nicht ein­mal erwähne. Das kommt erst spä­ter als Nach­satz in der Erklä­rung zu „Lange Dis­kus­sio­nen hal­ten das Spiel auf“. Und auch da ist eher das gute alte „Ok, JETZT ent­scheide ich das so, und nach der Runde gucken wir’s nach“ gemeint, als ein „Meine Schüt­zen brau­chen keine Ent­fer­nung einrechnen“.

    Ich bin der Mei­nung, daß jede Regel­än­de­rung für alle gel­ten muß, nur um das mal klarzustellen.

    Bei­des wider­spricht übri­gens den meis­ten Regel­bü­chern aus dem letz­ten Jahr­hun­dert, in denen schwarz auf weiß steht, daß die Spiel­lei­ter die Regeln not­falls igno­rie­ren sol­len — wie gesagt: Das erwähne ich nur, da bin ich aber kein gro­ßer Fan von.

    Womit wir auch schon bei den „Kindergarten“-Regeln wären:
    Natür­lich gel­ten die Spieltisch-Regeln pri­mär auf Cons. Wo denn sonst? Zuhause hat jeder seine eige­nen Abspra­chen …
    Das ist übri­gens ganz gut daran zu erken­nen, daß da deut­lich dran­steht „Gerade auf grö­ße­ren Rol­len­spiel­tref­fen ist dies …“. Das war eigent­lich ein­fach, oder?

    Ich merke, ich muß sowas in Zukunft wesent­lich deut­li­cher aus­for­mu­lie­ren. Kri­tik ist in soweit ange­kom­men.
    (Und den Sar­kas­mus raus­las­sen, den ver­steht keiner …)

  24. Mathias /

    In klei­nen Grup­pen braucht man sel­ten nie­der­ge­schrie­vene Regeln zum Sozi­al­ver­hal­ten, da sich nor­ma­ler­weise schnell unge­schrie­bene Regeln eta­blie­ren. Diese sind dann dehn­ba­rer als nie­der­ge­schrie­bene Regeln.

    Es blei­ben also die ers­ten bei­den Regeln. Die zweite Regel halte ich für dane­ben, da sie eine Menge Spaß aus der Runde nimmt. Zudem haben Cha­rak­tere Werte, die man als Spie­ler nicht immer aus­spie­len kann. Es ist mei­ner Mei­nung nach nur schwer mög­lich eine höhere Intel­li­genz oder Kampf­er­fah­rung als man selbst hat aus­zu­spie­len. Da sollte ein Spiel­lei­ter ent­spre­chende Cha­rak­tere auch vor unüber­leg­ten Hand­lun­gen des Spie­lers schüt­zen. Bei Mers wurde diese Regel mal in eine echte Regel gefasst, die besagt hat, dass man sei­nen Offen­siv­bo­nus hal­bie­ren muss, wenn man seine Ent­schei­dung ändert. Das führte dann zu einer inters­san­ten Situa­tion in der ein Spie­ler sagte er schlägt auf Geg­ner 1, dann aber doch auf Geg­ner 2 schla­gen wollte. Der Spiel­lei­ter hal­bierte den Offen­siv­bo­nus, wor­auf­hin der Spie­ler meinte, achso, ok, dann bleibe ich bei mei­ner ers­ten Ent­schei­dung. Nach­dem der Spiel­lei­ter dann auf eine wei­tere Hal­bie­rung bestand muss­ten wir alle kräf­tig lachen und haben Mers in der Kon­stela­tion nicht mehr gespielt.

    Der Gol­de­nen Regel stimme ich aber zu. Es ist aber wich­tig, was ein Spiel­lei­ter dar­aus macht. Natür­lich kön­nem einen wich­ti­gen NSC, den die Spie­ler gerade töten wol­len, plötz­lich Flü­gel wach­sen, damit er ent­kommt, schließ­lich hat er ja noch eine wich­tige Rolle und das kön­nen die Spie­ler ja nicht wis­sen. Man kann sol­che Situa­tio­nen aber auch ele­gan­ter lösen und einen neuen NSC erschaf­fen, der die Rolle ein­nimmt oder anders fle­xi­bel reagieren.

  25. Jörg von „Rich­tig Spiel­lei­ten“ hat das Thema auch noch­mal auf­ge­grif­fen. Wir wer­den mor­gen das Thema noch­mal deut­lich betrach­ten. Stay tuned!

    http://richtig.spielleiten.de/2012/02/03/der-sl-hat-immer-recht/

  26. NIEDUKNIE­DER /

    Oh je Oh je, wie schön man doch über solch wun­der­bar theo­re­ti­sche Dinge dis­ku­tie­ren kann.

    Lei­der hat man ver­ges­sen Uns Rol­len­spie­lern ein „All­ge­mein­gül­ti­ges“ Regel­werk an die Hand zu geben in denen diese „gol­de­nen Regeln“ ähnlich der 10 Gebote fest geschrie­ben sind und so kommt es zu solch imho total sinn­be­frei­ten Diskussionen.

    Jeder Mensch ist nun ein­mal anders und jeder Spiel­lei­ter hat sei­nen eige­nen Ansatz eine Gruppe zu Lei­ten oder mit Regeln umzu­ge­hen und das­selbe gilt natür­lich auch für die Spie­ler. In der Regel tref­fen dann Per­so­nen in einer Spiel­runde zusam­men, die einen Teil die­ser Ansich­ten Tei­len und sich dar­auf ver­stän­di­gen in Ihrem Rah­men der „Regeln“ zu spie­len.
    Für die ein­zelne Gruppe oder Per­son mag es dann ganz nor­mal sein, das es „Regeln“ zum Thema Essen, Wür­fel­ma­ni­pu­la­tion oder Regel­aus­le­gung gibt. Dies mag dann aber auch nur für diese Runde gel­ten. Denn wie die hier geführte Dis­kus­sion ja zeigt, schei­nen andere Per­so­nen zu die­sen The­men dann wie­der ganz andere Ansich­ten zu haben.

    Ich per­sön­lich behalte mir nach Rück­spra­che mit mei­nen Spie­lern vor Ver­än­de­run­gen im Set­ting oder an den Regeln vor­zu­neh­men, die dann natür­lich für Alle gel­ten. Ich erachte es auch nicht als „Ver­stüm­me­lung oder Regel­bre­chung“ bestimmte Teile eines Set­tings nicht zuzu­las­sen oder zu verändern.

    Ein kon­kre­tes Bsp.; Earth­dawn
    Hel­den­gilde von Travar

    In die­sem Offi­zi­el­len Regel­buch das die Stadt Tra­var beschreibt, gibt es zu der Stadt­be­schrei­bung einen in mei­nen Augen sehr gro­ßen Feh­ler der von den Schrei­bern des Buches gemacht wurde.

    Zur all­ge­mei­nen Info: In der Welt Earth­dawn ist Skla­ven­han­del ein nicht sehr gerne gese­he­nes Geschäft und ledig­lich eine Nation neigt zu die­ser Pra­xis. Das Volk der Ork´s hat laut Hin­ter­grund am stärks­ten unter der Knecht­schaft der der Skla­ve­rei gelit­ten und sogar als ein­zi­ges Volk eine Art „Klasse“ gegen die Skla­ve­rei ent­wi­ckelt

    Nun ist im oben benann­ten Buch bei der Beschrei­bung der Stadt auch fol­gen­des zu finden.

    1. Vor der Stadt gibt es einen offi­zi­el­len Skla­ven­markt
    2. Der Lei­ter des Mark­tes und obers­ter Skla­ven­händ­ler ist ein Ork

    -
    Diese zwei Punkt ste­hen für mich als SL nun aber ein­mal im voll­kom­me­nen Gegen­satz zu der bis dato im Hin­ter­grund der Welt und im Hin­ter­grund des Volk der Ork´s gel­ten­den Mei­nung im Wider­spruch. So habe ich als SL ent­schie­den das es die­sen Skla­ven­markt in mei­ner Welt nicht geben wird. Eine Ent­schei­dung die auch von mei­nen Spie­lern so akzep­tiert wor­den ist.

    Ich und meine Spie­ler ver­tre­ten in die­sem Fall also die glei­chen Ansich­ten und kön­nen gut mit die­ser Ver­än­de­rung leben. Für andere mag dies aber schon ein bre­chen von Regeln oder ein „ver­stüm­meln“ des Hin­ter­grun­des sein.

    Mein Fazit ist, das es keine „All­ge­mein­gül­ti­gen“ Regeln gibt und das Rol­len­spiel, das Mit­ein­an­der am Spiel­tisch und die Aus­le­gung von Regeln immer nach per­sön­li­chem Emp­fin­den statt­fin­det. Auf lange sicht wer­den sich die Wege von Per­so­nen die zu voll­kom­men unter­schied­li­chen Ansich­ten und Inter­pre­ta­tio­nen nei­gen sich wie­der tren­nen. Nicht jeder muß mit jedem spie­len kön­nen oder wol­len und das ist auch gut so. Aus unter­schied­li­chen Ansich­ten und Betrach­tungs­wei­sen aber eine Wer­tung ablei­ten oder auf­zu­stel­len geht aber auch nicht. Das was der einen Runde Spaß macht, kann in einer ande­ren Runde das ultra No Go sein. Dar­aus abzu­lei­ten wel­che Runde nun die „bes­sere“ ist oder wel­che Runde mehr Spaß hat ist aber nicht möglich.

    Meine Mei­nung zu einem Thema, zu dem man sich eigent­lich die Mei­nung schen­ken kann, da alles nur ein maß für per­sön­li­ches emp­fin­den dar­stellt und dem einen passt es nun mal So und dem ande­ren anders herum. Haupt­sa­che ist doch, alle haben in der Runde in der sie spie­len Ihren Spaß.

    Grüße Euer NIEDUKNIEDER

  27. @Henning: Klingt deut­lich anders. Wenn Du das doch nur gleich zumin­dest unge­fähr so geschrie­ben hät­test, wäre die Dis­kus­sion eine ganz andere gewesen.

  28. friedensbringer /

    1) Was Tey­len gesagt hat

    2) Ich hab diese Web­seite gerade zum ers­ten Mal besucht, und eine inter­es­sante Aus­ein­an­der­set­zung mit der „Metare­geln am Spieltisch“-Thematik erwar­tet. Statt­des­sen… das. Abge­se­hen davon, dass es prak­tisch kom­plett mei­ner Art zu spie­len wider­spricht, sind das so alte Kamel­len, dass sie mir schon vom Zuhö­ren die Ohren ver­stop­fen. Erst­haft, hat jemand gedacht, mit die­ser Auf­lis­tung irgend­wem einen Gefal­len zu tun? Ani­miert mich kein Stück jemals wie­der die Seite auf­zu­ru­fen.
    Nehmt es viel­leicht als kon­struk­tive Kri­tik: Etwas mehr als die Prä­sen­ta­tion von „gol­de­nen und sil­ber­nen Regeln“ sollte man schon auf­brin­gen, wenn man Leser gewin­nen will.

  29. Also irgend­wie lockt ihr Trolle an. Ich gehe zwar auch über­haupt nicht kon­form mit Hen­nings Regeln ^^ aber schau doch mal hier­her — ich finde das, was da steht voll gut. Stimmt irgend­wie und jeder kocht doch letzt­end­lich sein eige­nes Süpp­chen, oda?

    http://www.teilzeithelden.de/2012/02/04/der-spielleiter-hat-immer-recht-oder/

  30. Hallo frie­dens­brin­ger, schön, dass du her­fan­dest. Schade, dass Du dir deine Mei­nung nach einem Arti­kel von 178 bil­dest. Daher — wir tun mehr, wirk­lich. Viel­leicht schaust Du ja doch das eine oder andere Mal vor­bei ;)

  31. Queen Jane /

    Heyho,

    die Sil­berne Regel ver­su­che ich als Spie­le­rin schon zu berück­sich­ti­gen, denn sie hilft mir, mich in eine Hand­lungs­si­tua­tion hin­ein­zu­ver­set­zen und bes­ser zu spie­len. Was mich zur Zeit in einer mei­ner Run­den nervt, ist dass wir offen­sicht­lich mal Regeln dazu bräuch­ten, wie die Spie­ler mit­ein­an­der umgehen…

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