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Aus dem fernen Nordosten der Warhammerwelt kommen sie und wollen ihrem liebsten Hobby frönen (neben dem Streben nach industrieschlackegetriebener Weltherrschaft und dem Versklaven von Millionen). Die Chaoszwerge sind zurück und huldigen auf den blutüberströmten Blood Bowl-Feldern ihrem nicht minder blutrünstigem Stiergott Hashut. Zeit für einen näheren Blick. Hashut-hut-hut! Hashut-hut-hut!

Eines der wohl ikonischsten und spannendsten Teams aus Blood Bowl wurde kürzlich neu aufgelegt. Große Hüte, noch größere Egos, spitze Zähne und das Gemüt eines wütenden Stiers, so kennen wir die Chaoszwerge. Mit ihrer neuen Veröffentlichung kommen ein paar interessante Elemente zu diesem herausfordernden, aber umso spannenderen Team hinzu, die wir uns in diesem Beitrag näher ansehen wollen.

Triggerwarnungen

Gewalt, Rassismus, Sklaverei, Umweltzerstörung

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Spielablauf

Blood Bowl ist eines der ältesten Spiele von Games Workshop und erfreut sich in mehreren Iterationen ungebrochener Beliebtheit als Turnierspiel (sowie andere Varianten des Spiels wie Blitz Bowl). Die Spieler*innen führen jeweils eine Mannschaft aus einem Volk der Welt von Warhammer Fantasy auf das Spielfeld und spielen Fantasy-Football, nur etwas weniger brutal.

Im bewährten I Go, You Go-Prinzip werfen, blocken, fangen, winden und schummeln sich die maximal elf Spieler*innen pro Seite gegenseitig (und, wenn es sich nicht vermeiden lässt, auch den Ball) und versuchen, besagten Ball in die gegnerische Endzone zu bringen. Wer die meisten Punkte macht, gewinnt.

So weit, so einfach. Natürlich wird eben dieses Prinzip umso komplizierter, wenn zweiundzwanzig Wahnsinnige dies gleichzeitig versuchen und jeweils ihre Vorzüge, Nachteile und andere Eigenheiten aufs Spielfeld bringen. Aufgrund dieser Komplexität, des hohen Glücksfaktors und des aberwitzigen Szenarios hat das Spiel einen immens hohen Wiederspielwert und wird deswegen sehr gerne (und eigentlich so gut wie immer) im Rahmen einer Kampagne, hier Liga genannt, gespielt.

Fluff – mehr zur Spielwelt

Die Welt von Blood Bowl nimmt einige Anleihen an den Hintergrund von Warhammer Fantasy, ist jedoch keineswegs mit diesem identisch. Schließlich würden die guten sigmartreuen Bewohner*innen von Altdorf im Imperium wohl kaum einer Bande Chaoskrieger*innen die Tore öffnen, nur, um eine Partie Blood Bowl zu spielen, oder?

In der Welt von Blood Bowl dreht sich so gut wie alles um eben diesen Sport (ähnlich wie bei Knigths of the Dinner Table alles um Rollenspiele). In Summe ist aber diese Welt eine recht friedliche, werden die meisten Konflikte doch am Spielfeld ausgetragen, und die unterschiedlichen Völker kommen generell wesentlich besser miteinander aus als bei Warhammer Fantasy. Beispielsweise sind die Chefkommentatoren ein Oger und ein Vampir, und die Teams sind gar nicht so selten eine bunte Mischung aus den verschiedensten Völkern dieser Welt.

Die Chaoszwerge sind das, was aus einer großen Zwergenexpedition Richtung Osten auf der Suche nach Reichtümern übrig geblieben ist. Ohne den Schutz ihrer Wehrstädte wurden sie langsam ein Opfer der stets aus dem Norden wehenden Chaoswinde und mutierten zu ihrem jetzigen Aussehen. Unter anderem entstanden so die Stierzentauren, Amalgame aus Chaoszwerg und Stier. Um in dieser unwirtlichen Umgebung zu überleben, widmeten sich die Chaoszwerge der rücksichtlosen Ausbeutung des bereits kargen Ödlandes mittels Schwerindustrie und Sklaverei, um eben diese am Laufen zu halten.

Trotz ihres berechtigterweise üblen Leumunds schicken sie immer wieder Sklavenjäger und Blood Bowl-Mannschaften in die Welt hinaus. Man kann nur vermuten, was ihrem Ruf mehr schadet …

Taktische Einschätzung

Chaoszwerge sind ein Team, welches vor allem auf die Fähigkeiten des*der Trainers*in angewiesen ist, Raumabdeckung zu gewährleisten. Zwar sind Chaoszwerge eben als echte Zwerge stoisch, sehr gut gerüstet und können ihren Mann in der Abwehr jedes Gegners stehen, aber die Spiele werden nun einmal in der Bewegung gewonnen. Glücklicherweise stehen den Chaoszwerge ihre Sklaven zur Verfügung. Die Hobgoblins bringen dringend benötigte Bewegung und Geschicklichkeit im Umgang mit dem Ball zum Team. In Verbindung mit den Stierzentauren, welche eine ordentliche Stärke von 4 und eine sehr beeindruckende potentielle Bewegung von 9 aufweisen (mit der Fähigkeit Sprinten), präsentiert sich hier ein Team, dessen einzelne Teile zusammenarbeiten müssen, damit eine schlag-kräftige Mannschaft auf dem Spielfeld gegen jeden Gegner bestehen kann.

Chaoszwerge

Bitterböse, aber mit Spaß dabei.
Bitterböse, aber mit Spaß dabei.

Die namensgebenden Feldspieler. Als Blocker machen sie eine mehr als ordentliche Figur und halten gegnerische Spieler*innen sowohl an der Line of Scrimmage als auch in jedem anderen Nahkampf auf gemütliche Distanz. Ihre geringe Bewegungsreichweite ist leider ein gravierendes Problem, was eine vorausschauende Positionierung zwingend notwendig macht. Ihre auch im Fluff verankerte geringe Anzahl wird durch die Beschränkung auf maximal vier Feldspieler gut repräsentiert. Mit Block kriegen sie einen eminent wichtigen Skill frei Haus geliefert, und Iron Hard Skin bedeutet, dass gegen sie keine Rüstungsmodifikatoren angewendet werden können, sie also recht lange auf dem Spielfeld ausharren werden.

Flamesmiths

Der erste der beiden Neuzugänge zum Team. Maximal zwei Flamesmiths dürfen aufs Feld geführt werden. Für gerade einmal 10.000 Goldstücke mehr als ein normaler Chaoszwerg verlieren sie zwar den Block-Skill, sind dafür aber einen Punkt schneller und können Feuer spucken. Dabei wird anstatt einer Blockaktion gegen ein angrenzendes Modell mit einem W6 auf einer Tabelle geworfen – dabei kann es passieren, dass ein Gegner ausgeknockt wird, nur zu Boden geht, nichts geschieht oder der Flamesmith selbst Feuer fängt. Dies ist unabhängig von der Rüstung des Gegners! Lediglich bei starken Gegenspielern (also ab Stärke 5) gelingt dies wesentlich unwahrscheinlicher. Besonders gegen stark gerüstete Gegner mit Stärke 4 dürfte dieser Spieler eine Überlegung wert sein, auch wenn der fehlende Blockskill sicher sehr weh tut.

Hobgoblins

Verräterische Hobgoblins, feige Hobgoblins, kostbare Hobgoblins. Diese wohl verachtetsten aller Goblinoiden (immerhin trauen ihnen nicht einmal andere Goblins) werden sich schnell zu den Lieblingen jedes*r Chaoszwergentrainers*in mausern. Sie sind günstig wie Dung, akzeptabel schnell und stark, sind dafür aber nur schwach gerüstet. Dafür liefern sie das mit Abstand beste Ballspiel der gesamten Mannschaft und werden oftmals die Ballträger und Punktelieferanten des Spiels sein. Sie bringen die notwendige Masse zu einem Team mit ansonsten sehr viel Klasse, bestechen aber darüber hinaus durch ihre Geschicklichkeit. Wer Lust (und genügend Leidensfähigkeit) hat, kann ein Team aus bis zu 16 dieser größten aller Goblinoiden aufstellen – tatsächlich existiert laut Fluff mit The Hobgoblin Team eine Mannschaft, die nur aus Vertretern dieser Spezies besteht.

Sneaky Stabba

Ein wenig komplexer sind die Sneaky Stabba, von denen bis zu zwei mit aufs Feld genommen werden dürfen. Fast doppelt so teuer wie ein normaler Hobgoblin, sind sie die Assassinen des Teams. Mit ihren beiden Fertigkeiten Shadowing und Stab sind sie eine potentielle Bedrohung und definitiv ein Ärgernis für gegnerische Spieler. Mit ihren Dolchen sind sie die archetypischen Hobgoblins, aber gleichzeitig stark gefährdet, wenn sie ihrerseits attackiert werden. Auch für diese Spieler gilt, dass die Positionierung eminent wichtig ist, damit sie kein vorzeitiges Ende finden.

Minotaur

Wohl nichts bringt die Anhängerschaft zu einem blutrünstigen wütenden Stier besser zum Ausdruck als ein … blutrünstiger wütender Stier. Mit Horns, Frenzy und Mighty Blow bringt er gut Gewicht auf das Spielfeld und kann vom gegnerischen Trainer nicht ignoriert werden. Leider ist er nicht sehr schnell und mittelgut gerüstet, muss also wohl überlegt eingesetzt werden. Dennoch ist er für jede*n aufstrebende*n Chaoszwergentrainer*in ein unübersehbares Zentrum der Mannschaft.

Starspieler

Mit Zzharg Madeye, H’Thark the Unstoppable und Rashnak Backstabber kommen drei alte Bekannte in neuer Gestalt auf das Spielfeld zurück.

Zzharg Madeye ist ein (mehr als gewöhnlich für Chaoszwerge) größenwahnsinniger Schmied, welcher seine persönliche Büchse mit aufs Feld nimmt. Während seine Spielattribute recht durchschnittlich sind, darf er einmal pro Spielhälfte mit seiner Büchse einen Gegner aufs Korn nehmen. Leider ist seine Erfindung noch nicht ganz ausgereift, und es kann gut passieren (also, in einem Drittel aller Fälle), dass der Gegner entscheiden darf, wen er trifft. In ganz blöden Fällen (also bei einer 1 von 6) trifft er sich gar selbst.

Zzharg Madeye ist sicherlich eine lustige Ergänzung für jedes Team (allein schon wegen der Optik eines Blunderbuss-Schützen in einem Chaoszwergenteam), aber für seine Kosten bekommt man sicherlich einen besseren Kosten-Nutzen-Faktor in seine Mannschaft.

H’Thark the Unstoppable macht seinem Namen mehr als alle Ehre. Stärker als ein Minotaurus. Schneller als ein Hobgoblin auf der Flucht vor seinem Besitzer. Ein Dickschädel wie ein Oger. H’Thark vereinigt all das, was man von einem Stier auf Steroiden erwarten kann. Dank seiner Sonderregel, welche ihn im Blitzen einen Blockwürfel wiederholen lässt, schont er auch brav das Budget für Rerolls. Dazu hat er noch akzeptable Chancen, einen zugeworfenen Ball zu fangen. All das lässt ihn zu einer sicheren Bank werden, wären da nicht die Kosten von fast einem Drittel eines neuen Blood Bowl-Teams beziehungsweise mehr als das Doppelte eines normalen Stierzentauren.

Trotz aller positiven Elemente, die gerade aufgezählt wurden, bleibt festzuhalten, dass H’Thark wohl eine gute Auswahl ist, wenn man als Chaoszwergenspieler*in auf zu viel Geld sitzt. Aber dann hat man eh keine Probleme mehr beziehungsweise andere leckere Optionen.

Fast doppelt so teuer wie seine Assassinenkollegen muss Rashnak Backstabber schon ein lohnendes Ziel vor den Dolch bekommen, um seine Kosten rechtfertigen zu können. Zusätzlich zu den Fertigkeiten der anderen Sneaky Stabbas weist er noch die Fertigkeiten Side Step und Sneaky Git auf und kann einmal pro Spiel einen Bonus von +1 auf den Verletzungswurf addieren, wenn er durch die Rüstung des Gegners gekommen ist.

Zwar klingt die vom Start seiner Karriere weg vorhandene Kombination von Shadowing und Side Step (man kann dem zurückgedrängten Gegner folgen und sich für das Feld entscheiden, wohin man selbst zurückgedrängt wird, ist also potentiell sehr lästig für den Gegner) sehr spaßig, dürfte aber in Summe leider zu teuer sein. Insbesondere, da er als leicht gewandeter Attentäter eine sehr schwache Rüstung aufweist.

Ausstattung

Der Gussrahmen für das Team. Schön kompakt und übersichtlich.
Der Gussrahmen für das Team. Schön kompakt und übersichtlich.

In der Grundbox des Teams finden sich 4 Chaoszwergen-Blocker, 2 Flamesmiths, 2 Sneaky Stabber und 6 Hobgoblins. Das ist grundsätzlich eine solide Basis, auf der man aufbauen kann. Ob es wirklich den zweiten Sneaky Stabber und Flamesmith gebraucht hätte, sei einmal dahingestellt. Fest steht, dass man mit 14 Spielern nicht viel falsch machen kann (beziehungsweise die Box sowieso benötigt, wenn man Chaoszwerge spielen möchte). Zusätzlich erhält man noch zwei Marker für die Zuganzeige und die Rerolls, eine Münze für den Wurf um den ersten Zug sowie vier unterschiedliche Bälle (mehr zu diesen im nächsten Abschnitt).

Die Stierzentauren kommen in einem handlichen Blister.
Die Stierzentauren kommen in einem handlichen Blister.

Bei den Erweiterungen kann man ebenfalls nicht sehr viel falsch machen. Die einzige wirkliche Pflichterweiterung dürfte der Blister mit den beiden Stierzentauren sein. Ihre Stärken und Schwächen wurden bereits beschrieben, und es gibt wohl keinen Weg für aufstrebende Trainer*innen um zumindest eine dieser aggressiven Stiere herum.

Ob man sich einen der Starspieler wie Zzharg Madeye, H’Thark the Unstoppable oder Rashnak Backstabber gönnen möchte, ist sicher Geschmackssache. Alle drei sind sehr atmosphärische Veteranen des Spiels, blicken auf eine lange Karriere zurück und verstärken das Team.

Der wahnsinnige Schütze Zzharg Madeye in all seiner Pracht.
Der wahnsinnige Schütze Zzharg Madeye in all seiner Pracht.

Generell gilt für die Miniaturen dieses Teams, dass sie sehr gut und konturenreich gegossen sind. Die Posen sind charakterstark und zeigen wunderschön ikonische Chaoszwerge und Hobgoblins. Gerade Miniaturenmaler*innen werden ihre helle Freude daran haben, auch das Letzte aus diesen Miniaturen herauszuholen.

Leider wiederholen sich die Miniaturen der Grundbox, da es sich um zweimal denselben Gussrahmen handelt. Das ist insbesondere sehr schade, da bei Blood Bowl nicht so viele Modelle auf dem Tisch stehen. Die Posen der Modelle wurden schon lobend erwähnt, leider erlauben diese filigranen und fein aufeinander abgestimmten Figuren kaum Umbauten und eigene Variationen.

Dass der moderne Chaoszwerg von heute mit einem spitz zulaufenden und aerodynamisch geformten Hut aus Spielfeld einzieht, und nicht die guten alten, flachen oder zigguratförmigen Helme trägt, ist ein eigener Eintrag in das große Buch des Grolls wert. Zwar passen sie besser zu einem modernen Ansatz für die Chaoszwerge, andererseits ist es doch ein Bruch mit der originalen Ästhetik.

Das Spielfeld und die Übersichtsfelder für das Spiel. Sehr atmosphärisch feurig.
Das Spielfeld und die Übersichtsfelder für das Spiel. Sehr atmosphärisch feurig.

Für die Chaoszwerge wurde ebenfalls ein neues Spielfeld entworfen. Entweder auf kaltem Stein oder einem mit heißen Lavabächen durchzogenem Gewölbe ist die Atmosphäre von Zharr-Naggrund wunderschön spürbar. Die Boxen für Tote und Verletzte (leider fehlt eine Box für versklavte Spieler des gegnerischen Teams) sind wunderschön eingefangen. Das auf stabiler Pappe gedruckte Spielfeld macht den Eindruck, als ob es durchaus einige Ligen überdauern könnte.

 

 

 

Blood Bowl Spike! Issue 18

Das Spike!-Magazin Nr. 18. Ein unerlässlicher Begleiter jedes*r Trainers*in.
Das Spike!-Magazin Nr. 18. Ein unerlässlicher Begleiter jedes*r Trainers*in.

Die kompletten Regeln für das Chaoszwergenteam finden sich in der Ausgabe Nummer 18 des Spike!-Magazins. Neben den eigentlichen Regeln für die Chaoszwerge, welche man zum Spielen des Teams unbedingt braucht, finden sich in dieser Ausgabe eine Vorstellung der Ödlande, mit Regeln zum Spielen in Vulkanstadien, Ansichten über die Mode der Chaoszwerge, Regeln zu Ligen in den Ödlanden, Stein- oder Feuerbälle, taktische Tipps und viel Hintergrund zum Spiel. Schlussendlich enthält die Ausgabe einen kurzen Comic, der beschreibt, wie Bob Bifford, einer der beiden Chefkommentatoren des Spiels, zu seiner Glatze kam.

Alles in allem ist das Heft eine Pflichtanschaffung für Chaoszwergentrainer*innen, für alle anderen eine sehr nette Ergänzung ihrer Sammlung, aber nicht zwingend notwendig.

Die harten Fakten:

  • Verlag: Games Workshop
  • Erscheinungsjahr: 2024
  • Sprache: Englisch
  • Spieldauer: ~ 2 Stunden
  • Spieler*innen-Anzahl: 2
  • Alter: 12+
  • Preis: Blood Bowl: Chaos Zwerge Team 42,00 EUR, Spike! Journal Ausgabe 18 12,00 EUR, Doppelseitiges Spielfeld und Reservebänke 44,00 EUR [UVP]
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, KuTaMi

 

Fazit

Es ist auf jeden Fall festzuhalten, dass das Team der Chaoszwerge eine Mannschaft für Genießer*innen ist. Als Coach eines Dawi-Zharr-Teams entscheidet man sich für jede Menge Stil und ein Konzept an Fantasy, das nicht alltäglich ist. Den ansonsten ehrenvollen und rechtschaffenen Zwergen anderer Fantasywelten wird hier eine Philosophie entgegengestellt, welche auf jede Art von Ideal verzichtet und genauso ethisch verkommen ist wie jede andere böse Mannschaft auch.

Andererseits: Der Stil und die Einzigartigkeit sind durchaus hart erkauft. Wir haben (etwas übertrieben gesprochen) Feldspieler, die hart (aber auch beweglich) sind wie ein Stein. Goblins, welche grade mal als Bremsklotz für die Gegner brauchbar sind, und Läufer, die kaum einen Ball halten können.

Die beiden Neuzugänge zum Team, Flamesmith und Sneaky Stabba, eröffnen ein paar sehr spannende Optionen für das Team, ohne allerdings die alten Spieler obsolet zu machen. Ihre Sonderfertigkeiten dürften eine nette Ergänzung sein, aber auch nicht mehr. Da Power Creep ebenso wie eine zu starke Abschwächung die Freude an einem Team verderben kann, ist es sehr schön, dass Games Workshop bei dieser neuen Version der Chaoszwerge der Versuchung nicht erlegen ist, ihnen zu starke neue Gimmicks zu spendieren.

Der Preis der Miniaturen ist wie bei allen GW-Produkten ein gesalzener. Dafür sind die Miniaturen von sehr guter Qualität. Bei aller Kritik gegenüber Games Workshop sollte dennoch festgehalten werden, dass es eine Firma ist, welche zumindest ihre Miniaturen noch in Europa herstellt und nicht alle Produktion nach China ausgelagert hat. Lediglich das Spike!-Magazin und das Spielfeld wurden in China hergestellt.

All dies schlussfolgert, dass die Chaoszwerge eine Mannschaft sind, welche zum Teamplay gezwungen ist. Die einzelnen Teile müssen ihre Stärken gut kombinieren, um eine Macht auf dem Feld zu werden. Und dann ist ein Sieg auch gar nicht so unwahrscheinlich.

  • Modelle zur GW-Qualität
  • Ein herausforderndes Team
  • Made in UK

 

  • Gewohnt hohe GW-Preise
  • Eher für erfahrene Spieler*innen geeignet
  • Keine alten Hüte

 

Artikelbilder: © Games Workshop
Layout und Satz: Konstantin Paessler
Lektorat: Saskia Harendt
Fotografien: Johannes Haslhofer
Dieses Produkt wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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