Klaus' Begeisterung für Rollen- und Brettspiele begann Mitte der 80er. Zu seinen Favoriten gehören gradlinige Systeme wie Savage Worlds, Fate oder True20. Abseits vom Rollenspiel ist er als Supporter für Pegasus Spiele auf großen Veranstaltungen unterwegs. Fasziniert vom Spieldesign bastelt Klaus auch an eigenen Prototypen und sinniert darüber auf seinem Blog Spiele im Kopf (http://spiele-im-kopf.blogspot.de/) . Den Großteil seiner Freizeit verbringt er derzeit allerdings mit seinen 2009 geborenen Zwillingen, denen er langsam das Spielehobby nahebringt. Mehr über Klaus erfahrt ihr mit einem Klick auf seinen Namen im Kopf des Artikels.

 

Tools&Hilfsmittel
März 30, 2015 Geschrieben von Klaus Westerhoff

Vorgestellt: Das Noteboard – unscheinbare Faltmacht

Vorgestellt: Das Noteboard – unscheinbare Faltmacht

Nach einem spontanen Einfall entwickelte der Studienabbrecher Robin Thomas ein faltbares Whiteboard im Hosentaschenformat. Inzwischen wurde das sogenannte Noteboard über 30.000 Mal verkauft und ist inzwischen in Version 3 weltweit von The Noteboard Ltd. erhältlich.

Konstruktion

Das Noteboard besteht aus 7 mal 5 beidseitig zusammenlaminierten Indexkarten, die jeweils 12,7 x 7,62 cm (5 x 3 Zoll) groß sind. Auseinandergefaltet ergibt sich so eine Gesamtgröße von 88,9 x 38,1 cm (35 x 15 Zoll). Durch die doppelte Laminierung ist das Noteboard äußerst stabil und widerstandsfähig. Schmale Aussparungen zwischen den Karten erleichtern das Falten.

Während eine Seite des Noteboards komplett blanko gehalten ist, findet sich auf der anderen ein Muster, das übereinander gelagert Kästchen von jeweils 1 cm und 1 Zoll Seitenlänge sowie ein Hexraster mit Feldern von je 1 Zoll Höhe beinhaltet. Auch wenn das zunächst unübersichtlich klingen mag, so sind die einzelnen Muster durch verschiedene Farben unterscheidbar. Tatsächlich wirbt die Homepage des Noteboard sogar damit, wie praktisch diese Raster für Spiele wie D&D oder BattleTech seien.

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Zum einfachen Transport wird das Noteboard in einem kleinen Mikrofaserbeutel mit Kordelzugverschluss geliefert, der gleichzeitig auch zum Wegwischen der eigenen Zeichnungen dienen kann. Ein abwischbarer Folienstift ist ebenfalls enthalten.

Nutzen

In meiner Rollenspielrunde ist das Noteboard seit seiner Anschaffung regelmäßig zum Einsatz gekommen. Da der Spielort der Gruppe auch regelmäßig wechselt, hat es sich bei uns schnell als Alternative zu einem größeren, stabileren und somit auch sperrigeren Whiteboard etabliert.

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Dank der vielseitigen Musterung in Quadraten und Hexfeldern kann man das Noteboard gerade für die Visualisierung des Kampfgeschehens diverser Rollenspielsysteme nutzen. Das Raster mit drei übereinandergelegten Mustern bietet zwar mit Zentimeter, Zoll und Hexfeld die gebräuchlichsten Maßeinheiten, aber beim Zeichnen muss man immer wieder genauer hinschauen, ob man denn auch wirklich gerade die richtige Vorlage verwendet. Ist erstmal ein Dungeon oder andere Räumlichkeit eingezeichnet, wird diese Orientierung zunehmend einfacher.

Fate-Spieler könnten auch die Blankoseite für die Aufzeichnung der Zonen in einem Gefecht zu schätzen wissen, aber dafür mag natürlich auch ein schlichtes Blatt Papier reichen.

Durch die Laminierung kann es vorkommen, dass das Noteboard sich nach längerer Aufbewahrung im Beutel nicht sogleich glatt auf den Spieltisch legen lässt, so dass beim Einsatz leichterer Spielfiguren wie etwa Savage Worlds Figure Flats diese auf der glatten Unterlage verrutschen können.

Der mitgelieferte Beutel reicht üblicherweise aus, um das Noteboard wieder zu reinigen. War ein Bild etwas länger auf dem Noteboard aufgezeichnet, weil es vielleicht über mehrere Spielsitzungen zum Einsatz kam, kann es etwas schwieriger sein, dieses wieder zu entfernen. Mit dem passenden Reinigungsmittel ist aber auch dieses Problem schnell gelöst.

Dank seiner kompakten Größe bedient das Noteboard zudem perfekt meinen persönlichen Fetisch für handliches Zubehör. Zusammen mit einem All-Rolled-Up-Wickelmäppchen ist es für mich der perfekte Begleiter etwa auf einer Convention, um mit wenig Gepäck alle nötigen Utensilien für die nächste Rollenspielrunde bei sich zu führen.

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Preis-/Leistungsverhältnis

Mit einem Preis von günstigen 12,95 Euro liegt das Noteboard auf dem gleichen Niveau wie einfache Whiteboards in einem kleineren Format von etwa 40 x 60 cm. Während es diese Größe sogar noch übertrifft, liegt der eigentliche Charme des Noteboards natürlich in der kompakten Größe im Hosentaschenformat, mit der es eine klare Alleinstellung hat. Durch die sehr stabile Verarbeitung und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten durch die verschiedenen Raster ist es seinen Preis auf jeden Fall wert.

Die harten Fakten:

 

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Fazit

Das Noteboard ist ein pfiffiges Hilfsmittel im Hosentaschenformat für die schnelle Erstellung von Karten im Rollenspiel. Der kleine Beutel enthält mit Board und Stift alle nötigen Utensilien. Die Verarbeitung ist sehr stabil, wenn auch das Noteboard nach langer Aufbewahrung nicht absolut glatt liegen mag.

Durch die vielseitige Rasterung werden die gängigen Maßeinheiten im Rollenspiel unterstützt, allerdings kann das übereinandergelegte Muster beim Zeichnen auch etwas verwirren. Für den günstigen Preis ist es allemal einen näheren Blick wert, insbesondere für Rollenspieler, die Interesse an handlichen Utensilien für den nächsten Conbesuch haben.

Daumen4Maennlich

Artikelbilder: The Noteboard Ltd. (Fotografien: Klaus Westerhoff)

Logo_RSPKarneval_500pxDie­ser Arti­kel ent­stand im Rah­men des Kar­ne­vals der Rol­len­spiel­blogs und –web­sites „Auf’s Auge“, der von Athair orga­ni­siert wird.  Die Koor­di­na­tion fin­det aus dem RSP-Blogs-Forum her­aus statt.

 


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