Auch dieses Jahr bricht die SPIEL mal wieder alle Rekorde: Rund 1.200 Aussteller werden dabei auf 86.000 m2 (6.000 m2 mehr als im Vorjahr) über 1.500 Neuheiten vorstellen. Damit ihr euch nicht allein durch diesen Dschungel an Brettspielinnovationen kämpfen müsst und um vor Ort oder aus der Ferne gewappnet zu sein, hier unsere Highlights für die SPIEL 2019.
Lest auch den zweiten Teil unseres Artikels mit den Top 5 von Holger und Niko.
Inhaltsverzeichnis
Daniel Hoffmann empfiehlt:
The King’s Dilemma
Der König ist tot, es lebe der König. Gut, dass er in den Spielern seine treuen Berater hat, die nur das Beste für ihn wollen, für das Land und das Volk und natürlich für sich.
Wie es funktioniert:
Es beginnt alles mit einer Karte. Auf dieser steht eine Herausforderung, z. B. dass das Land im Osten aufrüsten möchte. Auf dieser Karte stehen zwei mögliche Reaktionen: Erhöhung der diplomatischen Bemühungen oder Krieg. Der Spieler, der den obersten General verkörpert, wird vermutlich zu Krieg neigen, der Schatzmeister hält es vielleicht für keine so gute Idee. Die Spieler diskutieren und stimmen geheim ab. Dann wird die Karte umgedreht und die Konsequenz der Entscheidung vorgelesen. In Konsequenz für unseren Kriegszug werden neue Karten in den Stapel gemischt, außerdem gewinnen oder verlieren die Spielerfraktionen Einfluss. Wenn der König stirbt, gewinnt der Spieler mit dem meisten Einfluss. Wenn ein Spieler zu viel oder zu wenig Einfluss hat (und bei bestimmten Events) kommen andere neue Karten ins Spiel. Das nächste Spiel beginnt mit dem nächsten König, bei dem alle Mitglieder des Konzils wieder im neutralen Einflussbereich anfangen. So geht das ganze als fortlaufende Geschichte im Legacy-Stil über mehrere Spielrunden.
Warum es uns reizt:
Über 300 Karten in 75 Umschlägen für diskussionsfreudige Spieler bedeuten um die 15 ca. einstündige Spiele in fortlaufender Geschichte.
Vielen dürfte das Spielprinzip aus dem App-Game Reigns (auch in der Game of Thrones und Her Majesty-Variante für iOS und Android erhältlich) bekannt vorkommen. Spieleschwergewicht Bruno Faidutti und Hervé Marly haben auch eine Brettspielvariante gestaltet, die im September 2019 bei Kickstarter erfolgreich umgesetzt wurde. Hier spielt immer ein Spieler den König.
HeidelBÄR Games will von The King’s Dilemma auch bereits die deutsche Version auf der Spiel verkaufen.
- Autor: Hjalmar Hach, Lorenzo Silva
- Verlag: Horrible Games, HeidelBÄR Games
- Spieleranzahl: (3) 4 5
- Alter: 14+
- Spieldauer: 45-60 Minuten pro Spiel bei ca. 15 Spielrunden
- Preis: ca. 70 EUR
- Halle: 4, Stand A-108
Everdell-Erweiterungen: Spirecrest und Bellfaire
Gerade erst ein paar Tage ist es her, dass die langersehnte und natürlich noch ungespielte Pearlbrook-Erweiterung mit der Post eintrudelte (und mit ihr der wunderschöne hölzerne Evertree), und schon gibt es einen Kickstarter für zwei weitere Erweiterungen.
Wie es funktioniert:
Eine ausführliche Beschreibung des Grundspiels Everdell, in dem man mit niedlichen Waldbewohnern innerhalb von vier Jahreszeiten eine Siedlung baut und bevölkert, hat Niko bereits für euch geschrieben.
Die Erweiterung Bellfaire enthält verschiedene Module, mit denen man das Grundspiel erweitern kann, etwa unterschiedliche Fähigkeiten der einzelnen Waldbewohner, sowie eine Erweiterung für fünf bis sechs Spieler, auch wenn ein Spiel zu viert schon ganz schön lange dauern kann.
Das größere und auch als Collector’s Edition erscheinende Spirecrest enthält Reittiere! Die Igel und Schildkröten können dann mit kleinen Sätteln auf Ziegen und Elchen reiten, die ihnen Sonderfähigkeiten verleihen. Ein neues, großes Spielbrett erweitert ähnlich wie Pearlbrook das Spiel dann noch grundlegend.

Warum es uns reizt:
Die insgesamt nun 15 verschiedenen Waldbewohner-Rassen reiten auf extra-großen Meeple-Mounts! Und dann gibt es noch jede Menge neuen Content, um ein wirklich wunderschönes und erstaunlich anspruchsvolles Spiel variabler zu machen. Sagte ich Meeple-Mounts?
Geheimtipp: Auch wenn’s etwas teurer ist, als wenn man beim Kickstarter nachordert, Starling Games plant eine kleine Menge der beiden Erweiterungen für die Schnellsten auf der Messe zu verkaufen, wenn im Zoll so kurzfristig alles gut läuft.

- Autor: James A. Wilson
- Verlag: Starling Games
- Spieleranzahl: 1 2 3 4
- Alter: 10+
- Spieldauer: 20–30 Minuten pro Spieler
- Preis: 35 EUR Bellfaire, 50 EUR Spirecrest (Messepreise)
- Halle: 1, Stand A-118
Machi Koro Legacy
Bereits seit Risk Legacy und vor allem durch die Pandemie-Teile und Gloomhaven bin ich ein Riesenfan von Legacy-Games. Diese kleinen Adventskalender sukzessiver Erweiterungen, die auch noch eine Geschichte voran bringen, haben’s mir einfach angetan. Aber so langsam gibt es so viele davon, dass ich nicht mehr alle spielen kann, da es ja doch ein wenig Zeit erfordert, ein Spiel Dutzende Male auf den Tisch zu bringen.
Wie es funktioniert:
Machi Koro ist ein recht einfaches Städtebauspiel mit Würfeln und Karten, ähnlich wie Valeria: Card Kingdom oder Space Base. Man würfelt und bekommt entsprechend seiner bisherigen Gebäudekarten Geld oder andere Effekte (Neuwürfeln etc.); für Geld kauft man sich weitere Gebäude, um bei allen Würfelergebnissen etwas zu erhalten und für bessere Effekte. Zudem baut man damit immer teurere Monumente, und wer sein viertes Monument fertigstellt, gewinnt.
Ein recht schnelles Spiel, das man in der Legacy-Variante in 10 Runden spielt, Sonderregeln freischaltet, Boxen öffnet,
Warum es uns reizt:
Ein Legacy-Spiel, das man mal in kurzer Zeit durchspielen kann, und zwar basierend auf einem sehr soliden, interessanten Spielprinzip. Und der Erfinder des Legacy-Systems ist auch mit von der Partie. Das kann ja nur gut werden (wenn wir mal nicht über Seafall sprechen).
- Autor: Rob Daviau, JR Honeycutt, Masao Suganuma
- Verlag: Pandasaurus Games, Asmodee
- Spieleranzahl: 2 3 4
- Alter: 10+
- Spieldauer: 30 Minuten pro Spiel bei zehn Spielen
- Preis: 50 EUR
- Halle: 4, Stand J-114
YeahNOPE
Meine Leidenschaft für die Kombination aus Spiel und Indiskretion geht bereits zurück auf das gute alte „Wahrheit oder Pflicht“. Therapy und vor allem Privacy haben dann so manchem Spieleabend so richtig eingeheizt.
Wie es funktioniert:
YeahNOPE will in die einzelnen Geschichten ein wenig tiefer gehen. Der aktive Spieler wählt eine Geschichtskarte aus seiner Hand, wie „Ich habe schon mal meine Zunge an etwas kleben gehabt“. Alle anderen Spieler wählen aus den 12 doppelseitigen Situationsteilen eins aus, wie z. B. „und es hat mir gefallen“. Der aktive Spieler löst daraufhin auf, ob dabei Yeah oder Nope zutrifft. Das wird so oft wiederholt, bis eine Aussage verneint wird. Jeder der fragenden Spieler kann jederzeit aussteigen und erhält Punkte für alle bisherigen Yeahs. Wenn ein Nope kommt, erhalten alle noch fragenden Spieler nichts. Wenn beim Nope aber noch fragende Spieler dabei sind, erhält der aktive Spieler für jedes bisherige Situationsteil einen Punkt – sind alle Spieler bereits raus, erhält er nichts.
Warum es uns reizt:
Allein die Wendepailletten-Spielverpackung, mit der man in Schwarz-Gold seine Yeah/Nope-Bekundungen macht, ist den Kauf wert. Aber das Spielprinzip verspricht eine Menge lustige Situationen und Geschichten zu Tage zu fördern.
- Autor: Forest-Pruzan Creative, Prospero Hall
- Verlag: Wonder Forge, Ravensburger Spieleverlag
- Spieleranzahl: 2 3 4 5 6 7 8
- Alter: 16+
- Spieldauer: beliebig, 30–60 Minuten
- Preis: ca. 30 EUR
- Halle: 1, Stand A-118
Perseverence: Castaway Chronicles
Okay, zugestanden, wir wissen nicht sehr viel über dieses Spiel. Eigentlich fast gar nichts.
Wie es funktioniert:
Wir spielen Gestrandete auf einer nicht ganz so einsamen Insel, denn wir realisieren: Hier gibt es Dinosaurier. Also bauen wir unsere Zivilisation wieder auf und nutzen dabei „natürlich“ die Dinosaurier als Reit- und sonstige Nutztiere. Familie Feuerstein lässt grüßen. Und dann soll es noch fünf Episoden geben, die aufeinander aufbauend mit Konsequenzen gespielt werden können (allerdings ohne Legacy-Elemente).
Warum es uns reizt:
Dinos als Reittiere! Hm, das Mount-Thema scheint sich gerade ein wenig bei mir durchzuziehen. Aber ein Zivilisationsaufbauspiel über fünf Spiele, die man in Folge spielen kann und das von den kreativen Köpfen hinter Anachrony, Cerebria und Trickerion – das ist sicher einen Blick wert.
- Autor: Richard Amann, Thomas Vande Ginste, Anthony Howgego, Viktor Peter, Wolg Plancke, Dávid Turczi
- Verlag: Mindclash Games
- Spieleranzahl: 2 3 4
- Alter: 14+
- Spieldauer: 80–180 Minuten
- Preis: n/a
- Bezugsquelle: Demoversion auf der Messe, Kickstarter von Episode eins und zwei zur Auslieferung 2020 angekündigt
- Halle: 2, Stand F-142
Thekla Barck empfieht
Dinosaur Island
Jurassic Park als Worker-Placement-Brettspiel mit quietschbunter Optik und viel Spielmaterial. Feuerland Spiele bringt den Hit von Pandasaurus Games nun auf Deutsch!
Wie es funktioniert:
Wir bauen und verwalten unseren Dinopark. Das wird rundenweise in mehreren Phasen gespielt. Alles beginnt mit dem Gewinnen von DNA und dem Umtauschen in die Entwicklung von Dinosauriern. Hier gibt es so einige Arten zu züchten, sowohl Fleischfresser als auch Pflanzenfresser. Generell gilt: Je gefährlicher ein Dinosaurier ist, desto mehr Attraktivität garantiert er eurem Park, doch desto höher müssen auch die Sicherheitsstandards der Gehege sein, was Zeit und Geld zur Umsetzung kostet.
Wie aus der genannten Filmreihe bekannt müssen wir aufpassen, dass das Sicherheitslevel unseres Parks nicht zu niedrig ist, da sonst Dinosaurier ausbrechen und unsere zahlende Kundschaft auffressen.
In den weiteren Phasen müssen wir den Park dann aufrüsten, Gehege bauen, Gehege erweitern, weitere Attraktionen bauen und Optimierungen an unseren Parkeinrichtungen vornehmen, etwa dem DNA-Labor.
Am Schluss jeder Runde kommen Besucher und bringen uns Einkommen und Siegpunkte für das hoffentlich schöne Park-Erlebnis. Dann beginnt die nächste Runde. Das Spielende unterscheidet sich in jeder Partie, da zu Spielbeginn andere Ziel- und „Plottwist“-Karten gezogen werden. Was das Ende triggert, kann die Zahl der gezüchteten Dinosaurier, der erreichten Besucher, der gesammelten DNA oder etwas ganz anderes sein. Schlussendlich gewinnt dann der Spieler mit dem schönsten Park, aka den meisten Siegpunkten.
Warum es uns reizt:
Dinos! Dinos! Und … erwähnte ich schon die Dinos? Noch immer ist die Begeisterung für Dinosaurier ungebrochen und die Brettspielumsetzung verspricht mit wechselnden Zielen einen großen Wiederspielwert. Die knallige Optik von Dinosaur Island ist sicherlich nicht für jeden ansprechend, hebt sich aber von vielen anderen Spielen deutlich ab.
- Autor: Jon Gilmour, Brian Lewis
- Verlag: Pandasaurus Games
- Spieleranzahl: 1 2 3 4
- Alter: 8+
- Spieldauer: 90–120 Minuten
- Preis: ca. 80 EUR
- Halle: 4, Stand C-116
Cities Skylines
Wir bauen eine Stadt! Klingt nicht nach einem spannenden, neuen Spielprinzip? Das Besondere an Cities Skylines ist, dass es nach dem gleichnamigen, sehr erfolgreichen PC- und Konsolenspiel entwickelt wurde, das von vielen Gamern als das „bessere Sim City“ bezeichnet wurde. Wie wird die Brettspielumsetzung ausfallen?
Wie es funktioniert:
Alles beginnt mit unbebautem Land, das die Spieler als Bürgermeister gemeinsam bebauen dürfen. Für den Spieleinstieg ist eine besondere Einführungsspielvariante angekündigt, schon das erinnert an Videospiele, in denen sich gerade bei Aufbausimulationen mit ihren vielfältigen Möglichkeiten und Mechanismen Tutorials für Anfänger sehr bewährt haben. Weiterhin hilft hierbei die Kosmos-„Erklär-App“. Gemeinsam errichten wir verschiedene Viertel auf dem zunächst leeren Bauland. Wohn-, Gewerbe-, und Industriegebiete entstehen nach und nach, wir müssen jedoch neben unseren Finanzen auch andere Faktoren beim Bauen berücksichtigen. Sicherheit, Bildungslevel, Verkehrsfluss, Gesundheit und natürlich das brandaktuelle Thema Umwelt – wie entsorgen wir unseren Müll? Setzen wir auf erneuerbare Energien oder doch lieber ein Kohlekraftwerk? Und neben dem fröhlichen Vor-uns-hin-Bauen müssen wir allgemein die Zufriedenheit unserer Bevölkerung im Blick behalten.
All das erinnert sowohl optisch als auch von den zu berücksichtigenden Faktoren sehr stark an die digitale Fassung und verspricht auch einen gewissen Wiederspielwert, indem man in jeder Partie eine einzigartige Stadt errichtet.
Warum es uns reizt:
Städte bauen fasziniert on- und offline. Das kooperative Strategiespiel Cities Skylines verspricht außerdem einen einfachen Spieleinstieg mit angenehm wachsender Komplexität während des Spielverlaufs. Spannend wird es sein, zu betrachten, inwieweit die Spielmechanismen des PC-Games in die Brettspielumsetzung portiert wurden. Oder ob mit der abweichenden, kooperativen Umsetzung ein ganz anderes Prinzip probiert wird.
- Autor: Rustan Hakansson
- Verlag: Kosmos
- Spieleranzahl: 1 2 3 4
- Alter: 10+
- Spieldauer: 40–70 Minuten pro Spieler
- Preis: ca. 35 EUR
- Halle: 3, B-112
Lux Aeterna
Ein Wettrennen im Weltall, gegen die Zeit vor dem unerbittlichen Sog eines Schwarzen Lochs – was fast nach dem Setting eines Films klingt, ist ein Echtzeitspiel für eine Person mit Karten-Draftmechanismus.
Wie es funktioniert:
Der Berliner Verlag Frosted Games hat mit Der Unterhändler bereits Erfahrung mit Ein-Person-Spielen. Auch wenn es immer noch ungewöhnlich ist, ein Brettspiel alleine zu spielen, warum soll, was als Videospiel gang und gäbe ist, nicht auch analog funktionieren?
Wir sind in Lux Aeterna in der Tat ganz allein. Und könnten eigentlich Hilfe gebrauchen; es gilt, unser beschädigtes Raumschiff rechtzeitig zu reparieren, bevor wir dem Spaghettisierungs-Effekt eines Schwarzen Loches zum Opfer fallen und sterben. Dazu müssen wir alle (immerhin 100) Karten des Spieldecks ausspielen, die jeweils verschiedene Auswirkungen haben.
Sie können:
- Eines von sechs möglichen Schiffssystemen beschädigen
- Eine Aktion ausführen, die uns hilft, das Schiff zu reparieren
- Eine Bewegung auslösen, die uns näher zum Schwarzen Loch führt
Ziel ist es, das Schiff rechtzeitig zu reparieren und dem sicheren Tod gerade noch rechtzeitig zu entkommen. Tatsächlich spielen wir das Ganze in Echtzeit, also gegen die Uhr. Hierbei geht eine Partie mit zwölf Minuten Spielzeit (oder auch weniger) relativ schnell vorbei. Die gezogenen Karten wirken sich unterschiedlich auf die zur Verfügung stehende Zeit aus. So wird das Spiel mit ausfallenden Systemen schwieriger, da uns dann kostbare Minuten abgezogen werden. Wir sind gespannt, ob sich mit diesem Spielprinzip der Stressfaktor der hochgefährlichen Situation gekonnt einfangen lässt.
Warum es uns reizt:
Das Szenario von Lux Aeterna klingt super interessant und beklemmend, ebenso die dazu passende Umsetzung als Echtzeitspiel. Auch die schön gezeichnete Gestaltung des Spiels wirkt auf den ersten Blick sehr ansprechend. Wer hat gesagt, dass Solospieler-Kartenspiele als langweilige Patiencepartie enden müssen?
- Autor: Tony Boydell
- Verlag: Frosted Games, Surprise Stare Games Ltd
- Spieleranzahl: 1
- Alter: 12+
- Spieldauer: 6–12 Minuten
- Preis: 15 EUR
- Halle: 1, Stand G-124
Terror Below
Es klingt wie eine Kreuzung aus Dune und X-Files: Ein Experiment der Regierung ist aus dem Ruder gelaufen, und in der Wüste von Nevada wüten riesige Würmer unter der Erdoberfläche. Wir haben den Auftrag, sie zu erledigen – ohne selbst zum Gejagten zu werden.
Wie es funktioniert:
Gefahr aus der Tiefe: Bei unserer Aufgabe, Würmer zu jagen oder deren Eier zu sammeln, müssen wir uns durch die Wüste bewegen. Dabei sollten wir jedoch nicht zu schnell durch das schwierige Terrain navigieren, da wir ansonsten mit unseren Vibrationen die Würmer aufschrecken. Es gilt also unsere zur Verfügung stehenden Aktionen sinnvoll zu planen.
In Terror Below gibt mehrere Wege, das Spiel zu gewinnen: die eher nicht so draufgängerische Variante, Wurmeier zu sammeln und gegen Belohnungen auszuliefern, oder die barbarische, nämlich die Würmer zu jagen und zur Strecke zu bringen! Wer sich für Letzteres entscheidet, muss definitiv damit rechnen, dass die Riesenwürmer zurückschlagen.
Monster jagen mit Risikobereitschaft und auch ein wenig Taktik, das kann richtig Laune machen, wenn es gut gemacht ist!
- Autor: Mike Elliot
- Verlag: Schwerkraft Verlag, Renegade Game Studios
- Spieleranzahl: 1 2 3 4 5
- Alter: 10+
- Spieldauer: 60 Minuten
- Preis: ca. 45 EUR
- Halle: 3, Stand P-124
Black Angel
Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde restlos aufgebraucht und braucht einen guten Plan B, um dessen Ausführung wir uns kümmern: Wir steuern die namensgebende „Black Angel“, ein Kolonialisierungsschiff, beladen mit menschlichem Erbgut, um in den Weiten des Weltraums ein neues Zuhause zu finden. Was kann die bunte Science-Fiction-Materialschlacht?
Wie es funktioniert:
Wir schlüpfen in die Rolle der Crew des Schiffs „Black Angel“, der letzten Hoffnung der Menschheit! Diese besteht ausschließlich aus Robotern sowie KIs, und wir suchen ein neues Zuhause für den Aufbau einer menschlichen Zivilisation. Auf unserer verantwortungsvollen Mission, das Erbe der Menschheit zu erhalten, ereignet sich allerhand. Wir müssen auf dem Weg zu einem bewohnbaren Planeten vielseitige Aufträge erledigen. Dazu gehören die Verhandlungen mit außerirdischen Völkern, das Erforschen fremdartiger Technologien, um sie gegebenenfalls selbst zu nutzen, oder auch Kämpfe gegen feindliche gesonnene Aliens.
Jede getroffene Entscheidung wird mit Siegpunkten bewertet, und am Ende des Spiels gewinnt diejenige KI mit den meisten gesammelten Punkten. Diese darf damit als vertrauenswürdigste KI von allen die Menschheit neu zum Leben erwecken.
Warum es uns reizt:
Black Angel scheint eine Menge mitzubringen – mehrere Spielpläne, viel Material in knalliger Bonbonoptik – und verspricht damit neben jeder Menge Spielspaß sehr vielseitige Spielmechanismus-Möglichkeiten, interessant vor allem für Vielspieler. Das klingt verlockend, und optisch scheint das Worker-Placement-Spiel verdammt viel herzumachen. Wir sind gespannt, ob das Endergebnis passt oder zu überfrachtet wird.
- Autor: Asmodee, Pearl Games
- Spieleranzahl: 1 2 3 4
- Alter: 14+
- Spieldauer: 60–120 Minuten
- Preis: 85 EUR
- Halle: 2, Stand F-142
Lest auch den zweiten Teil unseres Artikels mit den Top 5 von Holger und Niko.
Artikelbilder: © genannt Verlage



















