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Batman gehört zu DC, Deadpool zu Marvel… und doch treffen die beiden in Deadpool/Batman und Batman/Deadpool aufeinander! Zum ersten Mal seit 21 Jahren gibt es ein Crossover der beiden größten US-Comicverlage – mehr als Grund genug, hineinzuschauen. Währenddessen verbindet New Gods 1: Die Prophezeiung kosmische Comic-Action mit Manga-Einflüssen. Gelingt das Experiment?

Crossover sind eines der beliebtesten und spannendsten Elemente von Comics. Ohne Crossover hätten sich die großen geteilten Superheld*innen-Universen nie entwickelt. Am Anfang stand immer die Idee: Wäre es nicht cool, wenn sich die Menschliche Fackel und Namor treffen würden? Oder Superman und Batman? Vielleicht könnten die Held*innen sich zu sogar zusammentun und ein Team gründen, um zusammen noch großartigere Abenteuer zu bestehen? Dadurch entstanden zuerst Teams wie die Justice League und die Avengers; über die Zeit, mit immer häufigeren Crossovern entwickelten sich dann eben die großen Universen, mit vielen Charakteren.

Das Interesse an Crossovern ist aber alles andere als neu, sondern eines der beständigsten Motive der Menschheit. Nicht umsonst vereinen schon in der griechischen Antike die Argonauten Held*innen wie Herkules, Atalanta und Orpheus, die schon durch eigene Abenteuer bekannt waren. Auch die Nibelungensage ist ein Crossover, in dem Drachentöter Siegfried, Dietrich von Bern und Attila der Hunnenkönig aufeinanderstoßen. Godzilla vs. Kong, Der Dunkle Turm, Super Robot Wars, Alien vs. Predator, Athena Club oder Abbot und Costello treffen Frankenstein: Crossover sind ein Dauerbrenner.

Dazu muss aber auch gesagt werden, dass nicht alle Crossover Meisterwerke sind. Oftmals bieten sie neben dem Spektakel, das zwei ungewohnte Figuren aufeinandertreffen, kaum mehr Inhalt. Trotzdem freuen sich Fans darauf, vor allem, je besonderer und seltener die Crossover sind. Schauen wir mal, in welche Kategorie die Batman/Deadpool-Crossover fallen.

Triggerwarnungen

Gewalt, Tod, Kind in Gefahr (New Gods)

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DC und Marvel: Eine Beziehung mit langen Pausen

Bei Marvel und DC haben die Crossover mit dem Erzrivalen eine lange Vorgeschichte. 1976 trafen Superman und Spider-Man im ersten verlagsübergreifenden Crossover der US-Comicgeschichte aufeinander, 1981 Batman und Hulk, 1982 die X-Men und die Teen Titans. Die Fans freuten sich über die besonderen Aufeinandertreffen, bis auf X-Men und Teen Titans waren die Geschichten aber zweckdienlich. Ein geplantes Justice League/Avengers-Crossover scheiterte sogar daran, dass DC keinen annehmbaren Plot vorbereiten konnte. Die Aussage von DC-Vizepräsident Dick Giordiano, „The plot need not be the best possible in order to be a successful book“ (Die Handlung muss nicht die best-möglichste sein, damit sich das Heft gut verkauft), wurde zwar ein analoges Proto-Meme, konnte Marvel-Chefredakteur Jim Shooter allerdings nicht überzeugen. Erschwert wurde die Produktion auch dadurch, dass beide Verlage darauf bestanden, dass ihre Figur nicht weniger gezeigt wurde. Superman und Spider-Man, sowie ihre Schurken und Freunde, mussten die gleiche Menge an Szenen haben, keiner durfte in mehr Panels als der andere zu sehen sein, für jede Aktion des einen musste der andere eine bekommen.

Erst 1995 begann die nächste Kooperation mit DC vs. Marvel, ein Crossover, bei dem Held*innen beider Verlage in einem Turnier gegeneinander antraten. Die Sieger*innen wurden durch Telefonabstimmungen bestimmt. Danach folgte bis 2000 eine Reihe alleinstehender Crossover-Oneshots, bis 2004 das geniale JLA/Avengers erschien. Nach diesem glorreichen Abschluss herrschten 21 Jahre Funkstille zwischen den beiden Verlagen.

Doch nun haben DC und Marvel eine neue Welle von Crossovern gestartet. Diesmal wird es fair ausbalanciert, indem jeder Verlag ein Heft produziert: Deadpool/Batman ist von Marvel, Batman/Deadpool von DC. Neben der titelgebenden Hauptgeschichte enthalten die Bände vier und sechs kürzere Geschichten, in denen andere Held*innen aufeinandertreffen.

Deadpool/Batman

Daumen seitlich

Deadpool weiß, wie solche Crossover laufen © Panini Comics
Deadpool weiß, wie solche Crossover laufen © Panini Comics

Zeb Wells schreibt seit über 20 Jahren für Marvel, aktuell Spider-Man. Entsprechend dieser Erfahrung geht er das Deadpool/Batman-Crossover routiniert an. Der Joker bedroht wieder einmal Gotham City mit seinem Jokergift. Gleichzeitig hat eine unbekannte Person Deadpool angeheuert, um Batman auszuschalten. Beim Aufeinandertreffen bietet Deadpool Batman seine Unterstützung an, um den Joker zu finden und aufzuhalten. Danach geht die Geschichte weiter, wie man es erwarten würde.

Die Handlung ist, technisch gesehen, nicht schlecht und in sich schlüssig. Allerdings folgt sie den zu erwartenden Klischees viel zu geradlinig:

Spoiler zum Ende

Deadpool wurde natürlich vom Joker angeheuert und hintergeht Batman. Batman täuscht den Joker, indem er behauptet, Deadpool wäre viel verrückter und ein angemessenerer Erzfeind für ihn als Joker. Daraufhin versucht Joker natürlich, Deadpool zu töten, der sich daraufhin wieder mit Batman verbündet

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Egal, ob Hand oder Liga der Assassinen, Ninja bleibt Ninja © Panini Comics
Egal, ob Hand oder Liga der Assassinen, Ninja bleibt Ninja © Panini Comics

Das offenkundige Problem, das selbstverständlich nicht angesprochen wird, ist, dass Batman natürlich niemals mit Deadpool zusammenarbeiten würde. “Realistisch” gesehen ist Deadpool ein wahnsinniger, massenmordender Auftragskiller, der Gewalt und Folter lustig findet und dazu ununterbrochen Witze reißt. Das Problem besteht aber auch innerhalb von Marvel und kann nicht gelöst werden. Deadpool verkauft sich gut, deswegen machen die anderen Held*innen für ihn eine Ausnahme. Batman hat bekannterweise zwar besonders schlechte Erfahrungen mit witzereißenden Massenmördern, aber so funktioniert das Geschäft nun mal. Als Leser*in muss man darüber hinwegsehen.

Greg Capullo setzt die vorhersehbare Geschichte immerhin visuell ansprechend um.

Außerdem sind noch Captain America & Wonder Woman, Jeff! & Krypto, Daredevil & Green Arrow, Rocket Raccoon & Green Lantern, Old Man Logan & Batman: The Dark Knight Returns und Logo enthalten. Die ersten drei Geschichten sind sechs bis acht Seiten lang, die danach zwei bis drei. Captain America & Wonder Woman erzählt die Lebensgeschichte der beiden Held*innen in einer Welt, in der DC und Marvel-Figuren gleichermaßen existieren. Von ihrem ersten Zusammentreffen im Zweiten Weltkrieg bis zu Caps Tod in der Zukunft unterstützen und helfen die beiden sich. Etwas pathetisch, aber nett. Jeff! & Krypto ist eine textlose Geschichte, in der der vierbeinige Landhai Jeff und Superhund Krypto miteinander spielen. Süß, aber wenig gehaltvoll. In Daredevil & Green Arrow treffen der Anwalt und der Social-Justice-Bogenschütze aufeinander, während sie von ihren jeweiligen Ninja-Feinden gejagt werden, und spötteln miteinander.

Dieses Crossover ist keiner von Frank Millers Allstar-Klassikern © Panini Comics
Dieses Crossover ist keiner von Frank Millers Allstar-Klassikern © Panini Comics

Die letzten drei Geschichten sind so kurz, dass sie eher ein Witz oder ein Gag sind. Rocket Raccoon & Green Lantern hat immerhin eine gute Pointe. Old Man Logan & Batman: The Dark Knight Returns ist von Frank Miller, reiht sich aber leider in seine letzten schlechten Werke ein. Sein grober Zeichenstil ist bis ins Absurde stilisiert und die Dialoge verfehlen seinen früheren wortkargen Hard-Boiled-Stil, landen stattdessen bei seltsamem Schwadronieren. Zugegeben rettet die deutsche Übersetzung hier wieder einmal viel und macht sie deutlich verständlicher. Die Handlung: Batman und Wolverine kämpfen, Punkt. Man könnte unterstellen, dass es eine Parodie seiner sonstigen Macho-Figuren sein soll, schlecht ist sie aber trotzdem. Logo ist eine Mischung aus Wolverine, auch bekannt als Logan, und Lobo, DCs extrem überspitztem Macho-Weltraum-Biker. Drei Seiten, deren einziger Inhalt ist, dass die Figur Logo jetzt existiert.

Obwohl sich vor allem der Abschluss sehr kritisch anhört, ist Deadpool/Batman insgesamt kein schlechter Comic. Die Hauptgeschichte glänzt zwar nicht mit Überraschungen, die Figuren sind aber gut getroffen, sei es zeichnerisch oder mit unterhaltsamen Dialogen. Die kurzen Geschichten zielen insgesamt eher darauf, dass sich über die seltenen Crossover gefreut wird, bei denen die Charaktere beim Aufeinandertreffen Spaß haben. Deadpool/Batman fällt insgesamt eher in die oben erwähnte Kategorie des Spektakels, ungewohnte Figuren zusammen zu sehen. Für mich persönlich ist das zwar etwas verschenktes Potenzial, aber es ist trotzdem unterhaltsam und erfüllt seinen eigenen Anspruch.

Cover_Deadpool_Batman

Die harten Fakten

  • Verlag: Panini Comics
  • Autor*in(nen): Zeb Wells
  • Zeichner*in(nen): Greg Capullo
  • Seitenanzahl: 64
  • Preis: 6,99 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Panini

 

Batman/Deadpool

Wertung 4

In Batman/Deadpool, der DC-Seite des Crossovers, wählt Grant Morrison einen ganz anderen Ansatz. Statt einer geradlinigen, simplen Geschichte wie von Wells, lebt Morrison wieder einmal seine typische surreale Kreativität aus. Die Handlung strotzt außerdem vor endlosen Anspielungen und metatextuellen Querverweisen, manche offensichtlich, manche speziell.

Apropos Ninjas: auch Cartoon-Ninjas sind kein Problem © Panini Comics
Apropos Ninjas: auch Cartoon-Ninjas sind kein Problem © Panini Comics

Die Rahmenhandlung bildet eine Fortsetzung zu JLA/Avengers von 2004. Dort begegneten sich zwei kosmische Wesenheiten, die ihre jeweiligen Realitäten verkörpern: Eternity von Marvel und Kismet von DC. Hier treffen sich die beiden noch einmal und haben, nun ja, einen One-Night-Stand. Dieses Ereignis auf makrokosmisch-transzendentaler Ebene spiegelt sich auf der mundanen dadurch, dass sich die Welten von Marvel und DC ineinander verschieben. Batman und Deadpool finden sich an einem surrealen Ort wieder, der Anspielungen auf vorherige Comics enthält, und schließen sich in der Not zusammen, um die Superschurkin Cassandra Nova aufzuhalten. Im positiven ist das eine surreale Tour de Force mit einer Flut an Witzen und metatextuellem Hintergrund für Fans. Allerdings ist es typisch Morrison, womit nicht jeder etwas anfangen kann. Dan Mora setzt das alles kongenial in Szene.

Constantine hat Dr. Strange auf jeden Fall unterschätzt © Panini Comics
Constantine hat Dr. Strange auf jeden Fall unterschätzt © Panini Comics

Hier gibt es nur vier weitere Stories, die dafür aber alle länger sind. In Hellblazer & Dr. Strange treffen die sehr verschiedenen Magier aufeinander. Kann der abgebrühte Gossenhexer Constantine etwas vom hochgelehrten Strange lernen? Nightwing & Laura Kinney Wolverine zeigt ein Treffen der jungen Generation. Nightwing war als Robin einst Batmans Sidekick, während Laura als Klon von Wolverine in seine Fußstapfen tritt. Zusammen erleben die beiden kein gefährliches Abenteuer, das dafür aber gute Charakterarbeit bietet. Harley Quinn & Hulk ist dafür wieder reine Comedy, in der die ausgeflippte Anti-Heldin den grünen Riesen einfach nicht in Ruhe lassen will. Witzig geschrieben und von Amanda Conner gezeichnet, gibt das ein Plus. Abschließend kommt Static & Ms. Marvel, das die beiden jungen Held*innen vereint. Static wurde als Schwarzer Teen-Held für Milestone, den ersten auf Afroamerikaner*innen zielenden Comicverlag, geschaffen, während Ms. Marvel ein Meilenstein in der Comic-Repräsentation amerikanischer Muslim*innen darstellt.

Insgesamt gefällt Batman/Deadpool besser als Deadpool/Batman. Die Hauptstory ist zwar ausgefallener und trifft vielleicht nicht jeden Geschmack, schlägt damit aber die zu generische Story des anderen Heftes. Die Nebengeschichten sind, auch aufgrund der Kürze, auch hier nicht tiefgründig oder übermäßig komplex. Insgesamt sind sie aber etwas gehaltvoller und unterhaltsamer.

Für März und April 2026 sind in den USA die nächsten Crossover angesagt: Superman/Spider-Man und Spider-Man/Superman, natürlich auch wieder mit Bonusgeschichten. Ob Marvel diesmal DC übertreffen kann? Wir sind gespannt.

Cover_Batman_deadpool

Die harten Fakten

  • Verlag: Panini Comics
  • Autor*in(nen): Grant Morrison
  • Zeichner*in(nen): Dan Mora
  • Seitenanzahl: 64
  • Preis: 6,99 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Panini

 

New Gods 1 – Die Prophezeiung

Wertung 4

Die New Gods sind auf ihre Art auch ein MarvelDC Crossover. Jack Kirby, der in den Sechzigern den Erfolg von Marvel begründete, wollte damals die Thor-Comics mit Ragnarök, dem Weltuntergang der nordischen Mythologie, beenden. Im Anschluss darauf sollte aus den Ruinen von Asgard ein Volk von Neuen Göttern entstehen. Stan Lee war das, nachvollziehbarerweise, aber zu riskant. Daher ging Kirby zu DC und setzte seine Fourth World und New Gods dort um. Die „Alten Götter“, die untergingen, bevor die Neuen entstanden, wurden von Kirby im Stil seiner Asgardianer gezeichnet, waren aber nie voll zu erkennen. Ein Augenzwinkern in Richtung der Ursprungsidee.

Der Erfolg der New Gods war seitdem aber sehr ungleichmäßig verteilt. Ihr Erzfeind Darkseid war so erfolgreich, dass er mittlerweile zum Oberbösewicht des gesamten DC-Universums wurde, dem Gott des Bösen und der Tyrannei, der von seinem Höllenplaneten Apokolips aus alles unterwerfen will. Die guten New Gods vom Planeten New Genesis, mit dem weisen Anführer Highfather, Darkseids entfremdeten Sohn Orion, dem leichtherzigen Lightray und den Teenage-Rebellen Forever People, wurden von ihrem Erzfeind mittlerweile weit hinter sich gelassen. Der Super-Entfesselungskünstler Mr. Miracle und seine Frau Big Barda sind immerhin solide C- bis B-Lister.

Highfather steht vor schweren Entscheidungen © Panini Comics
Highfather steht vor schweren Entscheidungen © Panini Comics

Was also macht man mit einem Konzept, das fundamental in die Hintergrund-Lore des DC-Universums eingebunden ist, sein Potential aber nie entfalten konnte? Ram V hat darauf eine einfach klingende, aber schwer umzusetzende Antwort gefunden: Man fängt einfach von Grund auf an und macht etwas Neues. Und das gelingt dem indischen Autor tatsächlich ausgezeichnet.

New Gods 1: Die Prophezeiung beginnt damit, dass Darkseid tot ist. Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse, der seit Jahrtausenden die Existenz von New Genesis beherrschte, scheint vorbei. Da taucht eine neue Bedrohung auf: Die Nyctari, eine gewaltige Flotte von fanatischen Plünderern. Sie verfügen über gewaltige Macht, der sich selbst die Neuen Götter nicht entgegenstellen können. Zur selben Zeit tritt eine uralte Prophezeiung ein, und auf der Erde wird ein menschliches Kind geboren, das gleichzeitig ein Neuer Gott ist – etwa die Wiedergeburt Darkseids? Die Neuen Götter fliehen auf die Erde, um das Kind zu finden. Aber wird es für die Neuen Götter die Rettung bedeuten, oder den Untergang?

An kosmischer Mythologie fehlt es nicht © Panini Comics
An kosmischer Mythologie fehlt es nicht © Panini Comics

Ram V bietet einen faszinierend anderen Blick auf die Neuen Götter. In einem komplexen Schreibstil, der an Moebius, Jodorowski und Zelazny erinnert, belebt er die Fourth World und die Neuen Götter als kosmischen Mythos wieder, der die Rolle und Funktion der Neuen Götter von derselben Basis ausgehend neu definiert: eine Qualität, die bis auf Kirby kaum jemand erreicht hat. Dabei ist New Gods 1: Die Prophezeiung einsteigerfreundlich und bildet mit dem unverbrauchten Ansatz und der neuen Herausforderung einen guten Einstiegspunkt. Eine Auswahl der bisherigen Neuen Götter wird zwar übernommen, aber auch schnell und eindrücklich vorgestellt. Dazu kommen einige neue Figuren wie die Bogenschützin Shadowfall. Die Riege der Figuren verbindet ein komplexes Netzwerk nachvollziehbarer Motivationen, die sie miteinander, aber auch mit sich selbst konfrontieren.

Dazu haben alle Neuen Götter, ob gut oder böse, eine Auffrischung und überarbeitete Designs erhalten. In diesen Designs ist ein gewisser Anime-Einfluss nicht zu übersehen, der sich perfekt in den Neuansatz einfügt. Aber auch Evan Cagles Zeichenstil stimmt sich genau ein. Etwas schlaksig, detailreich und realistisch, aber gleichzeitig auch verzerrend stilisiert. Regelmäßige Gastzeichner lassen die Hefte aufleben und geben Flashbacks, Erinnerungen und anderen Perspektiven einen markanten Touch.

Im Schwellenraum zwischen Sein und Nichtsein wird es passend träumerisch-surreal © Panini Comics
Im Schwellenraum zwischen Sein und Nichtsein wird es passend träumerisch-surreal © Panini Comics

Insgesamt ist New Gods 1: Die Prophezeiung ein komplex erscheinender Neustart für die Neuen Götter, der sie auf spannende und faszinierende Art und Weise reinterpretiert. Dabei werden zwar Jahrzehnte mittelmäßiger „Kontinuität“ übersprungen, gleichzeitig ist Autor Ram V aber überraschend nah an der ursprünglichen konzeptuellen Basis. Geschickt gelingt es ihm, das ursprüngliche, reiche Potential der Neuen Götter zu nutzen, was seit Erfinder Jack Kirby fast niemandem gelang. Dazu kommen spannende neue Designs und ein dynamischer, Anime-inspirierter Zeichenstil. Da bleibt nur zu fragen, wann Band Zwei endlich erscheint.

Cover_NewGods

Die harten Fakten

  • Verlag: Panini Comics
  • Autor*in(nen): Ram V
  • Zeichner*in(nen): Evan Cagle, Bernard Chang, Filipe Andrade, Jorge Fornés, Riccardo Federici, u. a.
  • Seitenanzahl: 144
  • Preis: 19 EUR
  • Bezugsquelle: Fachhandel, Amazon, Panini

 

Artikelbilder: © Panini Comics
Layout und Satz: Dominic Niederhoff
Lektorat: Alexa Kasparek
Fotografien: Paul Menkel

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