Ein Besuch beim 13Mann Verlag

Jan 08

Ein Besuch beim 13Mann Verlag

Es ist jetzt etwas über ein Jahr, dass ich für die Teil­zeit­hel­den schreibe, und es macht mir eine Menge Spaß. Ich habe eine Menge Infor­ma­tio­nen erhal­ten, vor allem über die Rol­len­spiel­szene. Was sie aus­macht, wie sie denkt und tickt. Ihre Licht– und Schat­ten­sei­ten. Und an man­chen Stel­len eben fehlt mir das Ver­ständ­nis. Warum sind man­che Rol­len­spiele in mei­nen Augen so über­teu­ert? Warum gibt es keine ordent­li­che Über­set­zung von die­sem und jenem  Quel­len­buch? Wieso dau­ert es so lange, bis  ein Buch end­lich im Han­del ist? Alles Pro­bleme, die immer wie­der den Ver­lag als Ursa­che haben. Und um end­lich ein­mal Ant­wor­ten auf meine Fra­gen zu bekom­men, habe ich mir vor­ge­nom­men, einen sol­chen zu besu­chen. Nach­dem mich ein Ver­lag aus Hei­del­berg immer wie­der ver­trös­tete, suchte ich wei­ter und wurde bei 13Mann fün­dig. Dort nahm man meine Anfrage nach einem Besuch mit Begeis­te­rung auf.

Der 13Mann Ver­lag ist vor allem durch die deut­schen Über­set­zun­gen zu Role­mas­ter und Tra­vel­ler bekannt. Role­mas­ter ist eines der klas­si­schen Fantasy-Systeme. Das Spiel gibt es seit 1980 und seit 2006 über­nahm 13Mann die Über­set­zung.  Es ist des­we­gen so bekannt, weil es viele Rol­len­spie­ler abschreckt. Role­mas­ter gilt als eines der umfang­reichs­ten und detail­lier­tes­ten Rol­len­spiele. Scherz­haft wird es auch oft Rule­mas­ter genannt – das Spiel der 1000 Tabel­len. Tra­vel­ler ist noch einen Tick älter. Wie ich kam es im Jahr 1977 in die Welt und gilt damit als eines der ers­ten Rol­len­spiele über­haupt. Es ist ein Science-Fiction-Spiel und wird seit 2008 von 13Mann über­setzt und ver­trie­ben. Im Jahr 2011 ver­öf­fent­lichte der Ver­lag Aborea, ein haus­ei­ge­nes regel­ar­mes Fantasy-Rollenspiel, wel­ches sich sehr gro­ßer Beliebt­heit erfreut und 2012 bereits in der 2. Auf­lage erschien. Als nächs­tes ver­treibt 13Mann Here­dium, ein Rol­len­spiel, das nach einer Natur­ka­ta­stro­phe spielt, die das Ant­litz unse­rer Welt ver­än­dert hat. Zum Ver­lags­re­per­toire gehö­ren dar­über hin­aus noch einige Romane und Apps.

Schnee am Rheinufer

Schnee am Rheinufer

Vol­ler Vor­freude fuhr ich also quer durch den Pott nach Düs­sel­dorf. Diese Vor­freude wurde auch nicht getrübt durch die wirk­lich unglaub­lich schlech­ten Rah­men­be­din­gun­gen. Schnee und Berufs­ver­kehr zum Wochen­ende haben die Fahrt zum Chaos wer­den las­sen. Ich erreichte also mehr oder wenig pünkt­lich den Ver­lags­sitz, direkt am Rhein­ufer gele­gen. Als ich drau­ßen noch einige Fotos machte, traf auch schon Daria Thei­sen ein. Sie ist beim 13Mann Ver­lag beschäf­tigt und kam gerade vom Bäcker. Nach einer herz­li­chen Begrü­ßung stapf­ten wir also in den zwei­ten Stock. Hier tra­fen wir dann noch auf Sebas­tian Witz­mann und Chris­tian Kla­sen. Nach­dem auch hier die Begrü­ßung sehr herz­lich war, gin­gen wir in den Raum wo neben dem Hand­la­ger das wert­vollste Gut des 13Mann Ver­lags stand. Die Kaf­fee­ma­schine! Wir began­nen mit einem net­ten Plausch bei Kaf­fee und Brötchen.

Inter­view

Andy:  Wenn man so durch eure Büro­räume stapft, muss man sich fra­gen, was ihr noch alles macht, außer 13Mann zu sein. Beschäf­tigt ihr hier noch andere Firmen?

Sebas­tian Witz­mann:  Wir beschäf­ti­gen uns im wei­te­ren Sinne mit Unter­hal­tung – daher ent­wi­ckeln wir auch andere Spiel­for­men und Unter­hal­tungs­mög­lich­kei­ten, wie bei­spiels­weise Apps.

Andy: Toll, dass ihr auch gleich zu dritt hier seid. um euch mei­nen Fra­gen zu stel­len. Aber wollt ihr euch nicht kurz unse­ren Lesern vor­stel­len? Und auch die, wel­che grade nicht da sind, aber für den 13Mann Ver­lag wirk­lich wich­tig sind. Nennt doch bitte  ein­mal euren Namen, eure Auf­gabe im Team, euer aktu­el­les Lieb­lings­sys­tem sowie euer aktu­el­les Lieblingsalbum.

Sebas­tian Witz­mann : Im Moment bin ich ins­be­son­dere mit der Erstel­lung von neuen Inhal­ten beschäf­tigt. Am liebs­ten spiele ich tat­säch­lich ABOREA. Der­zeit bin ich in einer regel­mä­ßi­gen Runde und erlebe ABOREA als Spie­ler in der Aus­le­gungs­form des Spiel­lei­ters.  Das ist für mich aus vie­len Grün­den her­aus span­nend. In Sachen Musik bin ich sehr varia­bel – der­zeit lau­fen in mei­ner Play­list Sil­ber­mond, Mum­ford & Sons, Muse und immer wie­der mal Klassik.

Daria Thei­sen: Pro­dukt­ma­nage­ment & Post­aus­gang. Meine Lieb­lings­sys­teme sind Role­mas­ter und Aborea– ich kann mich nicht ent­schei­den, wel­ches meine Num­mer 1 ist. Es sind bei­des wun­der­volle Sys­teme, aber im End­ef­fekt kommt es ja auf den Spaß an, den man beim Spie­len hat. Ein Lieb­lings­al­bum hab ich nicht, aber es gibt da eine Reihe an Künst­lern, die mir gut gefal­len: VNV Nation, Finn­troll, Punchline, Sonata Arc­tica, Lana del Rey, The Corrs und noch einige mehr…

Chris­tian Kla­sen: Lei­der komm ich sehr sel­ten zum Spie­len, wenn dann tau­che ich aber in die Welt von Aborea ein. Aber aktu­ell eher sel­te­ner. Bin vor einem Jahr zum Team von 13Mann gesto­ßen und küm­mere mich um neue Pro­dukte, Lizen­zen und Märkte. Vor allem aber wie wir unsere Pro­dukte mit digi­ta­len Inhal­ten ergän­zen kön­nen, so dass das Spie­len noch mehr Spaß macht. In mei­ner Play­liste lau­fen gerade Nickel­back, Daugh­try, 30STM und Papa Roach rauf und run­ter. Aber  das eine oder andere Hör­buch schleicht sich ab und zu in mei­nen Recorder.

(v.l.n.r.) Daria, Christian, Sebastian und Andreas

(v.l.n.r.) Daria, Chris­tian, Sebas­tian und Andreas

Andy:  Man hat jetzt nicht unbe­dingt den Ein­druck, dass ihr Arbeits­kol­le­gen seid. Ich fühle mich hier eher wie  unter Freun­den. Woher kommt die gute Stim­mung und das gute Klima?

Sebas­tian Witz­mann: Das ist kein Pro­dukt von Pla­nung, son­dern eher von der Ein­stel­lung aller zur Sache und dem Umgang unter­ein­an­der abhängig.

Andy:  Wie kamt ihr über­haupt dazu, mit Rol­len­spie­len Geld zu ver­die­nen? Lag das an eurer per­sön­li­chen Rollenspielkarriere?

Sebas­tian Witz­mann: Geld ver­die­nen ist natür­lich rela­tiv. Hier spie­len auch viele andere Fak­to­ren eine Rolle. Tat­säch­lich spielt man meis­tens weni­ger, wenn man beginnt es beruf­lich zu betrei­ben. Das erin­nert mich immer an Mark Twains Tom Sawyer, als er den Zaun strei­chen muss. Am Ende des Kapi­tels resü­miert Mark Twain und erklärt anhand des Berg­füh­rers, dass es für die Geführ­ten ein Hobby ist, für den Füh­rer aber ein Beruf. Natür­lich ver­su­chen wir uns immer den Spaß des Hob­bys zu erhal­ten. Aber es lei­det darunter.

Andy:  Was ist euch per­sön­lich beim Rol­len­spiel wichtig?

Sebas­tian Witz­mann: Dass es die bis­her impo­san­teste und immer noch ver­kann­teste Spiel­form über­haupt ist.

Andy: Bei Über­set­zun­gen ist es immer schwie­rig, eigene Träume ein­flie­ßen zu las­sen. Da du, Sebas­tian,  aber nun auch ein eige­nes Rol­len­spiel ent­wi­ckelt hast, wor­auf hast du beson­ders geach­tet? Was willst du weitergeben?

Sebas­tian Witz­mann: Träume flie­ßen da nicht son­der­lich mit ein. Es geht mir viel­mehr um die Essenz der Rol­len­spiele. Diese sind die der­zeit schöns­ten Spiele. Wer erin­nert sich noch an sein Backgammon-Spiel von vor drei Jah­ren? Wer weiß noch, wie die Runde Mono­poly abge­lau­fen ist? Aber jeder kennt noch die Story, schwelgt in schö­nen Erin­ne­run­gen, wenn er an seine Rol­len­spiel­run­den zurück­denkt. Das kann nur ein Rol­len­spiel leis­ten: Blei­bende, gemein­same Erin­ne­run­gen. Wert­volle Zeit. Jede andere Spiel­form steht hier mei­nes Erach­tens zurück. Damit diese Kern­funk­tion des Spiels auch ver­stärkt wird, ist es wich­tig, so wenig Regeln wie mög­lich zu haben. Denn diese Momente sol­len nicht durch Regel(diskussionen) gehemmt wer­den. Natür­lich sind immer noch Regeln da – aber die die­nen der eben­falls wich­ti­gen Kom­ple­xi­tät. Dabei dür­fen nicht die Regeln kom­plex sein, son­dern nur das Spiel. Daher war mir wich­tig, den Spie­lern nur die Werk­zeuge an die Hand zu geben. Man kann bei­spiels­weise Zau­ber kom­bi­nie­ren, muss über­le­gen, wie man tak­tiert – und das mit ein­fachs­ten Mit­teln. Ein umfas­sen­des Zau­ber­buch klingt erst mal ver­lo­ckend – ui, toll, 2.500 Bil­der und Texte… 300 Sei­ten Magie – aber es nimmt uns auch die eigene Krea­ti­vi­tät ein Stück weg. Denn der Autor hat sich für uns schon die Kom­bi­na­tio­nen aus­ge­dacht. Daher sind ein­fa­che Regeln häu­fig spiel­kom­ple­xer als umfang­rei­che Regeln. Die bewei­sen eigent­lich nur, dass man viel aus­wen­dig gelernt hat. Keine bemer­kens­werte Leis­tung und kein Garant für wert­volle Spiel­zeit. Das ist meine ganz sub­jek­tive Meinung.

Den Tisch voll mit Arbeit...

Den Tisch voll mit Arbeit…

Andy:  Wie sind die wei­te­ren Pläne von 13Mann? Es gibt ver­mehrt Romane. Was wird es noch geben? Brett­spiele, Kartenspiele?

Sebas­tian Witz­mann: Wir pla­nen in alle Rich­tun­gen. Und wir schlie­ßen nichts aus. In der Tat haben wir sogar seit vie­len Jah­ren ein sehr rei­fes Brett­spiel in der Schub­lade zum Bei­spiel lie­gen. Vielleicht…

Andy:  Es gibt einige, die erwar­ten sehn­süch­tig die deut­sche Über­set­zung von Fal­len Reich. Magst du mal kurz anrei­ßen, worum es da geht, und wann wir damit rech­nen können?

Sebas­tian Witz­mann: Hier fällt es schwer, die Grat­wan­de­rung hin­zu­be­kom­men, denn der große Reiz ist die Spiel­welt und wenn man hier zu viel berich­tet, dann ver­liert sie zugleich an Über­ra­schung. So viel aber kann man erzäh­len: Man spielt einen Cha­rak­ter, der Teil einer Spe­zi­al­ein­heit einer gehei­men bri­ti­schen Orga­ni­sa­tion zur Zeit des Drit­ten Rei­ches ist. Dabei kann man Archäo­loge, Kran­ken­schwes­ter, Händ­ler oder sonst jemand sein. Man wird hin­ter der Front und über­all auf der Welt ein­ge­setzt. Aller­dings sollte man nicht den Titel ein­fach als gefal­le­nes Reich inter­pre­tie­ren – hier geht es um viel mehr und nicht um Nazis. Man ist auf der Spur von Okkul­tem und Uner­klär­li­chem. Eine spiel­tech­ni­sche Beson­der­heit ist, neben den sehr grif­fi­gen Regeln, die Cha­rak­te­r­er­stel­lung mit­tels Brett­spiels. Fal­len Reich soll so schnell wie mög­lich erschei­nen, aber es gibt immer noch Beden­ken auf Grund der Sym­bo­li­ken im Spiel und es läuft noch eine Unbedenklichkeitsprüfung.

Andy:  Ihr habt ja nun ein brei­tes Spek­trum an Gen­res im Rol­len­spiel. Warum dann noch ein Spiel, ange­lehnt an Tra­vel­ler, in Form von Inva­sion 2071?

Sebas­tian Witz­mann: Für Tra­vel­ler kann man nicht genug Hin­ter­gründe haben! Spaß bei­seite: Rou­ven und Tobias haben da einen umfas­sen­den Kam­pa­gnen­hin­ter­grund lie­be­voll geschaf­fen. Wir fin­den ihn sehr spielenswert.

Andy:  Die Aktion Aben­teuer gegen Buch habt ihr ja bei Tra­vel­ler begon­nen. Wer­det ihr sie bei den ande­ren Sys­te­men fort­set­zen? Böse Stim­men sagen: „Bil­li­ger bekom­men die kein Material“.

Sebas­tian Witz­mann: Das muss man die Kir­che im Dorf las­sen. Alle Ken­ner der Bran­che wis­sen, dass das nicht bil­li­ger, son­dern sogar teu­rer ist. Es sind Mini-Abenteuer, die im Zwei­fel groß belohnt wer­den . Unsere Inten­tion ist die För­de­rung der Krea­ti­vi­tät und des Spiels.

Daria im Telefonstreß

Daria im Telefonstress

Andy: Es wird ja oft geschimpft, dass einige Pro­dukte sehr teuer sind. Des­we­gen wer­den sie auch sehr gern kopiert und im Netz von File­sha­ring Platt­for­men gezo­gen. Ich sehe nun natür­lich, wie kos­ten­in­ten­siv so etwas sein kann. Wie set­zen sich Kos­ten für ein Rol­len­spiel­pro­dukt eigent­lich zusam­men? Wie bemüht ihr euch, die Preise zu kal­ku­lie­ren und mög­lichst inter­es­sant zu hal­ten? Grad an Aborea dürf­tet ihr doch eigent­lich kaum etwas verdienen?

Sebas­tian Witz­mann: Wir wol­len Rol­len­spiele wie­der und mehr bekannt machen. Zu die­sem Zweck inves­tie­ren wir. Irgend­wann kann sich das loh­nen. Man hat eine Menge an ver­schie­de­nen Auf­wands­po­si­tio­nen, die gerne schnell über­se­hen wer­den. Eine nicht abschlie­ßende Liste wären: Kon­zep­tion, Text, Fach­lek­to­rat, Sprach­lek­to­rat, Lay­out, Illus­tra­tion, Pro­jekt­ma­nage­ment, Kon­trolle, Druck, Lie­fe­run­gen, Ver­pa­ckun­gen, Dis­tri­bu­tion, Finan­zie­rung, Lage­rung, Kun­den­dienst, Mar­ke­ting & Ver­trieb und und und… Wenn man ein Buch erstellt, dann mag man da noch eine Menge unter den Tisch fal­len las­sen kön­nen. Aber wenn man zig Publi­ka­tio­nen pro Jahr hat, dann sieht die Welt anders aus. Ein Buch nimmt man mal schnell mit zur Messe und stellt es auf einen Klapp­tisch. Das geht bei uns schon lange nicht mehr und wir haben einen rie­si­gen logis­ti­schen Auf­wand. Mal eben was aus der Lager­halle holen, geht auch nicht – mein Wagen hat mehr als ein­mal schon auf­ge­setzt . Wir arbei­ten schon immer am Limit des Mög­li­chen. Jeder Kos­ten­punkt wird stän­dig über­prüft und ver­sucht zu redu­zie­ren. Aber auf der ande­ren Seite wol­len wir auch eine mög­lichst hohe Qua­li­tät. Das bei­des zusam­men nicht geht, sollte jedem klar sein. Unsere Bilan­zen – wie die jedes Ver­la­ges -  sind im Web ein­seh­bar. Da kann man auch gut able­sen, dass wir wirk­lich investieren.

Andy: Nach­dem ihr mir meine Fra­gen nun beant­wor­tet habt, habe ich noch einige Fra­gen unse­rer Leser mit­ge­bracht. Es wäre toll, wenn ihr ihnen auch Rede und Ant­wort ste­hen könn­tet. Unser Leser Tony S. würde gerne wis­sen wie es denn mit T5 aus­sieht, also der nächs­ten Ver­sion von Tra­vel­ler. Ihn würde auch inter­es­sie­ren, ob es ein Ring­buch geben wird oder ob es auf 2 Hard­co­ver auf­ge­teilt wird.

Sebas­tian Witz­mann: Im 13Mann-Forum gibt es dazu bereits eine Dis­kus­sion. Ent­schie­den ist da noch nichts. T5 läuft bei uns par­al­lel zum soge­nann­ten MGT (Mon­goose Tra­vel­ler). Wir pla­nen unsere Spiel­ma­te­ria­lien dann direkt für beide Sys­teme immer auszuarbeiten.

Andy: Daniel G. inter­es­siert es, wie es denn mit Role­mas­ter wei­ter geht. Es soll in Ame­rika eine neue Ver­sion erschei­nen. Wer­det ihr sie eben­falls über­set­zen und damit die nun aktu­elle  Ver­sion ablösen?

Sebas­tian Witz­mann: Wir ver­fol­gen die Ent­wick­lung mit gro­ßem Inter­esse und ste­hen auch in regem Kon­takt. In Pro­duk­tion sind der­zeit nur Bücher und Aben­teuer für die aktu­elle Ver­sion. Es exis­tie­ren auch noch keine kon­kre­ten Pläne zu der ande­ren Version.

Andy: Zuletzt würde gern Mero W. Wis­sen, wieso ihr in Aborea die Zau­ber so auf­ge­teilt habt, wie sie nun vor­han­den sind. Er hat den Ein­druck gewon­nen, dass sie zufäl­lig aus dem Hut gezo­gen wur­den und eben nach die­sem Prin­zip ver­teilt wurden.

Sebas­tian Witz­mann: Die Zau­ber­lis­ten haben eine sehr lange Ent­ste­hungs­ge­schichte auf­zu­wei­sen. Die ein­zel­nen For­mun­gen ste­hen nicht ohne Grund auf den Lis­ten. Die Motive sind dabei im Hin­ter­grund zu suchen (also wel­che Art der Magie wird hier wei­ter­ent­wi­ckelt), unge­nannte Ein­flüsse (Schu­len, Zir­kel und andere Ein­flüsse) und in der Spiel­bar­keit (Balance und Her­aus­for­de­rung). Die Zau­ber ber­gen eine Menge Poten­tial – wenn man sich mit ihnen beschäf­tigt. Viel Spaß beim Experimentieren!

Fazit

Ich habe mei­nen Besuch bei 13Mann sehr genos­sen und mich pudel­wohl gefühlt. Natür­lich kann man über die Pro­dukte strei­ten, und das tun wir ja in den Foren immer sehr gerne. Aus mei­ner Sicht stimmt die ganze Phi­lo­so­phie des Ver­lags einfach.

Nach dem infor­ma­ti­ven Gespräch ver­ab­schie­dete ich mich  und fuhr wie­der nach Hause, nach­dem ich noch einem Über­fall durch den Parkhaus-Automaten über mich erge­hen las­sen musste. Mit die­sen zahl­rei­chen Infor­ma­tio­nen und Impres­sio­nen wurde mir sehr gehol­fen und ich sehe einige Dinge nun etwas anders. Trotz­dem  möchte ich noch  andere Ver­lage besu­chen. Viel­leicht mel­det sich ja einer bei mir.

 

 

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3 Kommentare

  1. Was Sebas­tian Witz­mann das sagt ist inter­es­sant und hatte ich so bis­her noch nicht gehört. Muss ich mir merken!

  2. Schön, die Leute von 13Mann auch mal „ken­nen­zu­ler­nen“ und einen Blick in ihr Aller­hei­ligs­tes zu wer­fen :) Die machen einen net­ten Ein­druck, so von dem, was ich gele­sen habe hier. Auch die Infos sind sehr inter­es­sant, das ver­folge ich mal wei­ter. Danke Andy.

  3. Hallo Jens,
    ja, der Besuch war für mich auch ein ech­ter Gewinn. Zum einen die Leute als Rol­len­spie­ler in mei­nen „Bekann­ten­kreis“ inte­grie­ren zu kön­nen, und auch das Ver­lags­we­sen ein­mal bestau­nen zu dür­fen.
    Ich bin sehr gespannt dann auf den nächs­ten Ver­lags­be­such den ich machen werde.
    Andy

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